März 062009
 

Da wir nur 155 Seemeilen (287 Kilometer) zurückzulegen hatten, sehen wir nach dem Aufstehen schon die Inselsilhouette von den Großen Komoren und ihrer Hauptstadt Moroni. Begeistert eile ich an Deck – und schon wieder erwischt mich der 30 Grad heiße Waschlappen, der sich hier Klima nennt. Also schnell ein paar Fotos gemacht und lieber drinnen gefrühstückt.
Auch für dieses Ziel haben wir keinen Ausflug gebucht. Unser Plan ist, auszutendern und den nahegelegenen Markt nach Souvenirs abzugrasen und die Stadt etwas zu erkunden. Vielleicht mieten wir uns ja auch wieder ein Gefährt, wer weiß.
Beim Austendern gibt es Probleme. Die Ebbe fällt ungewöhnlich tief aus, so daß das Tenderboot nicht zur Insel gelangt. Also werden die Schlauchboote (Zodiacs) zu Wasser gelassen. Da in ein Tenderboot problemlos 80 Leute passen, in ein Schlauchboot aber nur 8, kann man sich vorstellen, daß es zu Staus kommt.
So verkrümeln wir uns wieder an Deck. Wenig später kommt auch der Schlauchbootverkehr zum Erliegen, da die Ebbe einen riesigen Sandstreifen freigelegt hat und man den Besuchswilligen einen kilometerlangen Marsch durch Schlick und Dreck ersparen will. Denn dreckig ist es auf der Insel. Hier ist es offensichtlich Mode, allen Müll einfach ins Meer zu werfen. Dazu müffelt die ganze Insel nach Müll und nach Rauch von den vielen Kochfeuern.
Da die Hitze immer mehr zunimmt und die Rückkehrenden berichten, daß man nichts versäumt habe und da ich sowieso kein Fan von streng islamischer Lebensweise bin, beschließe ich, auf dem Schiff zu bleiben. So habe ich Zeit für nette Gespräche, kann die Kabine etwas aufräumen und mich auch einmal wieder in der Lounge zum Kaffee blicken lassen. Man kann auch „Urlaub vom Urlaub machen“ dazu sagen.
Gegen 18:00 Uhr geht die Sonne dramatisch schön unter, rund ums Schiff sind Flughunde zu sehen und in der Restdämmerung verabschiedet sich die Astor von den Komoren und nimmt Kurs auf den Hafen von Dar-es-Salaam in Tansania. Bis dahin sind es 388 Seemeilen (719 Kilometer), also haben wir noch einen Seetag vor uns, der allerdings auch unser letzter auf dieser Reise sein wird.
Der Abend ist herrlich. Die Luft ist lau, der ab und zu von Wolken verdeckte Fastvollmond spiegelt sich kitschig im glatten Wasser, das Schiff gleitet in die Dunkelheit. Man sitzt einfach da und genießt…
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Der erste Blick auf Moroni.
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Das weiße im Wasser sind keine Wellen, sondern T-Shirts, Verpackungen, Flaschen und anderer Müll.
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Das war der beste Versuch, einen Flughund im Flug zu erhaschen. Aber ich schwöre, daß es kein Vogel war, sondern wirklich ein Flughund
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Das beliebteste Motiv des Seereisenden – Sonnenuntergang.

 Posted by at 1:51 p.m.
März 062009
 

Noch stampft die MS „Astor“ ihrem Ziel entgegen. Nach dem Frühstück gebe ich dem Drängen der Frauen nach und gehe endlich wegen meines Sonnenbrands zum Bordarzt. Dieser stellt am Rücken Verbrennungen II. Grades fest und behandelt mich mit irgendwelchem Teufelszeug und gibt mir noch 2 Tuben Salbe mit, die ich ab da brav flächendeckend auf den Körper auftrage.
Auf meine bange Frage, ob ich in vier Tagen wieder Baden gehen kann, antwortet er: „als Arzt erhalten sie ein striktes Nein, als Mitreisender gehen sie schwimmen, aber schützen Sie sich diesmal mit Sonnenblocker und T-Shirt“.
Er bestellt mich für den übernächsten Tag nochmal und ich bin entlassen.
Eben ist der Lotse an Bord gekommen. Unser Bordlektor, Herr Siegel, hat ebenfalls auf der Brücke Stellung bezogen und kommentiert die Schiffsbewegungen und gibt Infos zur Insel. Schließlich hat sich die Astor durch die Korallenbänke und Sandbänke geschlichen und liegt direkt vor der Hauptstadt Mamoudzou auf Reede.
Heute haben wir das erste Mal keinen Ausflug geplant und beschließen, auf eigene Faust die Insel zu erkunden. Mayotte ist die Komoreninsel, die sich nicht der islamischen Republik anschloß, sondern sich in einer Volksabstimmung für den Verbleib bei Frankreich aussprach. So betraten wir EU-Überseeterritorium, der Euro war Währung und die Beschilderung war, wenn nicht französisch, dann wenigstens englisch.
Die Zugehörigkeit zur EU war der Schaden der Insel nicht, alles sieht auf den ersten Blick ordentlich aus und offenkundig sind die Menschen wohlhabender als auf Madagaskar. Rikschas muß hier keiner von Hand ziehen.
Am Hafen beschwatzt uns ein schlitzohriger Einheimischer auf deutsch, mit ihm eine Tour zu unternehmen. Wir tun uns mit einem Stuttgarter Paar zusammen und nehmen ein Großraumtaxi mit dem Einheimischen als Reiseführer. Nun stellt sich heraus, daß dieser uns zwar prima am Anlegeplatz werben konnte, er aber von Land, Leuten, Pflanzen und Getier übgerhaupt keine Ahnung hat. Dafür ist der Fahrer recht bewandert. Doch er kann sich nur in seiner Heimatsprache und einem schrecklichen Französisch verständlich machen, welches aber unser Schlitzohr wenigstens getreu übersetzt.
Wir fahren aus Mamoudzou heraus, passieren einige kleine Dörfer und halten an einem wunderschönen Strand, der von gewaltigen Affenbrotbäumen gesäumt ist. Dort schauen wir den Fischern und Badegästen zu. Dann fahren wir weiter, immer an der Küste entlang mit atemberaubenden Blicken auf die 600 Meter hohen Vulkankegel. Schließlich erreichen wir unser Zwischenziel. Der Stuttgarter war clever und hat den schönsten Strand und das feinste Hotel gewählt.
So sitzen wir wenig später an einem weißen Traumstrand unter Palmen und genießen einen eiskalten Drink. Dann bestaunen wir noch die zahlreichen freilebenden Makis, meine Mutter kauft sich einen Gürtel, den sie schon seit Jahren sucht und wir fahren bei 33 Grad im Schatten, der mittlerweile glücklicherweise dank Wolken vorhanden ist, wieder zur Anlegestelle zurück. Da wir die Fenster sperrangelweit geöffnet haben und öfter auch mal langsame Fahrzeuge zu passieren sind, bekommen wir auch Geräusche und Gerüche mit. Schließlich wachsen auf den Komoren neben Vanille, Safran, Zimt, Nelken, Muskat und vielen anderen Pflanzen auch Pfefferschoten. Das kann man riechen. Am deutlichsten nimmt man den Geruch der Ylang-Ylang wahr. Jetzt weiß ich also, wo diejenigen landen, die man dahin wünscht „wo der Pfeffer wächst“.
Mehrfach sehen wir Frauen, die die hier typischen weißen Schönheitsmasken tragen, ein exotischer Anblick.
Nach dem Rücktendern machen wir uns frisch. Die Astor lichtet die Anker und nimmt Kurs auf die großen Komoren, die nördlichste Insel der Gruppe. Dann eröffnet der Kapitän den Markttag in der Lounge und wieder können wir indische, mexikanische und bayerische Küche in Hülle und Fülle genießen.
Der Abend klingt aus mit Sternenhimmel und einem kitschigen Vollmond.
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Die Insel Mayotte taucht am Horizont auf.
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Aus einem Eisblock wird vom Carver eine Figur herausgeschält.
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Ein Adler. Man sieht dem Künstler, wie immer, keine Gemütsregung an.
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Wir sind auf jeden Fall zwischen dem südlichen Wendekreis und dem Äquator, wenn man sich den Schatten betrachtet.
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Jetzt kann man schon Korallenatolle und vorgelagerte Inselchen und Vulkane erkennen.
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Der Autor am Fuße eines gigantischen Affenbrotbaumes.
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Unser unkundiger Begleiter – er hat 10 Jahre in Deutschland bei Siemens und BMW in München gearbeitet.
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An einem schönen Strand wird trainiert, gebadet, gefischt.
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Unser Taxifahrer, das Auto sieht zwar neu aus, hat aber schon rundum kaputte Stoßdämpfer, ein Tribut an die Straßen.
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Am traumhaft schönen Strand im Süden der Insel.
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Strand, Sonne, Palmen, Drink, was will man mehr?
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Ein Maki posiert vor der Kamera. Hier leben Dutzende dieser Tiere.
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Der Mount Chongui ist 594 Meter hoch.
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Witzig sehen sie aus, diese Affenbrotbäume.
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Badende Kinder am Strand.

 Posted by at 11:13 a.m.
März 052009
 

Da unser morgiges Ziel, die Komoreninsel Mayotte, von Madagaskar 700 Seemeilen (1296 Kilometer) entfernt ist, ist heute wieder ein Seetag. Heute weht nur ein lauer Wind, es sind knapp 30 Grad und es ist leicht bewölkt, ideales Wetter also, um beispielsweise einen zünftigen Frühschoppen einzunehmen. Schon nach dem Frühstück nahmen wir an unserem Stammplatz auf dem Lido-Deck Platz. Unsere Mitreisenden Christina und Gitte hielten uns schon immer Plätze frei. Gegen 11:00 Uhr kam der Kapitän und gab 1, 2, 3, 4, viele Biere aus. Niemand sagte nein. Die aus zwei Tschechen bestehende Band sang ausnahmsweise mal keine englischen und deutschen Hits in fragwürdiger Qualität, sondern besann sich ihrer Wurzeln und trumpfte mit Polkas und echter Volksmusik auf. Die Stimmung war ausgezeichnet. Selbst über die Witzchen des Bauchredners konnten wir nach einigen Bieren herzhaft lachen. Die Reiseleiter alberten herum uns warfen sich gegenseitig in den Pool, der Kapitän und seine Mannen stießen mit allen an und hielten sich auch nicht zurück. Dazu bayerisches Essen, es war Urlaub pur. Das mußte selbst das BR-Vitalteam feststellen.
Apropos Vital-Team. Die Querelen waren mittlerweile beigelegt. Das Feuer, was viele Stammgäste der Kreuzfahrtleitung gegeben hatten, sicher aber auch der entspannende Aufenthalt auf dem Schiff, hatte die Wogen geglättet. So fanden nun die seltsamen Veranstaltungen mit Themen wie Sonnenyoga, Beziehungsführerschein, Detox von Körper und Geist und erotische Phantasiereisen nur noch geringe bis keine Beachtung.
An Bord war es heute so schön, daß ich mich als „Eisenarsch“ bewährte und brav von 8:45 Uhr bis ca. 17:00 Uhr nonstop auf dem Lido-Deck verharrte. Treu mit mir hielt es die Gitte aus, wir beide verstanden uns prächtig, als ob wir uns schon Jahre kannten.
Gegen Abend dann sahen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Dann noch ab in den Pool und landfein fürs Abendbrot gemacht. Am Abend hatte Gaststar Angelika Milster ihren Auftritt. Diesem wohnte ich allerdings nicht bei, sondern nutze die Zeit, meinen immer schlimmer werdenden Sonnenbrand zu pflegen und die Fotos zu sortieren bzw. die Fotoapparate wieder schußbereit zu machen.
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Unser Stammtisch, immer schön im Schatten.
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Uns geht es allen prima.
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Hier kann man gut sehen, daß für mich der Sonne zuviel war .
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Der wichtigste Mann des Tages, unser Kellner Georgi aus Bulgarien. Recht kann man Frau Milster sehen, es ist die Dame mit dem „chiquen“ Hut.
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Meine Mutter macht Platz für den Schnappschuß von einer Dame, die schon mehr als 2.000 Bordnächte angesammelt hat.
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Der Bauchredner Eddy in seinem Element.
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Die Kreuzfahrtleitung schaut amüsiert dem Treiben zu.
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Die Kreuzfahrtleiter wurden in den Pool geworfen.
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Ein schöner Sonnenuntergang. Wie man unschwer erkennt, dampfen wir Richtung Westen mit leichtem Nordeinschlag.
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Nochmals der Sonnenuntergang.
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Die Basketballer haben ihr Spiel gerade beendet.

 Posted by at 11:46 p.m.
März 052009
 

Madagaskar, das war der ursprüngliche Aufhänger der Reise gewesen. Eine riesige Insel mit vielen endemischen Pflanzen und Tieren, wenn das kein Urlaubsziel ist, was dann?
Ohne Murren zahlte ich das sündhaft teure Visum, ließ Impfungen über mich ergehen, von den Kosten der Reise ganz zu schweigen. Selbst daß die Nachrichten momentan in der Hauptstadt Unruhen mit Toten melden, ließ mich kalt, war sie doch mehr als 200 Kilometer von unserem Hafen in Tamatave entfernt.
Nun endlich war ich am Ziel meiner Träume angekommen. Doch schon das Studium der Hafeninformation stimmte nachdenklich. Ich hatte peinlicherweise bis dato nicht gewußt, daß Madagaskar eines der ärmsten Länder der Welt ist. Nun, das sollte ich gleich live und in Farbe erleben. Doch erstmal gingen wir von Bord. Die arme Astor hatte gut gelitten in den letzten Tagen und überall war unter abgeplatzer Farbe der Rost schon fleißig am Nagen. Doch im Moment des Feststellens eilten schon eifrige Besatzungsmitglieder mit großen Farbeimern herbei bzw. seilten sich am Rumpf ab, um die Schäden auszubessern.
Um 8:00 Uhr begann unser Ausflug zum Botanischen Garten und Tierpark Ivoloina. Wir bestiegen einen zum Bus umfunktionierten altersschwachen Transporter. Jetzt wußten wir endlich, wie sich die Menschen in den überall zu sehenden Massentaxis fühlen. Glücklicherweise saß ich vorn neben dem Fahrer, der leider keine gängige Sprache beherrschte. Es gab für zwei solcher Gefährte nur einen Reiseführer, ja, hier war es nicht so perfekt organisiert, wie bisher gewohnt. Unser Begleiter sprach ein leidliches Englisch. Wir hielten alle 10 Minuten an, dann rannte er in den anderen Bus, damit die dortigen Insassen auch etwas erfuhren. Improvisation ist eben alles.
Als erstes fielen mir die zahllosen Rikschas auf. Nicht etwa nur Fahrradrikschas, nein, solche, bei denen sich ein Mensch wie ein Pferd an die Deichsel hängt und dann im Laufschritt seinen Passagier durchs Getümmel befördert. Ich war gelinde gesagt geschockt. Ich dachte, so etwas sei vor 100 Jahren ausgestorben.
Auf Nachfrage erfuhr ich, daß eine Fahrt mit einer Rikscha umgerechnet 0,50 EUR/Stunde kostet, unvorstellbar! Wir passierten das Zentrum, es wimmelte von Menschen. Unser Fahrer steuerte mit stoischer Ruhe und manch sanftem Hupen durch ein Chaos von Fußgängern, Rikschas aller Art, Fahrrädern, Mofas, Kleinwagen und seltenen Lastern. Fast alle Autos stammten offensichtlich noch aus der französischen Kolonialzeit. Ich schloß recht häufig die Augen, um den Zusammenstoß nicht sehen zu müssen, doch wie durch ein Wunder kamen wir ohne Blessuren durchs Gewühle, Respekt.
Nach der Passage einer schönen Palmenallee wurde es ländlicher. Überall rannten junge Hühner herum, die noch zu dürr zum Schlachten waren, es standen Buckelrinder am Rain und aus erbärmlichen Hütten wurden allerlei Sachen wie Obst, Autobatterien, Töpfe und Mittagessen feilgeboten.
Am Abzweig zum Botanischen Garten mußten wir warten, da die Parkplätze überfüllt waren. Von einer Brücke schauten wir herunter auf den großen Fluß Ivoloina, nach dem der Park benannt wurde. Ich traute meinen Augen kaum. Ein Mann tauchte in der Flußmitte nach Sand, den er mit einem ollen Behälter in einen Einbaum schöpfte. Am Ufer waren Sandhaufen zu sehen, die von einem halben Dutzend Kinder mit irgendwelchen Schaufeln auf einen LKW geschippt wurden. Primärindustrie vom Primitivsten.
Voll Schreck dachte ich daran, wieviel hundert „Arbeitsplätze“ ein einziger Sandbagger vernichten würde.
Doch es sollte noch schlimmer kommen. Wir mußten auf dem Weg zum Garten noch eine schlaglochübersäte Straße durch ein Dorf nehmen. Dort waren beinahe alle Leute damit beschäftigt, aus, mit großen Handwagen herbeigeschleppten, großen Steinen mit einem Hammer Schotter herzustellen.
Deutlich zu sehen war, daß Madagaskar nach seinem Sozialismusexperiment nun ein Bevölkerungsproblem hat. Ich habe den ganzen Tag nicht einen alten Menschen gesehen. 75 % der Bevölkerung sind arbeitslos. Über 60% der Einwohner sind unter 20 Jahre alt, berichtete unser Reiseführer. Im Schnitt habe jedes Paar 6 Kinder. Die Bevölkerung explodiere, man käme mit dem Bau von Schulen und der Ausbildung von Lehrern schlicht und ergreifend nicht nach. Mittlerweile müßte man sogar Reis, das Hauptnahrungsmittel der Bewohner, aus Südostasien einführen. Und das in einem riesigen Land, in dem selbst ein Spazierstock ausschlägt, wenn man ihn in die Erde steckt und in dem man auf Grund des Klimas drei Ernten im Jahr einfahren kann.
Wie soll man diese Probleme in den Griff bekommen? Nun, Tourismus mag ein kleiner Beitrag sein, aber da muß sich auch noch viel zum Besseren wenden.
Bestürzt von der bitteren Armut, kamen wir am Naturpark an. Dort sahen wir exotische Pflanzen, wie Vanille-, Lampenputzer- und Affenbrotbäume. Dazwischen erfreuten uns immer wieder Lemuren, die innerhalb und außerhalb von Käfigen ihre Spiele trieben. Wir bestaunten die Chamälions bei ihren Tarnungen und sahen allerlei weiteres Getier.
Die Temperaturen stiegen auf 35 Grad. Bei nahezu 100% Luftfeuchtigkeit sahen wir alle recht zerstört aus, als wir den tollen Naturpark verließen. Zurück ging es wieder vorbei an den Hütten. Ich schaute in so manche hinein, in ihnen war – nichts. Nichts, außer einer Kochstelle.
Gegen Mittag erreichten wir wieder die Stadt. Die Kinder hatten gerade Schulschluß und liefen lachend in ihren Schuluniformen nach Hause. Wenige Minuten vorher sahen wir halbnackte Kinder und junge Mütter mit Baby auf dem Rücken beim Steineklopfen und dann diese Bilder, unglaublich diese Gegensätze.
Der Bus hielt auf dem großen Marktplatz, sofort wurden wir von dutzenden Frauen und Kindern massiv angebettelt: „Monsieur, money, Mister money, Monsieur, Monsieur money.“ murmelten sie endlos. Ich hatte so etwas ja noch nie erlebt und wußte nicht, was ich machen sollte. Glücklicherweise verscheuchte der Fahrer, der sich offensichtlich seiner Landsleute schämte, die Bettler. Unfaßbare Armut überall – und ich hatte bis vor wenigen Stunden nicht geahnt, auf was ich mich da einlasse. Völlig zerstört (Kleidung, Frisur und Glaube an die Welt) ging ich wieder an Bord. Der Appetit aufs Mittagessen war einem gründlich vergangen. Die Bilder gingen einem nicht aus dem Kopf. So eine tolle Pflanzenwelt, so eine Blütenpracht und dann überall diese bittere Armut und ein offenkundiges Unvermögen, diese zu bekämpfen.
Am Abend war das auch Hauptthema beim Essen und anschließendem Beisammensein. Nach solchen Eindrücken ändern sich durchaus Vorurteile, Meinungen und relativieren sich Jammereien und Finanzkrisen.
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Solche nützlichen Informationen bekamen wir immer für jeden Hafen.
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Rikschas.
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Ein Armeeangehöriger an der schönen Palmenallee.
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Auf der Straße unterwegs.
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Ein typisches Dorf mit Astortouristen.
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Aus Steinen mach Schotter.
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Frauen waschen Geschirr und Wäsche im Fluß. Sie wirken glücklich, oder?
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Ein Mann befüllt einen Einbaum mit Sand vom Grund des Flusses.
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Kinder schippen Sand auf einen LKW.
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Üppige, prachtvolle Natur an allen Ecken und Enden.
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Dieser Lemur lebt außerhalb des Käfigs.
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Unser Reiseführer Er hat neun Brüder und eine Schwester.
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Ein schöner Schnappschuß von einer der zahlreichen Schildkröten des Parks.
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Nicht nur Chamäleons können sich gut tarnen, auch Eidechsen können das prima.
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Wunderbar getarntes Chamäleon.
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Wir überholen eine kleine Herde Buckelrinder. Man achte auf den herrlichen Schatten.
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Der große Marktplatz von Tamatave.
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Die Astor im Hafen von Tamatave.
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Zurück über provisorisch verlegte Gleise.

 Posted by at 10:46 a.m.
März 042009
 

Es ist Sonntag, der 08. Februar. Tatsächlich war die See in der Nacht deutlich rauher als vorgestern. Die Wellen klatschten wütend an das Kabinenfenster (AVI, 9 Megabyte) und wogten sich schaumig und gischtbedeckt in schwindelerregende Höhen. Da der Aufenthalt auf den rutschigen, heftig schwankenden Außendecks zu gefährlich war, wurden diese gesperrt. Dennoch war es warm draußen. 28 Grad meldete das Bordfernsehen. Nur die gemeldete Windstärke 7 konnte keiner recht glauben, es war dann auch tatsächlich Windstärke 10. Wie uns dann Bordlektor Herr Siegel an der Wetterkarte ausführlich erklärte, waren wir im Ausläufer eines kleinen Zyklons unterwegs, der zwei Tage zuvor noch keinem aufgefallen war. Er erklärte uns auch anschaulich die Wind- und Seestärken nach Beaufort. Da diese nach Sicht bestimmt werden, schauten wir gemeinsam nach außen und stellten einmütig Seestärke 9 fest. Dabei ist es nicht einfach, dem hochinteressanten Vortrag des Lektors zu folgen, welcher nicht umsonst auf dem Fußboden Platz genommen hat. Man muß sich mit beiden Händen am Schiff festhalten. Jetzt weiß man auch, warum an allen möglichen und unmöglichen Stellen auf dem Schiff Festhaltegelegenheiten angebracht sind. Und man nahm sich den Kreuzfahrerspruch zu Herzen: „Eine Hand fürs Schiff, eine Hand für sich.“ Bei den Swimmingpools wurde das Wasser abgelassen, denn sie wären sonst von allein leergeschwappt. Ja, das war mal Seegang vom Feinsten. Die alten Kreuzfahrthasen trafen sich 11:00 Uhr zum Skatturnier und spielten mit unbewegter Miene ihre Serie herunter, ohne sich von Brechern, Gischt usw. auch nur im Geringsten beeindrucken zu lassen. Und ich wurde wiederum Zweiter mit nur zwei Punkten Rückstand zum Ersten. Nach dem Mittag besuchten wir den Diavortrag über Madagaskar in der Lounge. Auch hier war dem Wetter Respekt gezollt die Technik war nicht mehr erhöht aufgebaut, da ja die Lounge am Bug ist und dort die Auf- und Abschwankungen respektable Werte erreichten. Es war lustig, sich zu bewegen, denn jeder Schritt brachte einen irgendwohin, nur nicht dorthin, wohin man wollte.
Am Nachmittag beruhigte sich die See etwas und ich folgte der Einladung des Club Columbus. Dort wurde ich vom Status „weiß (<17 Bordnächte)“ in den Status „Bronze (<50 Bordnächte)“ erhoben und bekam von Hoteldirektor, Kreuzfahrtdirektor und Kapitän persönlich die Plakette überreicht und die Hand geschüttelt. Also nur zur Kenntnisnahme: ich bin jetzt wichtig! 😉
Abends gab es eine Minifolter für mich. Mein ganzer sonnenverbrannter Körper brannte wie Feuer, so daß selbst das Pusten auf die Brusthaare schmerzte. Dennoch probierte ich mehrere Polo-Shirts aus der Herrenboutique an, waren diese doch heute im Angebot. Das gekaufte Shirt habe ich mir also mit Schmerzen verdient.
Abends gab es wieder ein Kapitäns-Abendessen. Und wieder übertrafen sich die Köche bei der Zubereitung leckerer Speisen. Ich frage mich nur, wie die das bei dem starken Seegang hinbekommen. Da muß es doch noch schwerer sein, als es sonst schon ist, raffinierteste Speisen zuzubereiten.
Nach dem Abendessen verkroch ich mich in die Kabine, um meinem Körper Gelegenheit zu geben, den Sonnenbrand zu bekämpfen.
Schlaf
Der sonnenverbrannte Autor schläft.

 Posted by at 9:37 a.m.
März 032009
 

Nach so „anstrengenden“ Seetagen bzw. nach solchen Ausflügen wie bisher sollte heute einmal die reine Erholung im Vordergrund stehen. So bestiegen wir morgens halb 9 Uhr einen Bus, der uns quer über die Insel, vorbei an endlosen Zuckerrohrplantagen und einem Ort mit dem witzigen Namen Pampelmuse zum Anleger für die Ile aux Cerfs.
Diese Insel ist eine echte Trauminsel für den Touristen und erfüllt alle Klischees von der Südsee.
Also rasch übergesetzt, eine der für uns reservierten Liegen in Beschlag genommen und ab ins türkisfarbene, kristallklare Wasser.
Für jemanden wie mich, der nur die Nord- und Ostsee kennt, war das eine Sensation. Ich habe doch nicht geahnt, daß es nur einen Meter vom Ufer weg unter Wasser vor Leben nur so wimmelt! Jetzt verstehe ich auch, warum die Leute zum Schnorcheln verreisen.
Nach dem Baden erkundeten wir die kleine Insel. Es war bedeckt, keine Sonne schien und die Temperaturen waren angenehm, dazu wehte ein milder Wind. Ein Ferienparadies. Und wieder stürzte ich mich ins Meer, um mit meiner unterwassertauglichen Kamera Bilder zu machen. Zum Mittag gab es ein edles Büffet mit vielen einheimischen Gerichten. Es gab Kokossuppe, Bataten, Curryhühnchen, auf Holzkohle gebratenen Fisch, frisches Obst und vieles mehr.
Natürlich durfte auch ein zünftiger Cocktail mit weißem und braunem Rum aus heimischer Produktion unter Palmen nicht fehlen. Und wieder ging es zum Baden, einfach herrlich. Leider mußten wir am Nachmittag dieses Ferienparadies verlassen. Kaum auf Mauritius angelangt und im Bus sitzend, fing es in Strömen zu regnen an, das nenne ich Timing.
Der Rückweg führte uns nicht mitten durchs Land, sondern an der Ostküste auf der Autobahn zurück nach Port Louis. Auf Hin- und Rückfahrt wurden wir sehr liebenswert und ausführlich mit den Eigenheiten, religiösen Bräuchen und Marotten der Inselbewohner vertraut gemacht. Da am nächsten Tag (Sonntag) ein hohes hinduistisches Fest stattfinden sollte, sahen wir viele Pilgerer. Und die zahlreichen Tempelchen in den Vorgärten und großen Tempel waren schon herausgeputzt.
Wieder an Bord, dann geduscht und festgestellt, daß ich die afrikanische Sonne völlig unterschätzt hatte. Ich war am ganzen Körper glühendheiß und krebsrot. 100 % selbst Schuld.
19:00 Uhr sollte die Astor ablegen. Die Hafenverwaltung riet uns aber, so schnell es geht abzulegen, da ein Unwetter nahte. Da alle Passagiere an Bord waren, legten wir schon 17:15 Uhr ab und machten uns auf den 476 Seemeilen (882 Kilometer) langen Weg nach Madagaskar.
Meine Mutter bekam ein Gespräch zwischen dem zweiten Offizier und dem Stubenmädchen mit (bereiten Sie sich auf eine stürmische Nacht vor, es wird noch schlimmer als gestern). Na, das waren ja Aussichten!
Am Abend fand ein Vortrag mit Frau Angelika Wohlenberg zum Thema „Die Massai – ein bedrohtes Volk“ statt. Dazu an späterer Stelle mehr.
Erschöpft und sonnenverbrannt ging ich ins Bett. Die Uhren wurden wieder eine Stunde zurückgestellt, also ab jetzt nur noch Deutschland + 3 Stunden.
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Unsere sympathische, einheimische Reisebegleiterin.
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Strand der Insel mit Blick auf Mauritius mit seinen Vulkanhöhen.
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Am Stand der Hirscheninsel, so die wörtliche Übersetzung. Natürlich gab es hier nie Hirsche.
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Der einsame Wanderer am Horizont bin ich.
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Das war der erste Blick unter Wasser.
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Fische ohne Ende.
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Ein schöner, bunter Fisch.
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Angler im Mangrovengebiet.
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Hindutempel im Regen.

 Posted by at 7:47 p.m.
März 032009
 

Heute morgen wache ich auf, taste nach meiner Brille… und sie ist am Mittelsteg einfach so durchgebrochen. Keine Ahnung wieso. Nun also ohne Brille die Ersatzbrille suchen. Moment, die ist im Auto. Aber immerhin finde ich meine uralte Sonnenbrille. Fängt der Tag eben ein bißchen dunkler an.
Der Optiker wiegt bedächtig den Kopf, meint, daß Schweißen schwierig und teuer sei (Titan). Ich wähle ein neues Gestell aus, welches ähnlich aussieht wie das Original, nur eben einen Tick kleiner, damit die Gläser passend geschliffen werden können. Morgen kann ichs abholen.

 Posted by at 8:45 a.m.
März 022009
 

Uiuiui, war das eine Nacht. Teilweise mußte man sich festhalten, um nicht aus dem Bett zu fallen. Das Schiff schlingerte manchmal heftig und querlaufende Wellen schlugen an den Schiffskörper, daß man dachte, man wäre gerade über einen Wal gefahren.
Dazu hob und senkte sich das Schiff anständig. Eine Beschreibung für Nichtseefahrer: man stelle sich die Fahrt in einem Expreßlift vor: drei Etagen aufwärts, zwei Etagen freier Fall, blitzschnell zwei Etagen aufwärts, kurze Pause, dann drei Etagen freier Fall. Und das fünfmal die Minute. Und das stundenlang am Stück. Ohne Pause. Hier ein kurzes Video (10 Megabyte) aus der Kabine, die nebenbei bemerkt 6 Meter über der Wasserlinie liegt.
Also an Bord hätte ich das nicht wagen dürfen, aber hier kann ich es ja aussprechen: ich hätte gerne noch mehr davon gehabt, denn mir machte das einen Riesenspaß.
Die alten Kreuzfahrthasen fanden das auch toll. Sie kannten die probaten Mittel gegen Übelkeit, nämlich wenig trinken, moderat essen und Pfefferwodka trinken. Den Seekranken, die sich beim Bordarzt eine Spritze geben ließen, ging es auch schnell wieder gut. Doch bei den Mahlzeiten und Veranstaltungen war doch deutlich mehr Platz. Auch von der Besatzung fehlten einige vertraute Gesichter. Also starker Seegang mag abschreckend sein, ich mochte ihn.
Leider konnte man nicht lange draußen bleiben, denn die überall sprühende Gischt versalzte einem rasch Hemd und Haut. Dennoch war ich lange auf dem Oberdeck und ließ mir Windstärke 8 um die Ohren wehen. Dabei zog es mir beinahe mein Shirt aus, das hatte ich auch noch nie erlebt. Ich zog mir trockene Sachen an, wir besuchten den Vortrag des Fotoexperten und nahmen auch am Skatturnier teil.Und wieder machte ich nur den zweiten Platz, verflixt.
Abends war am schönsten das Baden im Pool. Dank des Seegangs hatten wir ein tolles Wellenbad, mal stand man nur knietief im Wasser, im nächsten Moment schlugen einem die Wellen überm Kopf zusammen. Dann gegen 20:00 Uhr, wir hatten nebenbei bemerkt die Uhr schon wieder eine Stunde vorgestellt, so daß uns Deutschland nunmehr vier Stunden hinterherlief, liefen wir endlich in den Port Louis auf Mauritius ein. Spätestens nun wußte jeder, was die Redensart mit „in einen sicheren Hafen einlaufen“ bedeutet. Das vierzigstündige Nonstopschaukeln verwandelte sich nach dem Anlegen in ein sanftes Wogen.
Der kulturelle Höhepunkt des Abends wurde gesetzt von Herrn Michael David. Dieser Künstler schaffte es, mit seiner Harfe Werke von Händel, Duke Ellington und selbst Dave Brubecks „Take Five“ überzeugend und intensiv darzubieten, einfach toll. Nach diesem schönen Konzert ging es ab ins Bett, denn am morgigen Tag war ein Ganztagesausflug geplant. Und der sollte 8:15 Uhr beginnen, also nach deutscher Zeit 04:15 Uhr.
Seegang
Seegang
Seegang
Seegang

 Posted by at 7:39 p.m.
März 012009
 

Der dritte Seetag. Wieder ist die Uhr eine Stunde vorgestellt, mittlerweile sind wir Deutschland drei Stunden voraus. Und wieder erwartet uns ein schöner Seetag. Es ist windig, es sind 30 Grad, die See ist rauh. Wir haben mittlerweile die eine oder andere Reisebekanntschaft geschlossen. Man trifft sich auf dem Lido-Deck und redet über Gott und die Welt. Die meisten sind echte Globetrotter und kennen die Welt wie ihre Westentasche, ich kann nur staunen. So müssen wir aufpassen, daß wir Veranstaltungen nicht verpassen. Es wird ja immer viel angeboten, nur so richtig Interesse wird bei mir nicht allzuoft geweckt. Was interessieren mich schon Bildtürme malen, Specksteine bearbeiten, Beziehungsführerscheine, Sonnen-Yoga und ein Tanzkurs? Aber die Diavorträge vom Lektor, die Tips vom Fotografen oder die Ausflugsvorschläge interessieren mich. Und natürlich die Skatturniere. Aber heute ist keins, denn der Bayerische Rundfunk hat sämtliche Räume belegt, grmpfl.
Heute gehe ich das erste Mal in die Lounge zum Kaffee, ich habe ja Zeit ohne Ende. Dann, am späten Nachmittag die schlechte Nachricht: auf Grund schweren Unwetters kann die MS Astor Reunion nicht anlaufen, der Hafen ist gesperrt und die Behörden verweigern allen Schiffen die Einfahrt.
Also heißt es, noch einen weiteren Tag auf dem Wasser zu verbringen und direkt auf Mauritius zu landen.
Sehr, sehr schade, denn ich hatte ein Ticket für einen Ganztagesausflug. Das beinhaltete eine Inselrundfahrt. Das wäre meine erste Vulkaninsel gewesen. Tröstlich ist, daß in unserer durchgestylten Zeit, bei der alles Jahre voraus geplant und sekundengenau abgerechnet ist, eben doch nicht alles so perfekt ist. Diesmal macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung.
Daß schlechtes Wetter wird, erkenne ich wenig später an den überall im Schiff verteilten Spucktüten. Auch daß in der Kabine die Flaschen und der Fernseher auf dem Fußboden stehen, läßt Vermutungen zu. Tatsächlich wird die See etwas schwerer. So Seegang 6 dürfte es schon sein. Glücklicherweise bin ich, genau wie meine Mutter, danke für das Erbgut, jemand, der völlig unempfindlich gegen Seekrankheit ist.
Am späten Abend wird es schwierig, sich auf dem Schiff zu bewegen. Egal, draußen wird wieder der Mond bewundert, der nun schon grell strahlt und oft hinter rasenden Wolken verschwindet, um wenig später wieder sein unwirkliches Licht auf die See zu spiegeln. Traumhaft, ich kann mich kaum losreißen von dem Naturschauspiel.
rauhe See
Reunion ex
Reunionticket

 Posted by at 10:24 p.m.
März 012009
 

Der zweite Seetag in Folge. Es wurde wärmer, windiger und die See auch schwerer. Aber nichts tat der guten Laune Abbruch. Wir flanierten durchs Schiff, ich hatte endlich einmal Zeit, die bereits mehr als 1.500 entstandenen Fotos auf dem glücklicherweise mitgebrachten Notebook zu sortieren und braverweise schrieben wir auch an Freunde und Verwandte Urlaubskarten. Mittlerweile trudeln diese Stück für Stück ein.
Ferner besuchten wir Vorträge zum Thema Fotografieren (50% der Funktionen meiner Digitalkamera sind überflüssig – nur welche?) und ließen uns vom Lektor zahlreiche tropische Pflanzen wie die Jackfrucht, Rambutan und die Duriansfrucht und deren Früchte erklären. Zur Duriansfrucht blieb mir der Spruch im Gedächtnis:

Tastes like heaven, stinks like hell.

Man beachte den Wikipediaartikel dazu.
Das Vitalprogramm des Bayerischen Rundfunks interessierte mich überhaupt nicht, dazu gab es aber zahlreiche Veranstaltungen.
Gegen 19:00 Uhr ging die Sonne unter und ein wunderschöner, ruhiger Seetag ging dem Ende zu. Pool – Abendessen – Bar – zunehmenden Mond schauen – Nachtruhe.
See
Das Meer. Schon wieder das Meer. Ich kann mich daran nicht sattsehen. Wir sahen übrigens auf hoher See exakt kein einziges anderes Schiff. Das war auf der vielbefahrenen Ostsee anders.
Jo auf Lido
Der Autor auf dem Lido-Deck. Rechts am Tisch sitzen die BR-Chefs.
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang hinter Wolken.
Mond
Ja, der Mond nimmt auf der Südhalbkugel andersrum zu als bei uns. Hatte ich vorher nicht gewußt, aber ein bißchen Nachdenken hätte einem schon weitergeholfen. Wie die Sonnenuhren. Die gehen nämlich auf der Südhalbkugel… genau, seitenverkehrt.
Sonnenuntergang verpasst
Das Kamerateam des Bayerischen Rundfunks will den Sonnenuntergang aufnehmen, kam aber – zu spät.

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