{"id":668,"date":"2008-08-22T16:56:17","date_gmt":"2008-08-22T16:56:17","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=668"},"modified":"2008-08-22T16:56:17","modified_gmt":"2008-08-22T16:56:17","slug":"urlaub_in_holland_teil_2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/urlaub_in_holland_teil_2","title":{"rendered":"Urlaub in Holland (und heute auch Belgien) &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><strong>Montag, 11.08.2008 &#8211; Radeln an den Strand<\/strong><br \/>\nUm zu radeln, braucht man R\u00e4der. Die f\u00fcr die Kinder mu\u00dfte ich noch in Ouddorp beim Fahrradverleih holen. F\u00fcr den Zehnj\u00e4hrigen fand ich auf Anhieb das richtige Rad, aber das, was ich f\u00fcr den F\u00fcnfj\u00e4hrigen aussuchte, erwies sich als viel zu gro\u00df. Also nochmal zum Fiets Verhuur, diesmal mit dem Kurzen, damit wir vor Ort probieren konnten. Schlie\u00dflich war ein passendes Kinderfahrrad gefunden und die Radtour konnte starten.<br \/>\nIch konnte ja nicht mitradeln und nutzte meine Freizeit, um zu tanken, mir eine elastische Binde f\u00fcr das Gelenk und noch manch anderes N\u00fctzliche zu kaufen. Dann besuchte ich die Radler am Ouddorper Strand. Das Wetter war zwar recht sch\u00f6n, aber der Wind wehte recht kr\u00e4ftig. Heute gingen alle baden, nur ich blieb drau\u00dfen, um auf die Sachen zu achten.<br \/>\nSchlie\u00dflich fuhren die Radfahrer \u00fcber den herrlichen D\u00fcnenweg zur\u00fcck. Am Abend nutzte ich die Chance, bei Karin und Albert den Hausfriseur in Anspruch zu nehmen, denn schlie\u00dflich wollten wir ja am Folgetag ordentlich aussehen. Der Abend ging mit Skatspiel in Ruhe und zeitig zu Ende.<br \/>\n<strong>Dienstag, 12.08.2008 &#8211; Br\u00fcgge<\/strong><br \/>\nHeute war zweigeteiltes Programm. Kerstin und die Kinder wollten in ein Tropenbad ins benachbarte Stellendam und wir &#8222;Alten&#8220; hatten einen Tagesausflug nach Br\u00fcgge geplant. Schon halb 8 rollten wir in str\u00f6mendem Regen Richtung Belgien. Keine Wolkenformation war zu erkennen, alles grau in grau und es regnete und regnete. Wir fuhren \u00fcber den Brouwersdamm, \u00fcbers Deltawerk, passierten Middelburg und fuhren schlie\u00dflich durch den mautpflichtigen 6.600 Meter langen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Westerscheldetunnel\">Westernscheldetunnel<\/a>. Gleich zwei Meisterwerke menschlicher Ingenieurskunst, ich war eigentlich jetzt schon zufrieden.<br \/>\nImmer noch regnete es, man konnte aber schon Wolkenformationen ausmachen. Kurz vor halb 10 waren wir im Br\u00fcgger Zentrum angekommen. Es regnete. Alle bewaffneten sich mit Jacken, Pullovern und Regenschirmen, nur ich ging frohen Muts kurz\u00e4rmlig los. Zuerst tranken wir in einem Hotel einen Kaffee. W\u00e4hrend des Kaffeetrinkens h\u00f6rte der Regen auf und wir konnten trockenen Fu\u00dfes die herrliche Stadt erkunden. Au\u00dfer mir waren alle schon in Br\u00fcgge gewesen und hatten somit Ortskenntnis. Wir bummelten langsam und ausf\u00fchrlich durch die wundersch\u00f6ne, ja prachtvolle Stadt. Ich war begeistert. So ein Glanz, so eine Pracht, so ein Reichtum. Man konnte das Geld f\u00f6rmlich riechen, was die Br\u00fcgger B\u00fcrger zu Bl\u00fctezeiten \u00fcbrig hatten. Das Wetter wurde immer besser, wir schlenderten durchs Zentrum, sahen uns Kirchen (in der Heilig-Blut-Basilika konnten Gl\u00e4ubige gerade die Reliquie mit dem Blut Jesu ber\u00fchren) und Rathaus an, kauften Souvenirs und nahmen schlie\u00dflich an einer wunderbaren, halbst\u00fcndigen Bootsfahrt teil. Dann a\u00dfen alle au\u00dfer mir die in dieser Gegend ber\u00fchmten Muscheln. Danach weilten wir lange in der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liebfrauenkirche_(Br%C3%BCgge)\">Liebfrauenkirche<\/a>, in der ich sehr lange verz\u00fcckt vor Michelangelos Madonna mit dem Kind stand. Ich sah ja nun wirklich schon viele Darstellungen von Maria mit dem Jesuskind, aber diese Marmorskulptur ist einzigartig, stellt alles locker in den Schatten. Endlich sieht Jesus aus wie ein Kind und hat nicht den grotesken Erwachsenenkopf auf einem Kleinkinderk\u00f6rper. Michelangelo war damals so ziemlich der bekannteste, meistbesch\u00e4ftigste und somit auch teuerste K\u00fcnstler der Welt. Das sich eine Br\u00fcgger Kaufmannsfamilie so ein Auftragswerk leisten konnte, sagt mehr als genug \u00fcber das Verm\u00f6gen der kaufm\u00e4nnischen St\u00e4nde aus. Man berichtet auch, da\u00df die franz\u00f6sische K\u00f6nigin sehr schnell versch\u00e4mt Br\u00fcgge verlie\u00df, trugen doch die Kaufmannsfrauen deutlich sch\u00f6nere und wertvollere Gew\u00e4nder als sie.<br \/>\nSchon bei der Bootsfahrt hatten wir die einzige sich noch in Betrieb befindende Br\u00fcgger Brauerei ersp\u00e4ht. Diese sollte unser n\u00e4chstes Ziel werden.<br \/>\nVorher mu\u00dften wir uns aber selbstverst\u00e4ndlich noch den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beginenhof\">Beginenhof<\/a> geb\u00fchrend erarbeiten. Schnell noch als Mitbringsel in einer der zahlreichen edlen Gesch\u00e4fte belgische Schokolade vom Feinsten gekauft und dann wurde das Br\u00fcgger Bier gekostet und f\u00fcr gut befunden. In der Brauerei schrieben wir auch noch schnell ein paar Ansichtskarten an die Verwandten. Karin hatte sogar belgische Briefmarken! Dummerweise hatten wir aber keine Postleitzahl im Ged\u00e4chtnis, so da\u00df die Karten erst einen Tag sp\u00e4ter auf die Reise gingen.<br \/>\nAm Vormittag war der ganze  mittelalterliche Marktplatz noch leer gewesen. Mittags hatten viele Restaurants noch freie Tische, aber jetzt, am Nachmittag war die Stadt bei sch\u00f6nstem Wetter auf einmal gerammelt voll. Wir wogten mit einer riesigen Menschenwelle wieder Richtung Parkhaus. Br\u00fcgge ist einfach toll, ich werde nicht das letzte Mal dort gewesen sein.<br \/>\nAuf der Heimfahrt machten wir noch einmal kurz Station am <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oosterscheldekering\">achten Weltwunder<\/a>, jetzt bei gescheitem, wenn auch sehr st\u00fcrmischem Wetter. Dann ging es flugs nach Hause, wo wir den Daheimgebliebenen gleich taufrisch unseren erlebnisreichen und wundersch\u00f6nen Tag erz\u00e4hlen konnten.<br \/>\nAsterix f\u00fcr die Kinder, Wein und Skat f\u00fcr die Gro\u00dfen und ein herrlicher Tag fand sein Ende.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/bruegge_belfried_hof.jpg\" alt=\"Belfried-hof\" title=\"Belfried-hof\" \/><br \/>\n<em>Der Autor und Albert und Karin bewundern den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Belfried\">Belfried<\/a> vom Innenhof aus.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/bruegge_markt.jpg\" alt=\"Markt\" title=\"Markt\" \/><br \/>\n<em>Der wundersch\u00f6ne mittelalterliche Marktplatz von Br\u00fcgge.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/bruegge_blutbasilika.jpg\" alt=\"Basilika\" title=\"Basilika\" \/><br \/>\n<em>Eine Kirche in der Kirche, die Basilika zum Heiligen Blut.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/bruegge_rathaus_detail.jpg\" alt=\"Rathaus\" title=\"Rathaus\" \/><br \/>\n<em>Man achte auf die feine Gestaltung der Rathausfront.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/bruegge_kirche.jpg\" alt=\"Kirche\" title=\"Kirche\" \/><br \/>\n<em>Die Liebfrauenkirche vom Boot aus fotografiert.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/bruegge_wasser.jpg\" alt=\"Haus\" title=\"Haus\" \/><br \/>\n<em>Dieses Bild entstand w\u00e4hrend unserer Bootsfahrt durchs mittelalterliche Br\u00fcgge.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/bruegge_muschelessen.jpg\" alt=\"Muschelessen\" title=\"Muschelessen\" \/><br \/>\n<em>So werden Muscheln richtig serviert, in einem riesigen schwarzen Kochtopf. Offensichtlich mundeten sie.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/bruegge_michelangelo.jpg\" alt=\"Michelangelo\" title=\"Michelangelo\" \/><br \/>\n<em>Leider etwas unscharfe Aufnahme des Altars der Liebfrauenkirche mit dem Marmorbildnis von Michelangelo von der Madonna mit dem Kind.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/bruegge_beginenhof.jpg\" alt=\"Beginenhof\" title=\"Beginenhof\" \/><br \/>\n<em>Lichtspiele im Beginenhof. Zu Ostern ist der Rasen fl\u00e4chendeckend mit Osterglocken bedeckt.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_nach_bruegge.jpg\" alt=\"Am Wehr\" title=\"Am Wehr\" \/><br \/>\n<em>Albert und Karin am asphaltierten Damm vor dem Deltawehr.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_wehr.jpg\" alt=\"Wehr\" title=\"Wehr\" \/><br \/>\n<em>Ein Teil des Deltawerkes in sch\u00f6nstem Sonnenschein bei starkem Wind.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 11.08.2008 &#8211; Radeln an den Strand Um zu radeln, braucht man R\u00e4der. Die f\u00fcr die Kinder mu\u00dfte ich noch in Ouddorp beim Fahrradverleih holen. F\u00fcr den Zehnj\u00e4hrigen fand ich auf Anhieb das richtige Rad, aber das, was ich f\u00fcr den F\u00fcnfj\u00e4hrigen aussuchte, erwies sich als viel zu gro\u00df. 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