Nov. 042007
 

Den „Rekord“ für den langsamsten Marathonlauf aller Zeiten wird bis heute gehalten durch Shisō Kanaguri.
Er brauchte nämlich 54 Jahre, 8 Monate, 6 Tage, 3 Stunden, 32 Minuten und 20 Sekunden dafür. Die ganze Geschichte findet man in der Wikipedia.

 Posted by at 10:03 p.m.
Nov. 042007
 

Heute demonstrierte man in München gegen den Transrapid. 13.000 Menschen ließen ihrem Unwillen gegen die Schwebebahn freie Bahn.
Am 6. November soll bundesweit gegen die Vorratsdatenspeicherung demonstriert werden. Mal schauen, wieviel Bürger da von ihrem Grundrecht Gebrauch machen.
Hoffentlich deutlich mehr als wegen dieses blöden Zuges.
Der gefährdet nämlich in keiner Weise meine Freiheit.
Wenn es klappt, werde ich in Frankfurt mit dabei sein.

 Posted by at 8:42 p.m.
Nov. 012007
 

Heute arbeitete ich in Frankfurt (in Rheinland-Pfalz war Feiertag). Dort hatte ich ein nettes DAU-Erlebnis.
Eine nette junge Dame monierte, „daß es nicht druckt.“
Nun hat sie ein separates Gerät, welches faxen, kopieren und eben auch via USB drucken kann. Das alles funktionierte auch bis letzte Woche klaglos. Nach dem hausinternen Umzug aber gingen weder Fax noch Druck.
Der anwesende Elektriker, der auch für die TK-Anlage zuständig war, meinte, als er vom DAU gefragt wurde, ob er das Faxgerät anschließen könne, nach gründlicher Inspektion des Gerätes , daß dieses Gerät keine Faxfunktion habe, da er keinen RJ11-Anschluß fände.
Nun habe ich aber von diesen Geräten schon mehr als ein halbes Dutzend verbaut und alle konnten Faxe senden und empfangen. Insofern insistierte ich.
Was war passiert? DAU hatte das USB-Kabel (B-Form) in die RJ11-Buchse des Mehrzweckgerätes hineingewürgt. Nachvollziehbar, daß der Telekomiker keinen Faxanschluß fand. Und auch durchaus nachvollziehbar, daß es nicht druckte.
Wenigstens war das Problem sehr schnell gelöst.
Ein weiterer Höhepunkt in Frankfurt wartete in Form eines Klapprechners auf mich.
Dem Besitzer war es nicht gelungen, das Gerät ins Netz zu integrieren.
Für mich also die leichteste aller Übungen.
Es war eine PCMCIA-Karte fürs Funknetz gesteckt. Da diese Baujahr 2002 war, konnte ich durchaus nachvollziehen, daß sie nicht ins vorhandene WPA-geschützte Netz kam.
Nun war aber das Notebook recht neu. Dual-Core-CPU, 1 GB Speicher, 17′-Display und 120GB-HDD legten dies jedensfalls nahe.
Ich schaute mir das Gerät genauer an und … BINGO! Der WLAN-Schalter an der Front stand auf Aus.
Also antike PCMCIA-Karte gezogen und internes WLAN aktiviert…
Doch es funktionierte nicht. 😐 Ein Blick in die WiXP-Systemsteuerung brachte „unbekannte diverse PCI-Geräte“ zum Vorschein.
Also dockte ich die Maschine ans LAN an. Bzw. hatte ich dieses vor, denn es ging nicht. Die Netzwerkkarte war deaktiert und ließ sich nicht zum Leben erwecken. Dabei ist eine RTL8139 nun wirklich nicht sooo der Exot.
Ein Neustart löste das Rätsel, denn auf einmal funktionierte das LAN problemlos.
Nun wollte ich den passenden Treiber zur integrierten Mini-PCI-WLAN-Karte suchen und scharfmachen.
Alles kein Problem. Also, um welches Gerät handelt es sich?
Ich suche nach dem Hersteller – Fehlanzeige. Nirgens auch nur der Hauch eines Herstellers zu erblicken. Der Besitzer, ein Südosteuropäer, murmelt etwas von Toshiba, aber diesen Namen finde ich nirgendwo.
Ich drehe die Maschine auf die Rückseite – und erblicke auf einem Aufkleber folgende Daten:

Notebook 472
Made in China

Da half mir natürlich ungemein weiter. Nach diversen Rückfragen und professionellen Recherchen hatte ich sogar eine Treiberseite in *.cn gefunden. Oder war es *.mm?
Also nix wie her mit dem Treiber. Aber — 69 MB für einen WLAN-Treibr von einem chinesischen Server, der mir bestenfalls 6 kB/s gönnte?
Ich machte die Maschine aus, um mir mal den Chip anzuschauen. Und was erblickte ich? Einen leeren Steckplatz. Na prima, also kein internes WLAN. Naja, wenigstens das LAN tut es ja mittlerweile nun problemlos.
Solche Geschichten erinnern mich immer wieder an meinen Freund Theo. Theo, mittlerweile erfolgreicher Anwalt im Großraum Frankfurt, war, als wir uns vor nunmehr mehr als 15 Jahren kennenlernten, ein sehr sparsamer Mensch, der auch noch, ungewöhnlich für einen Studenten, mit einer Karte ausgestattet war, die es ihm erlaubte, in der Metro einzukaufen. Theo also, kaufte in der Metro „interessantes“ Zubehör für seinen feisten 386er ein. Zubehör wie Soundkarte und Modem.
Die Soundkarte kam in einer schneeweißen Schachtel daher, auf der auf einer Schmalseite aufgedruckt stand: „Soundkarte“.
Ehrlich, kein Hersteller, keine Treiberdiskette, nur ein loses Blatt, auf dem so wertvolle Hinweise standen wie

„Leine Musikbrett nicht spannen – Stolpergefahr!“

Die Soundkarte hat übrigens nie, aber auch wirklich NIE auch nur je einen Ton von sich gegeben.
Das ebenfalls mit dem „Musikbrett“ erworbene MODEM kam ebenso in einer standardweißen Verpackung daher. Nur stand an der Schmalseite „MODEM“.
Dieses MODEM funktionierte sogar einigermaßen, da es 9x% Hayes-kompatibel war. (zur Ehrenrettung von Metro)
Und genau an so etwas mußte ich heute denken, als ich auf der Rückseite des Notebooks den Aufkleber „Notebook“ sah.

 Posted by at 10:14 p.m.
Okt. 312007
 

Ich hatte heute einen ganztägigen Werkstatttermin für mein Auto. Aber was, bitteschön, mache ich einen Tag ohne Auto, zumal überall unerledigte Arbeit auf mich wartet?
Nun, ich schildere einmal, wie ich das Ganze löste:
Um 8:00 Uhr schaffte ich den Wagen zum ATU zum Lackieren. 8:10 Uhr wurde ich, mit einem Rechner für Kunde II in den Händen, von Kunde I aufgelesen und fuhr mit ihm in dessen französischen Familienauto in sein Geschäft. Dort mühte ich mich redlich, die im Netzwerk spurlos verschwundenen Daten wiederzufinden und half auch sonst noch an einigen Stellen.
Überraschungskunde III rief mich gegen 9:00 Uhr an und hatte zwei Probleme, die ich lösen sollte. Dazu benötigte ich aber auf jeden Fall mein Telefonwerkzeug, welches blöderweise im Auto verblieben war. Naja, ich vertröstete ihn auf die frühen Abendstunden, da ich ja dann wieder sowohl über Auto als auch über Werkzeug verfügen würde.
Kurz nach 10:00 Uhr war meine Arbeit beendet. Was nun? Ganz einfach, denn Kunde II rief in dem Moment wegen einer anderen Sache an. Ich fragte ihn, ob er mich bei Kunde I abholen könne. Das war nun überhaupt kein Problem, war er mit seinem SLK doch keinen Kilometer weg von Kunde I, der direkt auf dem Weg zur Firma der Kunden III lag. Also verpackte ich den Rechner in den eher kleinen Kofferraum des Cabrios und fuhr mit zur Arbeitsstätte von Kunde II.
Im selben Gebäude arbeiten auch Kunde IV, V. Wie gut, daß ich Kunden IV, nachdem die Rechner des Kunden II installiert und konfiguriert waren, beim Auszug behilflich sein konnte. Kunde V, der bis dato bei IV am Internet schmarotzt hatte, konnte geholfen werden, denn Kunde II übernahm freiwillig die Rolle des IV, der in dem Gebäude der Vermieter ist.
Nun war die Mittagszeit vorbei und ich hatte alle Arbeit an dieser Stelle erledigt und wußte nicht so recht weiter. Die Werkstatt hatte sich noch nicht gemeldet. Doch es meldete sich Herr X., der Nachmieter von IV wird. Er ist nun Kunde VII :-). Aber wie sollte der Tag nun weitergehen?
Dankenswerterweise chauffierte mich Kunde II in seinem SLK zu mir nach Hause. Diesmal füllten 2 Rechner seinen Kofferraum saugend aus.
Während ich die Maschinen mit Software bespielte, meldete sich Kunde VI. Ob er in 10 Minuten mal seinen Rechner vorbeibringen könne? Klar, ich saß ja fest.
Mittlerweile war es gegen 14:30 Uhr. Gegen 15:45 Uhr war sein Computer wieder heil und er wollte weiter. Wohin? Glücklicherweise in Richtung Mainz. So fiel mir die Bitte, ob er mich bis zur Werkstatt mitnehmen könnte, leichter.
Also juckelten wir kurz darauf im 12-Tonner-Getränkelaster des Kunden zum ATU. Dort angekommen, mußte ich mit Bedauern feststellen, daß mein Auto noch lange nicht fertig war.
Aber wenigstens konnte ich mein Werkzeug holen.
Nun mußte ich das erste Mal aktiv werden. Ich rief Kunde III an und bat ihn, mich abzuholen. Da er nur wenige Autominuten von der Werkstatt entfernt ist, saß ich bald darauf, nach einer Kurzfahrt in einem Geländewagen, bei ihm zu Hause und brachte seine TK-Anlage und den Internetzugang wieder in Schwung. Das war ziemlich zeitintensiv, da ich dummerweise mein Meßgerät nicht dabei hatte und so viel probieren mußte. Aber ich habe am Ende alles zum Laufen bekommen. Da Kunde III nicht nur Kunde ist, sondern auch incl. seiner Gemahlin und beider Kinder ein Freund, gab es noch eine kurzweilige Unterhaltung und leckeres Essen.
Gegen 19:30 Uhr brachte er mich zur Werkstatt, wo ich erfreut mein Auto im Freien stehen sah.
Die Freude wurde kurze Zeit später leicht dadurch getrübt, daß die Werkstatt irgendwas verbaselt hat. Was genau weiß ich nicht, aber ich soll nächsten Mittwoch (der Lackiertag beim ATU in Mainz) wiederkommen. Ob nun die Farbe alle war oder der Lehrling was versaut hat, konnte ich nicht mehr in Erfahrung bringen. Und wie der Lack aussieht, kann ich erst morgen ersehen.
Jedenfalls gibt mir ATU nächste Woche als Trostpflaster einen kostenlosen Ersatzwagen.
Besser ist das, denn ob ich einen Arbeitstag jemals noch einmal so geschickt gedeichselt bekomme?

 Posted by at 11:23 p.m.
Okt. 312007
 

Ich erwarb letzte Woche antiquarisch ein Taschenbuch aus dem Jahre 1960. Es ist ein kurzer Roman names „Gläserne Bienen“. Geschrieben wurde die mit einem Hauch wissenschaftlicher Utopie versehene Geschichte vom großen Ernst Jünger.
Doch darüber will ich nicht berichten, sondern über das Bild auf Seite 6. Ich war sehr angetan davon:
Rauch
Der zweite Scan hat mit dem ersten gar nichts zu tun. Mal sehen, wer den Fehler entdeckt:
Russland
Gefunden wurde das Ganze im aktuellen Business Spotlight.

 Posted by at 10:48 p.m.
Okt. 282007
 

Gestern mit den Nachbarn groß gefeiert, die Jüngste wurde volljährig und es kamen mehr als 50 Gäste, nachher geht es nach Saulheim zu meiner ehemaligen Wirtin, bei der ich 1997 – 1999 regelmäßig wohnte, wenn ich in Mainz arbeitete.

 Posted by at 8:53 a.m.
Okt. 262007
 

Lange genug hat es gedauert – heute also der abschließende Bericht von meiner großen Feier zum 40. Geburtstag. Und das Beste habe ich zum Schluß aufgehoben, nämlich das Geschenk meiner Usenet-Freunde. Sicher haben sie lang und breit diskutiert und hin- und herüberlegt, was sie anstellen können.
Das Ergebnis könnte sich sehen lassen. Insgesamt gab es ein Geschenk, welches immer mit den Simpsons verknüpft war, welches lustig war, einfallsreich und vor allem einzigartig.
Das Geschenk bestand aus vier Teilen. Ich werde alles lang und breit erklären, damit auch Nichteingeweihte den Sinn und Zweck verstehen oder wenigstens erahnen können.
Als erstes gab es eine Tafel Schokolade. Aber nicht irgendeine, nein, es war eine Tafel Schokolade, die direkt aus dem Simpsonsuniversum stammte.
Schokolade vorn
Schokolade hinten
Auf der Vorderseite ist Uter zu sehen. Uter ist ein schweizerischer Austauschschüler, der für sein Leben gern Schokolade futtert, wie man an der Figur unschwer sehen kann.
Die Internetseite ULOC verdankt ihrer Namen dem kleinen Uter.
Homer deutet auf die neue Rezeptur hin. Homer sieht anders aus als gewöhnlich. Er trägt eine weichgespülte Mütze und eine Muumuu. Die Kleidung (und die Figur) stammt aus der Simpsonsfolge „King-Size Homer“ aus der siebten Staffel. Ich hoffe doch einmal stark, daß das keine Anspielung auf meine derzeitige Figur ist!
Die auf der Rückseite aufgeführten Zutaten sind auch typisch für ein Produkt aus dem Simpsons-Universum. Der Spruch mit den Waisenkindern ist ein running gag. Sämtliche Produkte von Krusty, dem Clown sind mehr oder weniger gefährlich, schädlich oder bedrohlich.
Sie sind stets geziert von solchen saloppen und geschmacklosen Sprüchen wie „9 von 10 Waisenkindern können den Unterschied nicht schmecken“.
Nochmals vielen Dank für dieses tolle Geschenk. Die Schokolade war übrigens Spitzenklasse nicht 80% Zucker, stammte sie doch aus der Schweiz, in der in der Woche vor meinem Geburtstag Sebastian weilte. Die Verpackung schuf sicherlich Florian im fernen England. Ihnen beiden gelte an dieser Stelle mein besonderer Dank.
Geschenk Nummer 2 folgte auf dem Fuß. Unter einem fadenscheinigen Vorwand wurde ich an den Tisch gebeten und Tim telefonierte hochwichtig. Dann wurde mir der Blick auf Sebastians Klapprechner gewährt:
AustralienGoogle Earth
In der Folge Rosebud aus der fünften Staffel hat der Millionär Charles Montgomery Burns Geburtstag. Sein Lakai Waylon Smithers (rechts) hat veranlaßt, daß sich alle Menschen Australiens mit Fackeln so aufstellen, daß man via Satellit den Namen sehen kann. Burns schaut aber nicht einmal hin.
Das tat ich aber sehr wohl und mußte auch herzhaft lachen. Denn auch für mich hatten die Menschen Australiens die Fackeln geholt und Google Earth zeigte live meinen Namen an.
Die Fehlschreibung des Nachnamens ist kein Fehler der Australier, sondern ebenfalls ein Insider aus alten Tagen, als das Usenet keine Umlaute im Header mochte.
Insofern an dieser Stelle vielen Dank an Tim, der den Startschuß gab, Sebastian, der die Onlineverbindung nach Australien herstellte und allen 20 Millionen beteiligten Australiern für dieses wunderbare Geschenk.
Aus ebendieser Folge stammte auch Geschenk Nummer drei, welches am meisten Aufsehen erregte und viel ungläubiges Staunen auf die Gesichter der anderen Gäste zauberte. Ich selber konnte mich beinahe nicht mehr einbekommen vor Lachen.
Hier das Skript im Original (in Klammern die deutsche Übersetzung)

Smithers: Here are several fine young men who I’m sure are gonna go far.
Ladies and gentlemen, the Ramones!
(Hier sind einige nette Jungs, die es sicher, so denke ich, weit bringen werden, meine Damen und Herren, die Ramones)
Burns: Ah, these minstrels will soothe my jangled nerves.
(Ahh, diese Hofsänger werden meine klirrenden Nerven beruhigen.)
Ramone 1: I’d just like to say this gig sucks!
(Dieser Auftritt stinkt!)
Ramone 2: Hey, up yours, Springfield.
(Du kannst mich mal, Springfield.)
Ramone 1: One, two, three, four!
[ruppige Gitarrenmusik beginnt]
Happy Birthday to you! (Happy Birthday!)
Happy Birthday to you! (Happy Birthday!)
Happy Birthday, Burnsey,
Happy Birthday to you!
Ramone 3: Go to hell, you old bastard.
(Fahr zur Hölle, Du alter Bastard.)
[der Vorhang fällt]
Ramone 4: Hey, I think they liked us!
(Hey, ich denke, die mochten uns.)
Burns: [in Richtung der Ramones] Have the Rolling Stones killed.
(Lassen Sie die Rolling Stones ermorden.)
Smithers: Sir, those aren’t —
(Aber Sir, das sind nicht…)
Burns: Do as I say!
(Machen Sie, was ich sage)

Und hier kann man die Szene aus den Simpsons bewundern:
http://youtube.com/watch?v=gT9UOp5WaRU
Und genau diese Szene wollten Marc R., Marc W., Tim K. und Sebastian S. zu meinen Ehren nachspielen. Man brauchte also diverse Gitarren, Verstärker, Mikros, Kabellage, Schlagzeugstöcke, Kostüme und natürlich Perücken, um so wie die langhaarigen Bomenleger der Ramones auszusehen.
Und natürlich mußte alles noch vorher geprobt werden. Ich will gar nicht wissen, wieviel Zeit und Energie bei der Vorbereitung draufgegangen sind. Jedenfallös wurde es im Feierlokal gegen 21:30 unruhig. Alle schauten irritiert auf vier seltsam gekleidete Gestalten, die Unmengen an Technik in den Saal schleppten und alles in Windeseile aufbauten. Jens S. kündigte die vier Herren adäquat an und los ging’s.
Hier kann man das Ergebnis sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=BqsX4np22gc

Der ganze Aufwand, der deutschlandweite Transport und Aufbau diverser Technik, das Proben bei jungen Mainzer Damen, das Umziehen usw., das alles für ein Lied, welches 18 Sekunden dauert.
Ich war ehrlich gerührt und aber auch so amüsiert, daß ich einen Fehler in meinem Text machte und statt „save“ statt „soothe“ sagte. Hat aber außer Florian später beim Videoschauen eh keiner mitbekommen.
Es war überhaupt ein Wunder, daß ich reagieren konnte, denn ich war völlig überwältigt von dem Geschenk.
Geschenk Nummer vier gab es dann draußen, nachdem aus den Ramones wieder meine Gäste geworden waren. Es war…
Schachtel Duff
Duff-Bier ist im Simpsons-Universum DAS Bier in Springfield. Es gibt eine Werbefigur, den Duff Man (seid ihr bereit, euch zu beduffen?), einen Duff-Freizeitpark mit den sieben Duff-Maskottchen, die endlos

Duff beer for me,
Duff beer for you,
I’ll have a Duff,
You have one too“

singen, eine Duff-Brauerei; selbst in Cuba muß man Duff trinken, sonst stirbt man.
Duffo
Es gab in Australien eine Brauerei, die Duff-Bier herstellte. Leider wurde ihr das von den Machern der Simpsons verboten und somit gibt es nur noch ganz wenig echtes Duff-Bier.
Matt Groening, der Empfinder der Simpsons, hat privat noch einige Dosen in seinem Keller.
Aber für meine Freunde war das kein Problem. Einfach den designerisch und grafisch begabten Florian in England ans Grafikprogramm setzen lassen und das Ergebnis 20fach ausdrucken und einen Kasten guten deutschen Bieres, welches sicher besser schmeckt umkleiden und fertig ist Geschenk Nummer 4.
Can’t get enough of that wonderful Duff – The solution of all life problems.
Selbst eine Flasche Düff ist dabei. Das ist ein Gag aus einer Simpsons-Folge aus der achten Staffel „The Springfield-Files“.
Dort möchte Homer Simpson vom Barkeeper Moe eine besondere Flasche Bier. Moe zeigt ihm eine normale Flasche Duff, bei der er schnell mit Filzstift zwei Pünktchen über das u setzte und dreht ihm das als König der dänischen Biere an.
Ich kann mir gut vorstellen, daß Marc, Tim, Sebastian und Marc viel Arbeit mit der Gestaltung des Kastens hatten. Aber er ist meisterhaft gelungen. Welchen Klebstoff haben sie da wohl verwendet? Noch habe ich 10 Flaschen übrig und hoffe auf fleißige Mittrinker.
So, der Bericht ist geschafft! Ich dankte ja schon allen Gästen für ihre Geschenke. Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle nochmals den vier Anwesenden Simpsons-Freunden und dem in England weilenden Florian für ihre aufwendigen, kreativen und einzigartigen Geschenke gesagt.
Sie sind das, was man unvergeßlich nennt und was man seinen Enkeln noch voll Schmunzeln und Stolz erzählen kann.

 Posted by at 10:14 p.m.
Okt. 262007
 

Ich war heute 10:30 Uhr mit einer Frau verabredet. Pikanterweise mit der Frau, mit der ich von 1993 bis 1997 zusammenlebte.
Also plante ich sämtliche Kundentermine um, fuhr extra einen Tag eher aus München wieder zurück und stand überpünktlich 10:20 Uhr vor dem ausgemachten Treffpunkt.
Vor lauter Aufregung schrammte ich mir meinen hinteren rechten Radkasten beim Einparken durch ein Parkschild. Dabei schauten mir zwei ältere Damen mit sehr vorwurfsvollen Blicken und vier Polizeibeamte mit sehr amüsierten Blicken zu. Die Polizisten warteten nämlich direkt hinter mir in zwei Polizeiwagen auf ihre Insassen. Das Ganze fand übrigens vor dem Mainzer Landgericht statt.
Am Schild war nichts zu sehen, aber mein Auto sah ziemlich mitgenommen aus. Egal!
Ich warf 2 EUR in die Parkuhr und wartete. Als ich 10:45 Uhr immer noch alleine in der Kälte stand, rief ich ihr Mobiltelefon an. Niemand ging ran. Im Büro bestätigte immerhin ihre Sekretärin, daß sie in Mainz sei. Während dieses Telefonates entdeckte ich sogar ihren PKW. Das Parkticket war um 10:25 Uhr abgelaufen. Und das Mobiltelefon zeigte einen Anruf in Abwesenheit. Wer das wohl war? Was nun?
Ich wanderte etwas in der Gegend herum und entdeckte zwei blaue Säue^w^wOrdnungsbeamte, die Parksündern Strafzettel ausstellten. Langsam, aber zielstrebig näherte sich eine der beiden Ordnungskräfte dem Wagen meiner Ex.
Als der Wagen zwei Lücken weiter fotografiert und mit Strafzettel versehen war, eilte ich, Kavalier der ich bin, an den Parkscheinautomaten und zog einen Zettel, der bis 11:50 Uhr gültig war und den ich ihr hinter die Windschutzscheibe heftete. Die blau^wOrdungshüterin hatte mich ja schon eine Dreiviertelstunde rumlungern sehen und ging am Auto der Verflossenen vorbei, ohne es eines Blickes zu würdigen.
Das sollte das einzig „spannende“ Erlebnis bleiben.
Mittlerweile war es 11:45 Uhr(!) und immer noch ließ sich niemand blicken. Da ich mittlerweile völlig verfroren war und mein Parkschein abzulaufen drohte, stieg ich in mein Auto und parkte direkt ihrem Auto gegenüber in einer Ladezone. Nun zog es wenigstens nicht mehr und ich hatte Musik. Doch ich schaffte nicht mal ein Lied, denn plötzlich blinkerten am Golf die Lichter und drei Damen näherten sich ihm, darunter als Fahrerin meine Verabredung, die nun offenkundig keine Verabredung mehr war.
Denn sie kam nicht alleine aus dem Gebäude, wie ich erwartete, sondern mit zwei weiteren Frauen aus der Stadt, wie ich an diversen Tüten erkennen konnte.
Sie betrachtete den von mir gelösten Parkschein mit verwundertem Kopfschütteln, schaute in meine Richtung, ich winkte zaghaft, sie sah durch mich hindurch, erkannte mich nicht hinterm Steuer und stieg in ihr Auto.
Einer plötzlichen Eingebung folgend, startete ich meinen Wagen und fuhr, ohne mich nochmals umzudrehen, zum ATU, der mir einen Kostenvoranschlag in Höhe von 320 EUR für die Reparatur des eben entstandenen und zweier weiterer Lackschäden machte.
Fazit: Auch nach 10 Jahren ist sie noch für Überraschungen gut und ich verhalte mich idiotisch wie ein Klippschüler. Sehr seltsam…

 Posted by at 8:26 p.m.
Okt. 222007
 

Dieses schöne Zitat von Ralph-Wiggum stehe am Beginn meiner Klausur-Odyssee, die an dieser Stelle noch einmal in Gänze stehe.
Ich dachte im Dezember 2005, daß ich fit genug für die Klausur Englisch I sei und irrte mich dabei.
Dadurch wurde mein Mütchen gekühlt. Im SS dieses Jahres war nun der reguläre Englisch-Kurs, den ich eifrig besuchte, bei dem ich keine Vorlesung versäumte, bei dem ich brav alle Hausaufgaben machte und mich bei der Dozentin durch ellenlange Vorträge über meinen Malta-Urlaub u. v. a. m. durchaus positiv in Erinnerung brachte.
Ende Mai wurde die Klausur geschrieben. Sie war sehr fair. So kamen nur Themen dran, die in den Übungen behandelt wurden. Ich verstand alle Fragen, beantwortete sie mit den erlernten Redewendungen und Vokabeln und schrieb einem Aufsatz, den ich nach 500 Wörtern abbrach, da nur 350 Wörtern gefordert waren.
Froh gestimmt schritt ich aus der Klausur, denn vom Gefühl her war das mindestens eine 2 wenn nicht noch besser.
So kann man sich vielleicht den Schock vorstellen, als ich im Juni sehen mußte, daß ich, nunmehr das zweite Mal, durchgefallen war. Eine glatte 5 stand da häßlich.
Ich begann an mir zu zweifeln. Ok, die erste, das war frech und ich wurde abgestraft, weil ich logischerweise nichts in den Übungen mitbekam und keinerlei Vokabeln aus den Übungen benutzte. Aber nun? Ich war doch immer da gewesen und hatte alles verstanden. Abgesehen davon machte ich in der 10. Klasse mein Abitur in Englisch mit 1 und legte in der 12. Klasse die Sprachkundigenprüfung Stufe I in Englisch ab. 2001 genoß ich einen Sprachurlaub auf Malta, wo ich im Fortgeschrittenenkurs mich sehr wohl fühlte. Ich schaue seit mehreren Jahren dank DVD englischsprachige Filme und Serien ausschließlich im Original, telefoniere ab und zu mit Engländern und Amerikanern und habe auch keinerlei Probleme, Muttersprachler zu unterhalten und zu verstehen. Ok, mit dem flüssigen Sprechen mag es hapern, da fehlt mir einfach die Praxis.
Achja, ich lese seit einigen Jahren auch zunehmend englischsprachige Literatur. Kipling, Collins, Baum, Twain und lat. die Potter-Bände.
Jedenfalls ist das für mich deutlich mehr als ungenügend, wie mir attestiert wurde.
Man kann sich denken, wie frustrierend und demotivierend die Situation für mich ist. Alle anderen Klausuren, mittlerweile deutlich mehr als ein Dutzend inkl. etlicher Hammerklausuren wie Rechnungswesen oder Statistik, schaffte ich mit Noten 1 bis 3 ohne Probleme im ersten Anlauf und im „unwichtigsten“ Fach Englisch scheitere ich kläglich.
Die Klausur in Englisch II ist in 2 Wochen. Die letzte Chance für mich, Englisch I nachzuschreiben, ist im Januar exakt an dem Tag und zur exakt gleichen Uhrzeit wie die letzte Hallo-Wichtig-Klausur im Fach Steuern und kann also von mir nicht wahrgenommen werden.
Und im ersten Versuch in Englisch II eine 2 zu erzielen, nachdem man 2x in der I patzte…
Also eine verfahrene Kiste.
Um also mein Versagen zu ergründen wollte ich die Klausur einsehen. Das ging total einfach. Gegen Vorlage meines Studentenausweises bekam ich eine recht dicke Mappe, die alle bisher geschriebenen Klausuren enthielt.
Naja, nicht alle, denn Eine fehlte – Englisch.
Mittlerweile besuche ich Englisch II, Gott sei Dank bei demselben Dozenten. Denn so kann er mir nicht entschlüpfen, wie er es im letzten Semester tat, indem auf meine Mehls keinerlei Reaktion erfolgte. Nun sehen wir uns also mindestens einmal die Woche und ich bin in jeder Pause freundlich lächelnd vorne und nerve.
Und siehe da, am Samstag kam erstes Licht in den Nebel. Es stellte sich nämlich heraus, daß meine Klausur tatsächlich verschwunden ist. Und auf der Klausurliste stehen weder mein Name noch meine Matrikelnummer.
Zur Erklärung: Man muß sich spätestens 10 Werktage vor dem Klausurdatum verbindlich auf einer Klausurliste einschreiben.
Nun, das tat ich, wie auch bei all den anderen zahlreichen Klausuren selbstverständlich und auch unter Zeugen.
Da nun viele Studenten Englisch vorziehen, werden diese Klausurlisten schnell zu fliegenden Blättersammlungen und das Chaos ist programmiert.
So ist wohl mein Name irgendwie unter den Tisch gefallen und meine Klausur taucht deswegen nicht in der Bewertung auf.
Aber nicht auf der Meldeliste, denn da muß ich draufgestanden haben. Denn das wurde scharfsinnig vom Prüfungsamt erkannt. Mein Name auf der Klausurliste – abgehakt, ich nicht auf der Klausurnotenliste – Aha, nicht mitgeschrieben – 5- setzen!
Alles verstanden? Macht nichts, ich bin auch leicht überfordert. Meine Klausur ist bisher nicht aufgetaucht. Nun ist das Prüfungsamt in der Pflicht. Morgen erfahre ich (hoffentlich) mehr. Aber Behördenmühlen mahlen bekanntlich …
Es ist aber immerhin ein neuer Aspekt aufgetaucht. Vielleicht war ich ja diesmal doch nicht doof und meine Leistung nicht ungenügend und es ist nur ein schnöder Amtsfehler.
Schön wär’s, ich will diese Scharte endlich ausgewetzt haben und Klarheit will ich auch.
Liste

 Posted by at 9:18 p.m.