{"id":134,"date":"2011-02-27T22:37:03","date_gmt":"2011-02-27T22:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=134"},"modified":"2011-02-27T22:37:03","modified_gmt":"2011-02-27T22:37:03","slug":"odyssee","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/odyssee","title":{"rendered":"Odyssee"},"content":{"rendered":"<p>Ja, eine kleine Odyssee erz\u00e4hle ich nun. Klein, weil erst 2008 begann und nun vollendet. Oder auch nicht, wir werden sehen.<br \/>\nFangen wir an. Es begab sich im Jahre 2008, da\u00df ein Freund einen Medienrechner gebaut haben wollte. Ein weiterer Freund erhielt ein ansehnliches S\u00fcmmchen, kaufte daf\u00fcr HiFi-PC-Geh\u00e4use mit Fernbedienung, teure Gigabyte-Platine mit HD-Grafikkarte an Bord, kaufte 4 GB RAM, kaufte einen leistungsf\u00e4higen Athlon-X2-Prozessor, einen Bluray-Brenner (damals noch RICHTIG teuer). kaufte dazu eine Fernbedienung, eine fl\u00fcsterleise 1-TB-Festplatte, eine DVB-S-Karte f\u00fcr das Satellitenfernsehen und ein Netzteil.<br \/>\nDann kamen noch diverse L\u00fcfter f\u00fcr Geh\u00e4use und Prozessor dazu. Als Betriebssystem wurde Windows XP professional gew\u00e4hlt und als Hauptsoftware das <a href=\"http:\/\/www.team-mediaportal.com\/\">Team Media Portal<\/a> gew\u00e4hlt.<br \/>\nDann wurde von ihm alles zusammengebaut und die Software installiert und getestet und ausgeliefert.<br \/>\nTats\u00e4chlich konnte man mit dem Rechner nun ins Internet gehen, Bilder anschauen, vielleicht Videos ansehen und das war es eigentlich auch schon.<br \/>\nWas war passiert? Keine Ahnung, aber als ich das Ger\u00e4t im <a href=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/index.php?title=meine_erste_blueray&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1\">Ende 2008<\/a> kennenlernte, konnte ich feststellen, da\u00df<br \/>\n&#8211; Bluray an diversen Updates, Codec-Problemen und Treiberproblemen scheiterte, bekam das aber in den Griff.<br \/>\n&#8211; Satellitenfernsehen nicht gehen konnte, da die Sch\u00fcssel, also genauer der\/die\/das LNB v\u00f6llig veraltet war und<br \/>\n&#8211; die mitgelieferte Bluetooth-Maus gar nicht ging.<br \/>\nDie Bluetooth-Tastatur ging, wenn man 4 frische AAA-Batterien einf\u00fcllte. Mit viel <a href=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/index.php?title=meine_erste_blueray&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1\">Gebastel<\/a> kam das Ger\u00e4t St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck ans Laufen. Im, Fr\u00fchjahr 2009 wurde die Satellitenanlage modernisiert und&#8230; die DVB-Karte erkannte sogar einige Programme, st\u00fcrzte aber gerne ab.<br \/>\nMitte 2009 sa\u00dfen wir dann zu dritt an dem Problemrechner. Nach dutzenden Updates, Neustarts, Patches usw. ging dann irgendwie fast alles, aber nichts so, wie es sollte. Der Erbauer des Ger\u00e4tes versprach Abhilfe.<br \/>\nNur wurde daraus leider nichts, berufliche Verpflichtungen und eine schwere Krankheit verhinderten es.<br \/>\nIch bem\u00fchte mich noch zwei oder drei mal im Jahr 2010, so ging dank Erwerbs eines Upgrades der Bluray-Abspielsoftware wenigstens das Schauen von hochaufl\u00f6senden Videos. Doch Ende des Jahres wurde es immer schlimmer. Der Rechner fiel unter Last reproduzierbar aus, konnte immer noch kein Satellitenfernsehen anzeigen, geschweige denn aufnehmen und einiges mehr.<br \/>\nWas tun? Langsam wurde der Eigent\u00fcmer sauer, hatte er doch viel Geld ausgegeben und kein brauchbares Produkt erhalten.<br \/>\nDoch diese Woche kam Bewegung in die Sache. Der Erbauer hatte mehrere Tage in der Gegend zu tun und \u00fcbernachtete von Mittwoch bis heute bei mir.<br \/>\nAm letzten Sonntag, der mit dem <a href=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/index.php?title=fruhstuck&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1\">Fr\u00fchst\u00fcck<\/a>, trudelte das Sorgenkind in meiner Wohnung ein.<br \/>\nSeit Mittwoch bem\u00fchten wir uns sehr ausf\u00fchrlich darum.<br \/>\nAm ersten Abend stellte sich schon der schlimmste Fehler heraus. Durch ein BIOS-Update im letzten Jahr, wurden der Prozessor (wieder) hochgetaktet. Nun steht der Mediarechner mittlerweile auch regul\u00e4r in einem schlecht bel\u00fcfteten Schrank. Athlon-Prozessoren sind ja auch nicht gerade Energiesparer und K\u00fchlk\u00f6pfe. Alle diese Faktoren trugen dazu bei, da\u00df die Maschine sehr schnell sehr hei\u00df wurde. Dadurch waren im K\u00fchlk\u00f6rper schon die Heatpipes geplatzt und die K\u00fchlfl\u00fcssigkeit entwichen und die W\u00e4rmeleitpaste war auch nur noch lehmartig in Fetzen vorhanden.<br \/>\nAuch wurden durch die falschen bzw. zu mutigen Standardeinstellungen des BIOS der interne Grafikchip sehr hei\u00df. Am schlimmsten war aber, da\u00df durch das Motherboard bedingt, weder der gro\u00dfe CPU-L\u00fcfter noch der Netzteill\u00fcfter die Spannungswandler richtig k\u00fchlten. Diese waren schon nach wenigen Minuten bei 80 Grad, genauso wie die CPU, so da\u00df das BIOS den Rechner einfach hart ausschaltete.<br \/>\nBei Internetrecherchen fiel uns auf, da\u00df das baugleiche Gigabyte-Board heute immer noch angeboten wird, interessanterweise aber auf den Spannungswandlern festinstallierte K\u00fchlk\u00f6rper hat.<br \/>\nAlso besorgte ich am Donnerstag<br \/>\n&#8211; Klebek\u00fchlk\u00f6rper<br \/>\n&#8211; einen moderneren Prozessorl\u00fcfter mit passender Architektur und<br \/>\n&#8211; noch zwei mittelgro\u00dfe Geh\u00e4usel\u00fcfter.<br \/>\nAlles zusammen kostete rund 30 EUR, so einen Betrag kann man noch investieren.<br \/>\nDie Geh\u00e4usel\u00fcfter sollten f\u00fcr einen besseren Luftstrom sorgen. Auch hier entdeckten wir einen Designfehler. Das Geh\u00e4use ist zwar schick, aber an der Front kann kein Luftstrom passieren, da alles mit irgendwelchen Zeugs verbaut ist. Lediglich die Schubladen\u00f6ffnung f\u00fcr das optische Laufwerk l\u00e4\u00dft Luft passieren. Also kamen die L\u00fcfter an die Oberseite.<br \/>\nCPU-Takt auf moderater Einstellung, der neue L\u00fcfter mit frischer K\u00fchlpaste und das neue Luftdesign schaffen es nun, da\u00df die CPU statt bei rund 80 Grad bei 39 Grad Arbeitstemperatur verharrt. Die K\u00fchlk\u00f6rper auf den Spannungswandlern bew\u00e4hren sich auch. Bereits im Vorfeld hatte ich eine neue, passive PCIe-Grafikarte besorgt, die sich nun um HD-Berechnungen besser, schneller und energiesparender k\u00fcmmern kann, als ihre Onboardschwester das je k\u00f6nnte.<br \/>\nSo weit, so gut. Jetzt ging es an die DVB-Karte. Die erkannte zwar prima das Satellitensignal, weigerte sich aber tapfer, Programme von Astra anzuzeigen. Lediglich einige Eutelsat-Programme mit arabischen und anderen exotischen Inhalten zeigte sie ab und zu, es war zum Verzweifeln. Der Gegencheck mit einem mitgebrachten Multimediarechner erbrachte, da\u00df die Karte prima funktioniert. Also mu\u00dfte ein Treiberproblem vorliegen. Trotz diverser Images bekam der Erbauer es nicht hin, die Satellitenkarte zur zuverl\u00e4ssigen Zusammenarbeit zu bewegen. Es war mittlerweile nach Mitternacht und Nachtruhe war angesagt.<br \/>\nAm Freitag nun der n\u00e4chste Anlauf. Resignieren ist ja f\u00fcr Babies und Kommunisten usw.<br \/>\nAuf dem Rechner wurde Windows 7 professional installiert. Auf einmal klappten diverse Energiespargeschichten besser. Auch die SAT-Karte ging auf einmal. Na bitte! Wir bauten gleich noch eine zweite gro\u00dfe Platte f\u00fcr Medien ein. Da das eine alte Platte von mir war, mu\u00dfte ich die darauf liegenden Daten noch wegsichern. Also legte ich los. Und das dauerte und dauerte und dauerte und dauerte&#8230;<br \/>\nNaja, irgendwann rief wieder das Bett.<br \/>\nAm Samstag lief die Kopiererei weiter. Ich mu\u00dfte manche Daten auf ein NAS umbewegen, manche auf die lokale Platte. Der Medienrechner wurde weiter feingetunt und ausgetestet.<br \/>\nFernsehen in HD, Blurays abspielen, Filme, Radio, Telespiele, Serienverwaltung, Wetterbericht, Bildersammlungen&#8230; alles ein T<br \/>\nEine ganze Weile ging es auch gut und dann&#8230;*rumms* Ein wundersch\u00f6ner <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Bsod\">BSOD<\/a> mit &#8222;IRQ less or not equal&#8220;.<br \/>\nDieser lie\u00df sich reproduzieren, in dem man die Maschine unter Last setzte, also doch irgend etwas mit Interrupts. Hallo APIC? Hallo, es ist 2011? Naja, egal, es gab auch reproduzierbar Abst\u00fcrze, wenn man nur den Fernseher ausschaltete, weil dann&#8230; ja was eigentlich? Erst einmal in den Absturzpausen weiterkopieren, aber halt, es ist schon wieder sp\u00e4t.<br \/>\nAber das mit dem Absturz beim Fernseherausschalten haben wir dann doch noch hinbekommen, aber wie, habe ich schon wieder vergessen.<br \/>\nHeute Morgen war ich immer noch nicht mit Kopieren fertig. Das konnte ja nun auch nicht sein. Eine Kontrolle ergab, da\u00df meine Netzwerkkarte &#8222;nur&#8220; mit 100 MBit werkelte. Ein Neustart brachte nichts, ein anderes Kabel ebensowenig. Gl\u00fccklicherweise hatte ich noch eine Profigrafikkarte rumliegen. Diese wurde flugs eingebaut und &#8230; brachte auch 100 MBit.<br \/>\nAlso wurde der Router neugestartet und schon lag 1 GBit an. Dieser &#8222;\u00a7&amp;\/%&amp;\/-\u00d6komodus der Fritzbox schaltet die LAN-Ports nach dem Aufwachen nicht wieder hoch, Danke AVM!<br \/>\nAlso &#8222;Nie wieder \u00d6komodus am LAN-Port&#8220; und schon rauschten die Daten mit 45 MB\/sek durch die 8 Kupferdr\u00e4htchen. So war die Kopiererei auch schnell zu Ende.<br \/>\nAlles war nun fertig, alles bereit und alles funktionierte. Naja, fast alles, ein paar Kleinigkeiten hakelten immer noch. So vergi\u00dft das Frontdisplay des Geh\u00e4uses sehr gerne, da\u00df es immer an sein soll, man mu\u00df ihm immer wieder explizit sagen, da\u00df es angehen soll, was es dann aber brav macht. Und auf der Fernbedienung l\u00e4\u00dft sich ein Knopf nicht so belegen, wie wir das w\u00fcnschten.<br \/>\nAber das sind alles Kinkerlitzchen, der Rest funktioniert prima.<br \/>\nSchnell noch einen letzten Lasttest. Also HD-Fernsehaufnahme, Daten auf die Platten kopieren und dabei eine 11GB-gro\u00dfe MKV-Datei schauen. Es klappt alles prima. Zumindest eine Viertelstunde, dann sehen wir wieder einen blauen Bildschirm \ud83d\ude10<br \/>\nErneut wird alles nachgeschaut, erneut alles nach evt. Fehlern abgegrast. Die rettende Idee kommt durch Zufall. Da der Medienrechner ja quasi immer abschmierte, wurde er nie normal heruntergefahren.<br \/>\nBeim Ausschalttest (der Mediarechner schaltet sich nach 15 Minuten Nichtbenutzung in den Standby-Modus) konnten wir n\u00e4mlich h\u00f6ren, da\u00df die Platten &#8222;seltsam&#8220; herunterfuhren. Und tats\u00e4chlich sagte der RAID-Controller auch beim Hochfahren &#8222;S.M.A.R.T. Error&#8220; bei beiden Platten und blieb stehen.<br \/>\n<strong>Ich sagte ja am Anfang, da\u00df es eine Odyssee ist.<\/strong><br \/>\nAlso wurde AHCI im BIOS deaktiviert und IDE eingeschaltet. Bei der Gelegenheit (oder war es schon vorher, ich verliere langsam die \u00dcbersicht?) wiesen wir auch allen relevanten Ger\u00e4ten einzelne, freie Interrupt zu.<br \/>\nDas war heute Mittag. Seitdem l\u00e4uft die Maschine unter Last. Und sie l\u00e4uft und l\u00e4uft&#8230;<br \/>\nHaben wir es etwa geschafft? Nun, nach so vielen Stunden Arbeit und solchem Materialeinsatz w\u00e4re das ein sch\u00f6ner Lohn.<br \/>\nFazit: Es lohnt sich nur f\u00fcr Nerds und Enthusiasten, so einen Mediarechner aufzubauen. Aber wenn er denn mal l\u00e4uft und gut eingerichtet ist, dann ist es ein geniales Teil, welchem kein Ger\u00e4t von der Stange das Wasser reichen kann. Alleine die <a href=\"http:\/\/thetvdb.com\/\">Serienverwaltung<\/a> ist ein Traum. Aber auch die Bilderdiaschau oder die Fernsehvorschau oder Tetris oder&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, eine kleine Odyssee erz\u00e4hle ich nun. Klein, weil erst 2008 begann und nun vollendet. Oder auch nicht, wir werden sehen. Fangen wir an. Es begab sich im Jahre 2008, da\u00df ein Freund einen Medienrechner gebaut haben wollte. 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