Am Wochenende lief die nunmehr 500. Sendung der Zeichentrickserie „The Simpsons“. Ich habe sie nicht geschaut und hege auch kein Interesse daran, was eigentlich alles über meine Meinung aussagt.
Aber um das Blog zu füllen, verliere ich doch ein paar Worte.
Die Simpsons, das war für mich immer eine interessante, kultverdächtige, spaßige, niveauvolle, kritische und vor allem subversive Serie. Ich schaute die ersten Folgen unverschlüsselt auf Premiere, dann die ZDF-Synchronisation, dann zeichnete ich einem eigens dafür gekauften Videorekorder alle Folgen auf. Die zahlreichen Kassetten, aus denen ich sogar unter Zuhilfenahme eines zweiten Videogerätes die Pro7-Werbung rausschnitt, liegen immer noch auf dem Dachboden, sie machten den DVDs der ersten 9 Staffeln Platz.
Das Interesse wuchs und ich suchte nach Gleichgesinnten, die nicht nur über gelben Humor lachten, sondern auch tiefer hinter die Serie schauten. In der Newsgroup de.rec.tv.simpsons wurde ich fündig. Dort lernte ich ab 1999 online und ab 2001 auch IRL viele Gleichgesinnte kennen, mit denen mich bis heute mehr oder weniger starke Freundschaften verbinden. Doch gerade in diese Zeit fiel auch eine massive Qualitätsverschlechterung der Serie. So lief im Jahr 2001 in Deutschland die Staffel 11, die von allen Fans als die schlechteste Staffel gilt. Von dieser Schwäche hat sich die Serie nie richtig erholt. Tapfer schaute ich, teilweise aus Pflichtbewußtsein, teilweise, um mitreden zu können, vor allem aber um unsere Internetnetpräsenz mitzupflegen immer lustloser weiter. Letztes Jahr erlosch auch der letzte Elan und mittlerweile ist mir die Serie in ihrem gewandelten und geschleckten Format reichlich egal. Wie oben ausgeführt, interessiert mich nicht einmal die 500. Folge.
Schreibe einen Kommentar