Sep 162022
 

Man weiß ja, daß bis vor Kurzem jämmerliche Zinsen auf Guthaben gezahlt wurden. Doch wenn man das auf Papier schwarz auf weiß in aller Deutlichkeit vorgerechnet sieht, ist es einprägsamer.
In Kurzform: für über 25.000 EUR Guthaben gab es für acht Monate satte 0,14 EUR Zinsen. Und auf diese 14 Cent muß man noch 4 Cent dem Staat an Steuern geben.
Merke: Geldanlage auf dem DiBa-Sparkonto lohnt sich!

 Posted by at 8:51 am
Sep 102022
 

Gleich vorweg: Ja, die Gegenseite hat 100% Recht, ja, ich bin 100% verantwortlich und 100% an allem Schuld und alles hat seine 100% Richtigkeit.

Und dennoch schreibe ich mir meine Gedanken von der Seele. Worum geht es? Ich habe heute 39,35 EUR Strafe dafür bezahlt, weil ich auf einem Supermarktparkplatz keine Parkscheibe aufs Armaturenbrett gelegt habe.

Hier die ganze Geschichte:

Ich weiß, daß seit letztem Jahr eine Privatfirma vom Supermarkt Markant beauftragt wurde, zu kontrollieren, ob die neue Regel (Autos dürfen nur maximal 2 Stunden parken und zur Kontrolle muß eine gestellte Parkscheibe hinterlegt werden) eingehalten wird.

Zahlreiche Schilder auf dem Parkplatz und im Markt weisen auch deutlich darauf hin.

Nachvollziehbar aus Sicht des Supermarktes, es war sicher in der Hochsaison ein Ärgernis, daß Strandurlauber ihre Autos kostenfrei den ganzen Tag auf dem Supermarktparkplatz stehen ließen und Kaufwilligen den Parkplatz wegnahmen.

Diese Regelung war vor Corona nicht nötig, da gab es keinen Streit um knappe Parkplätze, doch mittlerweile sind ja deutlich mehr Leute inländisch im Urlaub unterwegs.

Am 09.08.2022 fuhr ich auf den besagten Parkplatz, warf >40 Briefe in den Briefkasten und kaufte für einen überschweren Brief für 0,15 EUR Briefmarken nach. Das ganze dauerte keine 3 Minuten.

Letzte Woche erhielt ich einen Brief, darin teilte mir ein Unternehmen aus Stuttgart mit, daß „Uhrzeit: 12:37.22“ mein Auto ohne ausgelegte Parkscheibe vorgefunden wurde und ich deswegen 39,35 EUR bezahlen soll.

Überrascht war ich und verärgert. Verärgert, daß ich nicht an die Parkscheibe gedacht hatte, aber, mein Gott, ich hab doch nur die Danksagungskarten eingeworfen und an der Poststelle (ich war der einzige Kunde) zwei Briefmarken geholt. Und überrascht, weil ich darüber keinen Hinweis am Auto hatte.

Also schrieb ich höflich an das Unternehmen, legte die Postquittung bei (Uhrzeit: 12:38) und bat, mein Säumnis zu verzeihen. Ferner monierte ich die 5 EUR Mahngebühr, denn ich hatte ja bis dahin keine Kenntnis einer Verfehlung.

Heute kam (sehr schnell) der Antwortbrief, der mir anonym aus Textbausteinen formuliert lapidar erklärte, daß ich schuldig bin und die Mahnung auch in Ordnung sei und ich zahlen soll.

Soweit, so schlecht für mich.

Dennoch schwingen da viele Sachen in dem Vorgang mit, die alle für sich betrachtet, unwichtig sein mögen, sich bei mir aber aufschaukeln. Nochmal: ich rede mir hier nur meinen Frust von der Seele und brauche keinen Hinweis der Art: „Ja, aber laut Gesetz haben die aber vollkommen Recht und Du hast dich falsch verhalten, ist doch kein Ding, die Parkscheibe rauszulegen.“

Hier meine subjektivem unwesentliche und irrelevante Sicht der Dinge:

1. ich war doch keine 5 Minuten auf der Post!
2. es war mir ganz gewiß keine Freude, Danksagungskarten zu verschicken
3. ich war nur auf der Post, weil ich im Anschluß in die leerstehende Wohnung meiner verstorbenen Mutter etwas zu erledigen hatte, normalerweise gehe ich woanders zur Post
4. ich kenne die Gegend mein ganzes Leben, ich besuche sie regelmäßig und habe seit 2018 auch das passende Kennzeichen am PKW und der Markant ist mein Stammladen
5. ich benutzte diesen Parkplatz immer nur zum Einkaufen und hatte nie den Hauch eines Gedankens, ihn illegal zum Dauerparken für den Strandbesuch zu benutzen, es gab übrigens stets und ständig IMMER genügend freie Parkplätze
6. Wieso muß ein Unternehmen aus Stuttgart sich um „Parker ohne Scheibe“ kümmern?
7. Wieso werde ich sofort gemahnt und kann mich nicht dagegen wehren?
8. Wieso sind die in Stuttgart zu blöd, ihre Postanschrift ordentlich im Briefkopf darzustellen?

9. Wieso braucht eine Antwort 3 Seiten Schreiben und zwei doppeltseitig bedruckte Seiten AGB?
Übrigens hier die Seite 3:

10. Im Erstanschreiben empfand ich es als Unverschämtheit

Für das Beweisfoto scannen sie den QR-Code oder loggen sich bei uns unter… ein:“

11. Wieso (nochmal, rein subjektiver Frust) werden Einheimische, die schnell Briefe einwerfen genauso behandelt wie die echten „Bösewichte“, die mit ihren Autos stundenlang Parkplätze blockieren?

12. Mein mir wichtigster Punkt: ich sehe das als Angriff auf mich und darüber hinaus alles als sinnlose Abzocke, an dem sich nutzlose Unternehmen bereichern, ohne die das Leben schöner und angenehmer wäre.

In Summe entsteht in mir der Eindruck, daß hier wieder perfektioniert in die Taschen des Autofahrers gegriffen wird. Ein Denunziae schlecht bezahlte Arbeitskraft mit Fangprämie schleicht über den Parkplatz, fotografiert mit dem eigenen Smartphone den Missetäter, den Rest erledigt die Software einer Firma im 800 km entfernten Baden-Württemberg, schickt schlecht formatierte Formbriefe mit ellenlangen Textbausteinen und AGB und natürlich mit QR-Codes mit Link auf die Internetseite des Unternehmens, damit man sich noch aktiv und auf eigene Kosten über sein „Fehl-„Verhalten informiert.
Immerhin sprechen sie nicht mehr von Tatzeit, das hatte ich auch schon.

Und für alles werden dann knapp 40 EUR fällig für eine „Vergehen“, welches 53 Jahre meines Lebens eben Keines war und in mir auch nicht keinerlei Unrechtsbewußtsein hervorruft. Wie denn auch, wenn ich nicht mal in Gedanken auf die Idee gekommen bin, dort mein Auto länger zu parken, habe ich doch einen eigenen Parkplatz in Strandnähe.

Die Lösung für die Zukunft: zuerst meide ich diesen Parkplatz und kaufe in anderen Geschäften ein, die sind eh billger, diese Entscheidung teile ich auch der Geschäftsleitung des Markant mit (Warum? Siehe Bild von Abe Simpson oben)
Und/oder ich werde mir wohl den Sichtbereich meines Autos permanent mit einer automatischen Parkscheibe zustellen, was ich so aber nie gewollt habe.

 Posted by at 7:29 pm
Aug 262021
 

Die vom Vorgänger übernommene Küche hatte ihre Pflicht getan, aber der mäßige Herd, die fehlende Spülmaschine, der … Kühlschrank, naja, es wurde Zeit für eine neue Küche. Eine Zeitungswerbung versprach hohe Rabatte, freie Planung, Abholung der Altküche usw. also wurde Anfang Mai 2021 in einer vierstündigen Sitzung in der nahegelegenen Großstadt eine schicke Neuküche geplant.
Wermutstropfen: Damit alle Geräte passen, mußte die Tür versetzt werden. Da im Haus alles in Trockenbau ausgeführt ist, sollte das aber kein Problem darstellen, halt nur Dreck und Aufwand.
Als Liefertermin wurde, wegen Corona, Ferien usw, der 25.08.2021 angesetzt.
Mitte Mai zahlte ich 50% des (wirklich angenehmen) Gesamtpreises an, eine Woche später kam ein Mensch, der die Küche noch einmal lasergenau ausmaß, kurz darauf gab es den Elektroinstallationsplan. So weit, so gut.

Anfang August kam der Trockenbauer. Als Lohn hatte er sich einen kleinen Ostseeurlaub ausbedungen. Also stellte ich ihm, seiner Frau und den drei Kindern (11f, 12m, 13m) meinen Bungalow zur Verfügung. Innerhalb der ersten Augustwoche, wurde also die Tür um einen guten halben Meter versetzt, natürlich war es keine Leichtbauwand, sondern eine tragende Wand, aber wie auch immer, am Samstag war der Umbau abgeschlossen.

Die folgende Woche gehörte dem Elektriker. Aus schlappen 4 Steckdosen (eine geschaltet) wurden 19 Steckdosen (4 geschaltet), schon einmal ein riesiger Fortschritt.

Jetzt mußten noch die Löcher geschlossen, gespachtelt, geschliffen und grundiert werden und die Küche überhaupt bei der Gelegenheit neu gestrichen werden.

Glücklicherweise fand sich ein hilfsbereiter Verwandter, der mit mir letzte Woche Freitag und Samstag diese Arbeiten erledigte. Es war also letzten Samstag Abend und meine leere Küche war perfekt vorbereitet auf den Liefertermin, ich wiederhole mich gerne, den 25.08.2021.

In der Nacht vom Samstag zum Sonntag erreichte mich gegen 23:00 Uhr folgende E-Mail vom Küchenstudio:

Sehr geehrter Herr Möglich,

auf Grund des plötzlichen Ausscheidens von Herrn xxxxx hatten wir keine Informationen zu Ihrer Küche. Es sind Fragen
aufgetaucht, die noch geklärt werden müssen.

Uns liegen keinerlei Hinweis vor, ob Sie die Abluft behalten oder auf Umluft umstellen wollen. So wie die Küche von Herrn xxxxx
geplant wurde sitzt der Mauerkasten links neben dem Haubenschacht. Die zweite Frage wäre: Soll die Arbeitplatte ins Fenster laufen?
Wir liegen jetzt knapp unter der Brüstung (Fensterbank). Der Auszugschrank unter dem Fenster kann wie geplant nicht gefertigt werden.
So kurze (240 mm) Schubladen bzw. Auszüge sind nicht lieferbar.

Der Zirka Liefertermin in der KW 34 ist auch nicht zu halten. Da kommen mehrere unglückliche Umstände zusammen. Dadurch
das keine Übergabe seitens Herrn xxxxx erfolgt ist, ist der Auftrag leider zu spät weiter bearbeitetet worden. Das Aufmaß hatte
Herr xxxxx noch eingearbeitet. Die Lieferzeitzeiten sind coronabedingt auch länger geworden sind. Wir hatten gehofft, dass nach der
großen Impfaktion des Leben, die Produktionen sich wieder normalisieren werden.

Wir sollten uns vielleicht noch einmal zusammen setzen, um die offenen Fragen zu klären.

Puh, das war harter Tobak. Meine Altküche sah mittlerweile nämlich so aus:

Also setzten wir uns diesen Montag noch einmal zusammen und klärten die offenen Fragen.

Nun werden nächsten Montag die alten Möbel entsorgt und mir eine „Notküche“ zur Verfügung gestellt. Das neue Lieferdatum ist „so Mitte Dezember“.

 Posted by at 7:45 pm
Nov 142020
 

…sind leider eine Tatsache. Auch in meinem kleinen Unternehmen kommt das leider ab und zu vor.

Ich möchte an dieser Stelle einfach einmal, um meinen Frust abzubauen, einen solchen Fall schildern.

Anfang des Jahres vermittelte ein Freund einen kleinen Auftrag. Ich setzte mich mit dem Mann, nennen wir ihn Hans H., nein das ist zu offensichtlich, besser H. Hurtig (ist natürlich ein fiktiver Name, würde ich den echten Namen des diebischen Betrügers nennen, würde mich die ganze Härte des Rechtsstaates treffen, dazu habe ich weder Kraft, noch Lust und Zeit), also ich setzte mich mit Hans Hurtig in Verbindung.

Wir einigten uns auf ein günstiges gebrauchtes Subnotebook. Ich kaufte das gewünschte Gerät, für Interessierte ein X230 (i5, 3. Generation 2×2,6 GHz, 8 GB RAM DDR3, 240 GB SSD, 12,5 Zoll Bildschirm mit 1368×768, Win 10 pro) beim Händler für 199,00 EUR.

Sobald ich es vom Händler erhielt, testete ich das Gerät auf Funktion, aktualisierte Windows 10, nahm diverse Einstellungen vor, um es benutzbar zu machen, installierte Browser mit Werbeblocker, Officepaket, PDF-Reader, Zip-Programm, Dateibetrachter, Datei-Manager usw, hatte also durchaus einige Zeit damit zu tun.
Dann verpackte ich das Gerät sorgfältig und schickte es in den mittleren Westen der Republik. Mit einer Rechnung.

Auf der Rechnung tauchten die 199,00 EUR Anschaffungskosten auf und 50,00 EUR Pauschale für meinen Aufwand. Als Aufwand entstand bspw. zweimal Porto je 7,49 EUR. Somit hatte ich mir einen satten Verdienst in Höhe von 35,02 Euro gegönnt, selbstverständlich vor Steuer.

Das Gerät kam an, Herr Hurtig äußerte sich dem oben genannten Freund gegenüber sehr zufrieden und … bezahlte nicht.

Im März bat ich den Freund und auch den Chef Herrn Hurtigs, mal freundlich nachzuhaken. Seitens des Nichtzahlers erfolget keine Reaktion.

Dann versuchte ich es mit mehreren Mahnungen, ich schrieb zusätzlich den Mann über Facebook, WhatsApp und per SMS an, rief ihn sogar mehrfach an (er nahm nie ab). Überhaupt erhielt ich nie auch nur den Hauch einer Reaktion.

Es folgte das erste Mahnschreiben als Einschreiben-Rückschein (so etwas kostet neben Zeitaufwand auch 4,70 EUR Porto). Das kam zurück, Herr Hurtig war umgezogen. Ich ermittelte die neue Adresse, schrieb eine weitere Mahnung, sie kam unzugestellt zurück.

Jetzt ist es November, jetzt kümmert sich ein Anwalt um die ganze Sache. Wenig überraschend wird, wenn ich mein Geld je erhalten sollte, ein Großteil der Summe bei ihm verbleiben, logisch, er hat ja auch Aufwand.

Fassen wir zusammen: ich tue jemanden einen Gefallen, lege 215 Euro vor und laufe seit mehr als einem Dreivierteljahr meinem Geld hinterher und habe noch Zusatzkosten und, das ist das Schlimmste, den Ärger.

Übrigens ist man bei solchen „geringen“ Beträgen als Unternehmer der Gelackmeierte, wenn man darüber erzählt, wird das vom Umfeld mit einem Schulterzucken (ist halt so) abgetan.

Ist „halt nicht so““ Ja, haltet mich für altmodisch, aber so etwas ärgert mich sehr. Weil es so ungerecht ist. Mir gegenüber. Und meiner Freundlichkeit und Gefälligkeit. Und es ist unmoralisch! Mir fehlen echte 200 Euro. Für die mußte ich aber Mehrwertsteuer abführen und zahlte auf meinem Kontokorrentkonto auch Sollzinsen für den Aufwand. Usw., usf.

Wenn jemand kein Geld hat, dann soll er nichts kaufen. Wenn er Zahlungsprobleme hat, dann kann ja sagen daß ihm das Gerät nicht gefällt, ich nehme es sogar zurück und zahle sogar das Porto dafür. Oder er macht Raten aus, oder was auch immer, Hauptsache ich erhalte eine Meldung, ich bin doch ein Mensch!

Aber damit hat es sich in diesem konkreten Fall erledigt, ich werde hier zum Unmenschen und verkünde hiermit, daß Herr Hurtig ein Taugenichts und Tunichtgut ist, der ganz sicher nur einen sehr kleinen Pimmel hat.

Und abschließend, wie sagte schon meine Oma?

Tue niemanden etwas Gutes, dann kann dir auch nichts Schlechtes widerfahren.

 Posted by at 6:49 pm
Jan 112018
 

Man sende eine E-Mail, bei der man den Absender fälscht und hänge eine ausführbare Datei an, die man in ein ZIP-Archiv in einem ZIP-Archiv gleichen Namens verpackt. So wird der Virenscanner übertölpelt. Die ausführbare Datei endet auf COM (Command), also nenne man im Dateinamen die Telekom Telecom und schon passt es. Besser wäre natürlich tele.com gewesen, denn die meisten Windowsnutzer haben die sinnfreien Voreinstellungen ihres OS auf „bekannte Dateinamen ausblenden“ und sehen dann das zweite .com nicht und mißachten das Symbol und klicken sich dann aktiv selbst den Bösewicht aktiv.

Und das steckt drin:

Was der mit dem System anstellt, möchte man gar nicht erst wissen, Weg damnit!

 Posted by at 8:52 am
Jul 042017
 

Liebes SWR1-Team,

im Jahre 1999 zog ich nach Rheinland-Pfalz. Über die Jahre entwickelte ich mich nach und nach zum Stammhörer von SWR1. Mittlerweile sind mir die Stimmen und Namen vertraut, ich habe schon manche E-Mail ins Studio geschickt, diverse Veranstaltungen besucht, einige Musikwünsche erfüllt bekommen, selbst mein Name wurde schon von Prof. Udolph analysiert.
Die seriöse Art der Moderation, die im Gegensatz zu vergleichbaren Sendern angenehme Musikauswahl, überhaupt die Gesamtwirkung hinterließen bisher einen sehr guten Eindruck bei mir.
In letzter Zeit häufen sich jedoch Entwicklungen in Ihrem Haus, die mich in Summe verzweifeln lassen. Hier eine Aufzählung meiner Beobachtungen:
1. Die Häufung der Jingles zur Sender-Bindung. Mehrfach die Stunde wird nun rausposaunt, welchen Sender man gerade hört. Nun: ich weiß es, denn ich habe ihn ja aktiv eingeschaltet. Ab und zu kann man sich ja wichtig tun, doch die Häufungen nerven mittlerweile arg.
2. Die mehrere Minuten lange Penetranz der immer gleichen (und grauseligen) Werbungen zu bester Sendezeit. Gut, Sie brauchen das Geld und ich kann solange umschalten (was ich derzeit auch mache), aber es nervt Tag für Tag mehr.
3. Das erkennbare Anbiedern an Hörer außerhalb des eigenen Dunstkreises durch Abspielen von kurzlebigen Chart-Titeln, die besser in DASDING oder im 3. Programm aufgehoben wären (Ed Sheeran als Beispiel soll genügen). Bisher konnte man eigentlich allen SWR1-Titeln problemlos zuhören, mittlerweile sehe ich mich öfter genötigt, irgendwelche grottigen Lieder stummzuschalten. Das kenne ich bisher nur von den SWR1-Hitparaden, bei denen ich die, ansonsten SWR1-untypischen, Helene-Fischer-Titel pausierte oder eben von anderen ersten Programmen, wenn die sich in die Schlagerwelt verirren.
4. Das gehäufte Ansagen von Musiktiteln der nächsten halben Stunde und mittlerweile sogar das Anspielen dieser Titel. Auch diese Unart kann man jugendlich-hippen Sendern überlassen.
5. Die „lustigen“ Kinder. Ok, hier schieße ich über mein Ziel hinaus, Geschmäcker sind verschieden. Zum Schluß aber der wichtigste Punkt und der eigentliche Grund meines Schreibens.
6. ABC-Quiz um 13:10 Uhr?!? Wer hört denn um diese Zeit zu und wer hat dann Zeit, mitzumachen? Also ich sicher nicht. Ein kleiner Höhepunkt meines Arbeitstages und gelegentliches Gesprächsthema mit Kollegen und Familie war das morgendliche Quiz, das mir nun jäh weggenommen wurde. Und was ist der Ersatz? Nichts! Ich bin vergrätzt. Kann man nicht wenigstens die Wiederholung vom Vortag senden?
Wenn jetzt noch am Morgen ein Moderatoren-Team anfängt, dünne Witzchen zu reißen, dann wird es schwer, eine Abgrenzung zum Formatradio zu erkennen.
Eine Besinnung auf Ihre über Jahrzehnte bewiesenen Qualitäten, wie etwa gute Moderatoren, gute Musikauswahl, gute Sendungen (Kopfhörer!) würde dafür sorgen, daß ein Stammhörer gerne seine GEZ zahlt.
Mit freundlichen Grüßen

Joachim Möglich

 Posted by at 6:54 am