{"id":670,"date":"2008-08-21T16:14:22","date_gmt":"2008-08-21T16:14:22","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=670"},"modified":"2008-08-21T16:14:22","modified_gmt":"2008-08-21T16:14:22","slug":"urlaub_in_holland_teil_1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/urlaub_in_holland_teil_1","title":{"rendered":"Urlaub in Holland &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><strong>Samstag, 09.08.2008 &#8211; Anreise<\/strong><br \/>\nEs ist hohe Zeit, von meinem diesj\u00e4hrigen Sommerurlaub zu berichten. Fangen wir also an.<br \/>\nEigentlich fing der Urlaub schon am Freitag, dem 08.08.2008 an. Am fr\u00fchen Nachmittag traf meine Cousine Kerstin mit ihren beiden S\u00f6hnen Sebastian (10) und Maximilian (5) mit dem ICE am Frankfurter Flughafenfernbahnhof ein, wo ich sie abholte. Meine Mutter war separat mit dem Auto angereist.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag ging es am sp\u00e4ten Vormittag auf die 475 Kilometer lange Reise. Interessanterweise verschwand s\u00e4mtliches, umfangreiches Gep\u00e4ck problemlos im Kofferraum meines Kombis und das, obwohl ich dabei hatte:<br \/>\n&#8211; 20 Flaschen rheinhessischen Wein als Gastgeschenk und f\u00fcr den Eigenbedarf<br \/>\n&#8211; pers\u00f6nliches Gep\u00e4ck f\u00fcr einen Herren, zwei Damen und 2 Kinder ausreichend f\u00fcr eine gute Woche<br \/>\n&#8211; Kuschelkissen, Badet\u00fccher, Handt\u00fccher, Geschirrt\u00fccher<br \/>\n&#8211; eine Klappkiste mit Lebensmitteln und K\u00fcchenutensilien und Wegzehrung<br \/>\n&#8211; viele Spielsachen, DVDs und mein Klapprechner<br \/>\nIch mu\u00dfte nicht einmal das Gep\u00e4cknetz spannen, denn ich konnte alles unter der Sichtschutzplane unterbringen und bot damit nicht so ein Trauerspiel auf der Autobahn wie viele andere PKWs, die bis zum Dach zugem\u00fcllt sind.<br \/>\nIns Navigationssystem wurde die Zieladresse &#8222;NL, Goedereede, Zum Zuid Haven 2&#8220; eingegeben und los gings. Die meiste Zeit verbrachten wir auf der A61. Dort machten wir auch eine erste Rast an der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moseltalbr%C3%BCcke\">Moseltalbr\u00fccke<\/a>, um meiner Cousine und den Kindern die herrliche Aussicht ins Tal zu zeigen. Flugs ging es weiter. Am Niederrhein machten wir Mittagspause. Die ganze Fahrt \u00fcber f\u00fchlte man sich schon beinahe wie in Holland, dominierten auf der A61 dioch die gelben Nummernschilder an PKW und Wohnwagen. Nicht umsonst spricht man bei der A61 vom &#8222;Holland Highway&#8220;.<br \/>\nKurz nach der Mittagspause passierten wir in Venlo die Grenze zu den Niederlanden. Das Navigationssystem blendete brav die erlaubten Geschwindigkeiten in Stadt und Land ein und der Radarwarner bekam viel Arbeit, denn die Niederlande verf\u00fcgen \u00fcber tausende festinstallierte Blitzer. Noch zwei &#8222;technische&#8220; Pausen, eine an der Autobahnrastst\u00e4tte, die letzte schon am Damm, und gegen 17:00 Uhr verk\u00fcndete die Navigationstante: &#8222;Sie haben ihr Ziel erreicht&#8220;. Das hatten wir in der Tat, denn vor dem Auto winkten bereits zwei Damen. Bei ihnen handelte es sich um Karin und Tr\u00fcdi. Tr\u00fcdi war die Hausbesitzerin, deren Wohnung wir gemietet hatten und bei Karin handelte es sich um niemand anderen als Mutters Schulfreundin, die seit 15 Jahren in Holland lebt und die uns das Quartier vermittelt hatte. Erw\u00e4hnenswert ist, da\u00df sich beide vor 48 Jahren durch die deutsche Teilung aus den Augen verloren hatten und erst letztes Jahr zur Goldenen Konfirmation wiedertrafen. Aber was sind schon 48 Jahre bei einer Kinderfreundschaft!<br \/>\nWir bezogen unser Quartier und durften gleich darauf zu Karin, die uns netterweise schon ein Abendbrot bereitet hatte. Dort lernten wir auch ihren Mann Albert kennen. So ein herzlicher Empfang, da fing der Urlaub ja gleich richtig an. Sowohl unser Haus als auch das von Albert und Karin stehen im Zentrum des 1.500-Seelenst\u00e4dtchens <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goedereede\">Goedereede<\/a> und sind keine 200 Meter voneinander entfernt. Die H\u00e4user sind schon sehr alt, ich glaube, da\u00df sie schon ein halbes Jahrtausend auf dem Buckel haben.<br \/>\nDie H\u00e4user sind alle sehr schmal und wirken winzig. Das liegt an der Frontfl\u00e4chensteuer, die fr\u00fcher erhoben wurde. Tats\u00e4chlich sind die H\u00e4user aber nicht klein, sie sind sehr lang und bieten auf mehreren Etagen sehr viel Platz. Einziges Zugest\u00e4ndnis an die Schm\u00e4le sind die steilen und schmalen Treppen.<br \/>\nNach dem Abendbrot lud uns Karin zum Sonntagmorgen zum Fr\u00fchst\u00fcck ein. Wir gingen nach Hause, schickten die Kinder ins Bett und lie\u00dfen den Abend bei einer guten Flasche Wein ausklingen.<br \/>\n<strong>Sonntag, 10.08.2008 &#8211; Nordsee und Pfannkuchen<\/strong><br \/>\nNach dem sch\u00f6nen gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck bei Karin fuhren wir zur gemeinsamen Gegenderkundung los. Zuerst lotste uns Albert in die beeindruckende und wundersch\u00f6ne D\u00fcnenlandschaft, in der auch ein ausgedehntes Naturschutzgebiet ist. Dort wanderten wir kilometerweit durch richtige W\u00e4lder, die das gewonnene Land vor der See sch\u00fctzen, bis wir das erste Mal die Nordsee in voller Sch\u00f6nheit vor uns hatten. Solche riesigen, sauberen und leeren Str\u00e4nde! Und das in den dichtbesiedelten Niederlanden, wir waren erstaunt. Es war sonnig, so um die 20 Grad und es herrschte ein starker Seewind. Ideale Badebedingen also. Dummerweise hatten alle das Badezeug vergessen. Alle? Nein, nicht alle, denn ruckzuck war ich in der herrlichen, aufgew\u00fchlten Nordsee und warf mich in die Wellen. Somit war ich also der erste Badende und wurde von den anderen neidisch be\u00e4ugt.<br \/>\nDie Kinder tobten am Strand und bauten eine tolle Sandburg, die wir geb\u00fchrend bestaunten. Dann sammelten wir uns wieder und fuhren zum Mittagessen in die <a href=\"http:\/\/www.pannekoekenmolen.nl\">Pfannkuchenm\u00fchle<\/a>, die \u00fcberregional einen sehr guten Ruf genie\u00dft. Albert lud uns alle zum Pfannkuchenessen ein. Mein Pfannkuchen schmeckte &#8222;praachtig&#8220;, war er doch mit Speck, Lauch, K\u00e4se und was wei\u00df ich noch belegt. Die Pfannkuchen wurden in schweren Gu\u00dfpfannen im Lokal gut sichtbar f\u00fcr die G\u00e4ste bereitet. Das Mehl f\u00fcr die Pfannkuchen wird tats\u00e4chlich in der M\u00fchle auf traditionelle Art hergestellt, ein tolles Lokal!<br \/>\nNach der Pfannkuchenm\u00fchle wurde uns von den &#8222;Einheimischen&#8220; Karin und Albert noch der Strand in Ouddorp, unser Badestrand, der nur vier Kilometer von unserem Quartier liegt, gezeigt. Dort gab es auch ein Strandlokal, in dem es belgisches Bier gab (f\u00fcr mich als Fahrer nat\u00fcrlich nicht, aber die Damen lie\u00dfen es sich sichtlich schmecken). Dort verlebten wir bei fr\u00f6hlicher Unterhaltung einen sch\u00f6nen, sonnigen und windigen Nachmittag.<br \/>\nAuf dem R\u00fcckweg zu den Autos passierte dann das Ungl\u00fcck. Durch Unachtsamkeit stolperte ich in eine L\u00e4ngsrille des Weges und legte mich anst\u00e4ndig hin. Die Sonnenbrille war verbogen, der rechte Unterarm verschrammt, die rechte Hand geprellt und auch am rechten Fu\u00df war ich leicht l\u00e4diert. Insgesamt nichts Schlimmes, aber aufs Fahradfahren mu\u00dfte ich leider verzichten, denn das Ger\u00fcttel am Lenker w\u00fcrde dem verstauchten Handgelenk sicher nicht gefallen. Mittlerweile geht es dem Unterarm und dem Fu\u00df schon wieder gut, nur im Handgelenk merke ich noch etwas.<br \/>\nWir machten uns auf den Heimweg. Zur\u00fcck in Goedereede machten wir einen kleinen Spaziergang durch den malerischen Ort. Bei dieser Gelegenheit tat es mir Klein Max nach. Er st\u00fcrzte mit seinem Tretroller und zog sich eine kleine Sch\u00fcrfwunde am Ellenbogen zu. Wieder zu Hause nach dem Abendessen durften die Kinder Asterix schauen, dessen sechs Filme ich wohlweislich im Gep\u00e4ck hatte; meine Mutter und ich brachten hingegen meiner Cousine das Skatspiel bei. Ein sch\u00f6ner erster Urlaubstag ging zu Ende.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_a61.jpg\" alt=\"Rastplatz\" title=\"Rastplatz\" \/><br \/>\n<em>Nein, das ist noch nicht Holland, das ist ein Rastplatz an der BAB 61 am Niederrhein.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_meer.jpg\" alt=\"Nordsee\" title=\"Nordsee\" \/><br \/>\n<em>So begr\u00fc\u00dfte uns die Nordsee. Kein Wunder, da\u00df ich mich sofort in die Fluten st\u00fcrzte.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_duenen.jpg\" alt=\"D\u00fcnen\" title=\"D\u00fcnen\" \/><br \/>\n<em>Herrliche D\u00fcnenlandschaft zwischen Ouddorp und Goedereede. Im Bildhintergrund Sebastian, dann Kerstin beim Aufsteigen und Mutter beim Durchschieben des Rades. Max klettert gerade den Turm herunter, von dem aus ich dieses Foto machte.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_pfannkuchen.jpg\" alt=\"Pfannkuchenm\u00fchle\" title=\"Pfannkuchenm\u00fchle\" \/><br \/>\n<em>Die ganze Gesellschaft beim Pfannkuchenessen. Von rechts au\u00dfen im Urhzeigersinn: Albert, Mutter, Max, Karin, Fotografin Kerstin (nicht sichtbar), Sebastian und ich.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_goedereede.jpg\" alt=\"Goedereede\" title=\"Goedereede\" \/><br \/>\n<em>Blick \u00fcber den Ortskern von Goedereede. Der rote Pfeil zeigt den Standort unseres Hauses, der Turm wird am Freitag erklettert werden.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/holland_haus.jpg\" alt=\"Haus\" title=\"Haus\" \/><br \/>\n<em>Die Frontseite unseres Quartiers. Das Bild ist nicht perspektivisch verzerrt, es ist wirklich so schmal.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 09.08.2008 &#8211; Anreise Es ist hohe Zeit, von meinem diesj\u00e4hrigen Sommerurlaub zu berichten. Fangen wir also an. Eigentlich fing der Urlaub schon am Freitag, dem 08.08.2008 an. Am fr\u00fchen Nachmittag traf meine Cousine Kerstin mit ihren beiden S\u00f6hnen Sebastian (10) und Maximilian (5) mit dem ICE am Frankfurter Flughafenfernbahnhof ein, wo ich sie abholte. 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