{"id":60,"date":"2011-08-13T13:25:31","date_gmt":"2011-08-13T13:25:31","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=60"},"modified":"2011-08-13T13:25:31","modified_gmt":"2011-08-13T13:25:31","slug":"die_junge_welt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/die_junge_welt","title":{"rendered":"Die Junge Welt&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; war eine Tageszeitung in der DDR f\u00fcr den jugendlichen Menschen, die als Zentralorgan der FDJ denselben sozialistisch erziehen sollte. Sozusagen das Neue Deutschland f\u00fcr den Teenager, wobei das Wort Teenager in der DDR so gebr\u00e4uchlich nicht war.<br \/>\nDamit der Umsatz stimmt, war es quasi eine Pflicht f\u00fcr jeden FDJler (also fast alle Jugendlichen), diese Zeitung zu abonnieren. Damit war die Junge Welt auflagenst\u00e4rker als das Neue Deutschland. Aber im Gegensatz zum Neuen Deutschland, packte man nicht einmal Fische in die Junge Welt ein oder verwendete sie zum Grillanz\u00fcnden, sondern sie wanderte meist original werkgeb\u00fcndelt in die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/SERO\">Altstoffsammlung<\/a>, wo sie pro Kilo immerhin 50 Pfennig wert war.<br \/>\nMit Befremden und Erstaunen mu\u00df ich heute, ausgerechnet am 50. Jahrestag des Mauerbaus feststellen, da\u00df es dieses eklige K\u00e4seblatt immer noch gibt. Und da\u00df es nicht einmal mehr dem Neuen Deutschland folgt und offensichtlich mittlerweile sogar gelesen wird.<br \/>\nDie Ausrichtung der Zeitung wird klar, wenn man sich da\u00df <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/08-13\/069.php\">heutige Titelblatt<\/a> anschaut. Ich habe es mal <a href=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/jw.png\">hier<\/a> konserviert, falls der Link demn\u00e4chst weg ist.<br \/>\nMachen wir doch einmal die Probe aufs Exempel:<br \/>\n&#8211; Friedenssicherung?<br \/>\nAlso ich war drei Jahre bei der Armee und dort wurden ausschlie\u00dflich Angriffsszenarien gen Westen geprobt. Und ich h\u00e4tte auf meine Verwandten schie\u00dfen m\u00fcssen. Und was bei der verbr\u00fcderten Sowjetarmee abging, spottete sowieso jeder Beschreibung. Damit meine ich nicht einmal Afghanistan, sondern die Behandlung der Soldaten mit Standrecht usw.<br \/>\n&#8211; Arbeitslosigkeit<br \/>\nIch habe in mehreren Betrieben gesehen, wie man Arbeitslosigkeit kaschierte.<br \/>\n&#8211; Obdachlosigkeit usw.<br \/>\nHier wird gerne vergessen, da\u00df da auch viel selbstgemachtes Leid dahintersteckt. Und in der DDR entsorgte man Gammler und andere Kuttentr\u00e4ger schon einmal disket in den Knast.<br \/>\n&#8211; Krippen- und Kindergartenpl\u00e4tze<br \/>\nHabe beide durchlaufen und geschadet hat es mir auch nicht. Doch waren in den Einrichtungen fast 100% homogene &#8222;Kinder&#8220; mit 100% staatlicher Lenkung. So etwas ist in einer individualistischen Gesellschaft unerw\u00fcnscht.<br \/>\n&#8211; Neonaziplakate<br \/>\nMal abgesehen, da\u00df heutige Neonazis bei den Nazis nicht aufgenommen worden w\u00e4ren, alleine wegen sportlicher Defizite, gab es auch in der DDR Plakate mit Hakenkreuzen usw. Doch ermittelte man schnell die T\u00e4ter und die sa\u00dfen dann auch gleich im Jugendwerkhof.<br \/>\n&#8211; Geschichtswissenschaft<br \/>\nLOL, der lustigste Teil. Wollen die die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akademie_der_Wissenschaften_der_DDR\">AdW<\/a> wiederhaben, wo schon der Pf\u00f6rtner Dipl-Ing. war und ein Heer von Dres. und Profs. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marx-Engels-Gesamtausgabe\">MEGA<\/a> interpretierten.<br \/>\nUnd diese Loser haben dann ihre verkr\u00fcppelten Pers\u00f6nlichkeiten an uns Studenten in DHM (dialektischer und historischer Materialismus) ausgelebt. Igitt. Abgesehen davon kenne ich Guido Knopp nicht, denn auch im Westen kann man den Fernseher ausschalten, sogar mit einer Fernbedienung, die \u00fcbrigens 1988 beim Colortron 650 M Aufpreis kostete.<br \/>\n&#8211; Club Cola und FKK<br \/>\nClub Cola gab es bei uns schlecht zu kaufen und wenn man mal welche bekam, schmeckte sie ekelerregender als die Vita-Cola. Und FKK gibt es immer noch, man fahre an die Ostsee oder googlet mal, Rechner und Internet gibt es ja jetzt auch auf dem Gebiet der Ex-DDR.<br \/>\n&#8211; Hedgefonds und Co.<br \/>\nDiese extremen Formen bekamen ihre irre Dynamik erst durch Breitbandinternet und weltweite Verflechtungen und Excelmanipulierer um die Jahrtausendwende. Und da in der DDR das Geld nicht konvertierbar war, war es auch nichts wert. Also nutzte der Schutz dieses Geldes auch nicht.<br \/>\nIm \u00dcbrigen bestand zur D-Mark kein Unterschied, f\u00fcr die bekam man auch in der DDR alles zu kaufen.<br \/>\n&#8211; Zweiklassenmedizin<br \/>\nSo, die gab es nicht? Und wenn ein ZK-Mitglied krank war, da waren sogar Westkrankenh\u00e4user nicht gut genug. Und hohe Genossen bekamen immer eine Vorzugsbehandlung. Alle anderen dann die gleiche, schlechtere Beehandlung mit primitiveren Mitteln. Vielen Dank auch.<br \/>\n&#8211; H\u00f6hensch\u00f6nhausen und Hubertus Knabe<br \/>\nDazu kann ich nichts tippen, kenne weder den Stadtbezirk noch den Mann.<br \/>\n&#8211; Sex<br \/>\nNur Prof. Schnabl und G. R\u00f6\u00dfler halfen uns beim Erforschen, schon klar. Einziges Einlenken meinerseits, die Hygiene war deutlich besser, ich mu\u00dfte in meiner Jugend keine Angst vor AIDS haben, das Umfeld wie Drogen und Beschaffungskriminalit\u00e4t gab es n\u00e4mlich nicht, au\u00dfer nat\u00fcrlich in der Hauptstadt der DDR. Doch wer wollte schon mit den Icken was zu tun haben? ;o)<br \/>\n&#8211; Bildung f\u00fcr alle<br \/>\nBildung f\u00fcr Friedensbewegte, Bildung f\u00fcr Wehrdienstverweigerer, f\u00fcr Nicht-FDJler, Abitur f\u00fcr alle Begabten, Medizinstudium f\u00fcr Arzts\u00f6hne, schon klar, es gab Bildung f\u00fcr alle.<br \/>\nZusammenfassend ein ziemlich armseliges und tendenzielles Pamphlet ohne Geist und beliebig.<br \/>\nGenauso kann ein Freund der Hitlerzeit sich \u00fcber 12 Jahre Autobahnbau, sportlicher Ert\u00fcchtigung und Steuersenkungen und Entknebelung vom Versailler Vertrag usw. auslassen.<br \/>\nAlso JW, ESAD.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; war eine Tageszeitung in der DDR f\u00fcr den jugendlichen Menschen, die als Zentralorgan der FDJ denselben sozialistisch erziehen sollte. Sozusagen das Neue Deutschland f\u00fcr den Teenager, wobei das Wort Teenager in der DDR so gebr\u00e4uchlich nicht war. 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