{"id":567,"date":"2009-03-01T16:30:55","date_gmt":"2009-03-01T16:30:55","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=567"},"modified":"2009-03-01T16:30:55","modified_gmt":"2009-03-01T16:30:55","slug":"bericht_urlaubsreise_2009_teil_8_seetag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/bericht_urlaubsreise_2009_teil_8_seetag","title":{"rendered":"Bericht Urlaubsreise 2009 &#8211; Teil 8 &#8211; Seetag 2"},"content":{"rendered":"<p>Mein Gott, mehr als 2.500 Kilometer Wasserweg am St\u00fcck liegen vor uns, das ist ja schon eine halbe Atlantik\u00fcberquerung. Mein bisheriger Rekord steht bei knapp 1.800 Kilometern, das war die Strecke von Nordisland nach Spitzbergen.<br \/>\nWas macht man nun die ganze Zeit auf so einem Schiff? Nun, erst einmal gibt es ja die Mahlzeiten. Wir haben, so oft es ging, immer sch\u00f6n in aller Ruhe ein ausf\u00fchrliches Fr\u00fchst\u00fcck genossen. Selten im Restaurant, meistens im \u00dcberseeclub. Es gab f\u00fcr mich meist Fruchtquark mit Backpflaumen, vom Eierkoch ein feines R\u00fchrei mit Speck, Omelette oder Spiegelei, ein frisches Br\u00f6tchen mit K\u00e4se\/Salami und als kr\u00f6nenden Abschlu\u00df holte ich mir frisch vom <a href=\"http:\/\/icecarverschoice.com\/\">Carver<\/a> geschnippelte Mangos, Papayas, Ananas und Melonen. Der kostenlose Fr\u00fchst\u00fcckssekt, ein Alleinstellungsmerkmal des Schiffs, wurde ignoriert. Zum Trinken gab es immer Tee\/Kaffee und tropische S\u00e4fte.<br \/>\nNormalerweise fr\u00fchst\u00fccke ich gar nicht oder eben eine halbe Scheibe Toast. Insofern ist meine Essenswahl schon au\u00dfergew\u00f6hnlich. Dank solchen Fr\u00fchst\u00fccks fiel es nicht schwer, das Mittagessen auszulassen, was wir dann auch oft taten. Das nachmitt\u00e4gliche Kuchenbuffet, von allen Mitreisenden hochgelobt, habe ich nicht ein einziges Mal in Anspruch genommen. Abendbrot gab es immer recht sp\u00e4t gegen 20:00 Uhr. Das war insofern nicht schlimm, als wir ja Richtung Osten fuhren und jeden Tag die Uhr eine Stunde vorstellten. F\u00fcr ewig Hungrige trugen die Kellner nach 23:00 Uhr immer noch diverse Leckereien wie H\u00fchnchenteile, \u00fcberbackenen K\u00e4se, Toast usw. durch die Gemeinschaftsr\u00e4ume.<br \/>\nTrotz aller beschriebenen Verlockungen, habe ich mein vorhandenes (\u00dcber-)gewicht gehalten oder gar ein wenig reduziert. Darauf bin ich beinahe stolz.<br \/>\nDoch nun zum heutigen Tag.<br \/>\nWir wollten uns in der Lounge \u00fcber die bevorstehenden Inseln und die Ausflugsangebote informieren. Vorher war die Vorstellung der neuen Besatzung, in Durban hatten wir einen neuen Kapit\u00e4n und Kreuzfahrtleiter u.a. an Bord genommen.<br \/>\nWas dann folgte, war ein Trauerspiel. In Durban waren n\u00e4mlich auch 100 Leute des BR-Vitalteams zugestiegen. Der Bayerische Rundfunk bietet wohl den H\u00f6rern des 1. Programms seit einigen Jahren sogenannte <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/brw\/radioclub\/pages\/termine_veranst\/prospekt_br_vitalklein.pdf\">Vitalreisen (PDF des BR)<\/a> an. Die Idee dazu hatte und die Leitung obliegt Herrn <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thomas_Gaitanides\">Gaitanides<\/a>, von allen liebevoll <strong>Toto<\/strong> genannt.<br \/>\nDiese stellten sich und ihr Programm nun ebenfalls vor. Diese Vorstellung geriet zur Farce.<br \/>\nMan stelle sich nur vor: viele Mitreisende sind jahrelange Stammg\u00e4ste. Nun kommen irgendwelche Neulinge an und wollen die Regie des Tagesablaufes an sich rei\u00dfen. Dazu peinliche Selbstbeweihr\u00e4ucherung, dummes Geschw\u00e4tz (Bsp. es wird ein neues Radioprogramm auf die Beine gestellt; Zielgruppe: Menschen, die 55 &#8211; 110 Jahre alt sind; empfangbar ausschlie\u00dflich \u00fcber Livestream via Internet, digitales Kabel oder DAB, das Radio der Zukunft&#8230;) und Geduze und die Vorstellung nahm kein Ende, dabei wollten wir doch nur Infos \u00fcber Reunion und Mauritius erhalten!<br \/>\nLeider war die Hoteldirektorin schon gegangen, sie h\u00e4tte die Situation unter Kontrolle bringen k\u00f6nnen. So verlie\u00dfen viele G\u00e4ste (wir eingeschlossen), von den &#8222;Bayern&#8220; als &#8222;\u00fcbrige Mitreisende&#8220; oder &#8222;die anderen Passagiere&#8220; bezeichnet, erz\u00fcrnt diese Veranstaltung. Ja, das war von allen Seiten \u00e4u\u00dferst ungeschickt, das h\u00e4tte man besser regeln k\u00f6nnen. Doch dazu sp\u00e4ter etwas mehr.<br \/>\nViel mehr passierte heute an Bord gar nicht. Drau\u00dfen schien die Sonne, es waren um die 30 Grad, es wehte ein kr\u00e4ftiger Seewind, das Meer wogte vor sich hin. Wir erholten uns auf den hinteren Decks, kn\u00fcpften nette Kontakte, f\u00fchrten sch\u00f6ne Gespr\u00e4che, werteten die letzten Ausfl\u00fcge aus und lie\u00dfen es uns gut gehen. Und nat\u00fcrlich wurde auch im Innenpool gebadet. Abends war dann Captain&#8217;s Dinner, also gab es noch feineres Essen in festlicher Stimmung. Danach trafen wir uns noch in der Hansebar, wo der Tag mit einem Gin Tonic ausgel\u00e4utet wurde. Doch am sch\u00f6nsten war wieder zum Schlu\u00df auf dem obersten Deck zu stehen und den mittlerweile fast vollen Mond und die zahllosen, grell funkelnden s\u00fcdlichen Sterne inmitten der hier besonders riesig wirkenden Milchstra\u00dfe zu bewundern.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_seetag_su.jpg\" alt=\"Sonnenuntergang\" title=\"Sonnenuntergang\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Gott, mehr als 2.500 Kilometer Wasserweg am St\u00fcck liegen vor uns, das ist ja schon eine halbe Atlantik\u00fcberquerung. Mein bisheriger Rekord steht bei knapp 1.800 Kilometern, das war die Strecke von Nordisland nach Spitzbergen. Was macht man nun die ganze Zeit auf so einem Schiff? Nun, erst einmal gibt es ja die Mahlzeiten. 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