{"id":2974,"date":"2012-03-28T21:37:45","date_gmt":"2012-03-28T21:37:45","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/?p=2974"},"modified":"2012-03-28T21:37:45","modified_gmt":"2012-03-28T21:37:45","slug":"reisebericht-leipzig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/reisebericht-leipzig","title":{"rendered":"Reisebericht Leipzig"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche hatte ich in Leipzig in Sachsen zu tun. Ich machte Zwischenstation in Haneu. Das ist nicht etwa flashc geschrieben, sondern die g\u00e4ngige Abk\u00fcrzung f\u00fcr ein scheu\u00dfliches Riesenplattenbaugebiet Halle-Neustadt.<br \/>\nDort <del datetime=\"2012-03-28T20:33:16+00:00\">haust<\/del>wohnt eine junge Verwandte, der ich einen Tisch und drei St\u00fchle vorbeibrachte, die ich \u00fcbrig hatte.<br \/>\nAbgesehen von der schieren Gr\u00f6\u00dfe der Wohnung beeindruckte mich der Mietpreis. Man kann dort eine Zweizimmerwohnung mit Balkon (60 qm) f\u00fcr 350 EUR \/Monat mieten. Warmmiete selbstverst\u00e4ndlich&#8230;<\/p>\n<p>Nach der M\u00f6bellieferung, HALT!, ich mu\u00df noch von der Fahrt berichten!<\/p>\n<p>Ich hatte an diesem Tag einen Banktermin, der kurz nach 15:00 Uhr zu Ende war. Dann begab ich mich auf die Reise nach Halle\/Saale via A5\/A7 und <a href=\"de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesautobahn_38#\">A38<\/a>.<br \/>\nDie Fahrt verlief zun\u00e4chst langweilig. Die Strecke war frei, das Wetter sch\u00f6n, doch waren die Autobahnen wohlgef\u00fcllt und voller Laster. Man kam recht gut vorw\u00e4rts, aber schnelles Fahren war Fehlanzeige. Das \u00e4nderte sich 50 Kilometer nach dem Abzweig Drammetal. Jetzt war die A38 leer und man konnte endlich einmal das Auto ausfahren.<br \/>\nGenau das hatte ein <a href=\"http:\/\/www.skoda.de\/index.php?e=348-9-5-5-3\">Skoda Oktavia RS<\/a> in candy-wei\u00df vor, der mich mit Lichthupe auf die rechte Spur n\u00f6tigte. Damit war mein sportlicher Ehrgeiz geweckt. Mein alter Skoda ist schlie\u00dflich alles andere als untermotorisiert und ich hatte das Geschleiche auch satt. Also heftete ich mich an die Fersen des j\u00fcngeren und kleineren Kollegen. Mehr als 100 Kilometer fuhr ich dem Oktavia mit quasi Maximalgeschwindigkeit hinterher. Letzlich hatte ich beinahe einen Krampf im rechten Bein. Der Oktavia-Fahrer machte kompromi\u00dflos Tempo und bewegte seinen Wagen offensichtlich mit Vollgas-Anschlag. Meine Tachonadel sank selten unter die 230er-Marke und manchmal stieg sogar die K\u00fchlwassertemperatur \u00fcber 90 Grad. Aber mein Motor schnurrte und dachte gar nicht daran, sich vom jungen Kollegen abh\u00e4ngen zu lassen. Wir fuhren also gemeinsam v\u00f6llig vorschriftsm\u00e4\u00dfig, aber eben in freigegebenen Bereichen, derer es auf der BAB 38 viele gibt, was die Maschine lieferte. Die Gesichter der zahlreich \u00fcberholten Fahrer von 5er BMWs, Mercedes E-Klassen, Phaetons und diverser Diesel-A6 sprach B\u00e4nde. Seit wann fuhren die Tschechenautos den Platzhirschen _deutlich_ davon?<\/p>\n<p>Die <del datetime=\"2012-03-28T20:33:16+00:00\">Raserei<\/del>Fahrt machte uns einen Riesenspa\u00df. Ca. 25 Kilometer vor Halle lie\u00df mich der RS-Fahrer \u00fcberholen und auch ich machte unserem Gespann sicher keine Schande.<\/p>\n<p>Am Abzweig Halle, wo ich die Autobahn verlassen mu\u00dfte, fuhren wir eine Weile parallel und winkten uns dabei oft fr\u00f6hlich zu &#8211; Das war mal eine sch\u00f6ne Fahrt!<\/p>\n<p>Allerdings auch teuer erkauft. Ich ben\u00f6tigte f\u00fcr die Strecke von 410 Kilometern zwar nur 2:55 Stunden , aber auch beinahe meinen gesamten Tankinhalt&#8230; Doch egal, wer wei\u00df, wie lange man solche rasanten Fahrten noch machen darf.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zum M\u00f6belliefern. Nat\u00fcrlich nutze ich die M\u00f6glichkeit, mit meiner lieben Verwandten noch Essen zu gehen. Dazu fuhren wir in die, mittlerweile wirklich sehenswerte, Innenstadt von Halle\/Saale.<\/p>\n<p>Und was mu\u00dfte ich dort sehen? Da kommt sowieso keiner drauf, es war eine Demonstration zum <a href=\"http:\/\/www.halleforum.de\/nachrichten\/politik\/36953\/Proteste-zum-kurdischen-Neujahr.html\">kurdischen Neujahr<\/a>. Mehr als 100 Kopftuchfrauen, Kinder und schnauzb\u00e4rtige M\u00e4nner liefen zu eigenartiger Musik am Denkmal H\u00e4ndels vorbei. <\/p>\n<p>Unbeachtet dieser Seltsamkeit gingen wir ins <a href=\"http:\/\/www.diebels-am-haendelhaus.de\/\">Diebels<\/a> am H\u00e4ndelhaus, wo eine grausam gepiercte, mittelalte Frau eine \u00fcberraschenderweise gutschmeckende Erdbeer-Bier-Bowle kredenzte. Ein feistes Schnitzel gab es auch noch.<\/p>\n<p>Dann fuhr ich am sp\u00e4ten Abend noch nach Leipzig, wo ich in der N\u00e4he der gr\u00f6\u00dften <a href=\"http:\/\/www.stargayte.de\/\">Schwulensauna<\/a> Deutschlands Nachtquartier bezog.<\/p>\n<p>In Leipzig hatte ich nur wenig Freizeit, vers\u00e4umte aber nicht, mir die neuen Passagen und das Einkaufsviertel im Bahnhof anzusehen.<\/p>\n<p>Nach zwei Tagen Arbeit in Leipzig fuhr ich am Freitag zur\u00fcck. In der Gegenrichtung waren mehr als 20 Kilometer Stau, ich kam ohne jedwede Wartezeit und unter dreieinhalb Stunden Fahrtzeit zu Hause an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche hatte ich in Leipzig in Sachsen zu tun. Ich machte Zwischenstation in Haneu. Das ist nicht etwa flashc geschrieben, sondern die g\u00e4ngige Abk\u00fcrzung f\u00fcr ein scheu\u00dfliches Riesenplattenbaugebiet Halle-Neustadt. 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