{"id":375,"date":"2009-11-16T20:30:36","date_gmt":"2009-11-16T20:30:36","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=375"},"modified":"2009-11-16T20:30:36","modified_gmt":"2009-11-16T20:30:36","slug":"wahlnachlese_landtagswahlen_i","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/wahlnachlese_landtagswahlen_i","title":{"rendered":"Wahlnachlese &#8211; Landtagswahlen I"},"content":{"rendered":"<p>Ich hatte ja <a href=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/index.php?title=wahlnachlese_bundestagswahl&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1\">angek\u00fcndigt<\/a>, auch zu den Ergebnissen der letzten Landtagswahlen Stellung zu nehmen. Fangen wir an! Und zwar mit dem sch\u00f6nsten und witzigsten Wahlergebnis, welches im kleinen Saarland entstand. Dort hatte sich jeder f\u00fcnfte Saarl\u00e4nder aus heimatlichen Gef\u00fchlen heraus dazu hinrei\u00dfen lassen, und Oskar Lafontaine und damit auch seine Partei &#8222;die Linke&#8220; zu w\u00e4hlen. 3% mehr wollten die SPD an der Macht, knapp 10% w\u00e4hlten Liberale und knapp 6% setzten ihr Kreuz f\u00fcr die Gr\u00fcnen.<br \/>\nDie st\u00e4rkste Kraft im Lande wurde die CDU mit 34,5%, was zwar mehr als ein Drittel aller Stimmen ist, gegen\u00fcber der 2004er-Wahl aber einen herben Verlust von 13% bedeutet.<br \/>\nSofort wurde in der Presse laut nach rot-rot-gr\u00fcn geschrieen und keine andere Meinung geduldet. Nun ist das Saarland nicht das wichtigste Bundesland, eher das Gegenteil, dennoch h\u00e4tte es mir sehr gestunken, wenn Lafontaine in seiner Heimat wieder sein Unwesen h\u00e4tte treiben k\u00f6nnen. Innerlich rechnete ich aber schon damit und war schwer entt\u00e4uscht von meinen s\u00fcdlichen Nachbarn. Doch siehe! es kam anders, die CDU kann nun mit der FDP und, man merke auf, mit den Gr\u00fcnen zusammen, den Sozis und noch Linkeren eine Nase drehen, eine Koalition, wie sie erstmalig so in Deutschland zustande kam. Ich hoffe, da\u00df es der neuen Regierung gelingt, das Saarland aus seiner tiefen Krise in eine bessere Zeit zu f\u00fchren und freue mich diebisch, da\u00df Herr Lafontaine unsanft auf den Boden der Tatsachen gef\u00fchrt wurde. Bravo, liebe Saarl\u00e4nder.<br \/>\nUnd noch einmal Bravo!, liebe Th\u00fcringer. Allerdings nicht die W\u00e4hler, denn die sorgten mit ihrem seltsamen Wahlverhalten f\u00fcr schwierige Koalitionsverhandlungen.<br \/>\nSo w\u00e4hlten mehr als 27% die Linken, die CDU bekam keine 4% mehr als die Kommunisten, die SPD fast 10% weniger! Gr\u00fcne und Liberale hatten zu wenig Stimmen, um Z\u00fcnglein an der Waage zu sein, h\u00f6chstens die Gr\u00fcnen w\u00e4ren als F\u00fcllmasse in einer rot-rot-gr\u00fcnen Koalition tauglich gewesen.<br \/>\nLange Zeit sah es so aus, genau wie im Saarland, da\u00df die Linke die Macht im Freistaat ergreift. Doch letztendlich hatte Herr Christoph Matschie, SPD, soviel Charakter und Ehre im Leib, und gab einer gro\u00dfen Koalition mit der CDU, die dazu endlich den uns\u00e4glichen Herrn Althaus entsorgte, den Vorzug vor einer Koalition mit den Linken, die nicht einmal einen Th\u00fcringer an die Spitze gew\u00e4hlt hatten, sondern sich mit einem miesen <a href=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/index.php?title=zeit_des_leugnens&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1\">Westimport<\/a> zufriedengaben.<br \/>\nHerr Matschie hatte also nicht vergessen, da\u00df er vor 20 Jahren von der Stasi verfolgt und verraten wurde und er schwere Repressalien erleiden mu\u00dfte. Das ist dem Manne hoch anzurechnen, doch mit solcher Aufrichtigkeit kann er wahrscheinlich kaum noch Karriere in seiner Partei machen.<br \/>\nIm Laufe der Woche dann noch eine letzte Nachlese, die zur Landtagswahl in Brandenburg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte ja angek\u00fcndigt, auch zu den Ergebnissen der letzten Landtagswahlen Stellung zu nehmen. Fangen wir an! Und zwar mit dem sch\u00f6nsten und witzigsten Wahlergebnis, welches im kleinen Saarland entstand. Dort hatte sich jeder f\u00fcnfte Saarl\u00e4nder aus heimatlichen Gef\u00fchlen heraus dazu hinrei\u00dfen lassen, und Oskar Lafontaine und damit auch seine Partei &#8222;die Linke&#8220; zu w\u00e4hlen. 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