…denn ich weilte IRL und arbeitete in München und hatte weder Zeit noch Muse für das Bloggen.
Demnächst aber wieder mehr in diesem Theater, dann mit berichten von beweglichem Käse, Bocksmühlen und Rittern und einigem mehr.
Deutsche Soldaten in Afghanistan, in Ex-Jugoslawien und nun auch bald in Zentralafrika in ein Land, das seinen Namen in den letzten Jahren so oft wechselte, daß ich mir nicht mehr die Mühe mache, ihn mir zu merken. Tolle Wurst. Deutsche Steuerzahler bezahlen Millionen und Abermillionen und die Bundesregierung riskiert kaltschnäuzig das Leben seiner angeblich(?) viel zu wenigen jungen Männer, um in der Weltöffentlichkeit gut dazustehen. Oder wozu auch immer. Ich jedenfalls will das nicht, die Soldaten wollen es auch nicht. Und ob eine Volksbefragung diese Entscheidung der Roten und Schwarzen gutheißen würde, ist mehr als fraglich.
Man kann in dieser Sache einmal die demokratische Gesinnung unserer Obersten und ihr Wirken für das Land und das eigene Volk ruhig in Frage stellen.
Die Leser des BlodRuZ sind sicher sehr gespannt, wie die Geschichte mit der defekten Festplatte und dem totalen Datenverlust ausgehen wird.
Ja, es hat geklappt! Vorhin bezahlte ich die versprochenen 150 EUR. Alle meine Daten sind wieder da und werden, während ich diese Zeilen verfasse, gesichert. Ja, das gebrannte Kind scheut das Feuer bzw. aus Schaden wird man arm, aber auch klug.
Falls die Datenrettung nämlich nicht geklappt hätte, wären mir 54 Dokumente (Rechnungen, Adresslisten, Paßwortlisten), 150 Fotos, 2 Backup-Images und 51 Videos für immer entschwunden.
So zahle ich jedenfalls durchaus gerne dieses Lehrgeld, schärft es mir doch umso mehr das Bewußtsein in Bezug auf Datensicherheit, Datenschutz und Haltbarkeit von Daten.
Und schließlich ist das ein wichtiger Bestandteil meines Berufes.
Wie ich bereits schrieb, hatte ich ja den einen oder anderen Ausfall an meiner neuen Maschine.
Heute nun etwas Positives. Für das erst am Mittwoch reklamierte defekte 1-GB-RAM-Modul kam vorhin der Ersatz. Wenn das nicht einmal prompter Kundenservice ist. Ich habe sehr gestaunt.
Da schaut man auch gerne großzügig über die idiotische Verpackung hinweg.

…im wichtigsten aller Orte in Hessen, nämlich in Daubringen. In Daubringen findet nämlich immer zu Christi Himmelfahrt das Apfelweinfest statt.
Spontan entschloß ich mich also, das Apfelweinfest zu besuchen. Gegen Mittag erreichte ich mein Ziel. Daubringen ist in der Nähe von Gießen. Das Apfelweinfest erreichte ich nach einem strammen Fußmarsch, dessen letzte 800 Meter durch einen matschigen Schlammpfad führten.

Das Fest fand auf einer riesigen Lichtung statt. Umsäumt von Buden standen hunderte Biertische- und bänke, auf denen kaum ein Sitzplatz zu ergattern war. Überall saßen dichtgedrängt alte und junge Menschen fröhlich gröhlend und zechend dicht an dicht.
Man verstand kaum das eigene Wort. Unmengen Apfelwein wurden ausgeschenkt, die Würstchenbraterinnen kamen kaum mit dem Grillen hinterher, eine Kapelle spielte hilflos gegen den Lärm an.
So ein Krach, nur durch Menschen verursacht, habe ich nicht einmal auf der Wiesn erlebt. An eine normale Unterhaltung mit meinen Freunden war nicht zu denken.
Soviel natürliche Ausgelassenheit und Fröhlichkeit bar jeder Politik und Diskussion, das zu erleben, tat richtig wohl.
Aber es war auch anstrengend für Leute wie mich, die nach dem Fest noch einen PKW 150 Kilometer bewegen müssen. Insofern verließ ich leider viel zu früh das Schlachtfeld.
Aber es ist eine deutliche Überlegung wert, das Fest nächstes Jahr auf Schusters Rappen aufzusuchen und dann auch einmal in die Vollen zu greifen.
Damals prangten Ortsnamen wie Mölln, Solingen, Bautzen und Lichtenhagen (Stadtteil von Rostock) wochenlang auf den Titeln deutschen Gazetten.
Höhepunkte der Gegenbewegung waren die Lichterketten. Wo bleiben die denn, am besten entlang der ehemaligen Mauer, um zu zeigen, daß die Ossis wieder hinter dieselbe gehören, damit sie nicht nonstop alle verprügeln und ermorden, die einen dunkleren Teint haben.
Den Höhepunkt der Betroffenheitsreaktion bildeten aber damals einige Geschäfte in Marburg.
Dort waren Schilder am Eingang zu sehen, auf denen stand:
„Hier finden AusländerInnen Schutz vor fremdenfeindlichen Übergriffen.“
Ich finde, man sollte, nachdem den Nichtweißen, die sich denn im finsteren Osten aufhalten müssen, nicht nur Mobiltelefone geben, sondern auch flächendeckend Schutzräume errichten, an denen diese Schilder angebracht werden.
Vielleicht würde ein sinnvollerer Schritt aber auch sein, wenn die Polizei mal mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen würde und nicht nur hinter Blitzern Dienstreisenden und Paketboten auflauert und tausenden Jugendlichen die Computer wegnimmt, weil darauf Musik gespeichert ist.
Und wenn sich ein Polizist nicht in ein Gebiet mit marodierenden Banden traut, dann wird dieses Gebiet mit einer Hundertschaft und/oder der Armee wieder in den Bereich der freiheitlich demokratischen Grundordnung zurückerobert.
Ist das denn so schwer? Schaut mal mehr 80er-Jahre Polizeifilme mit Stallone, Russel, Schwarzenegger, Seagal, Murphy, Belushi, Eastwood, Weller in den Hauptrollen an und lernt da mal von den Amis.
Wie ich schon einmal erwähnte, hetzt man gerne diverse Säue durch das Dorf. Im Heiseforum sagte das auch mal einer der wenigen dort Anwesenden, die noch denken können.

Ja, seit gestern ist Europa um ein Land reicher. Es ist Montenegro. Die Hauptstadt heißt Podgorica und das Land hat satte 621.000 Einwohner, also so viele, wie täglich im Rhein-Main-Gebiet zur Arbeit pendeln.
Man beachte auch auf der obigen Karte, wie sich diese Handvoll Leute noch in viele ethnische und Volksgruppen aufteilen.
Und selbstverständlich liegen die meisten davon mit den anderen im Clinch. Irgendwie nicht gerade befruchtend für den europäischen Einheitsgedanken.
Man stelle sich nun einmal vor, in dem Land gäbe es auch noch irgendwelche nichtexjugoslawischen Ausländer…
Oder man stelle sich eine Deutschlandkarte vor, die nach Ethnien eingeteilt wäre…
Dann könnte man im Gebiet der sowjetischen Besatzungszone auch gleich überall die „No-Go-Areas“ einzeichnen.
Dieser letztgenannte Begriff ist ein Alphakanditat für das Unwort des Jahres oder auch den Sprachpanscher des Jahres.
… kann kaum besser ausgedrückt werden, als in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung.
… interessieren, bin ich als Mitglied der Menschheit begeistert von der Vollendung des Dreischluchtentalsperre am Jangtsekiang.
Klar kann man diverse Folgen für die Umwelt nicht überblicken und das Projekt mag sich in Zukunft als Übel erweisen, aber alleine die ingenieurtechnische Leistung läßt mich in Demut erstarren und die Zahlen lassen mich zittern.
* 185 Meter Höhe der Staumauer
* über 2 Kilometer Länge der Staumauer
* Stauvolumen beinahe 40 Milliarden Kubikmeter
* Stauseefläche: fast doppelte Fläche des Bodensees
* umgesiedelte Menschen: bis zu 2 Millionen
* Leistung des Kraftwerkes: mehr als 18 Gigawatt, das ist mehr als 10 gängige Atomkraftwerke
Ich zolle den Erbauern meinen uneingeschränkten Respekt.