{"id":740,"date":"2008-05-22T10:02:09","date_gmt":"2008-05-22T10:02:09","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=740"},"modified":"2022-06-04T17:12:32","modified_gmt":"2022-06-04T17:12:32","slug":"urlaub_im_hohen_norden_teil_xi","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/urlaub_im_hohen_norden_teil_xi","title":{"rendered":"Urlaub im hohen Norden &#8211; Teil XI"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mittwoch, 02.08.2006 &#8211; Nordkap und Honningsvag<\/strong><br \/>\nSatte 570 Seemeilen (1055 Kilometer) hat die Arielle seit Ny Alesund stramm Richtung S\u00fcden (naja, S\u00fcds\u00fcdost) zur\u00fcckgelegt. Als wir gegen 20:30 Uhr das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordkap\">Nordkap<\/a> von der Seeseite her bestaunen, wird uns erst einmal klar, in welcher Ein\u00f6de und in welche fernem Punkt wir uns noch gestern befunden haben. Unser Schiff l\u00e4uft im Hafen von Honningsvag ein und ich kann das &#8222;richtige&#8220; Norwegen auf der Liste besuchter L\u00e4nder der Erde abhaken.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/wp-content\/uploads\/laender2006.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/wp-content\/uploads\/laender2006.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-4598\" srcset=\"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/wp-content\/uploads\/laender2006.jpg 450w, http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/wp-content\/uploads\/laender2006-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><br \/>\nPer Bus geht es auf abenteuerlichen, aber super ausgebauten Serpentinenstra\u00dfen zum Nordkap. Wir sehen sehr viele Rentiere, die einfach so frei in der Gegend herumstehen und grasen. Bei einem Kurzhalt d\u00fcrfen wir auch einen echten Ureinwohner nebst Zelt und Rentier bestaunen. Da ich Depp meine Brieftasche in der Kabine liegenlie\u00df, kann ich kein Souvenir kaufen. Dabei h\u00e4tte sich der Brief\u00f6ffner aus Rentierhorn gut in meiner Wohnung gemacht.<br \/>\nUnser Bus f\u00e4hrt mutterseelenallein weiter gen Nordkap. Gegen Mitternacht sehen wir auf einmal wie aus dem Boden gestampft Geb\u00e4ude und riesige Parkplatzfl\u00e4chen, die zu meinem gro\u00dfen Erstaunen proppevoll sind. Kennzeichen aller europ\u00e4ischen L\u00e4nder sind zu sehen. Man sieht Fu\u00dfg\u00e4nger, Radfahrer, Wohnmobile, PKWs und Busse in stattlicher Anzahl. Dabei waren wir doch vor zwei Minuten noch ganz alleine und auf unserer Stra\u00dfe tummelten sich Rentiere. Nun gut. Unsere Stra\u00dfe endet eben in Honningsvag und danach geht es schlicht und ergreifend nicht weiter.<br \/>\nWir haben \u00fcbrigens das erste Mal seit vier Tagen so etwas \u00c4hnliches wie D\u00e4mmerung, denn am Nordkap geht die Sonne um 23:37 Uhr unter, um 01:19 Uhr wieder aufzugehen. So richtig dunkel kann es da freilich nicht werden. Mit zahllosen anderen Besuchern schauen wir gen Norden, wo wir in 1.000 Kilometern Entfernung nun Svalbard wissen, bewundern den Globus und die geographischen Angaben, erfahren einiges \u00fcber die Natur und die Geschichte. Zweifelloser H\u00f6hepunkt ist der Besuch eines 220-Grad-Panoramakinos, in dem uns ein eindrucksvoller Film \u00fcber Spitzbergen und seine Flora und Fauna gezeigt wird. Leider ist unser Aufenthalt zeitlich sehr beschr\u00e4nkt. Doch beim Einsteigen in die Busse zieht urpl\u00f6tzlich dicker Nebel auf, so da\u00df man sowieso nichts mehr sehen kann und ich nur staunen kann, da\u00df wir unser Schiff tats\u00e4chlich wiederfinden.<br \/>\nGegen 2:00 Uhr betreten wir wieder das Schiff und ab geht es ins Bett.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/arielle_kellnergesang.jpg\" alt=\"Gesangseinlage\" title=\"Gesangseinlage\" \/><br \/>\n<em>Unsere t\u00e4gliche, kleine Freude: die Kellner geben ein St\u00e4ndchen mit Zugabe. Auf dem Bild sieht man den Gesangsmeister mit Strohhut.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/nordkap_seeseite.jpg\" alt=\"Das Nordkap vom Schiff aus gesehen\" title=\"Das Nordkap vom Schiff aus gesehen\" \/><br \/>\n<em>Blick auf das Nordkap vom Schiff aus.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/nordkap_lappe.jpg\" alt=\"Lappe\" title=\"Rentier\" \/><br \/>\n<em>Superverwackeltes Bild eines Lappen mit seinem Rentier.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/honningsvag_tanks.jpg\" alt=\"Tanks\" title=\"Tanks\" \/><br \/>\n<em>\u00d6ltanks in Honningsvag. Sieht zwar nicht sch\u00f6n aus, aber wo sonst soll man an diesen Steilen und schroffen K\u00fcstenlinien Platz f\u00fcr Zivilisationsg\u00fcter haben?<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/honningsvag_busse.jpg\" alt=\"Busflotte\" title=\"Busflotte\" \/><br \/>\n<em>Zwar nicht scharf, aber aussagekr\u00e4ftig: solche Buskolonnen begr\u00fc\u00dfen uns meistens bei der Landung am Kai. Busunternehmer (und Fremdenf\u00fchrer) m\u00fcssen Kreuzfahrtschiffe abg\u00f6ttisch lieben.<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/nordkap_nordwestblick.jpg\" alt=\"Das Nordkap vom Schiff aus gesehen\" title=\"Das Nordkap vom Schiff aus gesehen\" \/><br \/>\n<em>Blick vom Nordkap in Richtung Nordwest.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 02.08.2006 &#8211; Nordkap und Honningsvag Satte 570 Seemeilen (1055 Kilometer) hat die Arielle seit Ny Alesund stramm Richtung S\u00fcden (naja, S\u00fcds\u00fcdost) zur\u00fcckgelegt. Als wir gegen 20:30 Uhr das Nordkap von der Seeseite her bestaunen, wird uns erst einmal klar, in welcher Ein\u00f6de und in welche fernem Punkt wir uns noch gestern befunden haben. 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