{"id":667,"date":"2008-08-23T21:13:32","date_gmt":"2008-08-23T21:13:32","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=667"},"modified":"2008-08-23T21:13:32","modified_gmt":"2008-08-23T21:13:32","slug":"urlaub_in_holland_teil_3_und_schlus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/urlaub_in_holland_teil_3_und_schlus","title":{"rendered":"Urlaub in Holland &#8211; Teil 3 und Schlu\u00df"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mittwoch, 13.08.2008 &#8211; kein Baden, Touristenfest, Baden<\/strong><br \/>\nDas Wetter war launisch, es gab Sonne, es war aber stark bew\u00f6lkt und es war recht windig. Egal, wir fuhren ob des starken Windes mit dem Auto an eine sch\u00f6ne Stelle am Brouwersdamm. Mutti und ich waren badelustig, denn die Wellen hatten Schaumk\u00e4mme. Doch f\u00fcr die Kinder war es definitiv zu windig, der Sand tat schon richtig weh, wenn er einem um die Beine strich. Ich beschlo\u00df, den Strandbesuch abzubrechen, zur Freude der Kinder und zum Mi\u00dffallen der Mutter.<br \/>\nWir fuhren nach Ouddorp, um noch einige Kleinigkeiten zu kaufen. Gl\u00fccklicherweise war an diesem Mittwoch Touristentag und in Ouddorp gab es Attraktionen en masse. Gaukler, Einmannorchester, Losbuden, fliegende H\u00e4ndler, Fre\u00dfbuden mit <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Poffertjes\">Poffertjes<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kibbeling\">Kibbeling<\/a> u. v. a. m. bescherten uns Kurzweil und begleiteten uns in den Nachmittag. Schn\u00e4ppchen: ich erwarb die vier Original-DVDs vom <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Live-One-Concert-World-DVDs\/dp\/B000BGIAY6\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=dvd&amp;qid=1219520268&amp;sr=8-1\">2005 Live 8<\/a> f\u00fcr schlappe 12,50 Euronen.<br \/>\nNach dem sch\u00f6nen Markttag fuhren wir alle wieder nach Hause. Der Wind hatte \u00fcber den Tag noch mehr zugenommen. Mutters und mein Blick trafen sich &#8211; und schon sausten wir beide an den Strand, um uns bei Windst\u00e4rke 8 (sic!) in die Fluten zu st\u00fcrzen. V\u00f6lliger Schwachsinn, Wahnsinn, bekloppt, irrsinnig; ja ich wei\u00df das &#8211; aber sch\u00f6n war&#8217;s!<br \/>\nDer Sturm peitschte den Sand an die Haut, dagegen ist jedes professionelle Peeling Kindergeburtstag. Die Wellen warfen einen st\u00e4ndig um. Dann fing es auch noch an zu regnen. In Mischung mit dem Sturm f\u00fchlten sich die Regentropfen an wie N\u00e4hnadeln. Aua, das tat unangenehm weh. Also ab unter Wasser. Patsch &#8211; da war die n\u00e4chste Welle, \u00fcberrollte einen und verdrehte die Gelenke und schleuderte uns auf den aufgew\u00fchlten Meeresboden. Also wieder erheben &#8211; nein, lieber doch nicht, der Regen war doch zu schmerzhaft. Naja, er dauerte ja keine f\u00fcnf Minuten, aber wie lang k\u00f6nnen f\u00fcnf Minuten werden! Irgendwann verlie\u00dfen wir v\u00f6llig ersch\u00f6pft die tosende See, ersch\u00f6pft und so gl\u00fccklich und befreit wie selten. In unmittelbarer Auseinandersetzung mit der rauhen Natur, da sp\u00fcrt man, was es hei\u00dft zu leben. Sowas macht das Leben lebenswert. Und das Leben ist sch\u00f6n. Wir k\u00e4mpften uns m\u00fchsam durch den Sandsturm, diesmal mit nassem Sand (Aua!) zum Auto zur\u00fcck. Der Strandweg war mittlerweile halb zugeweht und ich mu\u00dfte mit dem Auto Schl\u00e4ngellinien fahren um nicht steckenzubleiben. Sandgestrahlt, ersch\u00f6pft und gl\u00fccklich erreichten wir unser Quartier. Welch herrliches Erlebnis.<br \/>\n<strong>Donnerstag, 14.08.2008 &#8211; Neeltje Jans, Pfannkuchen, Strand<\/strong><br \/>\nHeute war Kindertag. Auf der Insel Neeltje Jans, die beim Bau des Deltawehres Arbeitsinsel war, steht ein Informations- und Freizeitpark. Das war unser heutiges Ausflugsziel. Ich nahm einen kleinen Umweg, damit ich \u00fcber die 5.000 Meter lange <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zeelandbrug\">Seelandbr\u00fccke<\/a> fahren konnte. Ich habe eine hohe Affinit\u00e4t zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Bauwerken, da konnte ich diese Br\u00fccke schlecht auslassen. Und erst recht nicht das Deltabauwerk, nicht umsonst als Achtes Weltwunder bezeichnet. Was die Niederl\u00e4nder dort geschaffen haben, das n\u00f6tigt Respekt ab, erzeugt Demut und kindliches Staunen. Einer meiner Tr\u00e4ume erf\u00fcllte sich, als ich mir in aller Ruhe Teile des Deltawerkes anschauen konnte, ja sogar im Inneren eines Pfeilers rumlaufen konnte.<br \/>\nDer Park hat von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr ge\u00f6ffnet. Die gesamte Zeit verbrachten wir in ihm, sie reichte nicht aus, um alle Attraktionen zu besuchen, alle Informationen aufzunehmen. Ein wundersch\u00f6nes Erlebnis f\u00fcr die ganze Familie. Wasserrutschen, Walfischbesuche und 3D-Filme machen hungrig. Favorit der Kinder war die am Sonntag besuchte Pfannkuchenm\u00fchle. Doch wo war die gleich noch einmal? Dank meiner Intuition war das kein Problem, hatte ich doch beim sonnt\u00e4glichen Besuch die M\u00fchle als Ziel ins Navigationsger\u00e4t eingetragen, sonst h\u00e4tte ich sie nie wieder gefunden. So war es kein Problem. Allerdings hatten nicht nur wir die Idee, so da\u00df eine gro\u00dfe Menschentraube Einla\u00df begehrte. Gott sei Dank warteten wir, denn, man mag es kaum glauben, die Pfannkuchen (ich nahm nochmal die gleiche Sorte) schmeckten deutlich besser als am Sonntag. Und die waren ja schon au\u00dfergew\u00f6hnlich gut. Erstaunlich!<br \/>\nNach dem Essen fuhren wir noch an den Strand. Das Wetter hatte sich deutlich gebessert. War es am Tag noch wechselhaft und regnerisch gewesen, so lockten nun bei beinahe Windstille blauer Himmel und Sonne ans Meer. Es war ein wundersch\u00f6ner Abend. Wir blieben bis zum klischeebehafteten Sonnenuntergang. Der beinahe gegen\u00fcber aufleuchtende Mond veranla\u00dfte mich zu Spekulationen \u00fcber eine baldige Mondfinsternis, die ja auch am Samstag stattfand. Ein ausgef\u00fcllter und ereignisreicher Urlaubstag neigte sich dem Ende entgegen.<br \/>\n<strong>Freitag, 15.08.2008 &#8211; Turmbesuch, Strand, Abschiedsessen<\/strong><br \/>\nSchon war er da, der letzte Urlaubstag. Die Kinderr\u00e4der mu\u00dften also wieder weggebracht werden. Vorher war aber noch ein Besuch im Goedereeder Turm Pflicht, war doch unsere Bekannte Karin die Turmfrau. Also kletterten wir die 217 engen Stufen der Wendeltreppe nach oben und wurden von einer herrlichen Aussicht belohnt.<br \/>\nDann fuhren alle, au\u00dfer mir, mit dem Rad nach Ouddorp. Am Fahrradverleih sammelte ich die Kinder ein und wir reinigten gemeinsam das Auto f\u00fcr die R\u00fcckreise, war doch in den letzten Tagen ein ekliges Gemisch aus M\u00f6wendung und nassem Sand am Wagen zur\u00fcckgeblieben.<br \/>\nGegen Mittag kamen die radelnden Damen zur\u00fcck und dann ging es direkt bei strahlendblauem Himmel an den Strand. Dort waren wir den ganzen Nachmittag bei perfektem Urlaubswetter. Naja, beinahe zu perfekt, denn trotz meines viermaligen Badengehens hatte ich mir einen herrlichen Sonnenbrand zugelegt, der sich momentan in Fetzen von meinem R\u00fccken l\u00f6st.<br \/>\nEin wunderbarer Abschlu\u00df eines gelungenen Urlaubs.<br \/>\nAm Abend gingen wir mit Karin und Albert im <a href=\"http:\/\/www.hoteldegoudenleeuw.com\/\">goldenen L\u00f6wen<\/a> zum Abschiedsessen. Der L\u00f6we liegt praktischerweise gegen\u00fcber unserer Wohnung und ist ein feines Haus mit Tradition (1521 weilte schon Papst Adrian VI hier) und hochwertiger Gastronomie. Sehr empfehlenswert. Irgendwann zogen wir in unser Haus um, nahmen einen Scheidebecher und damit n\u00e4herte sich dieser sch\u00f6ne Urlaub seinem Ende.<br \/>\n<strong>Samstag, 16.08.2008 &#8211; Heimreise<\/strong><br \/>\nZeitig ging es ans Packen, denn Kerstin und die Kinder mu\u00dften am Nachmittag am Frankfurter Flughafen einen Zug erreichen. Wir nahmen Abschied von Hausbesitzerin Tr\u00fcdi und von Karin und Albert, bei denen ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich und aufrichtig f\u00fcr ihre angenehme und \u00fcberragende Gastfreundschaft bedanken m\u00f6chte.<br \/>\nDie Heimfahrt verlief unspektakul\u00e4r, erw\u00e4hnenswert ist nur Muttis tolle Idee, den reichlich vorhandenen Zeitpuffer f\u00fcr eine Mittelrheintour zu nutzen, was wir auch taten.<br \/>\nFazit: Ein sch\u00f6nes Fleckchen Erde haben wir uns ausgesucht. Ich fahre jederzeit wieder gerne nach Goedereede und hole gerne die vers\u00e4umten Radtouren nach.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_seelandbruecke.jpg\" alt=\"Br\u00fccke\" title=\"Br\u00fccke\" \/><br \/>\n<em>Die 5 Kilometer lange Seelandbr\u00fccke in ge\u00f6ffnetem Zustand.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_gewichte.jpg\" alt=\"Gewichte\" title=\"Gewichte\" \/><br \/>\n<em>Die Kleinen k\u00f6nnen nix. Die sollen sich mal an mir ein Beispiel nehmen, wie man Gewichte ausstemmt ;-).<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_tafel.jpg\" alt=\"Tafel\" title=\"Tafel\" \/><br \/>\n<em>Diese illustren Personen waren bei der Er\u00f6ffnung des Wehrs anwesend. Da mu\u00dfte ich ja hinfahren.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_wehr_innen.jpg\" alt=\"Wehr innen\" title=\"Wehr innen\" \/><br \/>\n<em>Mein Traum wurde wahr, ich laufe im Abschlu\u00dfwehr herum.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_seehund.jpg\" alt=\"Seehund\" title=\"Seehund\" \/><br \/>\n<em>Ein Seehund wartet auf seine Dressurvorf\u00fchrung.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_muehle.jpg\" alt=\"M\u00fchle\" title=\"M\u00fchle\" \/><br \/>\n<em>Die Pfannkuchenm\u00fchle heute im festlichen Schmuck. Ob&#8217;s deswegen besser schmeckte?<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_baden.jpg\" alt=\"Badeurlaub\" title=\"Badeurlaub\" \/><br \/>\n<em>Die Familie beim Baden in der Nordsee. Hmm, wer hat da eigentlich fotografiert?<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_radanhaenger.jpg\" alt=\"Radanh\u00e4nger\" title=\"Radanh\u00e4nger\" \/><br \/>\n<em>Jemand fragte mich, ob wir die R\u00e4der mitn\u00e4hmen. H\u00e4tte ich diesen Anh\u00e4nger gekannt, w\u00e4re meine Antwort weniger sarkastisch ausgefallen.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_stroemung.jpg\" alt=\"Str\u00f6mung\" title=\"Str\u00f6mung\" \/><br \/>\n<em>Da str\u00f6mt die Nordsee in die Schelde. Die obere Marke zeigt den Pegel der Sturmflut von 1953, bei der mehr als tausend Einwohner ihr Leben verloren und die ein Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Bau des Wehrs war.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_mond.jpg\" alt=\"Mond\" title=\"Mond\" \/><br \/>\n<em>Der Mond geht beinahe genau gegen\u00fcber der untergehenden Sonne auf.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_turmblick_ouddorp.jpg\" alt=\"Blick vom Turm\" title=\"Blick vom Turm\" \/><br \/>\n<em>Blick vom Turm Richtung Ouddorp. Im Hintergrund die Nordsee.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_turmblick.jpg\" alt=\"Blick vom Turm\" title=\"Blick vom Turm\" \/><br \/>\n<em>Man achte auf die sehr schmalen und sehr langen H\u00e4user. Im roten Kreis sind die Dachfenster meines Schlafraumes.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_kerstin_joachim.jpg\" alt=\"Dachbild\" title=\"Dachbild\" \/><br \/>\n<em>Meine Cousine und ich auf dem Goedereeder Turm.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/rheinfaehre.jpg\" alt=\"Rheinf\u00e4hre\" title=\"Rheinf\u00e4hre\" \/><br \/>\n<em>Ich fahre auf die Rheinf\u00e4hre in St. Goar.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_su.jpg\" alt=\"Sonnenuntergang\" title=\"Sonnenuntergang\" \/><br \/>\n<em>Damit das Klischee nicht fehlt und als w\u00fcrdiger Abschlu\u00df &#8211; ein Sonnenuntergang in der Nordsee.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 13.08.2008 &#8211; kein Baden, Touristenfest, Baden Das Wetter war launisch, es gab Sonne, es war aber stark bew\u00f6lkt und es war recht windig. 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