Nov. 192007
 

Möglichkeit 1:
Mit dem PKW. Von hier nach Calais via belgische Autobahn, dann Tunnel oder Fähre und dann die Autobahn nach London und wieder zurück.
* Spritkosten: 1.500 Kilometer Autofahrt zu 8 Liter/100 Kilometer sind 120 Liter Diesel zu 1,40 EUR macht 156 EUR.
* Tunnelkosten: ca. 180 EUR
Macht zusammen ca. 330 EUR
Gesamtreisedauer ca: 14 Stunden
Möglichkeit 2:
Mit dem Zug:
* von Mainz nach Brüssel mit der einzig taugenden Verbindung: 150 EUR
* von Brüssel nach London mit dem neuen Eurostar: 420 EUR
Macht zusammen: 570 EUR
Gesamtreisedauer ca: 15 Stunden
Mit dem Flugzeug:
a) ab Hahn Flugkosten: 70 EUR
Parkkosten: 25 EUR
Anfahrtkosten: 25 EUR
Macht zusammen: 120 EUR
Gesamtreisedauer ca: 9 Stunden
b) ab FFM Flugkosten: 180 EUR
Parkkosten: 60 EUR
Anfahrtkosten: 10 EUR
Macht zusammen: 250 EUR
Gesamtreisedauer ca: 9 Stunden
Fazit: Warum ich das ausrechnete, weiß ich gar nicht mehr so recht. Wahrscheinlich, weil mich die neue Hochgeschwindigkeitseisenbahnstrecke Folkestone-London so faszinierte.
Wenn man den Umweg über Paris nimmt, spart man mit der Bahn sogar noch einmal 2 Stunden, allerdings kostet der Spass dann auch mehr als 650 Euronen.
Aber dennoch werde ich wohl im nächsten Jahr den PKW bemühen, denn ich will auch noch in den Norden des UK.

 Posted by at 7:41 p.m.
Nov. 182007
 

…Steinbutt im Auberginen-Tomatenmantel, Rehrücken im Salzteig mit Latschenkiefer und Wacholder mit Orangenspitzkohl und Mohnschupfnudeln und zum Abschluß Quarksouffle mit Rosmarinbirnen.
Das alles kochten und verzehrten mit sichtlichem Appetit 9 nette Herren und ich unter der Aufsicht von Sternekoch Frank Buchholz.
Ein tolles Erlebnis. Die 6 Stunden vergingen wie im Flug und was ich in dieser Zeit lernte, wird mir und meinen Eßgästen in alle Zukunft nützen.
Ein paar Bilder machte ich auch. Man kann sie hier anschauen. Die Rezepte habe ich alle hier. Zum heimischen Nachkochen sind sie aber denkbar ungeeignet, sind sie doch sehr vorbereitungsintensiv. Wenn ich daran denke, wie lange ich alleine die Schalotten in gar winzige Teile schnippelte. Oder wie lange es dauert, Schupfnudeln zu machen. Oder welchen Aufwand es bedeutet, einen Butt zu filetieren. Oder die Kalbslende…

 Posted by at 3:31 p.m.
Nov. 172007
 

… V. Buch von Harry Potter. Der Preis von 8,90 EUR war ja nicht allzu abschreckend.
Keine Sorge, ich will keine Filmkritik vom Band lassen. Nur eine Feststellung sei mir wiederum gegönnt:
Alan Rickman ist ein genialer Schauspieler. Seine Charakterisierung des Severus Snape ist dem Buche 100% entsprechend, wenn nicht nicht besser. Aber auch Jason Isaacs als Lucius Malfoy ist nett anzuschauen. Der Rest (der Schauspieler) ist Schweigen. Und wenn nicht die nette Kampfszene zwischen dem, dessen Namen man nicht nennen darf und Dumdidum wäre, dann könnte man den Film unter „teuer, aber schade ums Geld“ einsortieren.

 Posted by at 11:10 p.m.
Nov. 162007
 

,… der in Bremen als Straßenbahnfahrer arbeitet.
Laut SpOn rettete er seinen Fahrgästen das Leben. Die Oberleitung war abgerissen und hatte den Wagen unter Strom gesetzt.

Er hinderte seine Fahrgäste am Aussteigen und ersparte ihnen damit einen Stromschlag. Denn nach dem „Faradayschen Käfig-Prinzip“ ist der Innenraum einer geschlossenen leitfähigen Hülle – etwa aus Metall – von äußeren elektromagnetischen Feldern abgeschirmt. So lange die Insassen in der Straßenbahn blieben, bestand für sie also keine Gefahr.

Ein echter Bremer nämlich hätte Physik abgewählt, sofern das dort überhaupt noch auf dem Lehrplan steht ;-).

 Posted by at 10:37 p.m.
Nov. 152007
 

…der mutig dem mittlerweile 77 Jahre alten Helmut Kohl mittels eines linken Käseblatts entgegenschleuderte:

„…eine Frau im Dunkeln in Ludwigshafen sitzen zu lassen, wie es Helmut Kohl gemacht hat, ist kein Ideal.“

Damit verteidigt er die private Entscheidung seines Genossen Müntefering, sich nach verlorener Schlacht und zerschlagenen Scherben aus der Politik und dem Ministeramt zu verpissen und seiner Partei zur Unzeit maximalen Schaden zu verursachen. Und behutsam wird dem Altkanzler vorgeworfen, er habe wegen der Politik seine Frau in den Selbstmord getrieben. Das ist Takt und Feingefühl und hohe politische Kultur vom Feinsten.
Thierse, der trotz persönlicher Erfahrung mit einem Überwachungsstaat, letzten Freitag für die Vorratsdatenspeicherung stimmte, hat sich, auch noch als einer der höchsten Amtsträger im Lande, damit völlig disqualifiziert.
Herr Thierse, ich ekel mich vor Ihnen und spreche Ihnen die Ehre ab.

 Posted by at 10:16 a.m.
Nov. 142007
 

Heute morgen wollte ich nach Frankfurt fahren. Um Staus zu entgehen, wollte ich mein mobiles Navigationssystem in Betrieb nehmen. Das dazugehörige Spiralkabel für die Stromversorgung hatte ich nach Letztbenutzung in den Beifahrerfußraum geworfen. Da ich viel Material zu transportieren hatte, lagen mittlerweile meine Aktenmappe und ein großer Flachbildschirm ebenfalls darüber und auf dem Sitz ruhte ein Laserdrucker.
Nun erspähte ich ein Ende des Kabels, nämlich das Ende, welches man ins Gerät steckt, und zog vorsichtig daran. Etwas ließ es sich ziehen, denn es ist ein Spiralkabel, aber irgendwann ging es nicht weiter. „Schlau“, wie ich war, hob ich den Monitor an und hatte natürlich noch das Kabel voll gespannt. In dem Moment, in dem mir einfiel, daß das vielleicht keine so gute Idee sein könnte, schoß das Kabel wie eine wütende Schlange hervor und das andere, dicke Ende, welches in den Zigarrenanzünder gesteckt wird, knallte mir gegen meine linke Wange und versäumte es auch nicht bei dieser Gelegenheit, mir beide Brillengläser kaputtzumachen.
Nächste Woche habe ich also todschicke Kunststoffgläser in der Brille und 300 Euro weniger auf dem Konto. Bis dahin dürfte auch der rote Striemen wieder weg sein.

 Posted by at 6:39 p.m.
Nov. 132007
 

Wer die Simpsons gut kennt, der kennt auch den Spine Melter.
Das ist profan gesagt ein Rüttelsessel, verkaufsfördernder formuliert ein Wellness Chefsessel.
Da mir vorgestern mein Chefsessel, dank dessen mies verarbeiteten Unterbaus unterm ***.** zum dritten und nun auch letztem Male zusammenbrach, war ich auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz.
Und man glaubt es kaum – ich würde fündig. In der Metro in Mainz-Kastel wurde ich nicht nur unberechtigterweise von der fest installierten Blitzanlage zweimal ins Visier genommen, dazu sicher später ein Eintrag, sondern erwarb auch für unter 200 EUR den letzten auf Lager befindlichen, todschicken Chefsessel aus echtem Leder, der, ans Stromnetz angeschlossen, tatsächlich den Rücken angenehm massieren kann. Ich finde, sowas ist lebensnotwendig!!!1

 Posted by at 7:35 p.m.
Nov. 132007
 

Auf einmal war sie da, die Autobahnstelle. Warum auch immer. Irgendwann Ende September war auf der A63 Mainz in Richtung Kaiserslautern zwischen der Ausfahrt Klein-Winternheim und Nieder-Olm der linke Fahrstreifen gesperrt und der zweispurige Verkehr wurde mit Tempo 80 (oder war’s da auch schon 60?) rechts an der Bastelbaustelle weitergeleitet. Fleißige Straßenarbeiter mähten fleißig den Grasstreifen und kürzten die Sträucher im Mittelstreifen radikal und ein schmaler Spielzeugbagger baggerte so einen knappen Meter Muttererde samt Strauchwurzeln weg.
Und kaum 10 Tage später wurde Asphalt aufgetragen und auch die Gullydeckel waren neu und alles sah schön aus. Doch das war erst der Auftakt!
Denn auf einmal war die Baustelle, erwähnte ich schon, daß ich die Strecke im Prinzip täglich fahre, auf einmal war die Baustelle auf der rechten Seite und die linke Seite war in ihrem halberneuerten, verbreitertem Zustand freigegeben. Am rechten Rand mühten sich Straßenarbeiter mit ihren Maschinen und rodeten den rechten Randstreifen, warfen Äste weg, hoben ein breites Fahrbett aus, füllten es mit Sand und auf den ersten drei Kilometern der fünf Kilometer langen Baustelle wurde auch schon Asphalt aufgebracht. Die Auffahrten Ober-Olm und die Anschlußstelle Nieder-Olm waren von Ende September bis 20. Oktober gesperrt und sind mittlerweile wieder benutzbar. So brauche ich nicht mehr über die Dörfer juckeln, sondern kann mich mit 60 statt 130 an der Baustelle vorbeischleichen. So langsam dämmerte mir, daß die Autobahn A63 bis Nieder-Olm auf drei Spuren erweitert werden sollte. Über den tieferen Nutzen kann ich nicht so viel sagen, denn eigentlich war nach der Verbreiterung auf drei Spuren bis Klein-Winternheim vor einigen Jahren stadtauswärts (welche übrigens ob der 20 Meter (sic!) Hangverschiebung 10 Monate dauerte) und dem Bau des Olmer Kreisels nie wieder ein Rückstau aufgetreten.
Aber wenn man eben auf drei Spuren verbreitert, bitteschön, ich bin der Letzte, der da etwas dagegen hätte.
Positiv überrascht bin ich auch vom Bautempo. Nach eigenen Einschätzungen zum bisherigen Bautempo, könnten die Arbeiten problemlos, so das Wetter mitmacht, (wieso fängt man sowas auch im Herbst an?) zum Weihnachtsfest beendet sein, denn alle fünf Brücken auf der Strecke sind schon in weiser Voraussicht in ausreichender Breite gebaut worden. So wird das also keine Endlosbaustelle wie bspw. der Mainzer Südring, wo man an der Verbreiterung der A60 schon beinahe ein Jahrzehnt rumbastelt und wo noch lange kein Ende in Sicht ist.
Pustekuchen! Was muß ich heute mit Schrecken in der lokalen Presse lesen?

… Die anvisierte Bauzeit bis ins Jahr 2009 ist nach Ansicht der Verbandsgemeindespitze eindeutig zu lang. …

Hallo? Die sind doch schon fast fertig? Und das dauerte bisher keine 2 Monate. Ich glaube mein Schwein pfeift.
Nachdem ich mich etwas beruhigt hatte, fiel mir ein, daß ja damit auch die Gegenrichtung eingeschlossen ist. Dennoch: was in eine Richtung keine 2 Monate dauert, kann doch nicht in die andere Richtung mehr als ein Jahr in Anspruch nehmen. Ich verstehe die Welt nicht mehr.
Glücklicherweise bin ich als Freiberufler nicht wie die Berufspendler gezwungen mich tagtäglich zwischen 7:45 Uhr und 9:00 Uhr bzw. von 16:45 Uhr bis 18:00 Uhr in die Endloskolonne zu stellen, sondern kann mir die Fahrtzeiten günstiger legen. Außerdem habe ich Richtung Mainz zwei Alternativrouten und von Mainz nach Hause sogar vier Alternativen.

 Posted by at 7:23 p.m.