{"id":682,"date":"2008-07-28T06:38:44","date_gmt":"2008-07-28T06:38:44","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=682"},"modified":"2008-07-28T06:38:44","modified_gmt":"2008-07-28T06:38:44","slug":"abholung_geburtstagsgeschenke","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/abholung_geburtstagsgeschenke","title":{"rendered":"Abholung Geburtstagsgeschenke"},"content":{"rendered":"<p>Am Sonnabend war es endlich soweit; mein Freund Jens kam am Morgen zur Wohnung meiner Mutter, um sich endlich seine Geburtstagsgeschenke abzuholen. Dabei handelte es sich um folgende wichtige Produkte:<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/odol.jpg\" alt=\"Odol\" title=\"Odol\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/raider.jpg\" alt=\"Raider\" title=\"Raider\" \/><br \/>\nJaja, Erinnerungen an die gute, alte Zeit. So wird das \u00c4lterwerden nicht ganz so schlimm. <em>Denn <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Twix\">Twix<\/a> hei\u00dft wieder <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Twix\">Raider<\/a> und das stimmt uns heiter.<\/em><br \/>\nDas eigentliche Geschenk aber, (wobei man lieber nicht frage, was mich der bl\u00f6de Schokoriegel gekostet hat), war eine Fahrt mit einem sowjetischen Sch\u00fctzenpanzer.<br \/>\nDie Idee dazu schwelte schon seit l\u00e4ngerer Zeit, wurde aber immer aus Kosten- Logistik- und Zeitgr\u00fcnden verworfen. Nun war es endlich soweit. Ich chauffierte meine Mutter und Jens nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mahlwinkel\">Mahlwinkel<\/a> in ein ehemaliges Milit\u00e4rgel\u00e4nde der sowjetischen Besatzer, die sich im Gegensatz zu ihren amerikanischen Verb\u00fcndeten ganz aus Deutschland zur\u00fcckgezogen haben.<br \/>\nMahlwinkel liegt in einer kargen Heidelandschaft mit hohem Waldanteil ca. 40 Kilometer n\u00f6rdlich der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt Magdeburg. Dort ist die Zeit ziemlich stehengeblieben. Von Mahlwinkel aus ging es noch mehrere Kilometer eine asphaltierte Stra\u00dfe in den Wald hinein und dann noch einen Kilometer einen abzweigenden unbefestigten Waldweg bis zum Fahrgel\u00e4nde. \u00dcberp\u00fcnktlich erreichten wir unser Ziel (so ein Navigationssystem ist eine feine Sache). Der Tag versprach hei\u00df zu werden und wurde es mit deutlich \u00fcber 30 Grad auch. Wir schauten uns erst einmal um und sondierten die Lage. Dann zog sich Jens olle Sachen an und z\u00fcckte seinen Geschenkgutschein und ich stimmte gegen meinen Willen sogar einer Runde Mitfahrt mit dem Sch\u00fctzenpanzer zu.<br \/>\nDazu mu\u00df ich vielleicht erw\u00e4hnen, da\u00df ich 1986 als Zeitsoldat der NVA eine Ausbildung zum Gruppenf\u00fchrer\/Kommandant Mot-Sch\u00fctzen erhielt und dabei auch genau diese Art Sch\u00fctzenpanzer (Typ 765) fahren lernte.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/wda.jpg\" alt=\"WDA\" title=\"WDA\" \/><br \/>\nDa ich nicht so ein (N)ostaliemensch bin, wollte ich also nicht unbedingt noch einmal mit dieser Vergangenheit konfrontiert werden. Gl\u00fccklicherweise war der Fahrlehrer ein nicht DDR-belasteter junger Mann, der seiner Aufgabe sehr gut nachkam.<br \/>\nNach einer kurzen Einweisung nahm ich im Turm den Platz des Richt\/Lenksch\u00fctzen ein, wobei ich feststellen mu\u00dfte, da\u00df sich der Durchmesser der Luke in den letzten 20 Jahren arg verkleinert hatte, der Motor wurde angelassen, Geburtstagsgeschenkinhaber Jens und Fahrlehrer legten die Panzerhauben mit Wechselsprecheinrichtung an und los ging es im gem\u00fctlichen zweiten Gang durch die Panzertrasse quer durch den kargen Wald. Es dauerte keine Minute, da kehrten die 20 Jahre brachliegenden, aber keinesfalls vermi\u00dften, Erinnerungen wieder. Der Staub, der Gestank nach Fett, \u00d6l, Diesel, Ru\u00df, Staub und hei\u00dfen Panzerstahl waren nur noch allzu vertraut. Auch wu\u00dfte ich sofort wieder, wie man den K\u00f6rper geschickt verlagern mu\u00df, um beim st\u00e4ndigen Auf und Ab \u00fcber die ausgefahrenen H\u00fcgel sich nicht blaue Flecken einzuhandeln. Nach der ersten Runde sprang ich ab und lie\u00df Jens dann die weiteren Runden alleine kreisen (Mitfahren kostet 10 EUR die Runde). Meine Mutter und ich machten eifrig Bilder und kleine Videos, von denen man eine kleine Auswahl unten ansehen kann. Uns allen hat es in Mahlwinkel sehr gefallen. Insgesamt war das Geschenk die Reise vollkommen wert. \u00dcber den Verlauf des weiteren Tages blogge ich sp\u00e4ter. Hier nun (bewegte) Bilder:<br \/>\n<strong>Videos<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/spz.mov\">w\u00e4hrend der ersten Runde<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/spz.avi\">Durchfahrt zur dritten Runde<\/a><br \/>\n<strong>Bilder<\/strong><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/spz_ich.jpg\" alt=\"SPZ\" title=\"SPZ\" \/><br \/>\n<em>Ich stehe auf dem Platz des Richt\/Lenksch\u00fctzen. Der Fahrlehrer legt Jens die Panzerhaube an.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/spz_detail.jpg\" alt=\"SPZ\" title=\"SPZ\" \/><br \/>\n<em>Schr\u00e4ger Blick in die Luken des Fahrers und Fahrlehrers.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/spz_jens.jpg\" alt=\"SPZ\" title=\"SPZ\" \/><br \/>\n<em>Wenn das nichts f\u00fcr echte M\u00e4nner ist.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/spz_staub.jpg\" alt=\"SPZ\" title=\"SPZ\" \/><br \/>\n<em>Bei Trockenheit ist das eine staubige Angelegenheit.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/spz_ende.jpg\" alt=\"SPZ\" title=\"SPZ\" \/><br \/>\n<em>Sch\u00fctzenpanzerfahrer Jens.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Sonnabend war es endlich soweit; mein Freund Jens kam am Morgen zur Wohnung meiner Mutter, um sich endlich seine Geburtstagsgeschenke abzuholen. 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