Ich war am Sonnabend zusammen mit Marc eine nette Weile auf dem Griesheimer Zwiebelmarkt.
Es gab unvegetarischen[1] Zwiebelkuchen (und Federweißer), Zwiebelsuppe (und Bier), Zwiebelwaffeln und ein Steak. Letzteres ohne Zwiebeln aber von Holzgrill. Sehr schmackhaft war das alles. Das Ganze wurde mit einem Bier vollendet, welches die örtliche CDU ausschenkte. Die Nachbarn der SPD waren eindeutig die unpopuläre Front, denn dort standen nur drei ältere Damen rum.
Das Ganze fand bei Kaiserwetter statt und gefiel mir ausnehmend gut.
[1] Die Dame vor mir verlangte vegetarischen Zwiebelkuchen und bekam sogar welchen. Daher verlangte ich ausdrücklich „unvegetarischen“, was mir böse Blicke der Frau und gemurmelte Kommentare wie „Gammelfleisch“ usw. einbrachte.
…wie die Partei bibeltreuer Christen, die APPD, die Grauen Panther u. a. nur ein müdes Lächeln übrig. Bei dem Unsinn, den die etablierten Parteien von sich geben, werden solche abstrusen Parteien aber langsam Alternativen.
Heute im Supermarkt entdeckte ich eine Werbung für eine besonders seltsame Partei, die mir bisher nie auffiel. Mal sehen, wann die unser Land in eine bessere Zukunft geführt hat.
…daß unsere Damen und Herren Spitzenpolitiker jeden Tag ein oder mehr Dummheiten ablassen, um der Blogger-Szene Schreibmaterial zu liefern.
Ich wüßte momentan jedenfalls nicht, wo ich anfangen sollte mich aufzuregen, denn die Steilvorlagen fliegen momentan im Dutzend ein.
Stoiber: Kathedralen müssen größer sein als Moscheen
Beckstein: Kampf gegen Terroristenschiffe
Wowereit: Autobiographie
Schäuble: schmutzige Atombomben u.v.a.m.
Pauli: befristete Ehen
Jung: Flugzeugabschüsse
Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ich kann nur hoffen, daß solche Meldungen in der Kloschüssel der Geschichte landen. Sonst müßte ich ja schreiben, daß ich Stoibers Idee als Selbstverständlichkeit empfinde, mir Becksteins Sorgen schon vor Jahren machte (man muß nur mal im Inneren einer Schiffsschleuse sein, um zu wissen, was man mit einer Stange Dynamit anrichten kann), das Pamphlet Wowereits zum Kotzen finde, Schäuble… und die Pauli sich endlich mal aus dem Freistaat verpissen soll (RWE sucht noch Vorstandsvieh).
Aber das mache ich nicht, sondern sage nur ein paar Worte zu der Flugabwehrgeschichte.
Denn leider werden auf Grund solcher Meldungen Gesetze entworfen, die dann meine Freiheit massiv behindern, einschränken oder gar beschneiden.
Proteste sind nicht statthaft, denn sonst ist man ja mindestens Sympathisant, wenn nicht schon beinahe ein Konvertit.
Schuster bleib bei Deinem Leisten! Eine freiheitliche Demokratie ist nicht in der Lage, mit ihren Hausmitteln adäquat auf terroristische Bedrohungen zu reagieren.
Terroristen handeln nicht nach demokratischen Maßstäben, deshalb dürfen für sie auch keine rechtstaatlichen Prozesse angewendet werden.
Hier steckt nämlich ein Dilemma. Ein Flugzeugentführer, der billigend den Tod vieler Unschuldiger in Kauf nimmt, wird, wenn er geschnappt wird, rechtsstaatlich behandelt. Sein gewaltsamer Tod wird nicht diskutiert. Doch an die unschuldigen Fluggäste und Besatzungsmitglieder, die der Minister durch Bundeswehrkampfflieger abballern läßt, über die redet man ohne rot zu werden. Wie pervers.
Wir haben ganz klare rechtsstaatliche Vorgaben. Ein Minister, der Einsätze befiehlt, muß Eier in der Hose haben und das entscheiden, was er unter den gegebenen Umständen für richtig hält. Danach winken entweder Karriereende oder Bundesverdienstkreuz. Eventualitäten im Vorfeld diskutieren bringt exakt nichts bzw. macht alles nur noch schlimmer.
Ich persönlich finde ja die Idee prima, daß Flugzeugentführer öffentlich in weltweiter Übertragung hingerichtet werden. Man nennt das auch die Ceaucescu-Lösung.
Interessant wäre auch der Ansatz, Terroristen a) die Grundlage für ihr Tun zu entziehen und/oder b) offen und kampfeslustig diesen Typen gegenübertritt. Man lese als Anregung nur Tom Clancy oder schaue diverse Filme mit Rambo, Dirty Harry, Schwarzenegger, Seagal, Lundgreen, Willis etc., um zu sehen, was ich damit meine. Oder einfach in solchen Fällen den Mo^w^wdas Volk spontan entscheiden lassen.
Aber in demokratischen Foren Horrorszenarien zu debattieren, das ist schade ums Steuergeld.
Es gibt auf der Erde eine Hauptstadt, die keinerlei Einwohner hat. Wie das? Die Haupstadt der Insel Montserrat in der Karibik namens Plymouth wurde nach einem Vulkanausbruch 1995 zerstört und ist seitdem von seinen ehemals 3.500 Bewohnern verlassen. Da man bisher noch keinen Nachfolger bestimmt hat, ist Plymouth nach wie vor Hauptstadt.
Zufälligerweise habe ich diese Woche noch einmal ein baugleiches Neugerät wie im Beitrag beschrieben in die Finger bekommen.
Natürlich gönnte ich mir mal den Spaß und fuhr die Kiste mit Vista hoch, um mal das ganze Trauerspiel in schicken Farben anzuschauen.
Gescheiterweise hatte ich noch ein GB Arbeitsspeicher dazugesteckt. Der Erststart des Gerätes war komisch. Er fuhr bis an die grafische Benutzeroberfläche, rödelte rum und startete dann neu. Dann richtete ein Kommandozeilenprogramm (mit netten Fehlermeldungen) Vista für die Erstbenutzung ein. Das dauerte Ewigkeiten, zumindest war ich in der Zeit bei der Post und als ich wiederkam war immer noch nix Relevantes passiert.
Irgendwann rappelte sich das jungfräuliche Vista-System, von „fähigen“ Lenovo-„Ingenieuren“ mit zahlreichen Tools, Programmen usw. kaputtgespielt, hoch.
Ein Klick auf das Photo zeigt das ganze Grauen in vollen 1280×800. Fröhliches Gruseln.
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Ich hatte ja der Deutschen Bank einen Brief geschrieben, dessen Antwort ich nun hier zum Besten gebe:

In meiner Gegend haben die Leute ja überhaupt keine Ahnung von Senf. Die Altenburger haben davon umso mehr. Dort weilte ich das Wochenende und nutzte die Gelegenheit, um meine Vorräte wieder aufzufüllen.


…ist ein nagelneues Notebook, wenn es sinn- und verstandfrei kompiliert wurde. So gesehen am Wochenende. Da hielt ich ein schickes Lenovo-Gerät in den Händen. Die wichtigsten Eckdaten:
– Mobile Celeron 1,73 GHz
– 512 MB RAM mit geteiltem Speicher für die Intel-Grafikkarte
– 80er SATA-Platte
– 15,4′ TFT
– DVD-RAM-Brenner
– Bluetooth, LAN, WLAN, Kartenleser, Fingerabdrucksscanner, Schnittstellen ohne Ende usw. usf.
Das ist ja alles gut und schon. Der geneigte Leser wird schon ahnen wie es weitergeht.
Richtig! Es war ein Vista Home Standard installiert. Nun macht sich Vista ja im RAM üppig breit. Mit schlappen 512 MB (womit man IIRC auch unter den Mindestanforderungen bleibt), ist da kein Blumentopf zu gewinnen.
Um dem ganzen die Krone aufzusetzen waren noch folgende Programme vorinstalliert:
– Corel Suite Evaluation
– Microsoft Office 2007 Evaluation
– Symantec Internetsuite Evaluation
– sämtliche IBM-, ich mein, Lenovo-Tools, die es passend zu dieser Maschine gibt.
– Adobe Reader 7
Das Resultat kann sich der Kenner schon denken. Dieses System ist so beim besten Willen nicht benutzbar. Vom Einschalten bis zum Begrüßungsbildschirm vergehen 2:09 Minuten. Die Anmeldung dauert nochmal 5:30 Minuten. Obwohl die RAM-Nutzung bei „nur“ 433 MB steht, kommt das System aus dem Swappen nicht raus. Vom Doppelklick des Winword-Icons bis zum Erscheinen des Wortes „Test“ auf dem weißen Blatt braucht der Rechner 0:55 Minuten.
Mit viel Geduld lassen sich nach vergangenen 10:00 Minuten die mitgelieferten Kinderspiele zocken. Aber die arme Festplatte steht nicht still.
Angesichts der Hardware empfiehlt sich also dringend ein Downgrade auf WiXP, zu dem es im Gegensatz zu HP sogar passende Treiber im Netz gibt. Und ein Trost ist es auch, daß noch ein RAM-Steckplatz frei ist.
Dennoch, wie kann ein Hersteller bzw. Händler so einen Unsinn ausliefern? Tja, der Preiskampf macht es möglich. Schließlich stehen diese Geräte schon ab 635 EUR oder so zum Kauf bereit. Logisch, daß man da an jedem Fitzelchen spart. Und der Dumme ist der ahnungslose Anwender…
Welcher Schüler hat diesen Spruch nicht schon einmal seufzend ausgebracht. Ähnliches kann man sicher auch auf Deutschunterricht, Fremdsprachen, Naturwissenschaften und Kunst/Musik bzw. den Sportunterricht anwenden.
Was also ist zu tun, um dem armen Schüler das Abitur zu versüßen?
Klar, man erfindet ein Fach, welches man nicht hassen kann. Auf diese profane Idee muß man erst einmal kommen. Verwirklicht hat sie Fritz Schubert an einem Heidelberger Gymnasium.
Dort wird nämlich als abiturrelevantes Fach „Glück“ angeboten. Denn wer will bei Glück schon eine 5 bekommen?
Was sich wie ein Witz liest ist offensichtlich Wahrheit, wie man bspw. hier nachlesen kann.
Hat man vor einigen Jahren noch mitleidig über NRW-Schüler gelächelt, die ihr Abi in Malen und Judo gemacht hatten, so werden einem also in Zukunft junge, selbstbewußte (und glückliche?) Menschen aus einem Bundesland, welches bisher für sein taugliches Abitur bekannt war, begegnen, die stolz berichten werden, das sie ihr Abi unter anderem im Fach „Glück“ absolviert haben.
Was werden diese jungen Leute wohl für Berufe ergreifen? Lottofee? Croupier? Oder gar Börsenmakler? Ich kann mir jedenfalls jetzt schon lebhaft vorstellen, mit welcher Begeisterung sich Hochschulen und die private Wirtschaft um solche Absolventen reißen werden.
…der weiß, daß ich mit der tageszeitung eher nichts anfangen kann. Jahrelang hoffte ich, daß sie endlich aus Geldmangel dahinscheidet, um dann (halbwegs) heuchlerisch zu jammern, daß die Presselandschaft um eine Farbe ärmer geworden wäre.
Nun nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil. Die taz ist die beste Zeitung wo gibt und gehört dringend unterstützt!
Woher kommt der Wandel? Nun, man schaue einfach nur einmal auf den heutigen Titel der Online-Ausgabe.

Der berüchtigste Abmahnanwalt der Republik, über dessen ehemaligen Spannemann ich mich schonmal äußerte hat endlich mal richtig eins auf den Deckel bekommen. Und das verdanken wir der Hartnäckigkeit der taz. Ein großes Lob. Es gibt doch noch Gerechtigkeit.
Die Freude in der Netzgemeinde ist riesig, im Heise-Forum gibt es eine Grünwelle.
Hoffen wir einmal, daß der FvG wirklich gesiebte Luft atmen muß und befürchten wir einmal, daß er für Mithäftlinge beim Duschen die Tanja geben muß.
Vielen Dank an den Netzsheriff, der mich auf diese schöne Meldung aufmerksam machte.