{"id":579,"date":"2009-02-19T22:26:35","date_gmt":"2009-02-19T22:26:35","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=579"},"modified":"2021-02-27T20:44:11","modified_gmt":"2021-02-27T20:44:11","slug":"bericht_urlaubsreise_2009_teil_1_flug_na","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/bericht_urlaubsreise_2009_teil_1_flug_na","title":{"rendered":"Bericht Urlaubsreise 2009 &#8211; Teil 1 &#8211; Flug nach Kapstadt"},"content":{"rendered":"<p>Zwei nette junge Menschen begleiteten uns am Abend des 27. Januar zum Frankfurter Flughafen. Dort gaben wir unsere gro\u00dfen Koffer (28 bzw. 27 kg schwer) am Lufthansaschalter ab und genossen noch einen Abschiedstrunk unter einem abgeschmierten Windowsrechner.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_ffm.jpg\" alt=\"Windows\" title=\"Windows\" \/><br \/>\nDann \u00fcbergab ich meine Autoschl\u00fcssel an unsere Begleitung, damit diese mit meinem Auto nach Hause fahren konnte (ganz uneigenn\u00fctzig, denn nat\u00fcrlich wollten wir auch von ihnen wieder abgeholt werden).<br \/>\nDer Fahrer hat in meiner dreiw\u00f6chigen (so lange machte ich das letze Mal, aehh, 1986 Urlaub) Abwesenheit das Auto pfleglich behandelt, was mir sogar per amtlichen Brief best\u00e4tigt wurde.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_bussgeld.jpg\" alt=\"RP-Schreiben\" title=\"Bu\u00dfgeldbescheid\" \/><br \/>\nUnser Flugzeug war eines der Letzten des Abends. Insofern waren die Gep\u00e4ck- und Pa\u00dfkontrollen sehr schnell und mit angenehmer Schnelligkeit und Freundlichkeit hinter uns gebracht und wir bestiegen das riesige Flugzeug, in welchem wir den n\u00e4chsten halben Tag verbringen sollten.<br \/>\nBeim Starten dachte ich, da\u00df wir es nicht schaffen abzuheben. Das gelang aber prima. Dann begann der elfeinhalbst\u00fcndige Flug. Puh, solange war ich noch nie geflogen. Klar, ich war ja bis dahin auch noch nie \u00fcber die europ\u00e4ischen Grenzen herausgekommen.<br \/>\n\u00dcber den Alpen sch\u00fcttelte es ein ganz klein wenig. Dann verlief der Flug v\u00f6llig ruhig und st\u00f6rungsfrei. Dank R\u00fcckenwindes hatten wir sogar mal mehr als 910 km\/h drauf, auch das war f\u00fcr mich ein Novum. Die folgenden Aufnahmen entstanden schon s\u00fcdlich des \u00c4quators, von dem mir leider kein Foto gl\u00fcckte, da es drau\u00dfen stockduster war.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_flug.jpg\" alt=\"Flugmonitor\" title=\"Flugmonitor\" \/><br \/>\nMeine Mutter und ich sa\u00dfen auf den Pl\u00e4tzen <a href=\"http:\/\/www.seatguru.com\/airlines\/Lufthansa\/Lufthansa_Airbus_A340-600_A.php\">39D und 39E<\/a>. Dank der Nacht war es auch im Flugzeug angenehm ruhig. \u00dcberraschend schnell verging die Zeit und tats\u00e4chlich waren wir auf einmal kurz vor Kapstadt und umrundeten das Kap und den Tafelberg, um wenig sp\u00e4ter bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad sanft auf der Landebahn aufzusetzen. Die P\u00e4sse wurden sorgsam gepr\u00fcft und mit einem Einreisevisum versehen (das war das erste Visum, f\u00fcnf weitere werden folgen) und schon standen wir vor dem Flughafen, der eine einzige Riesenbaustelle ist, die Fu\u00dfballweltmeisterschaft wirft ihre Schatten voraus. Unser schweres Gep\u00e4ck wurde bereits von dienstbaren Geistern aufs Schiff bef\u00f6rdert. Unser Reiseveranstalter <a href=\"http:\/\/www.transocean.de\/\">Transocean<\/a> (spricht sich selber Transozean aus) war so nett zu uns 19 Kapstadtzusteigern und stellte uns einen tollen Reisebus zur Verf\u00fcgung inklusive einer netten einheimischen Reisebegleiterin, die uns in den n\u00e4chsten zwei Stunden ihre Stadt zeigte. So sah ich die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herztransplantation\">Barnard-Kliniken<\/a>, den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/District_Six\">District-Six<\/a>, die zahlreichen WM-Baustellen, die Altstadt, diverse Stadtteile und die wilden Wellblechsiedlungen am Stadtrand. An einem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lion%E2%80%99s_Head\">Aussichtspunkt<\/a> hatten wir einen tollen Blick auf den Tafelberg, das entstehende WM-Stadion und den Hafen mit der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Victoria_and_Alfred_Waterfront\">Waterfront<\/a>. Im Hafen lag majest\u00e4tisch und un\u00fcbersehbar unsere MS Astor, die wir in B\u00e4lde beziehen sollten.<br \/>\nKapstadt ist wundersch\u00f6n, modern, urban, sauber und wirkt freundlich. Nicht zu \u00fcbersehen sind aber die Stacheldr\u00e4hte, die jedwede Mauer kr\u00f6nen.<br \/>\nDa\u00df Linksverkehr herrscht, wu\u00dfte ich, da\u00df man undisziplinierter als in Deutschland f\u00e4hrt, konnte ich nicht best\u00e4tigen. Allerdings taten mir die Ampeln leid, denn sie wurden st\u00e4ndig ignoriert.<br \/>\nDer Bus brachte uns zum Schiff. Das Einchecken dauerte keine drei Minuten. Meine Mutter, die bereits das dritte Mal auf der Astor weilte und somit Heimvorteil hatte, lotste mich zu der Kabine. Dort zogen wir unsere Sommerkleidung an, die wir schlauerweise im Handgep\u00e4ck verstaut hatten und gingen anschlie\u00dfend zum Lido-Deck, wo uns Kellner Georgi (ein sehr netter Bulgare) ein k\u00fchles Fa\u00dfbier reichte. Ende Januar kurzbehost und sonnenbebrillt und biertrinkend auf dem Sonnendeck mit Blick auf den Tafelberg zu sitzen &#8211; ja, der Urlaub hatte begonnen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_a340.jpg\" alt=\"Flugzeug\" title=\"Flugzeug\" \/><br \/>\n<em>Unser Flugzeug, ein Airbus 340-600 der Lufthansa in Kapstadt<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_baustelle.jpg\" alt=\"Baustelle\" title=\"Baustelle\" \/><br \/>\n<em>In ganz Kapstadt wird hektisch f\u00fcr die Fu\u00dfball-WM gebaut. Hier die Baustelle am Flughafen.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_townships.jpg\" alt=\"Slums\" title=\"Slums\" \/><br \/>\n<em>Auch Kapstadt ist von sehr vielen armseeligen Wellblechh\u00fctten umgeben. Die Regierung legt kostenlos Strom und Wasser hin und baut Wohnungen; wird aber der \u00dcberbev\u00f6lkerung und deren Folgen nicht Herr.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_kapstadt.jpg\" alt=\"Kapstadt\" title=\"Kapstadt\" \/><br \/>\n<em>Blick aus dem fahrenden Bus auf das deutsche Viertel von Kapstadt.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_wunschkennzeichen.jpg\" alt=\"Wunschkennzeichen\" title=\"Wunschkennzeichen\" \/><br \/>\n<em>Um die WM zu finanzieren, erlaubt man seit Kurzem Wunschkennzeichen in S\u00fcdafrika. Eins kostet, wenn ich mich recht erinnere, 2.000 Rand (ca. 160 Euro).<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_astor_stadion.jpg\" alt=\"Blick\" title=\"Blick\" \/><br \/>\n<em>Blick vom L\u00f6wenkopf auf den Atlantik. Links ist das Stadion im Bau zu erkennen, in der Mitte im Hafen liegt die Astor, rechts davon ist die Waterfront.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/media\/afrika_astorkapstadtdraht.jpg\" alt=\"Waterfront\" title=\"Waterfront\" \/><br \/>\n<em>Die Astor vor der Waterfront und dem Tafelberg und wohlbeh\u00fctet von Stachelkdraht und Soldaten mit AK-47 (nicht im Bild).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei nette junge Menschen begleiteten uns am Abend des 27. Januar zum Frankfurter Flughafen. Dort gaben wir unsere gro\u00dfen Koffer (28 bzw. 27 kg schwer) am Lufthansaschalter ab und genossen noch einen Abschiedstrunk unter einem abgeschmierten Windowsrechner. 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