Jul 022022
 

Seit einigen Jahren spielen meine Mutter und ich regelmäßig Kniffel bzw. Yahtzee. Seit dem 09. April 2019 sammele ich, warum auch immer, die selbstgedruckten Listen, die pro Blatt immer vier Serien je vier Spiele enthalten. Und so hat sich dieser Listenberg entwickelt. Dazu kommen noch die Listen in ihrer Wohnung.

Heute morgen verstarb meine Mutter im Krankenhaus in Wismar. Unsere letzte Liste vom 16.06.2022 zeigt: Sie ging als vierfacher Sieger!

 Posted by at 4:08 pm
Apr 112022
 

Keine Angst, liebe DDR-Sozialisierte, ich bin nicht Irma und erinnere nicht an Ernst Thälmann.

In wenigen Tagen ist es 21 Jahre her, daß mein Vater nicht mehr am Leben ist. Er hat die Euroeinführung nicht mehr miterlebt, das Attentat in Winnenden, den Anschlag auf das World-Trade-Center und und und. Glücklicherweise auch nicht die Corona-Zeit, ich weiß beim besten Willen nicht, wie er sich dazu verhalten hätte.

Ich möchte heute nur einen Gruß aus der Vergangenheit zu Worte kommen lassen. Über ein soziales Medium erlangte ich gestern Kontakt zu einer Dame, die sich nach 28 Jahren noch lebhaft an meinen Vater erinnert, hat er doch wahrscheinlich damals ihrem Sohn das Leben gerettet.

Lassen wir sie sprechen (Rechtschreibung behutsam korrigiert):

Oh, …er war der Lebensretter meines Sohnes. Ihm verdanke ich, dass er 1994 die richtige Diagnose stellte, sonst wäre er einen Tag später an einer Sepsis gestorben.

Als ich erfuhr, was dann passiert ist, …Jahre später, war ich sehr traurig.
Wenn ich heute auf den Friedhof gehe, gehe ich immer bei ihm vorbei und bedanke mich immer noch.

Er war unter den Ärzten hier in Altenburg, als Kinderchirurg, ein sehr guter Arzt und Diagnostiker. Mein Sohn lag mit 41,6 Grad Fieber drei Tage im Kinderhospital. Man untersuchte per Ultraschall, Röntgen, gezogenes Gehirnwasser etc., Ohne Diagnose. Er war schon ohne wirkliches Bewusstsein und man schrieb es einem Virus zu. Die Kinderchirurgie war derzeit in der Baracke im Areal des Kinderhospitals.
Ich wusste an dem Abend, wenn ich heute nach Hause gehe, bekomme ich in den nächsten Stunden eine schlimme Botschaft. Ich weinte furchtbar und sollte aber gehen, weil es bereits 20 Uhr war. Man sagte, man tue alles! Das Fieber ging trotz lytischen Cocktails nicht herunter.
Als ich völlig fertig das Haus verließ, kam von unten der Arzt und unsere Wege kreuzten sich direkt. Er grüßte mich ,schaute mich an und fragte, was mit mir ist. Ich erzählte soweit ich konnte alles und brach zusammen.

Er klingelte an der Station, wo mein Sohn lag. Ich wurde versorgt und er ging zu meinem Sohn und untersuchte ihn. Danach kam er zu mir und erklärte mir, dass er Dr. Noori sofort anruft und ein Not-CT anmeldet. Das war für die neunziger Jahre nicht Standard.
Dr. Noori hatte schon lange Feierabend, aber er war noch da und alles wurde schnell im Krankenhaus Leipziger Straße vorbereitet. Der Rettungswagen kam, Dr. Möglich, mein ohnmächtiger Sohn und ich wurden ins KH gefahren. Unterwegs erklärte er mir, dass es UNNORMAL sei, bei der Symptomatik nicht den Chirurgen hinzugezogen zu haben.

Er nahm an, Daniel habe einen perforierten Blinddarm, Lebensgefahr.

Das CT wurde gemacht…, es war kein Blinddarm, aber ein ebenso gefährlicher perforierter Nierenabzess, schon mit Bakterien in der Blutbahn.

Dr. Möglich konnte in dem Zustand, in dem mein Sohn war, ihn nicht mehr operieren, dass hätte dieser nicht überlebt. Also legte er Infusionen mit verschiedenen Antibiotika. Er sagte, wenn in zwei Stunden die Temperatur nicht etwas runter gegangen ist, MUSS er operieren. Er blieb die ganze Nacht bei mir und meinem Sohn. Die Temperatur ging nach zwei Stunden leicht auf 40 Grad zurück. Er blieb bis früh da und nahm meinen Sohn dann mit auf seine Station. Ich durfte auch ganztags dort bleiben.

Nach etwa einer Woche war mein Sohn aus dem Delirium wieder ansprechbar und außer Lebensgefahr.

So viele Tränen und Horrorangst als Mutter wollte ich nie wieder erleben. Ich bin fast zerbrochen. Deshalb bedanke ich mich heute noch am Grab.

Als ich damals die Zeitung aufschlug und die Annonce von Dr. Möglich las, war ich geschockt. Es war sehr traurig für mich.

Ich weiß noch als ich ihm Blumen zum Geburtstag ins neue Krankenhaus brachte. Da stand er gerade draußen und rauchte. Ich habe ihn umarmt, gratuliert und immer wieder bedankt. Aber ich merkte, das er spürbar dünner geworden war.

Ich fragte direkt, ob alles in Ordnung ist. Er sagte, ja….machen sie sich keinen Kopf, das ist nur wegen des Stressesw wegen der Eröffnung des neues Krankenhaus.

Kurze Zeit darauf die Nachricht.

Sorry für den langen Text, aber ich werde ihn nie vergessen.

 Posted by at 4:32 pm
Aug 262021
 

Die vom Vorgänger übernommene Küche hatte ihre Pflicht getan, aber der mäßige Herd, die fehlende Spülmaschine, der … Kühlschrank, naja, es wurde Zeit für eine neue Küche. Eine Zeitungswerbung versprach hohe Rabatte, freie Planung, Abholung der Altküche usw. also wurde Anfang Mai 2021 in einer vierstündigen Sitzung in der nahegelegenen Großstadt eine schicke Neuküche geplant.
Wermutstropfen: Damit alle Geräte passen, mußte die Tür versetzt werden. Da im Haus alles in Trockenbau ausgeführt ist, sollte das aber kein Problem darstellen, halt nur Dreck und Aufwand.
Als Liefertermin wurde, wegen Corona, Ferien usw, der 25.08.2021 angesetzt.
Mitte Mai zahlte ich 50% des (wirklich angenehmen) Gesamtpreises an, eine Woche später kam ein Mensch, der die Küche noch einmal lasergenau ausmaß, kurz darauf gab es den Elektroinstallationsplan. So weit, so gut.

Anfang August kam der Trockenbauer. Als Lohn hatte er sich einen kleinen Ostseeurlaub ausbedungen. Also stellte ich ihm, seiner Frau und den drei Kindern (11f, 12m, 13m) meinen Bungalow zur Verfügung. Innerhalb der ersten Augustwoche, wurde also die Tür um einen guten halben Meter versetzt, natürlich war es keine Leichtbauwand, sondern eine tragende Wand, aber wie auch immer, am Samstag war der Umbau abgeschlossen.

Die folgende Woche gehörte dem Elektriker. Aus schlappen 4 Steckdosen (eine geschaltet) wurden 19 Steckdosen (4 geschaltet), schon einmal ein riesiger Fortschritt.

Jetzt mußten noch die Löcher geschlossen, gespachtelt, geschliffen und grundiert werden und die Küche überhaupt bei der Gelegenheit neu gestrichen werden.

Glücklicherweise fand sich ein hilfsbereiter Verwandter, der mit mir letzte Woche Freitag und Samstag diese Arbeiten erledigte. Es war also letzten Samstag Abend und meine leere Küche war perfekt vorbereitet auf den Liefertermin, ich wiederhole mich gerne, den 25.08.2021.

In der Nacht vom Samstag zum Sonntag erreichte mich gegen 23:00 Uhr folgende E-Mail vom Küchenstudio:

Sehr geehrter Herr Möglich,

auf Grund des plötzlichen Ausscheidens von Herrn xxxxx hatten wir keine Informationen zu Ihrer Küche. Es sind Fragen
aufgetaucht, die noch geklärt werden müssen.

Uns liegen keinerlei Hinweis vor, ob Sie die Abluft behalten oder auf Umluft umstellen wollen. So wie die Küche von Herrn xxxxx
geplant wurde sitzt der Mauerkasten links neben dem Haubenschacht. Die zweite Frage wäre: Soll die Arbeitplatte ins Fenster laufen?
Wir liegen jetzt knapp unter der Brüstung (Fensterbank). Der Auszugschrank unter dem Fenster kann wie geplant nicht gefertigt werden.
So kurze (240 mm) Schubladen bzw. Auszüge sind nicht lieferbar.

Der Zirka Liefertermin in der KW 34 ist auch nicht zu halten. Da kommen mehrere unglückliche Umstände zusammen. Dadurch
das keine Übergabe seitens Herrn xxxxx erfolgt ist, ist der Auftrag leider zu spät weiter bearbeitetet worden. Das Aufmaß hatte
Herr xxxxx noch eingearbeitet. Die Lieferzeitzeiten sind coronabedingt auch länger geworden sind. Wir hatten gehofft, dass nach der
großen Impfaktion des Leben, die Produktionen sich wieder normalisieren werden.

Wir sollten uns vielleicht noch einmal zusammen setzen, um die offenen Fragen zu klären.

Puh, das war harter Tobak. Meine Altküche sah mittlerweile nämlich so aus:

Also setzten wir uns diesen Montag noch einmal zusammen und klärten die offenen Fragen.

Nun werden nächsten Montag die alten Möbel entsorgt und mir eine „Notküche“ zur Verfügung gestellt. Das neue Lieferdatum ist „so Mitte Dezember“.

 Posted by at 7:45 pm
Nov 222020
 

Virtueller Totensonntag

Hier kann man sich diverse Familiengräber anschauen. Nicht dabei: Gräber der Urgroßeltern in Ostpreußen, aber als ich dort war, hatte ich keinen Fotoapparat dabei.

Vaters Grab in Altenburg/Thüringen.

Vaters Eltern, meine Großeltern.

Vaters Schwester, meine Tante.

Kind einer Cousine, mein Großcousin.

Die drei vorgezeigten Grabstätten sind auf dem Friedhof in Rieda, heute ein Ortsteil von Zörbig in Sachsen-Anhalt.

Grabstätte der Großeltern in Klütz, keine 500 Meter weg von mir.

Grabstatte der Familie Kratz in Hörde, dort war das Sammelbecken der Familie nach der Vertreibung.

 Posted by at 9:29 am
Nov 162020
 

…erklärt sich mit den folgenden Fotos sehr leicht.

Hintergrund: Ich arbeitete als Rettungsschwimmer in Naherholungsgebiet Pahna und fuhr wie immer am Abend mit meinem Motorrad nach Hause. Tja und dann stoppten mich die Genossen Volkspolizisten. Ich begriff am Anfang nicht einmal, daß eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführ worden war. Doch im Polizei-Barkas dämmerte mir allmählich, daß sich meine motorisierte Zukunft anders entwickeln würde.

Zur Erläuterung der nächsten beiden Fotos: es gab kein Punktesystem mit Flensburg usw., sondern man hatte neben dem Führerschein stets diese nette Berechtigungskarte P mitzuführen.

Auf der Rückseite war Platz für 5 Stempel/Knöllchen. Wenn diese Stempelkarte voll war, dann war der Führerschein, der damals politisch korrekter Fahrerlaubnis genannt wurde, weg.

Merksatz (1) Du… (2) fährst … (3) keine… (4) Rennen… (5) mehr.

Bei mir verzichtete man auf die Arbeit, fünfmal zu Stempeln, wie man hier schön sehen kann.

Fazit: Ich hatte an diesem 24.07.1985 noch eine Dreiviertelstunde Zeit, nämlich bis 20:45 Uhr, um mit meinem Motorrad nach Hause zu fahren. Dort stellte ich es in den Schuppen und machte mich sogleich daran, mein Fahrrad wieder in Schuß zu bringen, denn ab jetzt war ich lange neun Monate Fußgänger. Für einen gerade Volljährigen eine deftige Strafe. Immerhin war der Führerscheinentzug nicht mit Kosten verbunden, ich hatte sowieso kein Geld und fairerweise wurden die Erziehungsberechtigten nicht für die Doofheit ihres Nachwuchses finanziell bestraft.

Am nächsten Tag, dem 25.07.1985, hatte ich die zweifelhafte Ehre, in der Regionalzeitung als „schnellster Raser des Tages“ genannt zu werden und am Folgetag, dem 26.07.1985, erreichte mich mit Postzustellungsurkunde der folgende Brief:

Man kann sage, was man will, aber die Strafe folgte auf dem Fuß und wirkte. Neun Monate kein Führerschein als Abiturient, das war übel. Auch der Spott aller Mitmenschen war mir sicher. Am Schlimmsten war aber, daß ich ohne Fahrerlaubnis der einzige Junge in meinem Jahrgang war, der nicht den billigen LKW-Führerschein über die GST machen durfte. Somit hatte ich doch einen finanziellen Schaden, denn nun mußte ich statt 75,00 Mark zwei Jahre später in der regulären Fahrschule um die 1.000 Mark berappen.

 Posted by at 3:46 pm
Okt 252020
 

… die von mir im Frühjahr bestellte Sonderedition des Spieles Command & Conquer enthielt.

Saubere Arbeit, ich bin sehr zufrieden.

Achja, Command & Conquer, ich weiß noch genau, wie ich das Spiel kaufte. Das war am 01. September 1995. Meine Freundin hatte ich gerade am Flughafen in Frankfurt für 14 Tage USA-Reise abgegeben und auf dem Rückweg kaufte ich in Gießen das Spiel, welches am Vortag erschienen war. Den Preis dafür habe ich vergessen, 79 DM klingt aber nicht ganz verkehrt. Näheres zu Command & Conquer steht im Blog.

Apropos Preis, das war definitiv das erste Spiel überhaupt, welches ich kaufte. Stimmt nicht, eines ist davor.

Jetzt sind also 25 Jahre ins Land gegangen und anläßlich des Jubiläums haben die ehemaligen Macher nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Heraus kam das Spiel im Originalcharme endlich auch unter modernen Windowsen zu spielen und als Bonbon können nun Bild und Ton auch in zeitgemäßerem Gewand daher kommen.

Das Spiel kam digital per Steam und ist schon lange durchgezockt, doch nun kam endlich die dazugehörende Box. Diese ist üppig gefüllt mit Plakaten, Tafeln, Sammelkarten und einer DVD mit Artwork. Der Hammer schlechthin aber (und der Grund für meinen Kauf) ist das Tiberiumkristall. Das leuchtet nicht nur grün, wenn man es in einen USB-Port stellt, sondern entpuppt sich als Stick, der die komplette Musik der beiden ersten Teile der Serie in hoher Qualität als Remaster enthält. Also als WAV und FLAC, Hut ab!



 Posted by at 7:51 pm
Apr 302020
 

… Internet der vergangenen Tage.
Es war Mitte der 90er Jahre, da mußte man, um ins Internet zu kommen eine Telefonleitung benutzen. Telefonleitungen, das waren elektrische Kabel, die seit den 80er Jahren und diesmal meine ich die 1880er Jahre, verlegt worden waren, eine über 100 Jahre alte Technik.

Die Telefonleitungen waren für Sprachübertragung optimiert und für (binäre) Computerdaten eher ungeeignet.

Also mußten die Binärdaten in hörbare Töne ungewandelt werden und die hörbaren Töne wieder zurückverwandelt werden in binäre Daten. Die Fachwelt spricht nicht schnöde vom Verwandeln, sondern nennt es modulieren. Aus MODulieren und DEModulieren wurde das Kunstwort MODEM für das Gerät geschaffen, daß beide Sachen kann.

Erste Modems oder deren einfache Vorgänger, die Akustikkoppler, schafften jämmerliche Übertragungsraten. Beim Download krochen bestenfalls 1.200 Bits in der Sekunde, im Upload gar nur 75 Bit pro Sekunde. Also hätte der Download eines Megabyte Daten Dank Overhead etwa 2 Stunden gedauert, der Upload eines Megabytes hingegen mehr als einen Tag gedauert. Nun wurde das Telefon nach Minuten abgerechnet, üblich waren tagsüber 8 Pfennig (4 Cent) pro Minute. Also hätte der Upload eines Megabyte mehr als 50 EUR gekostet (Nachts war es günstiger).
Um in dieses ominöse Internet zu kommen, mußte man das MODEM anweisen, sich ins Internet einzuwählen.

Bei der Telekom (ganz früher Bundespost, damals hieß sie T-Online) war die lokale Rufnummer bundeseinheitlich

0191011

Wenn das MODEM diese Nummer wählte (^ATDT bzw ^ATDP) dann ging der Telekomserver ran und nach Eingabe der Zugangsdaten wie etwa

5200755630001414141214#0001@t-online.de

war man im Internet. Aufgrund der lahmen Performance benutze man aber keine byteschluckenden Browser (Mosaic war der heisse Shyce, der Opa von Mozilla und, ja auch vom Internet Explorer), sondern man benutzte so abstruses Zeug wie Fido, MausNet, IRC usw.

Darum soll es aber nicht gehen.

Heute, am 30.04.2020, wird die Deutsche Telekom um Mitternacht die 0191011 abschalten. Damit entfällt die Möglichkeit, mit einem analogen MODEM über die Telekom ins Internet zu gehen.

Nicht, daß das jemanden interessiert, aber genau wie bei der Abschaltung der Langwelle endet wieder ein spannendes Kapitel Technikgeschichte.

Mir ist tatsächlich eine Person bekannt, die diese Zugangsmöglichkeit bis heute nutzt(e).

Lebe wohl, gute alte Analogtechnik! Ich habe hunderte DM in Dich und die Gebühren versenkt, stundenlang Zeit in Mailboxen verplempert, dank Hamster das Usenet offline gelesen und die Bundespost mit illegalen us-robotic-MODEMS ausgetricktst. Diese Phase ist morgen EDV-Geschichte.

 Posted by at 8:46 pm
Feb 022020
 

…mußten an beiden Augen die Linsen ersetzt werden. Seitdem bin ich nicht mehr zwingend auf eine Brille angewiesen und eine neue Welt hat sich mir eröffnet.

Ohne Brille nachts vom Bett zum Klo laufen? Kein Problem mehr!
Ohne Brille ins Schwimmbad/an den Strand? Kein Problem! Noch 2018 war ich im Urlaub ohne Brille ins Wasser gegangen und fand meine Sachen nicht wieder, eine sehr unangenehme Angelegenheit.
Sonnenbrille vergessen? Einfach eine für unter 10 EUR im Supermarkt mitnehmen!
Brille vergessen oder Brille kaputtgemacht? Was früher eine Katastrophe war (Ersatzbrillen waren immer im Handschuhfach, im Reisegepäck) ist nun… egal. Und im „Notfall“ kauft man zur Überbrückung im $GESCHÄFT für ein paar Euro eine Lesebrille.
Neue Brille gefällig? Was früher schnell im vierstelligen Bereich endete, kostet heute keine 200 EUR, also Gläser UND Gestell!

Interessanterweise habe ich mich aber so stark ans Brillentragen gewöhnt, daß ich auch nach einem Jahr noch täglich nach der Brille greife, die dann aber gar nicht da ist.

Eines der letzten Fotos von mir ohne Brille, das war 1976.

Für Uneingeweihte, das Bild zeigt die Veränderung meines Sehvermögens durch die Operationen.

Für Interessierte, das kostete der Spaß:

 Posted by at 6:38 pm
Okt 162018
 

Wer in den späten 80ern und frühen 90ern einen PC besaß, der hatte zwangsläufig auch den Norton Commander installiert. Ich kenne kaum jemanden, der ihn nicht liebte und nutzte und die Wenigen, die sich ihm verweigerten, finden heute bestimmt auch Windows 10 gut.
Aber ich kenne Niemanden, der ihn für die sagenhaften 159,00 DM kaufte, es existierten praktisch nur Raubmordkopien dieser Software. Tja, hätte der Peter Norton seinen Commander für 5 DM angeboten, er wäre Millionär geworden, doch das will ich gar nicht erzählen.

Nicht ganz so bekannt, aber nicht minder beliebt waren die Norton Utilities, eine Sammlung mehr oder weniger nützlicher Programme, die Sachen konnten, die (MS-)-DOS nicht beherrschte, bspw. Festplatten defragmentieren (damals ein großes Ding!) oder sicheres Löschen von Dateien und der Festplatte. Dazu gehörte auch der Batch Enhancer, der die dröge DOS-Oberfläche mit Tastenkürzeln, Quasigrafiken, Programmschleifen und eben auch Tonausgabe über den PC-Piepser erweiterte.

Und dazu gab es eine Demo-Datei:

Diese konnte abgerufen werden mit

be beep mary

Und das Ergebnis klang dann so:

Wer das damals seinen Kumpels zeigte, wurde bereits als Hacker betrachtet. Those were the days.

 Posted by at 6:39 am