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  • Vor einem guten Jahr…

    …mußten an beiden Augen die Linsen ersetzt werden. Seitdem bin ich nicht mehr zwingend auf eine Brille angewiesen und eine neue Welt hat sich mir eröffnet.

    Ohne Brille nachts vom Bett zum Klo laufen? Kein Problem mehr!
    Ohne Brille ins Schwimmbad/an den Strand? Kein Problem! Noch 2018 war ich im Urlaub ohne Brille ins Wasser gegangen und fand meine Sachen nicht wieder, eine sehr unangenehme Angelegenheit.
    Sonnenbrille vergessen? Einfach eine für unter 10 EUR im Supermarkt mitnehmen!
    Brille vergessen oder Brille kaputtgemacht? Was früher eine Katastrophe war (Ersatzbrillen waren immer im Handschuhfach, im Reisegepäck) ist nun… egal. Und im „Notfall“ kauft man zur Überbrückung im $GESCHÄFT für ein paar Euro eine Lesebrille.
    Neue Brille gefällig? Was früher schnell im vierstelligen Bereich endete, kostet heute keine 200 EUR, also Gläser UND Gestell!

    Interessanterweise habe ich mich aber so stark ans Brillentragen gewöhnt, daß ich auch nach einem Jahr noch täglich nach der Brille greife, die dann aber gar nicht da ist.

    Eines der letzten Fotos von mir ohne Brille, das war 1976.

    Für Uneingeweihte, das Bild zeigt die Veränderung meines Sehvermögens durch die Operationen.

    Für Interessierte, das kostete der Spaß:

  • Ja, was denn nun?

    Wie verläßlich man politische Informationen aus dem Netz erhält, demonstriert dieser Bildschirmschnappschuß meiner Abfrage „SPD Umfrage“ in Google News.

    Mein Fazit: Solche Art Umfragen sind für Miez‘.

  • Der erste zündende Witz,…

    …den dieser überbewertete Hofnarr des ZDF machte.

  • Selene


    Nach so langer Abstinenz habe ich nun Gelegenheit, meinen Blog leicht wiederzubeleben.
    Mein langjähriger Bekannter, ach was Freund, Chris hat mir dankenswerterweise sein neuester Buch geschenkt.
    Ich erwartete einen Comic, da habe ich schon einige mit Widmung und in Folie im Bestand. Nun, wer mich kennt, der weiß, daß ich mit Comics nichts anfangen kann.

    Ausnahmen wie Abstruse Goose (Danke, Sebastian!) und natürlich xkcd sind die Regel. Ok, und die frühen Uderzo-Asterixe. Doch ich schweife ab.

    Also: ich bekam vor ein paar Tagen ein Paket mit einem Buch zugeschickt. Der erste Eindruck war sehr positiv, denn der Einband ist wirklich überaus gelungen und macht Lust auf mehr. Auch der Titel „Selene“ ist vielversprechend, denn als Kind habe ich meinen Gustav Schwab gelesen.
    Glatte 500 Seiten versprechen Lesespaß.

    Natürlich war ich skeptisch, zumal nach Lektüre der ersten Seite mir die Formatierung seltsam vorkam und ich gleich zwei Fehler bemerkte. Glücklicherweise las ich aber weiter und bin mittlerweile in der Buchmitte angelangt. Der Rest wird sicher zeitnah gelesen, danach gibt es eine kleine Buchbesprechung.

    Warum ich bei der Hälfte pausierte? Nun, der oben schon genannte XKCD-Autor brachte sein neues Buch heraus, das mußte ich leider vorher durchschmökern. Und arbeiten muß ich ja auch noch.

    Soviel vorweg: eine sehr lohnende Lektüre und ein Lichtblick am tristen Literaturhimmel.

    In Kürze dazu mehr auf diesem Kanal.

  • be beep mary – Alles Gute zum 30. Geburtstag!

    Wer in den späten 80ern und frühen 90ern einen PC besaß, der hatte zwangsläufig auch den Norton Commander installiert. Ich kenne kaum jemanden, der ihn nicht liebte und nutzte und die Wenigen, die sich ihm verweigerten, finden heute bestimmt auch Windows 10 gut.
    Aber ich kenne Niemanden, der ihn für die sagenhaften 159,00 DM kaufte, es existierten praktisch nur Raubmordkopien dieser Software. Tja, hätte der Peter Norton seinen Commander für 5 DM angeboten, er wäre Millionär geworden, doch das will ich gar nicht erzählen.

    Nicht ganz so bekannt, aber nicht minder beliebt waren die Norton Utilities, eine Sammlung mehr oder weniger nützlicher Programme, die Sachen konnten, die (MS-)-DOS nicht beherrschte, bspw. Festplatten defragmentieren (damals ein großes Ding!) oder sicheres Löschen von Dateien und der Festplatte. Dazu gehörte auch der Batch Enhancer, der die dröge DOS-Oberfläche mit Tastenkürzeln, Quasigrafiken, Programmschleifen und eben auch Tonausgabe über den PC-Piepser erweiterte.

    Und dazu gab es eine Demo-Datei:

    Diese konnte abgerufen werden mit

    be beep mary

    Und das Ergebnis klang dann so:

    Wer das damals seinen Kumpels zeigte, wurde bereits als Hacker betrachtet. Those were the days.

  • Anleitung: Wie man ein Trojanisches Pferd unter die Leute bringt.

    Man sende eine E-Mail, bei der man den Absender fälscht und hänge eine ausführbare Datei an, die man in ein ZIP-Archiv in einem ZIP-Archiv gleichen Namens verpackt. So wird der Virenscanner übertölpelt. Die ausführbare Datei endet auf COM (Command), also nenne man im Dateinamen die Telekom Telecom und schon passt es. Besser wäre natürlich tele.com gewesen, denn die meisten Windowsnutzer haben die sinnfreien Voreinstellungen ihres OS auf „bekannte Dateinamen ausblenden“ und sehen dann das zweite .com nicht und mißachten das Symbol und klicken sich dann aktiv selbst den Bösewicht aktiv.

    Und das steckt drin:

    Was der mit dem System anstellt, möchte man gar nicht erst wissen, Weg damnit!

  • Autokauf in der DDR – Zeitdokumente

    So sah das 1976 in der DDR aus, wenn man einen Wartburg 353 W als Neuwagen kaufte. Nicht mehr und nicht weniger.
    Der obige Wartburg rostete übrigens binnen zweier Jahre so schlimm durch, daß er eine neue Karosse bekam und auch neu gespritzt werden mußte. 1982 war dann Mutters Bestellung von 1971 (!) reif und wir bekamen mit dem Lada 2101 das erste „richtige“ Auto, also einen Fiat-Klon aus den 1960er Jahren.
    Unten stehen der Kaufvertrag und der Lieferschein. Man beachte das Bestell- und Lieferdatum und… die üppige Sonderausstattung. Ferner möchte ich erwähnen, daß sogar die PKZ auf dem Kaufvertrag vermerkt war.
    Die Sicherheitsgurte wurden übrigens zeitnah gegen Rollgurte aus dem Westen getauscht, es waren noch normale Umschnallgurte, die man händisch einstellen mußte.
    Der Verkauf der Wartburgs erbrachte mehr als den Neuwagenpreis des Ladas. Es blieb sogar noch Geld für ein Autoradio über, das damals um die 800 Mark kostete und UKW/MW und LW hatte. Mehr nicht. Keine Kassette, kein Stereo, kein nix. So war das damals…

  • Antwort vom SWR auf mein Gemecker

    Sehr geehrter Herr Möglich,

    vielen Dank für Ihre ausführliche Mail und die intensive Beschäftigung mit
    unserem – ja eigentlich Ihrem – SWR1-Programm.
    Einige Ihrer Beobachtungen sind sicherlich richtig, einige subjektiv und
    andere, ja, was soll ich sagen, ja entwicklungsbedingt anders.
    Da Sie sich so viel Mühe gegeben haben, möchte ich nicht einfach eine
    Standard-Mail schreiben, sondern Ihnen gerne ein paar Antworten anbieten.
    Ich mag Ihnen aber nicht garantieren, dass Sie damit zufrieden sind. Es ist
    möglicherweise nur eine vorsichtige Erklärung aus unserer Macher-Sicht.

    Aber am liebsten möchte ich mit dem letzten Punkt beginnen, um Sie ein
    wenig positiv zu stimmen:

    Wenn jetzt noch am Morgen ein Moderatoren-Team anfängt, dünne Witzchen
    zu reißen, dann wird es schwer, eine Abgrenzung zum Formatradio zu
    erkennen.

    Das kann ich definitiv ausschließen. Wir wollen Sie auch gut gelaunt,
    fröhlich und nicht miesepetrig in den Tag begleiten. Unser SWR1-Programm
    soll aber erwachsen klingen. Modern, ja, aber vor allen Dingen erwachsen.
    Deshalb werden wir keine „Morning-Crew“ haben, die Ihnen aus dem Witzebuch
    vorliest. Fest versprochen.

    1. Die Häufung der Jingles zur Sender-Bindung. Mehrfach die Stunde wird
    nun rausposaunt, welchen Sender man gerade hört. Nun: ich weiß es, denn
    ich habe ihn ja aktiv eingeschaltet. Ab und zu kann man sich ja wichtig
    tun, doch die Häufungen nerven mittlerweile arg.

    Das stimmt. Wir versuchen natürlich immer wieder neue Hörer zu uns zu
    locken, die ähnlich wie Sie, durch die Programme zappen auf der Suche nach
    guter Musik bei uns hängen bleiben. Und an dieser Stelle helfen wir den
    Hörerinnen und Hörern sich zu erinnern, welches Programm sie jetzt hören.
    Sie stört das – ich kann das verstehen – uns hilft es gerade bei den vielen
    Hits der unterschiedlichen Jahrzehnte ein fließendes Musikprogramm zu
    gestalten. Gerade wenn ein 60er Titel auf einen 80er Hit trifft können wir
    mit diesen Jingles gut am Klangbild arbeiten. Und natürlich lieben wir auch
    die Modernität, die das aussendet. Das lässt uns immer jung bleiben:-)

    2. Die mehrere Minuten lange Penetranz der immer gleichen (und
    grauseligen) Werbungen zu bester Sendezeit. Gut, Sie brauchen das Geld
    und ich kann solange umschalten (was ich derzeit auch mache), aber es
    nervt Tag für Tag mehr.

    Da haben wir leider keinen Einfluss darauf. Das ist genau wie Sie es
    schreiben. Nur noch so viel: ohne die Werbegelder müsste der
    Rundfunkbeitrag erhöht werden.

    3. Das erkennbare Anbiedern an Hörer außerhalb des eigenen Dunstkreises
    durch Abspielen von kurzlebigen Chart-Titeln, die besser in DASDING oder
    im 3. Programm aufgehoben wären (Ed Sheeran als Beispiel soll genügen).
    Bisher konnte man eigentlich allen SWR1-Titeln problemlos zuhören,
    mittlerweile sehe ich mich öfter genötigt, irgendwelche grottigen Lieder
    stummzuschalten. Das kenne ich bisher nur von den SWR1-Hitparaden, bei
    denen ich die, ansonsten SWR1-untypischen, Helene-Fischer-Titel
    pausierte oder eben von anderen ersten Programmen, wenn die sich in die
    Schlagerwelt verirren.

    Wir machen das nicht, um uns anzubiedern. So ein Radioprogramm ist immer
    ein geschmacklicher Kompromiss. Da passiert auch mal musikalisch etwas, was
    nicht zu 100% (zu Ihnen) passt. Der eine aktuelle Titel gibt uns die
    notwendige Frische, dass wir auch mal unseren Hörern präsentieren können,
    was unter Umständen mal ein größter Hit aller Zeiten werden wird.
    Musikalisch und vom Klangbild her passen sie aber sehr gut zu uns. Sie sind
    nur für einige Ohren noch unbekannt. Aber für ein abwechslungsreicheres
    (Musik-)Programm und für den oben angesprochenen Jungbrunnen sind sie
    unerlässlich.

    4. Das gehäufte Ansagen von Musiktiteln der nächsten halben Stunde und
    mittlerweile sogar das Anspielen dieser Titel. Auch diese Unart kann man
    jugendlich-hippen Sendern überlassen.

    Ja, da haben sie recht. Das soll Lust machen. Das gelingt mal mehr und mal
    weniger gut. Hängt aber auch von den Musiktiteln ab – auch ob man sie mag
    oder nicht. Und noch wichtiger: dass sie nicht zu lange angespielt werden,
    sonst hat man das Gefühl, da kommt der Titel ja schon wieder. Am richtigen
    „Timing“ arbeiten wir.

    5. Die „lustigen“ Kinder. Ok, hier schieße ich über mein Ziel hinaus,
    Geschmäcker sind verschieden. Zum Schluß aber der wichtigste Punkt und
    der eigentliche Grund meines Schreibens.

    Das haben Sie wieder recht. Die Fangemeinde des „kleinen
    Erziehungsratgebers“ ist riesig und er wird sehr gerne gehört. Da gilt das,
    was Sie selbst sagen: Geschmäcker sind verschieden. Das ist bei so
    humorvollen Beiträgen häufig. Und gerade für unsere Hörerinnen und Hörer
    ist es sehr schwer mal einen Schmunzler zu finden, der a.) nicht so
    läppisch, seicht oder total überzogen ist. Deshalb sind wir damit sehr
    zufrieden.

    6. ABC-Quiz um 13:10 Uhr?!? Wer hört denn um diese Zeit zu und wer hat
    dann Zeit, mitzumachen? Also ich sicher nicht. Ein kleiner Höhepunkt
    meines Arbeitstages und gelegentliches Gesprächsthema mit Kollegen und
    Familie war das morgendliche Quiz, das mir nun jäh weggenommen wurde.
    Und was ist der Ersatz? Nichts! Ich bin vergrätzt. Kann man nicht
    wenigstens die Wiederholung vom Vortag senden?

    Über 10 Jahre ist der ABC-Champion Ihnen jetzt an dieser Stelle treu und
    ich kann mitfühlen, wie sehr man sich an so ein tolles Mitrate-Element
    gewöhnt: uns geht es an dieser Stelle übrigens genau gleich. Auch wir haben
    mitgeraten und mit unseren Hörerinnen und Hörern mitgefiebert. Auf der
    anderen Seite haben wir seit 10 Jahren um dieselbe Zeit immer dasselbe
    gemacht. Wir wissen natürlich, dass es eine starke Marke für SWR1 geworden
    ist, wollten jetzt aber auch anderen Menschen die Gelegenheit geben, dieses
    wunderbare Wissensquiz zu erleben. Und die Rückmeldungen die wir bekommen
    sagen auch, dass man am Nachmittag – im Büro und Zuhause, wenn die Hektik
    des Morgens weg ist, eher mal die Chance hat, selbst mitzumachen oder
    mitzuraten. Das wollen wir jetzt ausprobieren und noch mehr Menschen die
    Gelegenheit geben mitzuspielen.

    Wir selbst sind auch neugierig, ob wir den ABC-Champion damit in eine
    ausgeruhtere Erlebniswelt transponieren können und noch mehr Menschen mit
    unserem Wissensquiz bekannt machen können.
    Eine Idee könnte sein, den ABC-Champion im Internet zusätzlich anzubieten.
    Aber ein Quiz, das nicht live ist, ist wie die Zeitung von gestern oder das
    Confed-Cup-Finale in der Mediathek. Könnte langweilig sein – nehme ich aber
    mal als Anregung mit. Wir denken jetzt darüber nach, doch wieder einen
    Zeitpunkt festzulegen, weil wir so wieder eine Verabredung mit Ihnen und
    anderen Hörerinnen und Hörerinnen schaffen können.

    Lieber Herr Möglich, haben Sie noch einmal vielen Dank für Ihre Mail, die
    uns (und mir speziell) eine Anregung und ein Hinweis ist, über das Programm
    und die konkreten Punkte nachzudenken. Manchmal unterscheidet sich die
    Macher-Sicht von der Hörer-Sicht. Deshalb bitte ich um Verständnis, dass
    wir immer eine (ich finde gute) Erklärung zu jeder Frage haben. Dennoch
    hoffe ich, dass Sie ein paar Punkte nachvollziehen können und uns – bei
    allem Frust – gewogen bleiben. Und bitte schauen Se doch Anfang Oktober bei
    der SWR1-Hitparade in Mainz im Gläsernen Studio vorbei. Da können Sie die
    Moderatorinnen und Moderatoren und viele Macher kennenlernen und mit uns
    persönlich ins Gespräch kommen.

    Nochmals Danke für Ihre Mühe.

    Mit freundlichem Gruß
    Roland Welling

    SWR1 Rheinland-Pfalz
    Abteilungsleiter SWR1 Magazine und Musik
    Stv. Programmchef SWR1 Rheinland-Pfalz

    SWR
    Südwestrundfunk
    Am Fort Gonsenheim 139
    55122 Mainz

    roland.welling@SWR.de

    SWR1.de

    Eins gehört gehört. SWR1.

  • Hörerbrief an SWR 1

    Liebes SWR1-Team,

    im Jahre 1999 zog ich nach Rheinland-Pfalz. Über die Jahre entwickelte ich mich nach und nach zum Stammhörer von SWR1. Mittlerweile sind mir die Stimmen und Namen vertraut, ich habe schon manche E-Mail ins Studio geschickt, diverse Veranstaltungen besucht, einige Musikwünsche erfüllt bekommen, selbst mein Name wurde schon von Prof. Udolph analysiert.
    Die seriöse Art der Moderation, die im Gegensatz zu vergleichbaren Sendern angenehme Musikauswahl, überhaupt die Gesamtwirkung hinterließen bisher einen sehr guten Eindruck bei mir.
    In letzter Zeit häufen sich jedoch Entwicklungen in Ihrem Haus, die mich in Summe verzweifeln lassen. Hier eine Aufzählung meiner Beobachtungen:
    1. Die Häufung der Jingles zur Sender-Bindung. Mehrfach die Stunde wird nun rausposaunt, welchen Sender man gerade hört. Nun: ich weiß es, denn ich habe ihn ja aktiv eingeschaltet. Ab und zu kann man sich ja wichtig tun, doch die Häufungen nerven mittlerweile arg.
    2. Die mehrere Minuten lange Penetranz der immer gleichen (und grauseligen) Werbungen zu bester Sendezeit. Gut, Sie brauchen das Geld und ich kann solange umschalten (was ich derzeit auch mache), aber es nervt Tag für Tag mehr.
    3. Das erkennbare Anbiedern an Hörer außerhalb des eigenen Dunstkreises durch Abspielen von kurzlebigen Chart-Titeln, die besser in DASDING oder im 3. Programm aufgehoben wären (Ed Sheeran als Beispiel soll genügen). Bisher konnte man eigentlich allen SWR1-Titeln problemlos zuhören, mittlerweile sehe ich mich öfter genötigt, irgendwelche grottigen Lieder stummzuschalten. Das kenne ich bisher nur von den SWR1-Hitparaden, bei denen ich die, ansonsten SWR1-untypischen, Helene-Fischer-Titel pausierte oder eben von anderen ersten Programmen, wenn die sich in die Schlagerwelt verirren.
    4. Das gehäufte Ansagen von Musiktiteln der nächsten halben Stunde und mittlerweile sogar das Anspielen dieser Titel. Auch diese Unart kann man jugendlich-hippen Sendern überlassen.
    5. Die „lustigen“ Kinder. Ok, hier schieße ich über mein Ziel hinaus, Geschmäcker sind verschieden. Zum Schluß aber der wichtigste Punkt und der eigentliche Grund meines Schreibens.
    6. ABC-Quiz um 13:10 Uhr?!? Wer hört denn um diese Zeit zu und wer hat dann Zeit, mitzumachen? Also ich sicher nicht. Ein kleiner Höhepunkt meines Arbeitstages und gelegentliches Gesprächsthema mit Kollegen und Familie war das morgendliche Quiz, das mir nun jäh weggenommen wurde. Und was ist der Ersatz? Nichts! Ich bin vergrätzt. Kann man nicht wenigstens die Wiederholung vom Vortag senden?
    Wenn jetzt noch am Morgen ein Moderatoren-Team anfängt, dünne Witzchen zu reißen, dann wird es schwer, eine Abgrenzung zum Formatradio zu erkennen.
    Eine Besinnung auf Ihre über Jahrzehnte bewiesenen Qualitäten, wie etwa gute Moderatoren, gute Musikauswahl, gute Sendungen (Kopfhörer!) würde dafür sorgen, daß ein Stammhörer gerne seine GEZ zahlt.
    Mit freundlichen Grüßen

    Joachim Möglich