{"id":991,"date":"2007-08-10T09:35:43","date_gmt":"2007-08-10T09:35:43","guid":{"rendered":"http:\/\/hodruz.de\/wordpress\/?p=991"},"modified":"2007-08-10T09:35:43","modified_gmt":"2007-08-10T09:35:43","slug":"bericht_englandreise_teil_ii","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hodruz.de\/blogruz\/bericht_englandreise_teil_ii","title":{"rendered":"Bericht Englandreise &#8211; Teil II"},"content":{"rendered":"<p>Samstag, 04. August<br \/>\n<strong>Royal Leamington Spa<\/strong><br \/>\nJens und ich standen bereits gegen 6:00 Uhr auf. Nach der Morgentoilette in einem Bad, welches wie das gesamte Haus schon das halbe Jahrhundert deutlich \u00fcberschritten hatte, spazierten wir noch etwas durch die Wohngegend. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_bad.jpg\" alt=\"Bad\" title=\"Badezimmer\" \/><br \/>\nVor Florians Haus stellten wir fest, da\u00df keine Klingel vorhanden ist. Da wir auch beide kein Mobiltelefon dabei hatten, mu\u00dften wir unverrichteter Dinge wieder abziehen. Naja, das Wetter war angenehm und so wandelte wir durch eine typische englische Siedlung.<br \/>\nMir fiel ein Plakat auf, welches die drakonischen Strafen im Land untermalt. Da\u00df man f\u00fcrs Falschparken eine <em>wheel clamp<\/em> verpa\u00dft bekommt, die man nur gegen eine Geb\u00fchr von 320 GBP los wird, wei\u00df der erfahrene Reisende. Doch zu Touristen sind die Bobbies meist nett, denn schlie\u00dflich sollen die ja nicht verprellt werden, so zumindest meine Erfahrung von fr\u00fcheren Reisen.<br \/>\nDoch eine Strafe von 1.000 GBP f\u00fcr nichtentfernte Hundehaufen, das ist arg heftig. Aber es schien zu wirken. Ich sah zumindest keine einzige Tretmine. Allerdings sah ich auch wenig Hunde. Nicht, da\u00df es keine gegeben h\u00e4tte, alleine in unserer Pension liefen mindesten vier davon rum. Zwei gro\u00dfe schmale und zwei kleine dicke, von denen einer nur drei Beine hatte.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_hunde.jpg\" alt=\"Plakat\" title=\"Hundeplakat\" \/><br \/>\nUm 9:00 Uhr gab es ein genehmes Fr\u00fchst\u00fcck im weinbelaubten Wintergarten, der Aussicht auf ein sehr gepflegtes und sch\u00f6nes Grundst\u00fcck gew\u00e4hrte.<br \/>\nGegen 10:00 Uhr wurden diverse Umzugsaktionen n\u00f6tig, denn Jensens und mein Zimmer waren andersweitig vermietet.<br \/>\nAlso zog Jens (er mu\u00dfte am Ort bleiben, weil seine Fahrbesetzung auch dort kampierte) in Sebastians Zimmer und bezog Markus&#8216; Quartier. Markus und ich wanderten ins drei Kilometer entfernte &#8222;Best Western&#8220; aus. Langsam beherrschte ich den Stadtverkehr. Aber das die Autos in den Nebenstra\u00dfen fast ausschlie\u00dflich seitenverkehrt parkten, das irritierte gewaltig, sahen die Stra\u00dfen doch beim  Einbiegen vertraut kontinental aus.<br \/>\nNoch vor 11:00 Uhr waren alle neun Personen in den zwei Autos und wir fuhren los in die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Englands, ins 20 Meilen entfernte Birmingham.<br \/>\n<strong>Birmingham<\/strong><br \/>\nDas die Stadt riesig ist merkten wir daran, da\u00df wir eine halbe Stunde lang durch immergleich aussehenden Vorortsiedlungen fuhren. Teilweise hatte man den Eindruck, da\u00df au\u00dfen eine Endlosleindwand abgespult wurde, die immergleichen Einfahrten, Schornsteine und G\u00e4rten bargen hohe Verwechslungsgefahr. Aber das Navigationssystem z\u00e4hlte brav den Countdown und tats\u00e4chlich standen wir kurz nach Mittag mitten im Zentrum Birminghams, am futuristischen Selfridge-Geb\u00e4ude.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_selfridge.jpg\" alt=\"Selfridge\" title=\"Selfridge\" \/><br \/>\nDort spalteten wir uns in Gr\u00fcppchen auf, denn die einen wollten einkaufen, die anderen essen. Jens und ich schauten uns das Treiben auf dem Wochenmarkt an (so viele V\u00f6lker und so viele exotische Waren sah ich noch nie auf einem Haufen) und besuchten das Innere einer Kirche. Eindrucksvoll, wie die anglikanische Kirche das Innere des Gotteshauses so gestaltete, da\u00df es nahezu anheimelnd wirkte und nicht so protzig und erdr\u00fcckend, wie man es gewohnt ist.<br \/>\nIm Kaufhaus sah ich &#8222;Lebensmittel&#8220;, die das eben auf dem Markt gesehene noch locker in den Schatten stellten. Skorpione im Lutscher, Krokodilfleisch, getrocknete Maden und \u00e4hnliches lie\u00dfen den Appetit verfliegen. Wir hatten noch etwas Zeit und umrundeten den Konsumtempel, sahen Gewerkschafter Werbung f\u00fcr Labour machen, bestaunten einen goldenen Bullen und wunderten uns \u00fcber den Trubel, der mir schon be\u00e4ngstigend zuviel wurde.<br \/>\nNachdem wir uns alle wieder am Treffpunkt eingefunden hatten, wanderten wir zum Rathaus. Unterwegs kaufte ich ein Sandwich bei der Kette mit dem originellen Namen &#8222;EAT&#8220;.<br \/>\nDer Rathausplatz war beeindruckend und viele Einheimische und G\u00e4ste nutzten das sch\u00f6ne Wetter zum Flanieren. Beinahe w\u00e4re einer von uns noch den T\u00fccken des Linksverkehrs erlegen, denn die Schriftz\u00fcge auf der Stra\u00dfe <em>look right<\/em> sollte man tunlichst beachten. Ich will nicht wissen, wieviele Kontinentaltouristen j\u00e4hrlich von englischen Autos j\u00e4h aufgegabelt werden.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_rathaus.jpg\" alt=\"Gruppenfoto\" title=\"Gruppenbild\" \/><br \/>\nAuf dem R\u00fcckweg zu den Autos machten wir noch Station in einer wundersch\u00f6nen Kathedrale. Auch hier beeindruckte mich die Familienatmosph\u00e4re im Inneren.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_birmingham_kirche\" alt=\"Kirche\" title=\"Kirche\" \/><br \/>\nZur\u00fcck am Konsumtempel nutzten wir alle noch die Gelegenheit, kostbare GBP loszuwerden, indem wir uns Puzzle, DVDs, B\u00fccher usw. kauften.<br \/>\nDann gemahnte Florian an den Aufbruch, schlie\u00dflich hatten wir noch einiges vor.<br \/>\nSo ging es zur\u00fcck zum Parkhaus. Dort zw\u00e4ngten sich die f\u00fcnf bzw. vier Herren wieder in die Astras und auf ging die Fahrt, diesmal in die Geburtsstadt William Shakespeares.<br \/>\n<strong>Stratford upon Avon<\/strong><br \/>\nWas R\u00fcdesheim oder Rothenburg in Deutschland, das ist Stratford\/Avon f\u00fcr England. Die Stadt sieht aus wie f\u00fcr Touristen gemacht und tats\u00e4chlich sieht man dort auch endlose Mengen davon. Und Englands gr\u00f6\u00dfter Dichter wird auf Schritt und Tritt vermarktet, da\u00df es schon wieder lustig ist.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_touris.jpg\" alt=\"Touristen\" title=\"Besucher\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_stratford_denkmal.jpg\" alt=\"Denkmal\" title=\"Denkmal\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_shakespeare_schaufenster.jpg\" alt=\"Schaufenster\" title=\"Schaufenster\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_hamlet_markus_tim.jpg\" alt=\"Hamlet\" title=\"Hamlet\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hodruz.de\/blogruz\/media\/drts07_stratford_haus.jpg\" alt=\"Haus\" title=\"Haus\" \/><br \/>\nLeider dr\u00e4ngte die Zeit, so da\u00df wir nur eine gute Stunde Zeit hatten. Wenigstens konnte ich noch eine Kugel Eis mit clotted cream genie\u00dfen (1,35 GBP). Nach Stratford werde ich auf jeden Fall noch einmal fahren, es ist sehr schwiegermutterkompatibel.<br \/>\nEs war nun schon <em>tea time<\/em> und wir mu\u00dften leider schon aufbrechen, denn es sollte noch gegrillt werden und der Kinobesuch in Coventry stand auch noch an.<br \/>\nFortsetzung folgt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 04. August Royal Leamington Spa Jens und ich standen bereits gegen 6:00 Uhr auf. Nach der Morgentoilette in einem Bad, welches wie das gesamte Haus schon das halbe Jahrhundert deutlich \u00fcberschritten hatte, spazierten wir noch etwas durch die Wohngegend. Vor Florians Haus stellten wir fest, da\u00df keine Klingel vorhanden ist. 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