{"id":558,"date":"2009-03-06T11:13:16","date_gmt":"2009-03-06T11:13:16","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=558"},"modified":"2021-01-05T22:28:42","modified_gmt":"2021-01-05T22:28:42","slug":"bericht_urlaubsreise_2009_teil_16_mayott","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/bericht_urlaubsreise_2009_teil_16_mayott","title":{"rendered":"Bericht Urlaubsreise 2009 &#8211; Teil 16 &#8211; Mayotte"},"content":{"rendered":"<p>Noch stampft die MS &#8222;Astor&#8220; ihrem Ziel entgegen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gebe ich dem Dr\u00e4ngen der Frauen nach und gehe endlich wegen meines Sonnenbrands zum Bordarzt. Dieser stellt am R\u00fccken Verbrennungen II. Grades fest und behandelt mich mit irgendwelchem Teufelszeug und gibt mir noch 2 Tuben Salbe mit, die ich ab da brav fl\u00e4chendeckend auf den K\u00f6rper auftrage.<br \/>\nAuf meine bange Frage, ob ich in vier Tagen wieder Baden gehen kann, antwortet er: &#8222;als Arzt erhalten sie ein striktes Nein, als Mitreisender gehen sie schwimmen, aber sch\u00fctzen Sie sich diesmal mit Sonnenblocker und T-Shirt&#8220;.<br \/>\nEr bestellt mich f\u00fcr den \u00fcbern\u00e4chsten Tag nochmal und ich bin entlassen.<br \/>\nEben ist der Lotse an Bord gekommen. Unser Bordlektor, Herr Siegel, hat ebenfalls auf der Br\u00fccke Stellung bezogen und kommentiert die Schiffsbewegungen und gibt Infos zur Insel. Schlie\u00dflich hat sich die Astor durch die Korallenb\u00e4nke und Sandb\u00e4nke geschlichen und liegt direkt vor der Hauptstadt <a href=\"http:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Mamoudzou\">Mamoudzou<\/a> auf Reede.<br \/>\nHeute haben wir das erste Mal keinen Ausflug geplant und beschlie\u00dfen, auf eigene Faust die Insel zu erkunden. Mayotte ist die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Komoren\">Komoreninsel<\/a>, die sich nicht der islamischen Republik anschlo\u00df, sondern sich in einer Volksabstimmung f\u00fcr den Verbleib bei Frankreich aussprach. So betraten wir EU-\u00dcberseeterritorium, der Euro war W\u00e4hrung und die Beschilderung war, wenn nicht franz\u00f6sisch, dann wenigstens englisch.<br \/>\nDie Zugeh\u00f6rigkeit zur EU war der Schaden der Insel nicht, alles sieht auf den ersten Blick ordentlich aus und offenkundig sind die Menschen wohlhabender als auf Madagaskar. Rikschas mu\u00df hier keiner von Hand ziehen.<br \/>\nAm Hafen beschwatzt uns ein schlitzohriger Einheimischer auf deutsch, mit ihm eine Tour zu unternehmen. Wir tun uns mit einem Stuttgarter Paar zusammen und nehmen ein Gro\u00dfraumtaxi mit dem Einheimischen als Reisef\u00fchrer. Nun stellt sich heraus, da\u00df dieser uns zwar prima am Anlegeplatz werben konnte, er aber von Land, Leuten, Pflanzen und Getier \u00fcbgerhaupt keine Ahnung hat. Daf\u00fcr ist der Fahrer recht bewandert. Doch er kann sich nur in seiner Heimatsprache und einem schrecklichen Franz\u00f6sisch verst\u00e4ndlich machen, welches aber unser Schlitzohr wenigstens getreu \u00fcbersetzt.<br \/>\nWir fahren aus Mamoudzou heraus, passieren einige kleine D\u00f6rfer und halten an einem wundersch\u00f6nen Strand, der von gewaltigen Affenbrotb\u00e4umen ges\u00e4umt ist. Dort schauen wir den Fischern und Badeg\u00e4sten zu. Dann fahren wir weiter, immer an der K\u00fcste entlang mit atemberaubenden Blicken auf die 600 Meter hohen Vulkankegel. Schlie\u00dflich erreichen wir unser Zwischenziel. Der Stuttgarter war clever und hat den sch\u00f6nsten Strand und das feinste Hotel gew\u00e4hlt.<br \/>\nSo sitzen wir wenig sp\u00e4ter an einem wei\u00dfen Traumstrand unter Palmen und genie\u00dfen einen eiskalten Drink. Dann bestaunen wir noch die zahlreichen freilebenden Makis, meine Mutter kauft sich einen G\u00fcrtel, den sie schon seit Jahren sucht und wir fahren bei 33 Grad im Schatten, der mittlerweile gl\u00fccklicherweise dank Wolken vorhanden ist, wieder zur Anlegestelle zur\u00fcck. Da wir die Fenster sperrangelweit ge\u00f6ffnet haben und \u00f6fter auch mal langsame Fahrzeuge zu passieren sind, bekommen wir auch Ger\u00e4usche und Ger\u00fcche mit. Schlie\u00dflich wachsen auf den Komoren neben Vanille, Safran, Zimt, Nelken, Muskat und vielen anderen Pflanzen auch Pfefferschoten. Das kann man riechen. Am deutlichsten nimmt man den Geruch der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ylang-Ylang\">Ylang-Ylang<\/a> wahr. Jetzt wei\u00df ich also, wo diejenigen landen, die man dahin w\u00fcnscht &#8222;wo der Pfeffer w\u00e4chst&#8220;.<br \/>\nMehrfach sehen wir Frauen, die die hier typischen wei\u00dfen Sch\u00f6nheitsmasken tragen, ein exotischer Anblick.<br \/>\nNach dem R\u00fccktendern machen wir uns frisch. Die Astor lichtet die Anker und nimmt Kurs auf die gro\u00dfen Komoren, die n\u00f6rdlichste Insel der Gruppe. Dann er\u00f6ffnet der Kapit\u00e4n den Markttag in der Lounge und wieder k\u00f6nnen wir indische, mexikanische und bayerische K\u00fcche in H\u00fclle und F\u00fclle genie\u00dfen.<br \/>\nDer Abend klingt aus mit Sternenhimmel und einem kitschigen Vollmond.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_mayotte.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Die Insel Mayotte taucht am Horizont auf.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_carver.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Aus einem Eisblock wird vom Carver eine Figur herausgesch\u00e4lt.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_carver2.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Ein Adler. Man sieht dem K\u00fcnstler, wie immer, keine Gem\u00fctsregung an.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_schatten.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Wir sind auf jeden Fall zwischen dem s\u00fcdlichen Wendekreis und dem \u00c4quator, wenn man sich den Schatten betrachtet.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_mayotte2.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Jetzt kann man schon Korallenatolle und vorgelagerte Inselchen und Vulkane erkennen.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_riesenbaum.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Der Autor am Fu\u00dfe eines gigantischen Affenbrotbaumes.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_mayottefuehrer.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Unser unkundiger Begleiter &#8211; er hat 10 Jahre in Deutschland bei Siemens und BMW in M\u00fcnchen gearbeitet.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_strand3.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>An einem sch\u00f6nen Strand wird trainiert, gebadet, gefischt.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_fahrer_mayotte.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Unser Taxifahrer, das Auto sieht zwar neu aus, hat aber schon rundum kaputte Sto\u00dfd\u00e4mpfer, ein Tribut an die Stra\u00dfen.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_strand2.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Am traumhaft sch\u00f6nen Strand im S\u00fcden der Insel.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_hotel.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Strand, Sonne, Palmen, Drink, was will man mehr?<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_maki.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Ein Maki posiert vor der Kamera. Hier leben Dutzende dieser Tiere.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_vulkan.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Der Mount Chongui ist 594 Meter hoch.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_baobab.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Witzig sehen sie aus, diese Affenbrotb\u00e4ume.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_kinder_baden.jpg\" alt=\"Bild\" title=\"Bild\" \/><br \/>\n<em>Badende Kinder am Strand.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch stampft die MS &#8222;Astor&#8220; ihrem Ziel entgegen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gebe ich dem Dr\u00e4ngen der Frauen nach und gehe endlich wegen meines Sonnenbrands zum Bordarzt. Dieser stellt am R\u00fccken Verbrennungen II. 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