{"id":574,"date":"2009-02-24T22:49:07","date_gmt":"2009-02-24T22:49:07","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=574"},"modified":"2009-02-24T22:49:07","modified_gmt":"2009-02-24T22:49:07","slug":"bericht_urlaubsreise_2009_teil_4_port_el","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/bericht_urlaubsreise_2009_teil_4_port_el","title":{"rendered":"Bericht Urlaubsreise 2009 &#8211; Teil 4 &#8211; Port Elizabeth"},"content":{"rendered":"<p>Der Kapit\u00e4n l\u00f6ste sein Versprechen ein, die MS Astor hatte die f\u00fcnfst\u00fcndige Versp\u00e4tung von Kapstadt wieder herausgefahren und lag 8:00 Uhr im Hafen von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Port_Elizabeth\">Port Elizabeth<\/a>, der &#8222;freundlichen Stadt&#8220;.<br \/>\nEs war bedeckt und die Temperatur betrug 25 Grad. Wir pr\u00e4parierten nach dem Fr\u00fchst\u00fcck unsere Fotoapparate (Akkus und Ersatzakku geladen und verstaut, Speicherkarten leer, Linsen sauber?) und spr\u00fchten uns mit M\u00fcckenschutzmittel ein. Die Kleidungsst\u00fccke waren bereits impr\u00e4gniert und so konnte es losgehen zu unserem ersten Landausflug. Im modernen, klimatisierten Bus begr\u00fc\u00dften uns unser Busfahrer David, ein Xhosa und unser Reisef\u00fchrer, ein Herr mit dem herrlichen Namen Bob Schlumpf, der in S\u00fcdafrika geboren und dort, nach 20j\u00e4hrigen Intermezzo in seiner Urheimat Schweiz, wieder gelandet war.<br \/>\nHerr Schlumpf zeigte uns viele Sehensw\u00fcrdigkeiten der Innenstadt, darunter das Denkmal f\u00fcr den hier ermordeten B\u00fcrgerrechtler Biko und nat\u00fcrlich auch das noch nicht fertige WM-Stadion. Mir fiel dabei eine riesige Menschenschlange vor der Bank auf. Was es damit auf sich hat, erkl\u00e4re ich im Berichtteil 7 &#8211; Durban. Dann sahen wir die vielen Autowerke und das gigantische neue Hafenprojekt in der Peripherie und auf der einst\u00fcndigen Busfahrt auf der Autobahn Richtung Norden bewunderten wir die berghohen D\u00fcnen zum Ozean und die karge Savannenlandschaft, auf denen vielen Milchk\u00fchen grasten. Herr Schlumpf wu\u00dfte allerlei \u00fcber Sitten, Gebr\u00e4uche, Flora und Fauna und berichtete auch Sachen, die man sicher nicht im Reisef\u00fchrer findet, wie bspw. Probleme mit der Armut und den Zuwanderern aus dem Norden.<br \/>\nNach kurzweiliger Fahrt, auf der uns, wie auch auf allen anschlie\u00dfenden Ausfl\u00fcgen, kostenlos gek\u00fchltes Mineralwasser gereicht wurde (ein gro\u00dfes Lob an den s\u00fcdafrikanischen Veranstalter Akon), erreichten wir unser Ziel, den privaten <a href=\"http:\/\/www.kwantu.co.za\/\">Kwantu Tierpark<\/a>. Kwantu ist <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IsiXhosa\">Xhosa<\/a> f\u00fcr &#8222;Der Ort an dem man gerne zusammen ist.&#8220;<br \/>\nNun, es war auf jeden Fall ein Ort, an dem man gerne war. Wir erfrischten uns kurz, bekamen einen tollen Fruchtcocktail und bestiegen dann in Zehnergruppen rechtsgelenkte Landrover, die uns in den n\u00e4chsten Stunden durch die weitr\u00e4umige Landschaft fuhren. Ich nahm ganz hinten rechts Platz, so hatte ich einen idealen Platz f\u00fcr die Fotosafari. Unser Fahrer zeigte uns erst ein paar Raubtiere in einem separaten Gehege und dann ging es \u00fcber Stock und Stein durch die karge und \u00fcber eine siebenmonatige D\u00fcrre gezeichnete Landschaft. Das erste (gro\u00dfe) Tier, das ich in freier Landschaft bewundern konnte war ein &#8230; Elefant! Doch, man mag es kaum glauben, der rannte so schnell durchs Unterholz und war dabei so gut getarnt, da\u00df mir kein Foto gelang. Womit wir beim Thema w\u00e4ren. Nat\u00fcrlich war das eine Fotosafari, also nicht Abknallen von Wild, was aber auch selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr sehr gutes Geld angeboten wird. Wie fotografiert man nun aus einem schaukelndem Gef\u00e4hrt sich schnell bewegende Wildtiere? Nun, die Antwort darauf freute jeden Vertreter von Canon, Nikon, Sony und Co..<br \/>\nWas n\u00e4mlich meine Mitreisenden aus der Fototasche zauberten, das war bewundernswert: nagelneue Kompaktkameras des oberen Preisbereiches und digitale und analoge Spiegelreflexkameras mit potenten Teleobjektiven waren die Norm. Da zerstreuten sich meine Bedenken sehr schnell, ob meine, mir von einem sehr netten Zeitgenossen geliehene, Canon 400D mit Tamron-Tele und Zusatzbatteriefach angeberisch wirken w\u00fcrde sehr schnell, war das doch nur gemittelter Standard.<br \/>\nUnd so eine Kamera war durchaus n\u00f6tig. Niemals h\u00e4tte ich sonst solch Schnappsch\u00fcsse erzielen k\u00f6nnen wie unten zu sehen.<br \/>\nAn dieser Stelle nochmal mein Dank an den edlen Verleiher der EOS.<br \/>\nWir durchstreiften nun lange Zeit die ausged\u00f6rrten Landschaften. Unser wortkarger Fahrer stand per Funk in Kontakt mit anderen Fahrzeugen. Nach einer halben Stunde endlich sahen wir die ersten kleineren Herden von Zebras. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Hier eine Liste aller in freier Wildbahn beobachteter Tiere:<br \/>\n&#8211; Zebra, Strau\u00df, Kudu, Gnu, Elefant, Schildkr\u00f6te, Warzenschweine, Admiralsvogel, Giraffe, Nashorn, Impala, Springbock<br \/>\nF\u00fcr einen wie mich, der noch nie vorher aus Europa rauskam, war das schon mehr als beeindruckend, diese Tier in freier Wildbahn erleben zu d\u00fcrfen. So scho\u00df ich reichlich Bilder, von denen einige wenige unten gezeigt werden. Interessenten werde ich gerne mehr Bilder und diese in deutlich besserer Qualit\u00e4t pr\u00e4sentieren als anschlie\u00dfend an diesen Beitrag. Chip-Karten sind eben doch besser zu handhaben als Geweihe und Felle.<br \/>\nSchlie\u00dflich fand die erste (Foto-)safari meines Lebens (viel zu fr\u00fch) ihr Ende und wir kehrten zum St\u00fctzpunkt zur\u00fcck. Dort bekamen wir ein hervorragendes Buffet, von dem mir besonders der s\u00fc\u00df angemachte Rote-Beete-Salat imponierte.<br \/>\nDen herrlichen Ausflug kr\u00f6nte eine Auff\u00fchrung junger Xhosa, die uns ihre Kultur auf nette und freundliche Art n\u00e4herbrachten. Besonders bewunderten wir einen jungen Mann (er hatte gerade seine Initiation hinter sich), der fehlerfrei jedes Wort und jeden Satz in jeder Sprache sofot nachsprechen konnte. Er gab uns auch ein <a href=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/xhosa.mp3\">Beispiel<\/a> jener legend\u00e4ren Klicksprache, die man aus den &#8222;Die G\u00f6tter m\u00fcssen verr\u00fcckt sein&#8220;-Filmen kennt.<br \/>\nGes\u00e4ttigt vom tollen Essen und tollen Eindr\u00fccken traten wir schlie\u00dflich die R\u00fcckfahrt an. Herr Schlumpf nutzte die Stunde, die der Bus zum Schiff ben\u00f6tigte, um uns noch viele weitere interessante Details \u00fcber die Xhosa, die Landschaft und das Leben im S\u00fcden Afrikas n\u00e4herzubringen. Es ist nicht hoch genug zu sch\u00e4tzen, wenn man einen guten und kompetenten Reisebegleiter hat. In dieser Beziehung hatten wir heute (und auch in Zukunft) Gl\u00fcck.<br \/>\nErsch\u00f6pft, dreckig und hundertprozentig gl\u00fccklich waren wir gegen 18:00 Uhr wieder an Bord. Nun schnell geduscht und landfein (also schiffsfein) gemacht. Nach dem Abendbrot fand in der Lounge ein Vortrag von Dr. Reinhard Radtke, dem beim ZDF angestellten Tierfilmer, zum Thema &#8222;Naturdokumentation im Fernsehen&#8220; statt, dem ich mit Interesse folgte.<br \/>\nDamit ging ein ereignisreicher Tag zu Ende. Zufrieden sank ich ins Bett und lie\u00df mich von der Astor die 147 Seemeilen (272 km) Richtung East London fahren.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_fahrer.jpg\" alt=\"Fahrer\" title=\"Fahrer\" \/><br \/>\n<em>Das ist unser Fahrer. Sein Name ist ebenfalls David.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_jeep.jpg\" alt=\"Jeep\" title=\"Jeep\" \/><br \/>\n<em>Auf solchen Jeeps werden wir durch die Landschaft kutschiert.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_loewen.jpg\" alt=\"Loewe\" title=\"Loewe\" \/><br \/>\n<em>Diese L\u00f6wenjungen sind hinter Gittern.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_savanne.jpg\" alt=\"Savanne\" title=\"Savanne\" \/><br \/>\n<em>Fremde Landschaft.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_impala.jpg\" alt=\"Impala\" title=\"Impala\" \/><br \/>\n<em>Mein erstes Tier in freier Wildbahn &#8211; ein Impala. Unser erster Mercedes W124 hatte die Farbe &#8222;impalabraun&#8220;.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_zebras.jpg\" alt=\"Zebras\" title=\"Zebras\" \/><br \/>\n<em>Eine Zebraherde.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_savanne1.jpg\" alt=\"Savanne\" title=\"Savanne\" \/><br \/>\n<em>Gott sei Dank war es leicht diesig. So hatten wir eine angenehme Safari in dieser trockenen Landschaft.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_baum.jpg\" alt=\"Baum\" title=\"Baum\" \/><br \/>\n<em>Ein Elefantenbaum.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_gnu.jpg\" alt=\"Gnu\" title=\"Gnu\" \/><br \/>\n<em>Gnudung ist ein Palindrom. Das sind Erzeuger desselben.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_admiral.jpg\" alt=\"Admiralsvogel\" title=\"Admiralsvogel\" \/><br \/>\n<em>Ein Admiralsvogel.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_wild.jpg\" alt=\"Wildtiere\" title=\"Wildtiere\" \/><br \/>\n<em>Zebras, Springb\u00f6cke und Gnus in trauter Gemeinschaft.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_bock.jpg\" alt=\"Bock\" title=\"Bock\" \/><br \/>\n<em>Ein Antilopenbock be\u00e4ugt mich mi\u00dftrauisch.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_giraffe.jpg\" alt=\"Giraffe\" title=\"Giraffe\" \/><br \/>\n<em>Eine Netzgiraffe.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_nashoerner.jpg\" alt=\"Nashorn\" title=\"Nashorn\" \/><br \/>\n<em>Drei Nash\u00f6rner.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_tisch.jpg\" alt=\"Tisch\" title=\"Tisch\" \/><br \/>\n<em>Dieser Tisch l\u00f6ste bei allen bisherigen Betrachtern der Fotos in Deutschland &#8222;Ahhs und Ohhs&#8220; aus. Beim Fotografieren fiel er niemanden auf.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_xhosa.jpg\" alt=\"Xhosa\" title=\"Xhosa\" \/><br \/>\n<em>Junge Xhosa kommen, um uns Europ\u00e4ern traditionelle T\u00e4nze und Ges\u00e4nge darzubieten.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kapit\u00e4n l\u00f6ste sein Versprechen ein, die MS Astor hatte die f\u00fcnfst\u00fcndige Versp\u00e4tung von Kapstadt wieder herausgefahren und lag 8:00 Uhr im Hafen von Port Elizabeth, der &#8222;freundlichen Stadt&#8220;. Es war bedeckt und die Temperatur betrug 25 Grad. Wir pr\u00e4parierten nach dem Fr\u00fchst\u00fcck unsere Fotoapparate (Akkus und Ersatzakku geladen und verstaut, Speicherkarten leer, Linsen sauber?) 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