Heute von 1:00 Uhr bis 17:00 Uhr war das DSL komplett ausgefallen. Die Störstelle sprach von „immensen Problemen“, an deren Beseitigung „fieberhaft gearbeitet“ werde.
Offensichtlich sind sie jetzt behoben. Dank ISDN-Fallback konnte ich wenigstens mehlen.
Da wäre als erstes die gestrige Meldung über schwedische Politiker, die ihre Putzfrauen nicht beim Finanzamt angemeldet haben und dann auch noch vergessen, das schwedische Pendant der GEZ zu bedienen.
Heute liest man vom israelischen Präsidenten, der sein Genital nicht im Griff hat.
Und weiterhin kann man nachlesen, daß die ehemaligen Volksparteien CDU und SPD seit dem Start der großen Koalition im letzten Jahr je rund 20.000 Mitglieder einbüßten.
Ehemalige Volksparteien deswegen, weil nunmehr beide Parteien bundesweit keine 600.000 Mitglieder mehr haben.
Seit 1990 hat die SPD 40% ihrer zahlenden Mitglieder eingebüßt. Also waren es, wenn ich mich nicht verrechnet habe, vor 16 Jahren mehr als 946.000 Menschen, die die SPD so toll fanden, daß sie deren Parteibuch innehatten. Mehr als 380.000 Menschen finden das heute nicht mehr.
Die Situation bei der anderen ehemaligen Volkspartei CDU ist nicht ganz so dramatisch, aber auch nicht rosig. Heute hat die CDU nur noch 561.000 Mitglieder. 1990 waren es noch 187.000 mehr, nämlich 748.000. Jeder vierte CDU-Freund hat es also in den letzten 16 Jahren vorgezogen, aus seiner Partei auszutreten.
Die Prognosen versprechen keine Änderung. Unter diesen Aspekten sollte man die Konzepte eines Parteienstaates mit Koalitionen doch noch einmal kritisch überdenken.
Achja, hier noch einmal die (gerundeten) Mitgliederzahlen einiger anderer Parteien:
FDP: 67.000
Linke: 61.500
Grüne: 45.000
Republikaner: 6.500
NPD: 6.000
Von CDU und SPD haben sich also seit 1990 insgesamt mehr als eine halbe Million Menschen abgewandt, mehr als dreimal so viel, wie alle anderen Parteien insgesamt Mitglieder haben.
Wenn das nicht Parteienverdrossenheit ist, dann weiß ich auch nicht. Ich würde mich als
Aber schon einmal interessant, zu sehen, wie eine immer kleiner werdende Minderheit, immer rigider in das Leben eines immer größer werdenden, uninteressierten Volkes eingreift.
Warum ich das schreibe?
Ich möchte zum Nachdenken anregen und zur Suche nach gangbarer Alternativen aufrufen.
Nochmals herzlichen Dank an meine heutige Gastgeberin, die mir einen absolut delikaten Lachs zum Mittag bereitete und von dessen reichlichen Resten ich mich gerade noch laben konnte.
Unglaublich, aber wahr. Ich war heute im Taubertsbergbad und drehte ein paar Runden im Becken. Selbst die Wasserrutsche – Grad: anspruchsvoll – meisterte ich mit Anstand.
Trotz des üppigen Preises werde ich wohl ein Institut daraus machen.
…zu denen leider auch ich gehöre

Ein Glück, daß ich eine Breitbandverbindung habe.
… haben Aufschriften. Die meisten Leute tragen ohne Nachzudenken Reklame auf Kopf, Rücken und Bauch für amerikanische Sportvereine, Autohersteller oder Kreuzfahrtsreisen, die sie sich nicht leisten können.
Medienwirksam und betroffenmachend wird es natürlich, wenn man gezwungen wird, Botschaften wie „Ich bin im Ort das größte Schwein, ich lasse mich mit Juden ein.“ auf einem Schild durch die Gegend zu tragen. So geschehen heute in einem Kaff im vergessenen Ossiniemandsland. Die Presse berichtet bereits ausgiebig.
Getan haben es Schüler einer zehnten Klasse mit einem Klassenkameraden. Nun zeugt das sicher nicht von sittlicher Reife und Anstand, eher ist es ein Zeugnis dafür, daß die Knaben zuviel Zeit hatten und nicht völlig debil sind; wie sonst hätten sie den schlimmen Spruch, mit dem in Nazideutschland vor allem Frauen, die einen jüdischen Mann hatten, gebranntmarkt wurden, erfahren können?
An der Reaktion im Land werden die Anstifter jedenfalls kapieren, daß man sowas besser nicht mehr macht, denn es wurde eine Grenze überschritten, die man nicht ungestraft überschreiten darf.
Ein Glück übrigens, daß ich zu meiner Schulzeit nicht erwischt wurde. Ich hatte dort, auch im zarten Alter von 15 Jahren, einem Klassenkameraden ein Schild auf den Rücken gehängt, auf dem „Tritt mich!“ stand. Warum? Das weiß ich nicht mehr. Ich würde es unter jugendlichen Leichtsinn mit Denkbefreiung einordnen. Heute wäre das höchstwahrscheinlich Aufforderung zur Körperverletzung. Oder an den Ranzen angepappte Sprüche wie „ich bin schwul“, „ich stinke“ oder „Katrin liebt Frank“ usw. (Ich gestehe: auch ich habe so etwas damals gemacht) würden den Straftatsbestand der Diskriminierung bzw. Beleidigung oder des Verrates erfüllen.
Aber was ist eigentlich mit diesen tollen Sprüche-T-Shirts, die es für teuer Geld allenthalben zu kaufen gibt?
Ich meine solche „witzigen“ Sprüche mit lustigen Aufforderungen „5UCK MY D1CK“ (auf deutsch: „Lutsche meinen Schwanz!“, der ungeniert der Öffentlichkeit gezeigt wird? Das ist doch mindestens sexuelle Nötigung wenn nicht gar Aufforderung zu sexuellen Handlungen in der Öffentlichkeit, beides auch Straftatsbestände. Von Sprüchen wie „turkish power“ rede ich da gar nicht. Aber ich rede spaßeshalber einmal von T-Shirts, die Konterfeis von Massenmördern wie Stalin, Mao und deren Wegbereitern Lenin und Marx zeigen? Das ist doch Gewaltverherrlichung, Aufruf zur Anarchie und Gefährdung des Rechtsstaates?
Wir sehen also: es gibt noch viel zu berichten und für die (Jugend-)gerichte noch sehr viel Arbeit.
Natürlich aber noch mehr Arbeit für unsere netzbeschmutzerische Presse, die solche Meldungen immer jubeln vor allem auch im Ausland bekanntgibt, damit unsere Nachbarn sich auch ja das richtige Bild vom bösen Deutschen erhalten können.
…mir gaaaanz viel Mühe mit dem Blog hier gebe und immer mal Web 2.0 fallenlasse, vielleicht zahlt mir ja Google bald 1,65 Mrd. USD dafür. Liebe Googles, falls ihr das hier lest, mir reichen auch schlappe 1,65 Mio. USD.
…ist kulturhistorisch durchaus interessant. Die Bundesrepublik von 1971 erscheint ruhiger, gesetzter und bürgerlicher, als man es sich denkt.
Vor allem das Frauenbild ist aus heutiger Sicht ein sehr Verzerrtes. Und wenn man zusammenzuckt, weil der Kommissar noch selbstverständlich das Wort „Neger“ verwendet, der merkt auch, daß die Umerziehung Erfolg hatte. Das merkt man auch daran, daß man sich wundert, das quasi jeder Schauspieler raucht und das eigentlich ohne Pause.
Und interessant sind natürlich auch die ollen Autos, die (noch ohne Nummernspeicher und Wahlwiederholung ausgestatteten) Wählscheibentelefone, die vielen Uniformierten, die noch ausgeprägte Obrigkeitshörigkeit und die vielseitigen Probleme, die es noch ohne Händi, Kopierer usw. gab.
Aber nicht deswegen schreibe ich, sondern um die Leserschaft mal auf die Spritpreise von 1971 hinzuweisen. Und nicht vergessen: die abgebildeten Preise durch 1,95583 teilen, um auf Euro zu kommen.
Die Schnappschüsse stammen aus dem Tatort #8 von 1971. Es ist der erste Tatort mit Kommissar Finke (Klaus Schwarzkopf) aus Kiel. Regisseur dieses Tatorts war, nebenbei bemerkt, ein gewisser Wolfgang Petersen.



Heute bekam ich von den Cook-Inseln diese wunderbare Postkarte. Sie ist die Postkarte, die die weiteste Reise zu mir zurücklegte. Nochmals herzlichen Dank an Markus, der so lieb war und mir diese tolle Karte schickte, über die ich mich sehr freute. Ja, das ist eben die Belohnung, wenn man Postkarten aus der nördlichsten Siedlung der Menschen aus Spitzbergen (ja, ich schreibe den Bericht noch) verschickt.
Die Cook Inseln sind so weit weg, daß man sich daß gar nicht vorstellen kann, wenn man noch nie dort war. Sie liegen wirklich am anderen Ende der Welt. Das zeigt die ungefähre Lageskizze im nächsten Bild.

Die Postkarte löst damit auf der Exotenliste den Brief ab, den ich 1996 erhielt.

Jetzt haben diese bösen Dänen doch schon wieder die armen Muslime beleidigt! Das muß man sich einmal vorstellen. War ihnen denn das Fiasko im Februar dieses Jahres keine Lehre? Also sowas aber auch.
Langsam sollten wir mal dort oben deutsche Hilfstruppen stationieren und in allen größeren, dänischen Städten aus EU-Geldern finanzierte Moscheen errichten, damit auch noch der letzte zurückgebliebene Blonde Toleranz von den friedliebenden Moslems lernt.
Weiterhin empfehle ich allen langbärtigen Teewärmerträgern, sofern sie schon des Lesens mächtig sind, die Lektüre von Jasper Ffordes viertem Band seiner Thursday-Next-Geschichten.
Dort unternimmt die Goliath-Corp. im Verbund mit dem Toad-Network eine mediale Hetzjagd auf alles Dänische. Nicht nur Lego, Bang & Olufsen usw. werden da verteufelt, sondern auch alle dänischen bzw. halbdänischen Schriftsteller stehen unter Generalverdacht. Aber auch der Autohersteller Volvo und diverse Pflanzenschädlinge werden den Dänen zugerechnet und geraten in die Ziellinie der Dänemarkfeinde. Herrlich schräg, herrlich abgedreht, ich kann jedem die Bücher Ffordes nur empfehlen.
Naja, vielleicht ja doch nicht jedem, denn sonst erhalten die Muselmanen am Ende noch zu viele Tips zum Dänenboykottieren…