{"id":1255,"date":"2006-09-14T22:34:25","date_gmt":"2006-09-14T22:34:25","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=1255"},"modified":"2006-09-14T22:34:25","modified_gmt":"2006-09-14T22:34:25","slug":"nicht_prugeln_bitte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/nicht_prugeln_bitte","title":{"rendered":"Nicht pr\u00fcgeln bitte,&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; aber der Zufall wollte es, da\u00df ich auf einem modernen <a href=\"http:\/\/www1.euro.dell.com\/content\/products\/productdetails.aspx\/latit_120l?c=de&amp;cs=debsdt1&amp;l=de&amp;s=bsd\">Notebook<\/a> eine Betaversion des neuen Windows installierte. Modern hei\u00dft, die Machine wurde im Juli 2006 hergestellt.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/vista_rc.jpg\" alt=\"RC\" title=\"RC\" \/><br \/>\nDie Installation ging gem\u00e4chlich und unspektakul\u00e4r vor sich.<br \/>\nAlle Ger\u00e4te wurden richtig erkannt, die Netzwerkdrucker druckten nach kurzer Zeit, das WLAN werkelte problemlos und alle g\u00e4ngige und wichtige Software lief sofort und klaglos.<br \/>\nTolle Sache.<br \/>\nEine erste, tiefere Inspektion brachte folgendes zu Tage.<br \/>\nKonsequent wurde der Weg weiterbeschritten, die normale und n\u00f6tige Funktionalit\u00e4t unter einem Berg von Schnickschnack zu verbergen und damit den Nutzer immer mehr zu entm\u00fcndigen.<br \/>\nMehr Schein als Sein.<br \/>\nOder anders: ich kann auch mit einem Luxus-Bus oder einem Leopard-Panzer in den \u00f6rtlichen Supermarkt fahren, nur: ist das auch n\u00f6tig?<br \/>\nWieder einmal wurden alle g\u00e4ngigen Verzeichnisse umbenannt, wurden neue Tarntechniken aufgepfropft und viele, zugegebenerma\u00dfen schicke Bilder vor den eigentlichen Nutzen geschaltet.<br \/>\nRelevante Sachen findet man noch schwerer, gar nicht mehr oder wird br\u00fcsk von irgendwelchen Assistenten, Aufpassern, Helfern und W\u00e4chtern und W\u00e4rtern drangsaliert und genervt. F\u00fcr jede normale Aktion hat man anschlie\u00dfend immer 10 Fenster auf. Und Standardeintr\u00e4ge sind wieder einmal an andere Stellen gewandert.<br \/>\nBei jeder Fremdsoftware darf man mindestens zweimal best\u00e4tigen, da\u00df man sich der Gefahr bewu\u00dft ist, da\u00df diese Software nicht von Bin Laden stammt und man im \u00dcbrigen zu doof ist, den Rechner zu benutzen. Denn wenn ich beispielsweise den Feuerfuchs installiere, dann will ich nicht dreimal darauf hingewiesen werden, da\u00df der Feuerfuchs nach dem Klick auf weiter WIRKLICH mit allen Konsequenzen installiert wird.<br \/>\nGenau wie bei den bei W2K schon un\u00fcberschaubaren Sicherheitseinstellungen wird das nervende Gefrage und das Gewirr an zig verschiedenen Varianten von Vista dazu f\u00fchren, was keiner wollte. Der Normalanwender wird irgendwann entdecken, wie man sich Administrationsrechte holt, was zugegebenrma\u00dfen nicht allzu einfach ist und dann froh sein, diesen Gipfel erst\u00fcrmt zu haben und nie wieder als Nutzer arbeiten.<br \/>\nDas die Oberfl\u00e4che total kuhl und schick aussieht erw\u00e4hnte ich schon.<br \/>\nNur was nutzt mir da\u00df im Alltag? Man hat doch eh immer eine Tabelle oder eine Briefseite oder Datenbankmasken oder Kartentische vor sich. Da nutzen einem die 3 MB gro\u00dfen Hintergrundbilder nicht so viel. Und auch die wiederum dezent neu verschlimmbesserten Menus, Mauszeiger, Icons und Schaltfl\u00e4chen stiften eher Verwirrung denn Nutzen. Aber es l\u00e4\u00dft sich alles wieder auf den W2K\/W98SE-Look zur\u00fcckschalten.<br \/>\nOhne Fremdsoftware braucht Vista auf dem Schlepptop ohne die Wasserfl\u00e4che schlappe 323 MB RAM. Wenn es erst einmal da ist, geht es auch flott zur Sache, aber jedes neue Programm, jeder neue Schritt zwingt es in unangenehme Denkpausen. Unangenehm fiel mir das Dateisystem auf, da\u00df jedesmal Ewigkeiten rummehrte, bis es die Boot-CD einlas.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/vista_task_manager.jpg\" alt=\"Task Manager\" title=\"Task Manager\" \/><br \/>\nAn dieser Stelle noch ein <a href=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/vista_leistung.jpg\">Link<\/a> auf das Leistungsbild<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/vista_leistung.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/vista_thumb.jpg\" alt=\"Minibild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<\/a>Wie man sieht, ist das Notebook vom Prozessor und RAM und der Platte her geeignet. Die Grafikkarte aber eher nicht.<br \/>\nUnd man arbeitet jetzt auch mehr mit symbolischen Links. Das ist eine ganz nette Sache. Da man es aber nicht so konsequent wie bei Unix macht sondern auch hier wieder das Rad neu erfand, kann der geplagte Admin jetzt nicht mehr an 11 sondern an 18 verschiedenen Stellen im Dateisystem rumstochern, um die LUserdaten dort herzustochern.<br \/>\nTechnisch hat sich recht viel getan: \u00fcber DRM und diverse andere versteckten Sachen reden die Medien ja schon lange genug, ein Blick auf ipconfig \/all l\u00e4\u00dft einem auch schon die Haare zu Berge stehen. Das ist das Ergebnis bei einem 0815-Laptop mit WLAN und LAN und Standardinstallation ohne jedwede Konfiguration.<\/p>\n<blockquote><p>\nWindows-IP-Konfiguration<br \/>\nHostname  . . . . . . . . . . . . : Testkiste<br \/>\nPrim\u00e4res DNS-Suffix . . . . . . . :<br \/>\nKnotentyp . . . . . . . . . . . . : Hybrid<br \/>\nIP-Routing aktiviert  . . . . . . : Nein<br \/>\nWINS-Proxy aktiviert  . . . . . . : Nein<br \/>\nDrahtlos-LAN-Adapter Drahtlosnetzwerkverbindung:<br \/>\nVerbindungsspezifisches DNS-Suffix:<br \/>\nBeschreibung. . . . . . . . . . . : Broadcom 802.11g-Netzwerkadapter<br \/>\nPhysikalische Adresse . . . . . . : 1A-16-CE-55-49-CB<br \/>\nDHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Ja<br \/>\nAutokonfiguration aktiviert . . . : Ja<br \/>\nVerbindungslokale IPv6-Adresse  . : fe80::e575:854e:420a:233f%11(Bevorzugt)<br \/>\nIPv4-Adresse  . . . . . . . . . . : 192.168.1.51(Bevorzugt)<br \/>\nSubnetzmaske  . . . . . . . . . . : 255.255.255.0<br \/>\nLease erhalten. . . . . . . . . . : Donnerstag, 14. September 2006 23:58:33<br \/>\nLease l\u00e4uft ab. . . . . . . . . . : Sonntag, 17. September 2006 23:58:32<br \/>\nStandardgateway . . . . . . . . . : 192.168.100.1<br \/>\nDHCP-Server . . . . . . . . . . . : 192.168.100.1<br \/>\nDHCPv6-IAID . . . . . . . . . . . : 184555214<br \/>\nDNS-Server  . . . . . . . . . . . : 192.168.1.1<br \/>\n194.25.2.130<br \/>\nNetBIOS \u00fcber TCP\/IP . . . . . . . : Aktiviert<br \/>\nEthernet-Adapter LAN-Verbindung:<br \/>\nMedienstatus. . . . . . . . . . . : Medium getrennt<br \/>\nVerbindungsspezifisches DNS-Suffix:<br \/>\nBeschreibung. . . . . . . . . . . : Broadcom 440x 10\/100-integrierter Controller<br \/>\nPhysikalische Adresse . . . . . . : 00-15-C5-61-34-CA<br \/>\nDHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Ja<br \/>\nAutokonfiguration aktiviert . . . : Ja<br \/>\nTunneladapter LAN-Verbindung*:<br \/>\nVerbindungsspezifisches DNS-Suffix:<br \/>\nBeschreibung. . . . . . . . . . . : Teredo Tunneling Pseudo-Interface<br \/>\nPhysikalische Adresse . . . . . . : 02-00-54-55-4E-01<br \/>\nDHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Nein<br \/>\nAutokonfiguration aktiviert . . . : Ja<br \/>\nIPv6-Adresse. . . . . . . . . . . : 2001:0:4136:e378:2c3f:2240:3f57:fecc(Bevorzugt)<br \/>\nVerbindungslokale IPv6-Adresse  . : fe80::2c3f:2240:3f57:fecc%12(Bevorzugt)<br \/>\nStandardgateway . . . . . . . . . : ::<br \/>\nNetBIOS \u00fcber TCP\/IP . . . . . . . : Deaktiviert<br \/>\nTunneladapter LAN-Verbindung* 2:<br \/>\nMedienstatus. . . . . . . . . . . : Medium getrennt<br \/>\nVerbindungsspezifisches DNS-Suffix:<br \/>\nBeschreibung. . . . . . . . . . . : isatap.{020F3EC0-1570-471F-980D-97AD81C4512E}<br \/>\nPhysikalische Adresse . . . . . . : 00-00-00-00-00-00-00-E0<br \/>\nDHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Nein<br \/>\nAutokonfiguration aktiviert . . . : Ja<br \/>\nTunneladapter LAN-Verbindung* 3:<br \/>\nVerbindungsspezifisches DNS-Suffix:<br \/>\nBeschreibung. . . . . . . . . . . : isatap.{070BEB8B-26D8-462B-A5E4-530C5E531CA7}<br \/>\nPhysikalische Adresse . . . . . . : 00-00-00-00-00-00-00-E0<br \/>\nDHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Nein<br \/>\nAutokonfiguration aktiviert . . . : Ja<br \/>\nVerbindungslokale IPv6-Adresse  . : fe80::5efe:192.168.1.51%14(Bevorzugt)<br \/>\nStandardgateway . . . . . . . . . :<br \/>\nDNS-Server  . . . . . . . . . . . : 192.168.1.1<br \/>\n194.25.2.130<br \/>\nNetBIOS \u00fcber TCP\/IP . . . . . . . : Deaktiviert\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Fazit: N\u00f6tig ist was anderes. Vista ist vor allem fett geworden. 8 GB Festplatte sind schon einmal weg, ohne ein Byte Nutzdaten. Viel Spa\u00df beim Durchsuchen ganzer Festplatten, bis in dem Windows-Ordner die un\u00fcberschaubar vielen Dateien und Verzeichnisse durchsucht wurden.<br \/>\nNaja, die Hardware-Hersteller wird es freuen, denn 2 GB RAM und eine fette, superschnelle Festplatte und eine Gaga-Grafikkarte sollte man seiner Maschine schon g\u00f6nnen, um langsamer, DRM-\u00fcberwacht und mit nervigen Zwischenfragen sein geliebtes Solit\u00e4r spielen zu k\u00f6nnen. Ach halt, das war bei meiner Beta ja garnicht dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; aber der Zufall wollte es, da\u00df ich auf einem modernen Notebook eine Betaversion des neuen Windows installierte. Modern hei\u00dft, die Machine wurde im Juli 2006 hergestellt. Die Installation ging gem\u00e4chlich und unspektakul\u00e4r vor sich. 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