{"id":555,"date":"2009-03-08T17:53:56","date_gmt":"2009-03-08T17:53:56","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=555"},"modified":"2009-03-08T17:53:56","modified_gmt":"2009-03-08T17:53:56","slug":"bericht_urlaubsreise_2009_teil_19_daress","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/bericht_urlaubsreise_2009_teil_19_daress","title":{"rendered":"Bericht Urlaubsreise 2009 &#8211; Teil 19 &#8211; Daressalam"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem wir Freitag, den 13. so gut herumgebracht haben, erwartet uns ein Samstag in Daressalam oder Dar-es-Salaam oder wie auch immer man das schreiben mag. W\u00e4hrend wir gegen 7:00 Uhr in den Hafen einlaufen, sehen wir schon riesige Menschenmengen an den Ufern stehen, die dort Gesch\u00e4fte treiben oder auf F\u00e4hren warten. Die Astor macht fest und wir bereiten uns auf unseren Ausflug vor.<br \/>\nWir haben einen Ausflug gebucht, der den vielversprechenden Namen &#8222;Baden auf Bongoyo&#8220; tr\u00e4gt. Und gleich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck geht es los. Mehrere kleine Busse bringen uns ca. 60 Badewillige zum Strand. Die Fahrt durch den Regierungssitz Tansanias ist hochinteressant. Wir sehen das Hafengel\u00e4nde (logisch), fahren durchs quirlige Zentrum und dann Richtung Norden durch &#8222;bessere&#8220; Viertel, vorbei an palmenges\u00e4umten Stra\u00dfen mit blitzend wei\u00dfen Villen, immer den Ozean in Sichtweite. Schlie\u00dflich gelangen wir am Anleger an. Die Sonne scheint schon erbarmungslos auf uns und wir wissen nun, warum eine Kopfbedeckung unverzichtbarer Kleidungsbestandteil ist. Nat\u00fcrlich bin ich nach meinem Sonnenbranddisaster mit Sonnenblocker eingeschmiert. Dar\u00fcber habe ich noch mit Nobite einen wirksamen Insektenschutz gelegt.<br \/>\nUnser Ziel Bongoyo ist eine Insel. Um dahin zu gelangen, m\u00fcssen wir auf ein Schiff. Um zum Schiff zu gelangen gibt es ein Boot. Wir sind 60 Leute. In ein Boot passen 18 Personen. Also geht es los: Boot 1 transportiert 18 Personen aufs Schiff 1: Schiff 1: 18 Leute, Schiff 2: 0 Passagiere. Dann kommt das Boot leer ans Ufer und holt die n\u00e4chsten 18 ab und f\u00e4hrt zu Schiff 1, das nun 36 Passagiere hat. Schiff 2 ist immer noch leer. Das Boot f\u00e4hrt wieder ans Ufer und holt 18 Leute und f\u00e4hrt wieder zum Schiff 1: das ist nun mit 50 Personen proppevoll und legt ab. Das Boot f\u00e4hrt zum Schiff 2 und liefert nun seine restlichen 4 Passagiere ab, dann kehrt es ans Ufer zur\u00fcck. Ich bin Passagier 18, meine Mutter bleibt zur\u00fcck. Auf Schiff 2 warten wir auf die erneute Wiederkehr des Bootes, auf dem nun auch der komplette Rest unserer Reisegruppe nebst anderen Passagieren ist.<br \/>\nNun legt auch Schiff 2 ab und tuckert uns gem\u00fctlich in einer dreiviertelst\u00fcndigen Fahrt auf die paradiesische Badeinsel. Das Schiff hatte sicher schon eine Million Seemeilen hinter sich, bevor ich geboren wurde, zumindest klingt der Motor wenig vertrauenerweckend und das Interieur ist sch\u00e4big. Aber es gibt eine Kiste, in der sich zwischen Eisbl\u00f6cken viele Flaschen tummeln. Wir kaufen gerne das \u00fcberteuerte Lagerbier der Marke &#8222;Kilimanjaro&#8220;, denn das lange Warten hat uns durstig gemacht. Schlie\u00dflich n\u00e4hern wir uns unserem Ziel und das Schiff ankert. Dann holt uns wieder ein Boot ab, welches uns wiederum in Gruppen ans Ufer bringt.<br \/>\nAlso ich sehe da noch echtes <a href=\"http:\/\/www.lyrics-explorer.com\/lyrics\/artists\/r\/reinhard_mey\/mann_aus_alemannia.html\">Rationalisierungs<\/a>&#8211; und Zeiteinsparungspotential beim Transport.<br \/>\nEgal, wir sind endlich da. Strahlender Sonnenschein, t\u00fcrkisblaues Wasser, schneewei\u00dfer, mit Palmen ges\u00e4umter Strand &#8211; ideal. Wir nehmen Platz unter einer offenen Palmh\u00fctte. Ohne Schatten w\u00fcrde man in K\u00fcrze vergehen vor Hitze. Der Strand ist so hei\u00df, da\u00df man ihn unm\u00f6glich barfu\u00df passieren kann. Gl\u00fccklicherweise haben wir geschlossene Badeschuhe (zum Schutz vor Korallen) und gelangen so problemlos zum Baden. Ver\u00e4ngstigt durch meine Sonnenbranderfahrungen gehe ich nur kurze Zeit tauchen und Baden, das aber ziemlich oft. Dazwischen lernen wir junge Engl\u00e4nder und Norweger kennen und in unserem Palmenschatten weilt eine junge Familie. Er ist Niederl\u00e4nder, sie eine Einheimische mit einem kleinen Neugeborenen, welches brav die ganze Zeit schl\u00e4ft. Die stolze Gro\u00dfmutter ist gerade aus den Niederlanden angereist, um den Nachwuchs zu begutachten.<br \/>\nSchlie\u00dflich gibt es Essen (\u00fcber Holzkohle gegrillter, frischgefangener Fisch, Huhn, Kokossuppe, Melonen, dazu Getr\u00e4nke aller Art). Wir gehen nochmal Baden und irgendwann mahnen die Reisebegleiter zum Aufbruch. Gewitzt durch die Erfahrungen der Hinfahrt, dr\u00e4ngeln wir uns als Erste aufs Boot, welches uns zu Schiff 2 f\u00e4hrt. Das Schiff legt ab, nachdem es nochmals ein Boot mit 18 Leuten annahm und nimmt Kurs auf Daressalam. Dort, nach einer herrlichen Dreiviertelstunde Fahrt \u00fcbers glasklare Wasser angekommen, erfahren wir, da\u00df Schiff 1 nicht mehr f\u00e4hrt, da die Besatzung keine Lust mehr hatte. Also mu\u00df unser Schiff 2 nochmal fahren, um die verbliebenen Urlauber von der Insel zu holen. Dazu m\u00fcssen wieder die Boote jeweils mit 18&#8230; wir sind froh, schon am Bus zu sein. Dieser f\u00e4hrt uns auch in aller Ruhe durch die Stadt zur\u00fcck zum Hafen. Wir sehen wieder tolle Villen mit ihren fast waagerecht liegenden Satellitensch\u00fcsseln, Mietskasernen, sch\u00e4bige Hinterh\u00f6fe, gut gekleidete Menschen, Touristen, im Schatten Lungernde, schicke Vorg\u00e4rten und verkommene Brachfl\u00e4chen.<br \/>\nSchlie\u00dflich sind wir wieder an der Landebr\u00fccke der Astor. Dort werden gerade 2 massive Holzschnitzereien ausgeladen, die wenig sp\u00e4ter das Foyer an der Rezeption zieren werden.<br \/>\nDas Abendbrot im Restaurant lassen wir heute zum zweiten Mal (das erste Mal war es am Abend, als wir auf Mauritius verfr\u00fcht ablegten) ausfallen und essen stattdessen nur etwas am Buffet. Dann setzen wir uns auf unsere Stammpl\u00e4tze auf dem Lido-Deck und werten mit unseren Bordbekanntschaften den Tag aus. Au\u00dferdem warten wir nat\u00fcrlich auf den H\u00f6hepunkt des Abends. Frau Wohlenberg hatte es n\u00e4mlich organisieren k\u00f6nnen, &#8222;ihre&#8220; Massai an Bord zu bitten. Und in der Tat: gegen 21:00 Uhr betraten viele Angeh\u00f6rige der gro\u00dfen und stolzen Massai das Lido-Deck. Sie waren mit einem Bus aus dem Busch geholt worden. Niemand von Ihnen hatte vorher das Meer je gesehen. Keiner kannte ein so riesiges Schiff. Die Frauen wollten gar nicht mehr aus den Erfrischungsr\u00e4umen heraus, denn sie bewunderten sich in den Ganzk\u00f6rperspiegeln. Und die Bordk\u00fcche war gl\u00fccklich \u00fcber so gute Esser. Freilich, Kartoffeln a\u00dfen sie ein paar, das Gem\u00fcse lie\u00dfen sie liegen, aber jeder stopfte wohl ein Kilo Fleisch in sich hinein.<br \/>\nWohl ges\u00e4ttigt und gut gelaunt, f\u00fchrte uns der &#8222;Maped&#8220;-Chor, so sein Name, dann diverse Lieder seines Repertoires vor und spielte gar einige Sketche aus dem Leben der Massai vor.<br \/>\nDie gute Laune griff auf die Astorpassagiere und die Besatzung \u00fcber. Wir sangen, gr\u00f6hlten und tanzten mit diesen lebensfrohen Menschen, da\u00df es eine Freude war. Leider mu\u00dften wir unsere G\u00e4ste irgendwann auch einmal in Ruhe lassen. In dieser kurzen Zeit erfuhren wir viel \u00fcber das Schicksal der Massai, ihre Kultur, ihr Leben und ihre Probleme. Beispielsweise wurde ihnen trotz Einladung und Beglaubigungsschreiben der Zutritt zum Hafen verwehrt; erst der Kapit\u00e4n konnte die Hafenbeh\u00f6rden \u00fcberreden. Gegen 23:00 Uhr gingen die Massai wieder von Bord. Die Astor konnte noch nicht ablegen, denn das Flugzeug mit unserer Reisegruppe, die zwei Tage im Kruger-Nationalpark waren, hatte etwas Versp\u00e4tung. So legten wir mit einer halben Stunde Versp\u00e4tung ab und verlie\u00dfen Daressalam, welches insgesamt einen guten Eindruck bei mir hinterlie\u00df.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_daressalam_menschen.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Blick aus dem Kabinenfenster nach dem Aufstehen. Abertausende Menschen am Busbahnhof.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_hafen.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Der Hafen von Daressalam im Morgendunst.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_boote.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Ein Blick auf unsere Boote bzw. Schiffe. Links das Transportboot, dann Schiff 1 und Schiff 2.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_inselstrand.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Das ist unser Strandbereich vom Schiff aus gesehen.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_unterwasserwelt6.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Auch hier \u00fcberrascht uns eine vielf\u00e4ltige Unterwasserwelt.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_1_3_welt.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Dieses Bild konnte ich mir nicht verkneifen. Der Untertitel &#8222;Unterschied: erste und dritte Welt&#8220; dr\u00e4ngt sich da auf.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_essen.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Ein Blick auf unser Essen.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_traumwetter.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Auch heute haben wir wieder Traumwetter.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_br1.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Der Bayerische Rundfunkt dreht an dieser Stelle das Kapitel &#8222;Abreise in Dubai&#8220;.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_obama.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Auch in Tansania zu sehen: Bilder vom neuen US-Pr\u00e4sidenten.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_reklame.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Nicht die Reklame interessiert hier, sondern die liegende Satellitensch\u00fcssel links im Bild.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_hochzeit.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Eine Hochzeit.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_daressalam_hafen.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Der Hafen am Abend.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_massai_mobil.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Die Massai m\u00f6gen ja einer uralten Tradition huldigen, doch wenn das Mobiltelefon klingelt, wird sogar die Touristenbespa\u00dfung unterbrochen.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_massai_schuhe.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Interessantes Schuhwerk.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_massai_sprung.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Die ber\u00fchmten Spr\u00fcnge der Massai.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_massai.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Zwei ersch\u00f6pfte Massai stellen sich meiner Kamera.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir Freitag, den 13. so gut herumgebracht haben, erwartet uns ein Samstag in Daressalam oder Dar-es-Salaam oder wie auch immer man das schreiben mag. 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