{"id":554,"date":"2009-03-08T21:39:09","date_gmt":"2009-03-08T21:39:09","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=554"},"modified":"2009-03-08T21:39:09","modified_gmt":"2009-03-08T21:39:09","slug":"bericht_urlaubsreise_2009_teil_20_sansib","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/bericht_urlaubsreise_2009_teil_20_sansib","title":{"rendered":"Bericht Urlaubsreise 2009 &#8211; Teil 20 &#8211; Sansibar"},"content":{"rendered":"<p>Unser letzter richtiger Urlaubstag hatte begonnen. Da\u00df es auch einer der sch\u00f6nsten werden sollte, konnten wir nicht ahnen, doch der Reihe nach:<br \/>\nDie Insel Sansibar liegt quasi gegen\u00fcber von Daressalam, es sind keine 100 Kilometer mit dem Schiff zur\u00fcckzulegen gewesen. Die Astor legt gegen 7:00 Uhr am Hafen von Sansibar an. Wir bestaunen die verrosteten Schiffe, die sich sanft in den Wellen wiegen. F\u00fcr den heutigen Tag haben wir den Ausflug &#8222;Inseln Bawe und Prison Island&#8220; gebucht. Schon wieder ein Badeausflug. Ich habe ein wenig ein schlechtes Gewissen. Anstatt sich Land und Leute anzuschauen gehen wir einfach baden, wie str\u00e4flich. Und au\u00dferdem waren wir gestern doch erst baden, was sollen nur die Anderen von uns denken.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise erweisen sich alle Vorahnungen als Unsinn. Unsere Ausflugstruppe ist mit 14 Leuten durchaus \u00fcberschaubar. Im Bus begr\u00fc\u00dft uns Reisef\u00fchrer Linus, der uns auf der kurzen Fahrt zu unserem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dhau\">Dhau<\/a> schon viel Interessantes von seiner Heimatstadt zu berichten wei\u00df. Alle an Bord beherrschen leidlich die englische Sprache, so da\u00df sich die Reisebegleiterin Janina die \u00dcbersetzung fast sparen kann. Am F\u00e4hrhafen angekommen, werden wir mit Schnorchelausr\u00fcstung versehen. Dann besteigen wir unser Schiff, das aber nicht traditionell segelt, nein, Kapit\u00e4n Steve bedient einen Motor. An Bord begr\u00fc\u00dft uns ein weiterer Steve, unser Tauchf\u00fchrer. Wir fahren bei wundersch\u00f6nem Wetter und sanfter und kristallklarer See eine knappe Stunde zur Insel Bawe. An deren Korallenbank gehen wir vor Anker. Ruckzuck haben wir Flossen, Brille und Schnorchel an und quieken vor Begeisterung, als wir durch die Traumatolle schnorcheln. Steve ist begeistert von meiner unterwassertauglichen Kamera, mit der er auch einige Bilder schie\u00dft.<br \/>\nGegen Mittag m\u00fcssen wir leider wieder aufs Schiff zur\u00fcck. Wir fahren nun zur Nachbarinsel. Dort werden wir von einer jungen Hoteldirektorin freundlich empfangen. Nach ein paar S\u00e4tzen englisch erkl\u00e4ren wir ihr, da\u00df sie ruhig deutsch mit uns reden kann, stammt sie doch aus Osnabr\u00fcck. Aber die vielen Jahre auf der Insel haben die Muttersprache verk\u00fcmmern lassen, so da\u00df es einige Zeit braucht, bis die passenden Worte parat sind. Prison Island ist DER Traum f\u00fcr ein junges Paar. Es gibt dort von der \u00d6ffentlichkeit separierte Cottages mit ungest\u00f6rtem, unverbautem Meerblick und garantiert sch\u00f6nem Sternenhimmel. Und auf der Insel dient alles dem Gast, es gibt einen Pool, eine Bar (eine Sansi<strong>bar<\/strong>, um mal einen Kalauer unterzubringen), eine Pizzeria, einen Tennisplatz. Die Tierwelt ist reich, aber v\u00f6llig ungef\u00e4hrlich, so wohnen auf der Insel 109 Riesenschildkr\u00f6ten, deren \u00e4lteste 185 Jahre z\u00e4hlt und ansonsten nur Blauducker, eine Antilopenart, die kaum Karnickelgr\u00f6\u00dfe erreicht und sehr scheu ist. Wer mehr Interesse hat, der klicke <a href=\"http:\/\/www.privateislands-zanzibar.com\/changuu\/index.php\">hier<\/a>.<br \/>\nWir bewundern also die Riesenschildkr\u00f6ten, werden mit einem Vierg\u00e4ngeessen verw\u00f6hnt, bei dessen Hauptteil (Seafood) ich bis heute nicht wei\u00df (und wissen will), was es alles war, schauen uns neugierig die Unterk\u00fcnfte an und eilen dann wieder zum Schiff, denn wir wollen nochmal schnorcheln.<br \/>\nDas Schiff f\u00e4hrt um die Insel zu den sch\u00f6nsten B\u00e4nken und tats\u00e4chlich ist es hier am Sch\u00f6nsten. Kommentar einer Mitreisenden: &#8222;Es war so sch\u00f6n, da\u00df ich unter Wasser geweint habe.&#8220;<br \/>\nIn der Ferne tummeln sich, wie bereits gestern, einige Delphine. Doch wir tauchen und schnorcheln und gehen nur sehr widerwillig wieder an Bord. Ich habe Blut geleckt und werde unbedingt noch einmal im Indischen Ozean auf Tauchtour gehen, dann aber am besten mit leichtem Ger\u00e4t.<br \/>\nUnser Dhau f\u00e4hrt wieder zur\u00fcck zum Hafen. Die Stimmung an Bord ist ausgezeichnet, alle lachen und albern und singen und stecken damit selbst die Begleiter an. Dazu der Fahrtwind, eine wundersch\u00f6ne Atmosph\u00e4re und ein mehr als w\u00fcrdiger Abschlu\u00df eines wunderbaren Urlaubs, unverge\u00dfliche Momente, die immer im Ged\u00e4chtnis bleiben werden.<br \/>\nAuf der R\u00fcckfahrt erz\u00e4hlt uns Linus, mittlerweile aufgetaut, eine Anekdote nach der anderen und so haben wir gleich einen v\u00f6llig anderen Eindruck von der Insel. Vor der MS &#8222;Astor&#8220; haben wir noch Gelegenheit, bei den Einheimischen Souvenirs zu erstehen. Tats\u00e4chlich ist das nach Durban das zweite Mal, da\u00df wir f\u00fcr so etwas Zeit haben. Wir erstehen nach langem \u00dcberlegen ein paar Salatbestecke aus Ebenholz und gehen an Bord.<br \/>\nDer sch\u00f6ne Tag ist nicht etwa vorbei, als wir an Bord der Astor gehen, denn der Sonnenuntergang und die Abendstimmung am Himmel, als unser Schiff 18:30 Uhr ablegt, sind mindestens ebenso sch\u00f6n wie der Tag. Leichte Wehmut macht sich breit. Soll das alles wirklich schon zu Ende sein? K\u00f6nnen wir nicht noch ein, zwei Tage, ach was Wochen bleiben?<br \/>\nBeim Abendbrot wird von meiner Mutter die beim Skat gewonnenene Flasche Sekt spendiert und wir nehmen f\u00f6rmlichen Abschied von unseren Tischnachbarn. Nach dem Abendbrot seufze ich auf &#8211; und gehe in die Kabine, um das Packen einzuleiten. Doch was beim Hinflug in die Koffer pa\u00dfte, pa\u00dft nat\u00fcrlich jetzt immer noch hinein. Die wenigen Mitbringsel passen locker ins Handgep\u00e4ck. Da wir eine Chartermaschine haben und deshalb sogar schon vorgestern unsere Bordkarten und Gep\u00e4ckbanderolen erhielten, spielt das Gewicht ja keine Rolle und so kann ich die Handgep\u00e4ckk\u00f6fferchen bef\u00fcllen, was mir beim Hinflug unm\u00f6glich war, denn 8 Kilo sind nix, wenn der Koffer schon mehr als ein Kilo wiegt und man darin die Fotoausr\u00fcstung transportiert.<br \/>\nNoch ein letztes Absackerbierchen und die letzte Bordnacht beginnt.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_bawe.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Blick vom Dhau auf unser erstes Ziel: die Insel Bawe.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_faehren.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Drei, wenig Vertrauen erweckende F\u00e4hren, harren der LKWs, Autos und Passagiere zum Transport nach Tansania, Kenia oder Mosambik.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_dhau_kapitaen.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Unser wortkarger Kapit\u00e4n des Dhau.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_insel.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Blick auf die Gefangeneninsel, die nie eine war.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_janina.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Janina ist auf dem Schiff zust\u00e4ndig f\u00fcr die Einteilung der Reiseleiter f\u00fcr die Touren &#8211; welch Zufall, da\u00df sie beim sch\u00f6nsten Ausflug aktiv mit dabei ist.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_schnorchler.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>F\u00fcr die an Bord Gebliebenen sah das Schnorcheln so aus.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_seelenverkaeufer.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Wer ein passendes Bild zum Wort &#8222;Seelenverk\u00e4ufer&#8220; sucht, wird hier f\u00fcndig.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_unterwasserwelt0.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Impressionen aus der fantastischen Unterwasserwelt rund um Sansibar.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_unterwasserwelt4.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Ein gr\u00fcner Seestern mit gelben Punkten &#8211; ist er nicht sch\u00f6n?<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_uw_guide.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Unser Steven in seinem Element.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_wal.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Der gr\u00f6\u00dfte Fisch unter Wasser in Aktion &#8211; der Autor.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_unterwasserwelt5.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Weitere Impressionen aus der tollen Vielfalt der Natur.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_unterwasserwelt7.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Ein Feuerfisch &#8211; nur nicht zu nahe kommen.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_unterwasserwelt8.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Weitere Impressionen aus der tollen Vielfalt der Natur.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_unterwasserwelt9.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_changoo.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Unser zweites Ziel des Tages: Changuu Island &#8211; die Gef\u00e4ngnisinsel<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_dhau.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Dieses originale Dhau-Schiff war einen Tag lang unser Begleiter.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_linus_jo.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Reisef\u00fchrer Linus und der Autor beim Mittagstisch.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_riesenschildkroete.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Meine Mutter streichelt den Nestor der Riesenschildkr\u00f6ten.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_riesenschildkroeten.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Die Schildkr\u00f6ten f\u00fchlen sich im Wasser am wohlsten.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_cottage.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Blick aus einem Cottageschlafzimmer.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_astor_von_dhau.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Unsere Astor vom Dhau aus fotografiert.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_wasserfarben.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Das Wasser schimmerte w\u00e4hrend unserer Fahrten in den herrlichsten Farben &#8211; Fotos versagen da bei der Wiedergabe komplett.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_text.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Viel Spa\u00df\u00b4beim Lesen und Verstehen des Textes.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_verfallene_eleganz.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Die deutschen Kolonialbauten haben nur noch verfallende Eleganz.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_znz.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Wer mal ein Auto sieht, da\u00df &#8222;ZNZ&#8220; auf dem Nummernschild hat &#8211; es ist dann aus Sansibar.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_tanke.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>EIne sansibarische Tankstelle.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_abendstimmung1.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Unser Abschied von Sansibar &#8211; voller Wehmut und dazu so ein Himmel!<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_abendstimmung2.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_abendstimmung3.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser letzter richtiger Urlaubstag hatte begonnen. 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