März 252026
 

Heute ist unser letzter Arbeitstag in Lesotho. Am Morgen ist eine Ministerbegegnung anberaumt, die morgens um halb 7 abgesagt wird, dann wird sie wieder angesagt, dann abgesagt und … findet schließlich umterminiert doch noch statt. Immerhin ist das Ministerium nur 200 Meter Fußweg vom Hotel entfernt, so daß wenigstens die Anreise kein Problem darstellt.

Wir sind im Ministerium für natürliche Ressourcen und treffen dort auf den ehrenwerten Minister Mohlomi Moleko und seinen Stab. Trotz abenteuerlicher Verkabelung (Adapter Mini-DP auf HDMI, daran ein Adapter HDMI auf VGA, dann VGA-Kabel auf Projektor) haben wir ein gutes Bild und können wieder unsere Idee vorstellen. Das anschließende Gespräch ist vielversprechend und wir laufen zum nächsten Treffen, diesmal im Gebäude des LNDC, der lokalen Entwicklungsbehörde. Das Gespräch dort lief am flüssigsten, wir sind im Training. Es stellt sich heraus, daß LNDC und wir das Gleiche wollen, Kontakte werden ausgetauscht, erste Ideen in Form gegossen, Pläne geschmiedet, dieses Treffen ist ein voller Erfolg, mal sehen, was dabei herauskommt.
Mittlerweile ist es später Nachmittag, wir gehen ins Lancer’s Inn und tagen / essen dort ein letztes Mal, treffen noch auf wichtige Leute, knüpfen weitere Kontakte, alles in allem war das ein arbeitsreicher Aufenthalt.

Morgen ist Abreise, ich muß um 6:00 Uhr abreisefertig sein, so endet der Abend mit wortreicher Verabschiedung und Packen. Packen ist kein Problem, habe ich doch viel im Land gelassen.

Abschiedsfoto vom Team mit aufgesetztem Gastgeschenk.

 Posted by at 10:25 a.m.
März 232026
 

Heute ist ein afrikanischer Chaostag. Zuerst lerne ich erst einmal den heftigen Starkregen von Lesotho kennen, in der Nacht werde ich mehrfach munter, weil dicke Regentropfen laut aufs Dach trommeln, auch den ganzen Vormittag gießt es wie aus Kannen, es kamen bestimmt über den Tag 80 Liter/m² runter.

Eigentlich war am Vormittag ein Treffen im Energieministerium geplant, aber der Termin wurde erst verschoben, dann abgesagt, dann wieder aufs Tapét gebracht und …wir warten. Als ich schon alle Hoffnung fahren gelassen hatte, bekamen wir tatsächlich noch einen Termin, das glücklicherweise nur ein paar hundert Meter entfernt ist.

Eigentlich sollten wir uns mit dem Energieminister treffen, dieser Termin wurde aber auf Montag verschoben, dafür hielten wir unseren Vortrag vor dem Leiter, Herrn Muso Raliselo und einigen seiner Kollegen.

Überall hängen Bilder von seiner Majestät König Letsie III. und vom ehrenwerten Premierminister Samuel Ntsokoane Matekane. Unser Vortrag zum Zweiten.

Mittlerweile hat es aufgehellt und wir haben einen sonnigen Nachmittag mit freundlichen 25 Grad. Und wir haben alle Hunger, also laden wir die gesamte Runde ins Lancer’s Inn ein. So speisen wir zu am runden Tisch zu zehnt bis in den frühen Abend. Dann kümmern wir uns nochmals um die SIM-Karten und tatsächlich klappt es jetzt, ich habe eine lesothische Telefonnummer und bin via WhatsApp erreichbar, hier in Lesotho DER wichtigste Weg für Kommunikation, wie ich lernen durfte.

Der Qiloane-Berg bei Thaba Bosiu gilt als Vorlage für den Basotho-Hut und findet sich auch auf den KFZ-Kennzeichen wieder.

Lesotho ist Hochland, hier eine Messung mit meinem Händi.

Der südafrikanische Rand und der lesotische Loti (Plural: Maloti) werden gleichmaßen akzeptiert. Der Kurs ist 1:1 und es besteht eine Währungsunion.

 Posted by at 6:21 p.m.
März 222026
 

Bereits 6:00 Uhr klingelt der Wecker, der erste Minister-Termin ist 7:30 Uhr. Das Ministerium ist nur wenige Minuten von meinem Hotel entfernt. Wir werden vom Minister für Umwelt und Forstwesen, Herrn Adonts’i, freundlich empfangen und Michael präsentiert die Idee, die unser aller Zukunft positiv beeinflussen kann.

Wie vereinbaren ein Treffen mit weiteren Ministern und der LNDC (Lesotho National Development Corporation). Das ist doch mal ein guter Anfang. Es ist noch früh am Morgen, so fahren wir erst einmal in ein Einkaufszentrum, um Sonnenschutz und Sprudelwasser zu kaufen und für unsere Gastgeberin Ersatz für ihr defektes Händi zu finden.

Dann fahren wir zu fünft ins 40 Kilometer nördlich gelegeneTeyateyaneng, die zweitgrößte Stadt des Königreiches. Dort treffen wir im Blue Mountain Inn mit weiteren wichtigen Vertretern zusammen. Bei schönstem Wetter (28 Grad und strahlendblauer Himmel, Sonnenschutz!) verhandeln wir im Freien, dann verlegen wir ins Haus zum Essen und besuchen anschließend noch einen guten Aussichtspunkt, von dem aus man das ganze Gelände gut überblicken kann.

Im Hintergrund die gewaltige Gebirgskette, die Nordlesotho von Südafrika trennt.

Dann geht es wieder zurück nach Maseru, wir liefern zwei Mitreisende zu Hause ab, lernen ihre Kinder kennen, dann werde ich im Hotel abgeliefert und ein sehr ereignisreicher Tag geht zu Ende.

 Posted by at 10:47 a.m.
März 212026
 

02.03.2026

Der Weg ins Königreich Lesotho führt über das Drehkreuz Johannesburg. Der Start des Nachtfluges ist pünktlich um 19:30 Uhr. Der Lufthansaflug LH578 bringt uns in ziemlich genau 10 Stunden die 8.800 Kilometer ins südliche Afrika.
Die Reise nach München ist ereignislos, wir parken das Auto für gesamt 65 EUR in Flughafennähe und lassen uns von einem netten Griechen zum Terminal bringen. Dort geben wir das schwere Gepäck auf, Michael hat noch 200 Gramm, ich 100 Gramm Reserve, da haben wir am Vormittag aber gut die ganzen Mitbringsel auf die Koffer verteilt. Am Flughafen ist überhaupt nichts los.

Der lange Nachtflug ist für mich eine Tortur, habe ich doch einen Mittelplatz, wir alle sind eher kräftiger Natur und die Sitzreihen hat die Lufthansa sehr gewinnorientiert aufgebaut. Ich komme nicht zur Ruhe, kann Arme und Beine nur zentimeterweise bewegen.

Irgendwann ist der quälende Flug dann doch vorbei und wir landen auf dem Flughafen Johannisburg, ich betrete nach 17 Jahren wieder südafrikanischen Boden.
Wir haben reichlich Zeit bis zum Anschlußflug, können uns in der Zeit die Beine vertreten, genießen ein vernünftiges Frühstück und gehen dann in aller Ruhe zum Gate 23.

Die moderne Air-Link-Maschine hat alle 38 Sitze ausgebucht, an Bord sind überwiegend Geschäftsleute, darunter sehr viele Chinesen.

Der Flug startet pünktlich und nach nicht einmal einer Stunde landen wir in der lesothischen Hauptstadt Maseru. Bei der Landung zeigt sich das Land schon von seiner atemberaubend schönen Seite.


Der Flughafen könnte aus einem ollen Bud-Spencer-Film stammen, aber das ist familiär und man muß nur ein paar Meter zur Abfertigung laufen. Es müssen zwei wichtige Formulare ausgefüllt und abgegeben werden, das Gepäck wird in der Zeit mehr oder weniger händisch auf Rollbahnen gepackt, die keine 2 Meter lang sind. Das sehen auch nach kurzer Zeit die Gepäckabfertiger ein und stellen die Koffer einfach so in den Raum. Die Zollkontrolle ist recht streng, aber wir haben Glück, unsere Gastgeber lauern schon auf uns und es gibt eine herzliche Begrüßung und die Formalitäten werden für uns überschaubarer als für die Chinesen.

Wir werden von Gastgeberin Laura zu ihr nach Hause gebracht und bekommen auf der fahrt einen ersten Eindruck vom Land. Es herrscht Recchtsverkehr, die Hauptstraßen sind in Ordnung, Nebenstraßen gibt es quasi nicht.

Mich erinnert alles interessanterweise an Guatemala, die vielen Fußgänger, die Wellblechhütten aus denen von der Grillkeule über SIM-Karten bis zu frischen Pfirsischen alles verkauft wird, die Landschaft aber insbesondere, kein Wunder, auch in Guatemala ist viel Land über 1.500 Meter hoch.

Bei unserer Gastgeberin angekommen befreien wir erst einmal die Koffer von Geschenken und Mitbringseln. Lesotho ist ein hochgelegenes Binnenland, deswegen habe ich Souvenirs von der Ostseeküste mitgebracht. Nach Erholung und Lagebesprechung werde ich zu meinem Hotel gebracht.

Das Lancers Inn ist eine gute und wichtige Adresse mitten im Zentrum der Hauptstadt. Dort trafen wir auch gleich auf weitere Freunde und Partner, das sollte die ganze Zeit so bleiben.

Es gab ein üppiges Abendessen, weitere Koordinierungen und dann bezog ich mein Cottage. Nach schlafloser Flugnacht und so vielen neuen Eindrücken war ich ausreichend erschöpft und fiel schnell in einen erholsamen Schlaf.

 Posted by at 10:41 p.m.
Nov. 112022
 

Vor einigen Jahren las ich in der Wikipedia im Artikel Zement den folgenden, mich überraschenden und durchaus auch erschreckenden Vergleich:

Dort (also China) werden ungefähr 45 % der weltweiten Produktion verbaut. In den Jahren 2012–2014 wurde dieselbe Menge Zement verbaut wie im gesamten 20. Jahrhundert in den USA.

Das beeindruckte mich tief, aber getoppt wird dieser Vergleich durch folgenden Vergleich:

Communist China has emitted more carbon dioxide over the past eight years than the United Kingdom has since the beginning of the Industrial Revolution, a report from Oxford University’s Our World in Data project has found. (Übersetzung von mir: Das kommunistische China hat in den letzten acht Jahren mehr Kohlendioxid ausgestoßen als das Vereinigte Königreich seit Beginn der Industriellen Revolution, so ein Bericht des Projekts „Our World in Data“ der Universität Oxford.

Man nennt 1765 als Beginn der Industriellen Revolution, das wären also gut 250 Jahre CO2-Ausstoß. Diese schiere Menge hat China binnen 8 Jahren nachgeholt. Nun ist der Telegraph nicht gerade DIE seriöse Quelle bzw. ist nicht alles, was hinkt ein Vergleich, aber dieses Nebeneinanderstellen zeigt schon das unglaubliche Wachstum auf, das dort hingelegt wird.

Um so jämmerlicher unsere Politiker, die das Wohl des Volkes opfern, um alleine in Deutschland irgendwelche „Klimaziele“ gegen jede Ratio durchzusetzen.

 Posted by at 10:34 p.m.
Sep. 162022
 

Man weiß ja, daß bis vor Kurzem jämmerliche Zinsen auf Guthaben gezahlt wurden. Doch wenn man das auf Papier schwarz auf weiß in aller Deutlichkeit vorgerechnet sieht, ist es einprägsamer.
In Kurzform: für über 25.000 EUR Guthaben gab es für acht Monate satte 0,14 EUR Zinsen. Und auf diese 14 Cent muß man noch 4 Cent dem Staat an Steuern geben.
Merke: Geldanlage auf dem DiBa-Sparkonto lohnt sich!

 Posted by at 8:51 a.m.
Feb. 162020
 

Da schreiben die im Merkur (Screenshot oben) so wichtige Sachen, daß in diversen Bundesländern 131 Leute die FDP verlassen haben, aber auch 37 Leute neu eintraten. In der Bilanz hat sich also der Mitgliederbestand der FDP in den letzten anderthalb Wochen um 94 Personen verringert. Bei bundesweit 65.500 Mitgliedern ist das ein Erdbeben, oder?

Deswegen steht auch darüber die Schlagzeile, daß die Thüringer jetzt anders wählen wollen. In einer ausgequetschten Zitrone ist mehr Informationsgehalt.

 Posted by at 9:33 p.m.