Nov. 132009
 

… eine neue Tastatur und eine neue Maus. Meine überteuerte schnurlosen Logitech-Dinger gehen in Rente, nur die Funkfernbedienung behalte ich, die ist sehr praktisch.
Ich war ja nie ganz glücklich mit beiden. Die Maus war schick, schwer und ging prima und hatte einen unsichtbaren Abtastlaser. Sehr edel, sehr funktional. Leider war die linke Maustaste recht schnell ausgenuddelt. Abgesehen davon kamen meine Gäste alle nicht so toll mit der Maus zurecht. Die Logitech-Tastatur war todschick und funktionierte klaglos. Nur störte mich permanent das seltsame Tastenlayout. Statt meiner geliebten EINFG-Taste war eine doppelte ENTF-Taste. Die anderen Ungereimtheiten spare ich einmal an dieser Stelle aus. Da die meisten Programme mittlerweile mit Strg+Z Löschaktionen wieder rückgängig machen können, war das häufige versehentliche Löschen auch kein allzugroßes Drama. Doch es blieb ärgerlich.
Da ich an vielen verschiedenen Rechnern tätig bin und (fast) alle Standard-Layout haben, wollte ich also auch wieder eine normale Tastatur.
Vor einigen Wochen suchte ich etwas intensiver und stieß auf eine wunderschöne schnurgebundene Cherrytastatur nebst Lasermaus im eher hochpreissigen Segment (beides kostete knapp 100 EUR). Nach einem Wochenende Test schaffte ich beides zurück und ließ mir das Geld erstatten. Die Maus war schwer, träge und hakelig und die Tastatur zwar ganz nett, aber das Layout völlig bekloppt. Die mittleren 6 Tasten waren nicht wie gewohnt 3 zu 2 angeordnet:
EINFG – POS1 – BILD HOCH
ENTF – ENDE – BILD RUNTER
sondern 2:3 also:
POS1 – ENTF
ENDE – BILD HOCH
EINFG – BILD RUNTER oder so.
Das verwirrte mich dann doch zu sehr.
Nun habe ich nach langer Suche und der Überlegung, mir entweder eine IBM-Tastatur oder eine olle Cherry mit Mikroschaltern zu leisten, mich für Cherrys Spielertastatur und eine passende Maus entschieden.
An der Maus habe ich bisher nichts auszusetzen. An die Tastatur werde ich mich sicher schnell gewöhnen, bei einem erster Kurztest mit einem „anspruchsvollen“ DOS-Hüpfspiel zeigte sie schon ihre Überlegenheit gegenüber der schnurlosen. Und nun brauche ich auch nicht nachts ratlos vor einer Tastatur mit verendeten Akkus bzw Batterien zu sitzen.
Halt, um nicht ohne typisch deutsches Meckern diesen Beitrag zu beenden. Wieso hat die neue Tastatur eigentlich so grellblau blendende Status-LED für Num-Lock etc., daß ich sie schon abgeklebt habe?

 Posted by at 5:16 p.m.
Nov. 102009
 

Ich habe mich bewußt bedeckt gehalten, um die Regierungsbildungen in Bund und Ländern abzuwarten, ehe ich in meinem Blog meinen Senf dazu gebe.
Niemals hätte ich mit einer Mehrheit für FDP und CDU/CSU gerechnet. Leider bekamen die Piraten nur 2% (Eschbach hatte seinen König für Deutschland eben doch zu spät veröffentlicht) und dafür Sozis, Grüne und vor allem Ex-SED viel zu viele Prozente.
Seltsamerweise ist, wenn man einmal von alternativen Staatsformen absieht, das Bundeswahlergebnis so schlecht nicht.
Die SPD hatte ja viele Jahre Zeit, ihre Unfähigkeit, Verlogenheit und Kriegslüsternheit dem deutschen Michel vorzuführen, wer wollte diesen Versagern ernsthaft noch einmal eine Chance geben, das Land weitere vier Jahre in den Orkus zu ziehen? Und ein Blick auf die Reste der SPD gibt dem Schreiber recht, diese Partei ist momentan eher am Ende und definiert nicht in Regierungslaune.
Das Bündnis 90/Die Grünen mit seinen nicht einmal 50.000 Mitgliedern bundesweit (es gibt sicher mehr organisierte Philatelisten) hat nach dem Verschwinden von Trittin und Fischer kein Führungspersonal mehr und hätte sowieso weder Ahnung noch Personen gehabt, die Deutschland geholfen hätten.
Da der vielpropagierte Rechtsruck ausfiel, gab es auch für NPD, sorry, die rechtsextreme NPD und die REPs fast keine Stimmen. Abgesehen davon mangelt es denen sowieso an denkenden Köpfen. Sie wurden perfekt durch die Presse totgeschwiegen und irgendwie hat auch niemand sie vermißt.
Die unselige Vereinigung von PDS und WASG zu den Linken war die größte Katastrophe des Jahres 2007 und wirkte leider auch in den September 2009 nach. Wesentlichen Anteil daran hatte Demagoge Lafontaine, aber dazu später.
Tja, und damit blieben folgerichtig nur die Christdemokraten/Christsozialen und F.DF.P.ler übrig. Ich setze also all meine Hoffnung in die neue Regierung. Zumindest die Wirtschaft wird aufgeatmet haben und so wird es irgendwie besser werden/aufwärts gehen/was auch immer.
Bei der Kabinettsverteilung fand ich nur 2 Besetzungen völlig falsch. Das war natürlich Wolfgang Schäuble, denn ein frustrierter, gelähmter, Rentner mit viel Macht macht mir heftigst Angst. Und ich hätte es genial gefunden, wenn Schäubles vakanter Posten von Guido Westerwelle ausgefüllt worden wäre. Dafür zu Guttenberg als Außenminister, ein Paukenschlag. Mal über den Schatten springen, mal ein Zeichen für den Michel setzen, daß wäre es doch gewesen!
Fazit: Insgesamt bin ich sehr erfreut über das Wahlergebnis. Zumal im Jahr 20 nach Fall der Mauer. Und ich gebe Vorschußlorbeeren und hege hohe Hoffnungen für eine bessere Zukunft für Deutschland. Selbstverständlich weiß ich, daß diese Hoffnungen enttäuscht werden, daß alle lügen, betrügen, nichts machen, alles falsch machen oder gar noch schlimmer usw., aber wenigstens kann ich bei schwarz-gelb hoffen, was ich bei allen anderen gängigen Konstellationen mir nicht mal gewagt hätte, denn woher hätte dort was kommen sollen?
An die einfache Formel, daß man Geld erst verdienen muß, bevor man es ausgibt, erinnert sich die CDU/CSU wenigstens noch vage, während alle anderen einfach so das Land verraten und nur Geld ausgeben ohne sich zu fragen, wo das eigentlich herkommt.
Zu den kommunalen Wahlen lasse ich mich auch gerne aus, allerdings nicht heute, sonst wird es nämlich zu länglich.

 Posted by at 10:32 p.m.
Nov. 102009
 

…vor 20 Jahren stürmte Bettina in die DHM-Vorlesung und schrie: „Die Mauer ist auf!“, was dazu führte, daß binnen kürzester Zeit der Raum leer war und nur ein paar wenige bedröppelt zurückließ, mich eingeschlossen.
Bettina, das war die Seminargruppensprecherin und DHM stand für das Pflichtfach Dialektischer Historischer Materialismus, was einem heutigen Menschen auch nicht mehr verrät als die Abkürzung. Pflichtfach bedeutete in diesem Fall, daß einmaliges unentschuldigtes Versäumen zu sofortiger Exmatrikulation führte.
Ort des Geschehens war Karl-Marx-Stadt, was schon kurz danach offiziell wieder seinen Namen tragen durfte, bei dem wir es sowieso ausschließlich nannten: Chemnitz.
So erlebte ich also den Fall der Mauer. Am 9. November hatten wir Wohnheimfest und tranken billigen Wein und noch billigeren Wermut und bekamen exakt gar nichts von den großen Ereignissen mit. Und da mein Auto Trabant gerade in der Werkstatt war und da meine Eltern dank der Reiseerleichterungen von 1987 wenige Monate vorher in Hessen und im Saarland weilten, beschloß der Familienrat, nach meiner Ankunft Zuhause, nicht an der Grenzstürmung mitzumachen. Für uns fand der Mauerfall vor allem im Fernsehen statt, wo wir ständig zwischen ARD, ZDF und sogar dem DDR-Fernsehen hin- und herschalteten.
Eine irre Zeit, eine schöne Zeit. Noch war die Angst um Zukunft und Arbeitsplatz unbekannt, erst einmal war die bedrückende Spannung der letzten Wochen langsam am Weichen.
Die Situation verarbeiten und verstehen, davon waren wir an diesem Tage meilenweit entfernt.
Und das die Mauer gefallen war, habe ich mental erst viele Jahre später verarbeitet. Noch heute zucke ich häufig unwillkürlich zusammen, wenn ich die ehemaligen Todesstreifen bei Rudolphstein, Selmsdorf, Helmstedt, Herleshausen mit dem Auto passiere. Und jedesmal freue ich mich, daß die Grenzen fielen und die unsägliche DDR hinweggerafft wurde und bin dankbar für die neue Freiheit.

 Posted by at 6:12 a.m.
Nov. 092009
 

…gibt es Weihnachts-CDs. Diesmal berichtet SpOn, daß seine Heiligkeit in höchster Person eine CD einsingt, die gewinnträchtig vor dem Fest unters gläubige Volk gebracht wird. Ich erinnerte mich bei dieser Gelegenheit natürlich sofort an Kalkofes Mattscheibe.
Zitat:

Cool! Und wenn Sie ein wirklich guter Christ sein wollen, dann ordern Sie gleich auch noch unsere ganz neue CD: Vatikan Dance Party. Das groovt die Sünden aus dem Leib, mit DJ Jojo, Church 17, Pope That, der Zöli-Family und natürlich dem Fetenknaller von Paul & Paul „Da steht ein Papst auf dem Flur“. Wow, das hält keinen auf dem Beichtstuhl! Zusätzlich zu dieser megageilen Scheibe erhalten Sie kostenlos eine handsignierte Oblate, eine leckere Mikrowellenhostie und eine Schachtel Nächstenliebe. Zögern Sie nicht, zwei Mark von jeder CD gehen direkt an den lieben Gott! Bestellen Sie jetzt das ultimative Glaubenspackage featuring Vatikan Dance Party von den Machern der Inquisition, der Kreuzzüge und Hexenverbrennungen – denn wir verstehen was vom Feiern.

 Posted by at 8:14 p.m.
Okt. 312009
 

Gab es früher in meiner Betriebskantine als exotischstes Gericht höchstens einmal Chili oder gar Curryreis, so findet man nun auch weit exotischere Dinge…
Kroko
Apropos exotische Dinge. In München sind die Imbissbudenleute auch schon fortschrittlicher. Hierzulande gibt es ja mittlerweile flächendeckend den leidigen überteuerten und müllverursachenden Kaffee zum Gehen, doch in München bekommt man…
Wodka

 Posted by at 8:46 p.m.