{"id":717,"date":"2008-06-22T07:47:28","date_gmt":"2008-06-22T07:47:28","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=717"},"modified":"2008-06-22T07:47:28","modified_gmt":"2008-06-22T07:47:28","slug":"marburg_an_der_lahn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/marburg_an_der_lahn","title":{"rendered":"Marburg an der Lahn&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; ist eine beschauliche Stadt mit vielen Baudenkm\u00e4lern und noch mehr Cafes und Kneipen dank der vielen Studenten, die mehr als ein Viertel der Bev\u00f6lkerung stellen. Der Autor wohnte von 1992 bis 1997 in der Marburger Oberstadt und lernte Marburg dadurch ein bi\u00dfchen kennen. (Und dank der sehr knappen Parkpl\u00e4tze auch das Einparken in unm\u00f6glichen Parkl\u00fccken.)<br \/>\nNun hat Marburg schon ein paar Mal Geschichte geschrieben. Sei es, da\u00df hier 1527 die erste protestantische Universit\u00e4t gegr\u00fcndet wurde oder sei es, da\u00df in Marburg im 13. Jh. das Land Hessen gegr\u00fcndet wurde. Das meine ich aber nicht. Auch in j\u00fcngerer Vergangenheit hatte Marburg so seine Eigenheiten. So war die Stadt nach den 1968 Unruhen ein Sammelbecken f\u00fcr viele Extremlinke. Manch <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulrike_Meinhof\">namhaftes<\/a> RAF-Mitglied kam aus Marburg und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Abendroth\">geistige Brandstifter<\/a> gab es auch. So etwas wirkt nach, deswegen hat Marburg bspw. fast immer einen durchgeknallten AStA (mehrere AStA-Vorsitzende haben schon engere Bekanntschaft mit den Strafbeh\u00f6rden gemacht). Folgerichtig war Marburg war auch die erste westdeutsche Stadt, in der die Nachfolgepartei der SED, damals noch PDS, heute die Linke genannt, Einzug ins Stadtparlament hielt.<br \/>\nUnd auch heute macht sich Marburg wieder bereit, Geschichte zu machen. Das rot-gr\u00fcne Stadtparlament hat also mit den Stimmen der PDS^wLinken beschlossen:<\/p>\n<blockquote><p>Die Satzung schreibt Bauherren die Nutzung der Sonnenenergie f\u00fcr Warmwasser und Heizung vor. Andernfalls droht ein Bu\u00dfgeld von 1.000 Euro. Als Ersatz zu der sogenannten Solarthermie sind teilweise auch Photovoltaik-Anlagen zur Stromgewinnung oder andere Klima sch\u00fctzende Ma\u00dfnahmen zul\u00e4ssig.<br \/>\nDie sogenannte &#8222;solare Baupflicht&#8220; greift nicht nur f\u00fcr neue H\u00e4user, sondern auch bei gr\u00f6\u00dferen Anbauten, beim Austausch der Heizanlage oder einer gr\u00f6\u00dferen Dachsanierung. Dadurch soll \u00fcber die Jahre auch der Altbaubestand mit Solaranlagen ausger\u00fcstet werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Verordnung soll ab Oktober 2008 gelten. Hier kann man wohl mit Recht von \u00d6kodiktatur sprechen.<br \/>\nImmerhin sollen die Wahrzeichen der Stadt, also Schlo\u00df, Elisabethkirche und Rathaus, von dem Bl\u00f6dsinn verschont bleiben.<br \/>\nSollte Oberb\u00fcrgermeister Vaupel, der es nach jahrelangem Kampf 2005 endlich ins B\u00fcrgermeisterb\u00fcro geschafft hat, dieses Papier unterzeichnen, dann w\u00fcrde also ruck-zuck die Stadt fl\u00e4chendeckend mit Solaranlagen verschandelt werden. Oder auch nicht, denn ein Schelm ist, wer Arges dabei denkt und ausrechnet, was einen Bauherren bei Neubau oder Sanierung billiger kommt. Eine schweineteure Solaranlage f\u00fcr vier-, sechs-, acht- oder mehr als zehntausend Euro mit ihren unabsehbaren Folgekosten oder die 1.000 Euro Strafe f\u00fcr das Nichtausgeben dieses Geldes.<br \/>\nDas kommt eben davon, wenn die gastierenden Studenten mitw\u00e4hlen d\u00fcrfen und das auch machen.<br \/>\nIch bin jedenfalls als ehemaliger Marburgbewohner hell entsetzt \u00fcber diesen unausgegorenen Mist und kann nur hoffen, da\u00df sich dagegen die Vernunft durchsetzt. Ich wette jedenfalls, da\u00df sich eine mehr als deutliche Mehrheit der Marburger eindeutig gegen diese Verordnung ausspricht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; ist eine beschauliche Stadt mit vielen Baudenkm\u00e4lern und noch mehr Cafes und Kneipen dank der vielen Studenten, die mehr als ein Viertel der Bev\u00f6lkerung stellen. Der Autor wohnte von 1992 bis 1997 in der Marburger Oberstadt und lernte Marburg dadurch ein bi\u00dfchen kennen. 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