März 252026
 

Es ist mittlerweile Mittwoch, der 11. März. Vor einem knappen Monat wußte ich noch nichts von meinem Glück, nun bin ich bereits wieder zurück von meiner spontanen Dienstreise.

Drei Rechnungen: einmal der Schal, stolze 70 Euro, dann mein Sonnenschutzmittel, knapp 6 Euro und der Eintritt ins Besuchszentrum Thaba Bosiu, knapp 3 EUR pro Person.

Mein bis dahin jungfräulicher Paß, der nächstes Jahr abläuft und bei dem ich dachte, daß dort kein Visum stehen wird, hat nun doch ein paar Stempel bekommen.

Nun heißt es nur noch: Nach Hause fahren!

Die Rückreise an die Ostsee verläuft unspektakulär, ich halte an der Wohlenberger Wiek noch kurz an, um für meine afrikanischen Freunde das Beweisfoto meiner Ankunft zu schicken. Einen Tag vorher war ich auf über 1.500 Meter Höhe, nun wieder auf Meereshöhe.

Freitag Mittag klingelt ein Kurier. Er kommt vom Hamburger Flughafen und bringt mir meinen Koffer, der auf verschlungenen Wegen von Afrika dorthin transportiert worden ist. Michael hat seinen Koffer bereits am Mittwoch via Flughafen Dresden bekommen.

Die Freude ist groß, denn alle Gastgeschenke und Mitbringsel befanden sich im Koffer, abgesehen von Anzügen, Hemden und Kulturtasche, die ich in drei Tagen wieder für meine Dienstreise nach Hamburg benöitige.

Hiermit ist mein kleiner Reisebericht beendet, ich werde sicher noch ein paar Sachen ändern, hinzufügen oder korrigieren, also gelegentliches Reinschauen mag sich lohnen.

Bleibt zum Schluß nur noch, den Spruch auf dem T-Shirt zu beherzigen:

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März 242026
 

Der Sonntagvormittag ist wieder zweigeteilt, Michael besucht einen Gottesdienst. Lesotho ist ein sehr christliches Land, überall sieht man Hinweise auf Kirchen, Kreuze und ander Hinweise auf Religiosität.

Ich hingegen laufe in das nahegelegene Geschäft meinen Namensvetters. Ja, es gibt einen erfolgreichen lesothischen Modedesigner, der aus lesothischer Mohairwolle hochwertige Kleidungsstücke u. a. herstellt. Ich zeige den beiden Angestellten meinen Paß, Gekicher und ein obligatorisches Foto:

Natürlich MUSS ich dort ein Mitbringsel kaufen, es wird ein wunderschöner Schal, wer mich besucht, wird ihn sofort bemerken.

Am Nachmittag geht Michael zum Fußballspielen, aber die Einheimischen finden, daß Weiße nix taugen, was Fußball angeht. Dazu kann ich keine Stellung nehmen, Fußball ist in keinem Land der Welt etwas für mich.

Zu Abend wird wieder gekocht, ich verliere bei der Familie den Überblick bei den ganzen Kindern, COusins und Onkels, aber der Wintergarten ist wohl gefüllt und genießt die deutsche Küche.

Mehr ist heute nicht los, deswegen zum Schluß noch ein Bild vom abnehmenden Südhalbkugelmond. (oder zunehmend?)

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März 232026
 

Heute ist ein afrikanischer Chaostag. Zuerst lerne ich erst einmal den heftigen Starkregen von Lesotho kennen, in der Nacht werde ich mehrfach munter, weil dicke Regentropfen laut auf’s Dach trommeln, auch den ganzen Vormittag gießt es wie aus Kannen, es kamen bestimmt über den Tag 80 Liter/m² runter.

Eigentlich war am Vormittag ein Treffen im Energieministerium geplant, aber der Termin wurde erst verschoben, dann abgesagt, dann wieder auf’s Tapét gebracht und …wir warten. Als ich schon alle Hoffnung fahren gelassen hatte, bekamen wir tatsächlich noch einen Termin, des glücklicherweise nur ein paar hundert Meter entfernt ist.

Eigentlich sollten wir uns mit dem Energieminister treffen, dieser Termin wurde aber auf Montag verschoben, dafür hielten wir unseren Vortrag vor dem Leiter, Herrn Muso Raliselo und einigen seiner Kollegen.

Überall hängen Bilder von seiner Majestät König Letsie III. und vom ehrenwerten Premierminister Samuel Ntsokoane Matekane. Unser Vortrag zum Zweiten.

Mittlerweile hat es aufgehellt und wir haben einen sonnigen Nachmittag mit freundlichen 25 Grad. Und wir haben alle Hunger, also laden wir die gesamte Runde ins Lancer’s Inn ein. So speisen wir zu am runden Tisch zu zehnt bis in den frühen Abend. Dann kümmern wir uns nochmals um die SIM-Karten und tatsächlich klappt es jetzt, ich habe eine lesothische Telefonnummer und bin via WhatsApp erreichbar, hier in Lesotho DER wichtigste Weg für Kommunikation, wie ich lernen durfte.

Der Qiloane-Berg bei Thaba Bosiu gilt als Vorlage für den Basotho-Hut und findet sich auch auf den KFZ-Kennzeichen wieder.

Der südafrikanische Rand und der lesotische Loti (Plural: Maloti) werden gleichermaßen akzeptiert. Der Kurs ist 1:1 und es besteht eine Währungsunion.

Lesotho ist Hochland, hier eine Messung mit meinem Händi.

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März 212026
 

02.03.2026

Der Weg ins Königreich Lesotho führt über das Drehkreuz Johannesburg. Der Start des Nachtfluges ist pünktlich um 19:30 Uhr. Der Lufthansaflug LH578 bringt uns in ziemlich genau 10 Stunden die 8.800 Kilometer ins südliche Afrika.
Die Reise nach München ist ereignislos, wir parken das Auto für gesamt 65 EUR in Flughafennähe und lassen uns von einem netten Griechen zum Terminal bringen. Dort geben wir das schwere Gepäck auf, Michael hat noch 200 Gramm, ich 100 Gramm Reserve, da haben wir am Vormittag aber gut die ganzen Mitbringsel auf die Koffer verteilt. Am Flughafen ist überhaupt nichts los.

Der lange Nachtflug ist für mich eine Tortur, habe ich doch einen Mittelplatz, wir alle sind eher kräftiger Natur und die Sitzreihen hat die Lufthansa sehr gewinnorientiert aufgebaut. Ich komme nicht zur Ruhe, kann Arme und Beine nur zentimeterweise bewegen.

Irgendwann ist der quälende Flug dann doch vorbei und wir landen auf dem Flughafen Johannisburg, ich betrete nach 17 Jahren wieder südafrikanischen Boden.
Wir haben reichlich Zeit bis zum Anschlußflug, können uns in der Zeit die Beine vertreten, genießen ein vernünftiges Frühstück und gehen dann in aller Ruhe zum Gate 23.

Die moderne Air-Link-Maschine hat alle 38 Sitze ausgebucht, an Bord sind überwiegend Geschäftsleute, darunter sehr viele Chinesen.

Der Flug startet pünktlich und nach nicht einmal einer Stunde landen wir in der lesothischen Hauptstadt Maseru. Bei der Landung zeigt sich das Land schon von seiner atemberaubend schönen Seite.


Der Flughafen könnte aus einem ollen Bud-Spencer-Film stammen, aber das ist familiär und man muß nur ein paar Meter zur Abfertigung laufen. Es müssen zwei wichtige Formulare ausgefüllt und abgegeben werden, das Gepäck wird in der Zeit mehr oder weniger händisch auf Rollbahnen gepackt, die keine 2 Meter lang sind. Das sehen auch nach kurzer Zeit die Gepäckabfertiger ein und stellen die Koffer einfach so in den Raum. Die Zollkontrolle ist recht streng, aber wir haben Glück, unsere Gastgeber lauern schon auf uns und es gibt eine herzliche Begrüßung und die Formalitäten werden für uns überschaubarer als für die Chinesen.

Wir werden von Gastgeberin Laura zu ihr nach Hause gebracht und bekommen auf der Fahrt einen ersten Eindruck vom Land. Es herrscht Rechtsverkehr, die Hauptstraßen sind in Ordnung, Nebenstraßen gibt es quasi nicht.

Mich erinnert alles interessanterweise an Guatemala, die vielen Fußgänger, die Wellblechhütten aus denen von der Grillkeule über SIM-Karten bis zu frischen Pfirsischen alles verkauft wird, die Landschaft aber insbesondere, kein Wunder, auch in Guatemala ist viel Land über 1.500 Meter hoch.

Bei unserer Gastgeberin angekommen, befreien wir erst einmal die Koffer von Geschenken und Mitbringseln. Lesotho ist ein hochgelegenes Binnenland, deswegen habe ich Souvenirs von der Ostseeküste mitgebracht. Nach Erholung und Lagebesprechung werde ich zu meinem Hotel gebracht.

Das Lancer’s Inn ist eine gute und wichtige Adresse mitten im Zentrum der Hauptstadt. Dort trafen wir auch gleich auf weitere Freunde und Partner, das sollte die ganze Zeit so bleiben.

Es gab ein üppiges Abendessen, weitere Koordinierungen und dann bezog ich mein Cottage. Nach schlafloser Flugnacht und so vielen neuen Eindrücken war ich ausreichend erschöpft und fiel schnell in einen erholsamen Schlaf.

 Posted by at 10:41 p.m.
März 122026
 

Der 17.02.2026 war bis 10:37 Uhr ein ganz gewöhnlicher Tag. Meine Tante und ich waren gerade aus der Kreisstadt zurückgekommen, mein Auto stand mit laufenden Motor vor ihrer Tür, ich war ihr noch schnell zum Eingang gefolgt, um einen Überweisungsträger zur Sparkasse mitzunehmen, da klingelte mein Autotelefon. Tatsächlich schaffte ich es, zum Wagen zu eilen, mich reinzusetzen und den Anruf anzunehmen.

Der Anrufer war mein Freund Michael und dieser Anruf sollte einigen Schwung in den Tag und in mein Leben bringen.

Kurz gefaßt: Michael hatte langfristig eine dienstliche Reise ins Königreich Lesotho geplant und seine Reisebegleiterin hatte am vergangenen Wochenende einen schweren Skiunfall erlitten und fiel somit aus. Flüge und Hotel waren bezahlt, Pläne geschmiedet und nun wurde ich aus dem Kalten heraus gefragt, ob ich nicht mitreisen könne?

Mehr oder weniger ohne Nachdenken sagte ich zu und dann ging die Planerei los, denn der Abflug sollte schon in knapp zwei Wochen sein. Also ging es los: Reiseführer kaufen [X] Check

Ist der Reisepaß noch gültig? [X] Check, aber Ende nächsten Jahres läuft er ab, Puh!

Visitenkarten drucken, Gastgeschenke kaufen, Arzt wegen Reisemedikamenten kontaktieren, nochmal zum Friseur, habe ich genug passende Kleidung, wo ist der große Koffer, der Bank Bescheid sagen wegen Kreditkarteneinsatz im Ausland, SIM-Karte organisieren, mich ins Thema der Reise einarbeiten, geplante Termine absagen oder verschieben, neue Reifen für’s Auto kaufen und und und.

Schnell noch ein Bild vom Auto machen auf Meereshöhe und von mir an der eiskalten Küste:

Ok, alles hatte prima geklappt und so konnte ich am Sonntag, dem 01.03.2026 mit zwei wohlgepackten Koffern und einer Tragetasche ins Erzgebirge fahren.

Die Fahrt verlief unspektakulär, im Fläming tankte ich das Auto zum damals[TM] heftig überteuerten Preis:

Da konnte man die heftige Preissteigerung noch nicht ahnen.

Zum Abendessen fuhren wir über den Fichtelbergpaß (über 1.100 Höhenmeter, es lag noch etwas Schnee) ins Nachbarland Tschechien zum Restaurant Anton zum Abendessen.

Ein schönes Kontrastprogramm zu dem, was die folgenden Tage bringen werden, dazu später mehr an dieser Stelle.

 Posted by at 10:05 a.m.
Nov. 052022
 

So sah meine Garagencarportschuppenkombination vor ein paar Tagen noch aus:

Verrottetes Holz als Blende, verdreckte und verwitterte Fronten, aber immerhin kein Unkraut!

Es folgt also der letzte Grundstückspflegeakt dieses Jahr:

Denn nach Grundstückspflege II und dem Großprojekt Terrassenrenovierung bleibt jetzt noch das „Schuppen/Carport/Garage auf Vordermann bringen“. Im Wesentlichen mußten nur die oberen Schalbretter ersetzt werden und die Holzverkleidungen gereinigt und alles frisch gestrichen werden.

Und so haben wir das auch gemacht:

Die Schalbretter werden geliefert, wie immer sehr ordentlich von Fa. Benthack aus Grevesmühlen.

Die Bretter werden zurechtgesägt, mehrfach gestrichen und angebracht.

Das blöde Unkraut ist schon wieder gut nachgewachsen, aber die Bretter sind angebracht. Fehlt nur noch das Malen.

Und fertig, der Schuppen ist frisch gemalt, jetzt muß nur noch das Unkraut in den Griff bekommen werden.

Für das nächste Jahr denke ich über einen hübschen Mülltonnenversteckschuppen und/oder eine Fahrradgarage nach, die sind aber verflixt teuer.

 Posted by at 6:38 p.m.
Aug. 212022
 

Dieses Jahr hatte ich geplant, die Garage zu malen und die Terrasse zu erneuern. Nun, die Terrasse ist mittlerweile fertig! An dieser Stelle einen Riesendank an meinen Freund Jens, der dieses Projekt quasi im Alleingang in einer guten Woche stemmte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, sehr schön, sehr professionell.

Das die Terrasse dringend ersetzt werden mußte, daß war letztes Jahr schon klar, ich hatte schon mehrere durchgebrochene Bretter ersetzen müssen und an vielen Stellen knirschte es schon verdächtig, ein Wunder, daß nicht vorher schon ein Unglück passierte, war teilweise das Holz so morsch, daß man es mit den Fingern zerbröseln konnte.

Am 21.06.2022 wurde es dann Ernst, zwei Profis untersuchten den Untergrund der Altterrasse und am nächsten Tag ließ ich mir bei der Fa. Benthack in Grevesmühlen Angebote für eine Terrasse aus Tropenholz bzw. aus sibirischer Lärche erstellen.

Meine Mutter lag zu dieser Zeit im Krankenhaus, nahm aber noch aktiv am Entscheidungsprozeß teil, wir wählten die sibirische Lärche, um Putin zu unt da dieses Holz vom Charakter zum nordischen Stil des Bungalows paßt.

Als Ausliefertermin wurde der 01.08.2022 vereinbart, zu diesem Zeitpunkt ahnte freilich niemand, daß einen Tag vorher die Seebestattung meiner am 02.07.2022 verstorbenen Mutter stattfinden würde, deswegen ließ ich den Termin auch auf einen Tag später verlegen.

kleine Chronologie des Terrassenbaus

    Montag, 01.08.2022

Kompletter Abriß der gesamten Terrassenfläche einschließlich Brücke. Dabei wurde aufgedeckt, daß sich unterhalb der Terrasse viele Pflanzen verwurzelt hatten, am schlimmsten das Schilf. Am Ostende war das Regenfallrohrblindventil undicht, dort ging Wasser immer schön ins Fundament. Dieser Fehler wurde natürlich sofort beseitigt. Dann wurden die Stahlträger der Brücke entrostet und grundiert.

    Dienstag, 02.08.2022

Am Vormittag beräumten drei Herren den Untergrund von Schutt und Wurzeln, es wurde schwarzer Vlies gegen Neubewuchs verlegt und die grundierten Brückenträger verzinkt.

Am frühen Nachmittag lieferte die Fa. Benthack die neue Terrasse. Schnell wurde alles inventarisiert und dann ging es ab an den Strand, wozu hat man die Ostsee in der Nähe? Am Abend wurde die bereits im Vormonat gelieferte Kappsäge aufgebaut und die Aufbauarbeiten für den Unterbau wurden in Angriff genommen

    Mittwoch, 03.08.2022

Die Aufbauarbeiten für den Untergrund wurden fortgesetzt, Höhenausgleich, Nivellierung, alles nicht so einfach.
Dann kam ein Problem aus einer Richtung, mit der keiner rechnen konnte, denn im gesamten Ort fiel der Strom für knapp 2 Stunden aus. Der Nachbar erbot sich freundlicherweise, mit dem Pufferstrom aus seiner neuen Solaranlage auszuhelfen, mußte aber bei der Gelegenheit feststellen, daß genau das nicht funktionierte. Gut, daß diese Generalprobe schiefging, beim nächsten Ausfall wird es sicher funktionieren.
Gut, daß viele Geräte mit Akku liefen, so konnte für die Brückenhölzer die Bohrvorrichtung konstruiert werden.
Es war ein heißer Tag, also ging es am Mittag wieder an den Strand. Dort fiel uns beim Betrachten der Fotos auf, daß sich die Brücke hauswärts abgesenkt hatte und die Teichfolie zu beschädigen drohte.
Mit Hebeln, Stempeln, starkem körperlichen Einsatz (Jens hatte blaue Flecken am Oberkörper wie nach einer Schlägerei), konnte die Brücke ordentlich nivelliert fixiert werden.

    Donnerstag, 04.08.2022

Die auf Länge gesägten, mit Senkung und Vorbohrung versehen und an den Seiten glattgehobelten Bretter wurden in Serie gefertigt und konnten auf die Brücke montiert werden. Natürlich taugte der teuer gekaufte Bohrer mit Abstandssenker nicht, schnell mußte bei Benthack ein neuer gekauft werden. Und natürlich taugten auch die teuren Edelstahlschrauben nicht, sie waren zu weich, also mußte wieder der Baumarkt bzw. die Fa. Benthack bemüht werden.

Dennoch fand sich auch heute wieder Zeit, sich in der Ostsee gebührend abzukühlen, heute sogar mit mehr als einer Stunde Ausdauerschwimmen zwischen den Bojen.

Die Stahlschrauben erfüllten ihren Zweck und… die Brücke war wieder passierbar und ließ erahnen, wie schön alles im Endeffekt aussehen würde.

    Freitag, 05.08.2022

Und wieder gab es ein Problem, diesmal von oben, ein heftiges Unwetter bescherte uns über den Tag mehr als 45 Liter Regen auf den qm und eine Zwangspause. Und das Baden in der Ostsee mußte natürlich auch ausfallen. Doch am Abend konnte die Unterkonstruktion weiter vorbereitet werden.

    Sonnabend, 06.08.2022

Die Leerrohre für Netzwerkkabel, ein Abwasserrohr für Stromleitungen und zwei Schläuche für Regenwassereinspeisung wurden montiert und die entsprechenden Löcher in die Blendbretter gebohrt und diese mit Nußmuttern am Unterbau befestigt. Der Unterbau wurde nun auf den Betonträgern fixiert, dazu hatte Jens einen Spezialbohrer gebaut und Spezialschrauben organisiert.

Jetzt konnten endlich die Terrassenbretter montiert werden. Angefangen wurde mit den Langhölzern vor der Terrassentür. Doch vorher war natürlich Baden in der Ostsee angesagt.

    Sonntag, 07.08.2022

Der Vormittag wurde genutzt, um gemeinsam eine Sendung beiRadio Emergency zu bestreiten, danach gab es Mittag im Restaurant meines Cousins und nach dem Strandbesuch wurden ganz leise noch ein paar Bretter gesägt und befestigt.

    Montag, 08.08.2022

Trotz Badepause schuftete Jens an diesem Tag wie ein Berserker und schaffte es tatsächlich, am späten Abend fertig zu werden. Nur die kleine Brücke fehlte noch, doch es war absehbar, daß das Holz nicht reichen würde.

    Dienstag, 09.08.2022

Bei Fa. Benthack wurden noch 4 Bretter nachgekauft und gleich an Ort und Stelle auf die richtige Länge gesägt. Dann wurde die kleine Brücke abgerissen, bereinigt, mit Folie ausgelegt, die Eisenträger entrostet, grundiert und verzinkt und die Bretter aufgebracht. Damit waren die Verlegearbeiten abgeschlossen.

    Mittwoch, 10.08.2022

Die beiden Endbretter an der Brücke und am Terrassenbeginn wurden kunstvoll eingepaßt, alle Holzarbeiten waren damit abgeschlossen.
Jetzt mußten noch zwei Leerrohre spatentief auf der Ostseite verbuddelt werden, drei Bohrungen durchs Hausfundament durchgeführt werden, die EDV-Kabel eingezogen werden und im Hausinneren die Auskreisungen für die Unterputzdosen hergestellt werden.
Leider kam das Installationsmaterial nicht rechtzeitig an, so daß dieser Teil des Projekts (Ersetzen des PLAN durch LAN), während ich diese Zeilen schreibe, noch nicht abgeschlosse ist, aber das sieht sicher nächste Woche besser aus.

Fazit:
Materialkosten Holz und Installationsmaterial: ca. 3.100,00 EUR
Kosten Werkzeuge und Hilfsmittel: ca. 750,00 EUR
Kosten Arbeit: 0 EUR

An dieser Stelle nochmal ausdrücklich ein ganz großes Dankeschön an Jens, der sich hier seinen „Ostseeurlaub“ hart verdiente.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Lebens- und Wohnqualität hat sich deutlich verbessert, alles sieht hochwertiger aus.

Jetzt müssen nur noch die ollen Hölzer weg und dann, wenn noch etwas Farbe ans Haus gekommen ist, sind meine Jahresrenovierungsziele mehr als erreicht.

Es ist so schade, daß meine Mutter das nicht mehr erleben durfte.

Zum Schluß noch ein paar Bilder vom fertigen Projekt:

 Posted by at 1:27 p.m.
Apr. 112022
 

Keine Angst, liebe DDR-Sozialisierte, ich bin nicht Irma und erinnere nicht an Ernst Thälmann.

In wenigen Tagen ist es 21 Jahre her, daß mein Vater nicht mehr am Leben ist. Er hat die Euroeinführung nicht mehr miterlebt, das Attentat in Winnenden, den Anschlag auf das World-Trade-Center und und und. Glücklicherweise auch nicht die Corona-Zeit, ich weiß beim besten Willen nicht, wie er sich dazu verhalten hätte.

Ich möchte heute nur einen Gruß aus der Vergangenheit zu Worte kommen lassen. Über ein soziales Medium erlangte ich gestern Kontakt zu einer Dame, die sich nach 28 Jahren noch lebhaft an meinen Vater erinnert, hat er doch wahrscheinlich damals ihrem Sohn das Leben gerettet.

Lassen wir sie sprechen (Rechtschreibung behutsam korrigiert):

Oh, …er war der Lebensretter meines Sohnes. Ihm verdanke ich, dass er 1994 die richtige Diagnose stellte, sonst wäre er einen Tag später an einer Sepsis gestorben.

Als ich erfuhr, was dann passiert ist, …Jahre später, war ich sehr traurig.
Wenn ich heute auf den Friedhof gehe, gehe ich immer bei ihm vorbei und bedanke mich immer noch.

Er war unter den Ärzten hier in Altenburg, als Kinderchirurg, ein sehr guter Arzt und Diagnostiker. Mein Sohn lag mit 41,6 Grad Fieber drei Tage im Kinderhospital. Man untersuchte per Ultraschall, Röntgen, gezogenes Gehirnwasser etc., Ohne Diagnose. Er war schon ohne wirkliches Bewusstsein und man schrieb es einem Virus zu. Die Kinderchirurgie war derzeit in der Baracke im Areal des Kinderhospitals.
Ich wusste an dem Abend, wenn ich heute nach Hause gehe, bekomme ich in den nächsten Stunden eine schlimme Botschaft. Ich weinte furchtbar und sollte aber gehen, weil es bereits 20 Uhr war. Man sagte, man tue alles! Das Fieber ging trotz lytischen Cocktails nicht herunter.
Als ich völlig fertig das Haus verließ, kam von unten der Arzt und unsere Wege kreuzten sich direkt. Er grüßte mich ,schaute mich an und fragte, was mit mir ist. Ich erzählte soweit ich konnte alles und brach zusammen.

Er klingelte an der Station, wo mein Sohn lag. Ich wurde versorgt und er ging zu meinem Sohn und untersuchte ihn. Danach kam er zu mir und erklärte mir, dass er Dr. Noori sofort anruft und ein Not-CT anmeldet. Das war für die neunziger Jahre nicht Standard.
Dr. Noori hatte schon lange Feierabend, aber er war noch da und alles wurde schnell im Krankenhaus Leipziger Straße vorbereitet. Der Rettungswagen kam, Dr. Möglich, mein ohnmächtiger Sohn und ich wurden ins KH gefahren. Unterwegs erklärte er mir, dass es UNNORMAL sei, bei der Symptomatik nicht den Chirurgen hinzugezogen zu haben.

Er nahm an, Daniel habe einen perforierten Blinddarm, Lebensgefahr.

Das CT wurde gemacht…, es war kein Blinddarm, aber ein ebenso gefährlicher perforierter Nierenabzess, schon mit Bakterien in der Blutbahn.

Dr. Möglich konnte in dem Zustand, in dem mein Sohn war, ihn nicht mehr operieren, dass hätte dieser nicht überlebt. Also legte er Infusionen mit verschiedenen Antibiotika. Er sagte, wenn in zwei Stunden die Temperatur nicht etwas runter gegangen ist, MUSS er operieren. Er blieb die ganze Nacht bei mir und meinem Sohn. Die Temperatur ging nach zwei Stunden leicht auf 40 Grad zurück. Er blieb bis früh da und nahm meinen Sohn dann mit auf seine Station. Ich durfte auch ganztags dort bleiben.

Nach etwa einer Woche war mein Sohn aus dem Delirium wieder ansprechbar und außer Lebensgefahr.

So viele Tränen und Horrorangst als Mutter wollte ich nie wieder erleben. Ich bin fast zerbrochen. Deshalb bedanke ich mich heute noch am Grab.

Als ich damals die Zeitung aufschlug und die Annonce von Dr. Möglich las, war ich geschockt. Es war sehr traurig für mich.

Ich weiß noch als ich ihm Blumen zum Geburtstag ins neue Krankenhaus brachte. Da stand er gerade draußen und rauchte. Ich habe ihn umarmt, gratuliert und immer wieder bedankt. Aber ich merkte, das er spürbar dünner geworden war.

Ich fragte direkt, ob alles in Ordnung ist. Er sagte, ja….machen sie sich keinen Kopf, das ist nur wegen des Stressesw wegen der Eröffnung des neues Krankenhaus.

Kurze Zeit darauf die Nachricht.

Sorry für den langen Text, aber ich werde ihn nie vergessen.

 Posted by at 4:32 p.m.
März 152022
 

Wie gestern versprochen an dieser Stelle nun der II. Teil. Das Projekt Sichtschutz kostete insgesamt gut 2.000 EUR und dauerte von der Idee bis zur Fertigstellung zwei Monate.
Sowohl von der Dauer und vom Preis her konnte das Projekt „Neugestaltung Eingangsbereich“ das in beiden Kategorien locker übertreffen. Denn vergeben wurde der Auftrag im März 2021, also vor ziemlich genau einem Jahr, und gestern wurde mit Einbau der Berankungswände alles abgeschlossen. Die Kosten waren mehr als doppelt so hoch, aber es war auch deutlich mehr Arbeit.
Hier erst einmal Bilder vom alten Eingangsbereich:

Ein verdorrter Rhododentron, ein windschiefer, morscher Holzzaun mit fummeligem Torschloß, braune Betonplatten, Unkraut und, das war das Ausschlaggebende, eine Stufe von der Straße zum Grundstück.

Hier habe ich schon den morschen Zaun entfernt, die bloßen Hände und ein paar Fußtritte reichten. Man erkennt gut die Stufe, die es zu beseitigen galt.

Und noch ein Bild, es ist bereits Ende August und meine alte Küche steht abholbereit vor der Tür.

Die Geschichte mit der Küche ist eine ganz eigene und hier beschrieben.
Mittlerweile war es schon Herbst geworden und ich hatte schon alle Hoffnung fahrenlassen, doch dann ging es los. Und wie! Gleich drei Leute rückten mit schwerem Gerät an und innerhalb von zweieinhalb Tagen wurden der Altbelag abgenommen, die Unmenge Gestrüpp entsorgt, der Boden nivelliert und ein Sandbett bereitet, in das dann der Weg stufenlos verlegt wurde.
Zum Schluß wurden noch 100 Bodendecker auf den neuerrichteten Grund gepflanzt und ein einzelstehender Strauch setzte dem Ganzen die Krone auf.

Und hier, werter Leser, ist das, wie ich finde, durchaus sehenswerte Ergebnis:

Und hier ein Detailfoto, zu dem ich noch etwas sagen möchte:

1. der Briefkasten
Es ist gar nicht so einfach, einen hübschen Briefkasten zu finden. Dieser hier ist in individueller Farbe, die sich in Fenster- und Türrahmen wiederholt, für mich gefertigt worden. Ich finde: ein Hingucker.

2. der Strauch
Ich hatte keine Idee für einen Strauch, doch eine Internetrecherche führte mich zu den „Sieben Söhnen des Himmels„.
Winterhart, moderate Wuchshöhe, und die späte Blüte zu meinem Geburtstag überzeugten mich, dieses Gewächs zu wählen, ich bin gespannt, wie es sich entwickelt, im Moment treibt der Strauch jedenfalls aus.

Am 04.11.2021 kam, arg verspätet, die neue Küche, dieses Foto dokumentiert den neuen Eingang etwas zu farbenprächtig.

Corona hatte natürlich auch noch etwas mitzureden, die herbeiphantasierte Holzknappheit führte zu Lieferproblemen für meine Rankwände (die alten waren morsch). Aber gestern war es soweit, die Wände wurden montiert. Damit ist nach ziemlich genau einem Jahr das Projekt „Neugestaltung des Eingangs“ offiziell abgeschlossen.

 Posted by at 9:20 a.m.
März 142022
 

Seit mehr als drei Jahren wohne ich bereits in Ostseenähe in meinem Bungalow! Ich habe ihn perfekt gepflegt übernommen und tatsächlich war am Grundstück im ersten Jahr nur Erhaltungsaufwand zu betreiben.
2020 kam dann das erste Projekt, um die Lebensqualität zu steigern.
Problem: das Eckgrundstück bot konkret an der Straßenkreuzungsecke eine unverbaute Einsicht in meinen Garten und auf meine Terrasse. An sich stört mich das nicht, aber dennoch: jedesmal, wenn ein Nachbar oder Anrainer vorbeigeht ist die Privatsphäre gestört. Im Sommer 2019 boten zwei karg wachsende Sträucher ab Juli einen gewissen Schutz.

Das sollte nun anders werden. Im März 2020 wurden bei einem Baustoffhandel drei WPC-Zaunelemente mit Pfeilern bestellt. Mitte April wurden diese geliefert.

Keine zwei Wochen später war der Gartenbauer zur Stelle und installierte den Sichtschutz fachmännisch:

Voila! War zwar für meine Verhältnisse sündhaft teuer, aber die Investition hat sich gelohnt. Ich freue mich fast täglich über diesen optischen Hingucker, der tatsächlich viel mehr Privatsphäre bringt, als ich gedacht hätte.

Im Jahr 2020 gab es keine größeren Investitionen, die erfolgen dem Jahr 2021 und dem Teil II vorbehalten, der „zeitnah“ erscheinen wird.

 Posted by at 9:16 p.m.