Aug 262021
 

Die vom Vorgänger übernommene Küche hatte ihre Pflicht getan, aber der mäßige Herd, die fehlende Spülmaschine, der … Kühlschrank, naja, es wurde Zeit für eine neue Küche. Eine Zeitungswerbung versprach hohe Rabatte, freie Planung, Abholung der Altküche usw. also wurde Anfang Mai 2021 in einer vierstündigen Sitzung in der nahegelegenen Großstadt eine schicke Neuküche geplant.
Wermutstropfen: Damit alle Geräte passen, mußte die Tür versetzt werden. Da im Haus alles in Trockenbau ausgeführt ist, sollte das aber kein Problem darstellen, halt nur Dreck und Aufwand.
Als Liefertermin wurde, wegen Corona, Ferien usw, der 25.08.2021 angesetzt.
Mitte Mai zahlte ich 50% des (wirklich angenehmen) Gesamtpreises an, eine Woche später kam ein Mensch, der die Küche noch einmal lasergenau ausmaß, kurz darauf gab es den Elektroinstallationsplan. So weit, so gut.

Anfang August kam der Trockenbauer. Als Lohn hatte er sich einen kleinen Ostseeurlaub ausbedungen. Also stellte ich ihm, seiner Frau und den drei Kindern (11f, 12m, 13m) meinen Bungalow zur Verfügung. Innerhalb der ersten Augustwoche, wurde also die Tür um einen guten halben Meter versetzt, natürlich war es keine Leichtbauwand, sondern eine tragende Wand, aber wie auch immer, am Samstag war der Umbau abgeschlossen.

Die folgende Woche gehörte dem Elektriker. Aus schlappen 4 Steckdosen (eine geschaltet) wurden 19 Steckdosen (4 geschaltet), schon einmal ein riesiger Fortschritt.

Jetzt mußten noch die Löcher geschlossen, gespachtelt, geschliffen und grundiert werden und die Küche überhaupt bei der Gelegenheit neu gestrichen werden.

Glücklicherweise fand sich ein hilfsbereiter Verwandter, der mit mir letzte Woche Freitag und Samstag diese Arbeiten erledigte. Es war also letzten Samstag Abend und meine leere Küche war perfekt vorbereitet auf den Liefertermin, ich wiederhole mich gerne, den 25.08.2021.

In der Nacht vom Samstag zum Sonntag erreichte mich gegen 23:00 Uhr folgende E-Mail vom Küchenstudio:

Sehr geehrter Herr Möglich,

auf Grund des plötzlichen Ausscheidens von Herrn xxxxx hatten wir keine Informationen zu Ihrer Küche. Es sind Fragen
aufgetaucht, die noch geklärt werden müssen.

Uns liegen keinerlei Hinweis vor, ob Sie die Abluft behalten oder auf Umluft umstellen wollen. So wie die Küche von Herrn xxxxx
geplant wurde sitzt der Mauerkasten links neben dem Haubenschacht. Die zweite Frage wäre: Soll die Arbeitplatte ins Fenster laufen?
Wir liegen jetzt knapp unter der Brüstung (Fensterbank). Der Auszugschrank unter dem Fenster kann wie geplant nicht gefertigt werden.
So kurze (240 mm) Schubladen bzw. Auszüge sind nicht lieferbar.

Der Zirka Liefertermin in der KW 34 ist auch nicht zu halten. Da kommen mehrere unglückliche Umstände zusammen. Dadurch
das keine Übergabe seitens Herrn xxxxx erfolgt ist, ist der Auftrag leider zu spät weiter bearbeitetet worden. Das Aufmaß hatte
Herr xxxxx noch eingearbeitet. Die Lieferzeitzeiten sind coronabedingt auch länger geworden sind. Wir hatten gehofft, dass nach der
großen Impfaktion des Leben, die Produktionen sich wieder normalisieren werden.

Wir sollten uns vielleicht noch einmal zusammen setzen, um die offenen Fragen zu klären.

Puh, das war harter Tobak. Meine Altküche sah mittlerweile nämlich so aus:

Also setzten wir uns diesen Montag noch einmal zusammen und klärten die offenen Fragen.

Nun werden nächsten Montag die alten Möbel entsorgt und mir eine „Notküche“ zur Verfügung gestellt. Das neue Lieferdatum ist „so Mitte Dezember“.

 Posted by at 7:45 pm
Nov 142020
 

…sind leider eine Tatsache. Auch in meinem kleinen Unternehmen kommt das leider ab und zu vor.

Ich möchte an dieser Stelle einfach einmal, um meinen Frust abzubauen, einen solchen Fall schildern.

Anfang des Jahres vermittelte ein Freund einen kleinen Auftrag. Ich setzte mich mit dem Mann, nennen wir ihn Hans H., nein das ist zu offensichtlich, besser H. Hurtig (ist natürlich ein fiktiver Name, würde ich den echten Namen des diebischen Betrügers nennen, würde mich die ganze Härte des Rechtsstaates treffen, dazu habe ich weder Kraft, noch Lust und Zeit), also ich setzte mich mit Hans Hurtig in Verbindung.

Wir einigten uns auf ein günstiges gebrauchtes Subnotebook. Ich kaufte das gewünschte Gerät, für Interessierte ein X230 (i5, 3. Generation 2×2,6 GHz, 8 GB RAM DDR3, 240 GB SSD, 12,5 Zoll Bildschirm mit 1368×768, Win 10 pro) beim Händler für 199,00 EUR.

Sobald ich es vom Händler erhielt, testete ich das Gerät auf Funktion, aktualisierte Windows 10, nahm diverse Einstellungen vor, um es benutzbar zu machen, installierte Browser mit Werbeblocker, Officepaket, PDF-Reader, Zip-Programm, Dateibetrachter, Datei-Manager usw, hatte also durchaus einige Zeit damit zu tun.
Dann verpackte ich das Gerät sorgfältig und schickte es in den mittleren Westen der Republik. Mit einer Rechnung.

Auf der Rechnung tauchten die 199,00 EUR Anschaffungskosten auf und 50,00 EUR Pauschale für meinen Aufwand. Als Aufwand entstand bspw. zweimal Porto je 7,49 EUR. Somit hatte ich mir einen satten Verdienst in Höhe von 35,02 Euro gegönnt, selbstverständlich vor Steuer.

Das Gerät kam an, Herr Hurtig äußerte sich dem oben genannten Freund gegenüber sehr zufrieden und … bezahlte nicht.

Im März bat ich den Freund und auch den Chef Herrn Hurtigs, mal freundlich nachzuhaken. Seitens des Nichtzahlers erfolget keine Reaktion.

Dann versuchte ich es mit mehreren Mahnungen, ich schrieb zusätzlich den Mann über Facebook, WhatsApp und per SMS an, rief ihn sogar mehrfach an (er nahm nie ab). Überhaupt erhielt ich nie auch nur den Hauch einer Reaktion.

Es folgte das erste Mahnschreiben als Einschreiben-Rückschein (so etwas kostet neben Zeitaufwand auch 4,70 EUR Porto). Das kam zurück, Herr Hurtig war umgezogen. Ich ermittelte die neue Adresse, schrieb eine weitere Mahnung, sie kam unzugestellt zurück.

Jetzt ist es November, jetzt kümmert sich ein Anwalt um die ganze Sache. Wenig überraschend wird, wenn ich mein Geld je erhalten sollte, ein Großteil der Summe bei ihm verbleiben, logisch, er hat ja auch Aufwand.

Fassen wir zusammen: ich tue jemanden einen Gefallen, lege 215 Euro vor und laufe seit mehr als einem Dreivierteljahr meinem Geld hinterher und habe noch Zusatzkosten und, das ist das Schlimmste, den Ärger.

Übrigens ist man bei solchen „geringen“ Beträgen als Unternehmer der Gelackmeierte, wenn man darüber erzählt, wird das vom Umfeld mit einem Schulterzucken (ist halt so) abgetan.

Ist „halt nicht so““ Ja, haltet mich für altmodisch, aber so etwas ärgert mich sehr. Weil es so ungerecht ist. Mir gegenüber. Und meiner Freundlichkeit und Gefälligkeit. Und es ist unmoralisch! Mir fehlen echte 200 Euro. Für die mußte ich aber Mehrwertsteuer abführen und zahlte auf meinem Kontokorrentkonto auch Sollzinsen für den Aufwand. Usw., usf.

Wenn jemand kein Geld hat, dann soll er nichts kaufen. Wenn er Zahlungsprobleme hat, dann kann ja sagen daß ihm das Gerät nicht gefällt, ich nehme es sogar zurück und zahle sogar das Porto dafür. Oder er macht Raten aus, oder was auch immer, Hauptsache ich erhalte eine Meldung, ich bin doch ein Mensch!

Aber damit hat es sich in diesem konkreten Fall erledigt, ich werde hier zum Unmenschen und verkünde hiermit, daß Herr Hurtig ein Taugenichts und Tunichtgut ist, der ganz sicher nur einen sehr kleinen Pimmel hat.

Und abschließend, wie sagte schon meine Oma?

Tue niemanden etwas Gutes, dann kann dir auch nichts Schlechtes widerfahren.

 Posted by at 6:49 pm
Jan 112018
 

Man sende eine E-Mail, bei der man den Absender fälscht und hänge eine ausführbare Datei an, die man in ein ZIP-Archiv in einem ZIP-Archiv gleichen Namens verpackt. So wird der Virenscanner übertölpelt. Die ausführbare Datei endet auf COM (Command), also nenne man im Dateinamen die Telekom Telecom und schon passt es. Besser wäre natürlich tele.com gewesen, denn die meisten Windowsnutzer haben die sinnfreien Voreinstellungen ihres OS auf „bekannte Dateinamen ausblenden“ und sehen dann das zweite .com nicht und mißachten das Symbol und klicken sich dann aktiv selbst den Bösewicht aktiv.

Und das steckt drin:

Was der mit dem System anstellt, möchte man gar nicht erst wissen, Weg damnit!

 Posted by at 8:52 am
Jul 042017
 

Liebes SWR1-Team,

im Jahre 1999 zog ich nach Rheinland-Pfalz. Über die Jahre entwickelte ich mich nach und nach zum Stammhörer von SWR1. Mittlerweile sind mir die Stimmen und Namen vertraut, ich habe schon manche E-Mail ins Studio geschickt, diverse Veranstaltungen besucht, einige Musikwünsche erfüllt bekommen, selbst mein Name wurde schon von Prof. Udolph analysiert.
Die seriöse Art der Moderation, die im Gegensatz zu vergleichbaren Sendern angenehme Musikauswahl, überhaupt die Gesamtwirkung hinterließen bisher einen sehr guten Eindruck bei mir.
In letzter Zeit häufen sich jedoch Entwicklungen in Ihrem Haus, die mich in Summe verzweifeln lassen. Hier eine Aufzählung meiner Beobachtungen:
1. Die Häufung der Jingles zur Sender-Bindung. Mehrfach die Stunde wird nun rausposaunt, welchen Sender man gerade hört. Nun: ich weiß es, denn ich habe ihn ja aktiv eingeschaltet. Ab und zu kann man sich ja wichtig tun, doch die Häufungen nerven mittlerweile arg.
2. Die mehrere Minuten lange Penetranz der immer gleichen (und grauseligen) Werbungen zu bester Sendezeit. Gut, Sie brauchen das Geld und ich kann solange umschalten (was ich derzeit auch mache), aber es nervt Tag für Tag mehr.
3. Das erkennbare Anbiedern an Hörer außerhalb des eigenen Dunstkreises durch Abspielen von kurzlebigen Chart-Titeln, die besser in DASDING oder im 3. Programm aufgehoben wären (Ed Sheeran als Beispiel soll genügen). Bisher konnte man eigentlich allen SWR1-Titeln problemlos zuhören, mittlerweile sehe ich mich öfter genötigt, irgendwelche grottigen Lieder stummzuschalten. Das kenne ich bisher nur von den SWR1-Hitparaden, bei denen ich die, ansonsten SWR1-untypischen, Helene-Fischer-Titel pausierte oder eben von anderen ersten Programmen, wenn die sich in die Schlagerwelt verirren.
4. Das gehäufte Ansagen von Musiktiteln der nächsten halben Stunde und mittlerweile sogar das Anspielen dieser Titel. Auch diese Unart kann man jugendlich-hippen Sendern überlassen.
5. Die „lustigen“ Kinder. Ok, hier schieße ich über mein Ziel hinaus, Geschmäcker sind verschieden. Zum Schluß aber der wichtigste Punkt und der eigentliche Grund meines Schreibens.
6. ABC-Quiz um 13:10 Uhr?!? Wer hört denn um diese Zeit zu und wer hat dann Zeit, mitzumachen? Also ich sicher nicht. Ein kleiner Höhepunkt meines Arbeitstages und gelegentliches Gesprächsthema mit Kollegen und Familie war das morgendliche Quiz, das mir nun jäh weggenommen wurde. Und was ist der Ersatz? Nichts! Ich bin vergrätzt. Kann man nicht wenigstens die Wiederholung vom Vortag senden?
Wenn jetzt noch am Morgen ein Moderatoren-Team anfängt, dünne Witzchen zu reißen, dann wird es schwer, eine Abgrenzung zum Formatradio zu erkennen.
Eine Besinnung auf Ihre über Jahrzehnte bewiesenen Qualitäten, wie etwa gute Moderatoren, gute Musikauswahl, gute Sendungen (Kopfhörer!) würde dafür sorgen, daß ein Stammhörer gerne seine GEZ zahlt.
Mit freundlichen Grüßen

Joachim Möglich

 Posted by at 6:54 am
Mrz 122016
 

Meine Tante und meine Mutter entflohen dem Winter und buchten auf Gran Canaria für drei Wochen ein Apartment. Das war doch eine gute Gelegenheit, sie mal für eine Woche zu besuchen, fand ich.

Also wurde flugs Anfang Januar das Internet aufgesucht und kurze Zeit später hatte ich 450 Euro weniger auf dem Konto, dafür aber die nötigen Flugtickets und darüber hinaus für die ganze Zeit einen Mietwagen gebucht.

Am 01.03.2016 ging es dann los.

Mein erster Pauschalflug mit einem Ferienflieger zu einem DER Pauschalurlaubsziele, konnte das gutgehen?

Ja, konnte es und wie gut!

tui

Ich saß in der knallgelben Boeing ganz vorne rechts und hatte angenehme Nachbarn. Wir hatten tolles Flugwetter, so daß ich die ganze Zeit den Rhein flußaufwärts beobachten konnte, später sah ich die Pyrenäen und die portugisische Küste gestochen scharf. Hätte ich links gesessen, hätte ich einen tollen Blick auf die Meerenge von Gibraltar gehabt, jedenfalls wies uns der Kapitän darauf hin.

Leicht verstörend war nur nach gut einer Stunde die Durchsage:

„Sollten sich unter den Passagieren Personen befinden, die dem Ärztestand oder Krankenhauspersonal angehören, bitten wir diese, nach vorn zu kommen.“

Tatsächlich kamen dann drei Ärzte, die hinter dem Vorhang verschwanden und dann die ganze Zeit hin- und herliefen. Da ich ganz vorne saß bekam ich natürlich grob mit, was vorgefallen war: ein Crewmitglied (keiner der Piloten) hatte wohl einen Schwächeanfall. Da das Durchschnittsalter der Passagiere über 50 lag, war es kein Problem, ein passendes Medikament aufzufinden und alles war wieder gut.

Also nix passiert und auf die Minute pünktlich landeten wir in LPA auf Gran Canaria.

Gefühlt mögen ja alle Deutschen schon einmal auf einer der kanarischen Inseln gewesen sein, ich jedenfalls war es noch nicht und hatte keine Ahnung und mich auch bewußt nicht informiert, was ein Segen sein sollte.

Das Auschecken und die Gepäckausgabe gingen sher schnell und entspannt vor sich. Ich holte meinen Mietwagen ab, einen nigelnagelneuen Renault Clio mit Navi.
Ins Navi wollte ich das Ziel eintippen – doch fand er die Adresse des Hotels nicht. Hmmm, egal, erst einmal losfahren, ich wußte ja die grobe Richtung (Süden) und hatte ein Smartphone dabei!

Ein Smartphone ohne Roaming ist allerdings nicht allzu nützlich. Auch ein Anruf bei der Mutter brachte wenig (wir sind in einem der vielen Hotels), so daß ich mich an einem Parkplatz erst einmal schlau machte, sprich: das Roaming abschaltete.

Dann kam die erste Rätsellösung: das Navi im Auto nannte immer die Regierungshauptstadt zuerst, was mich verständlicherweise verwirrte, wollte ich doch in den Ort Playa del Ingles und nicht nach San Bartolomé de Tirajana. Im Navi stand dann also:

San Bartolomé de Tirajana, P

Egal, als ich den Trick raushatte, ging alles ganz einfach und schon fuhr ich in die Zielstraße ein, eine Einbahnstraße. Dummerweise verkehrt herum; ein paar Tage vorher hatte die Verwaltung die Richtung umgekehrt. Hektisch hupende Taxis machten mich auf den irrtum aufmerksam, ich wendete gekonnt und… stand vorm Hotel.

Begeistert begrüßten mich Tante und Mutter, ich bezog Quartier in ihrem Apartment und dann ging es an den Pool zum wohlverdienten Feierabendbier und einem sehr wohlschmeckenden Fisch in Dillsauce nach schwedischer Art, das ganze Hotel befand sich fest in skandinavischer Hand.

Das war’s eigentlich schon für den ersten Tag. Bisher verlief also alles prima.

portugal

Die portugisische Küste von oben, vor vier Jahren weilte ich IRL dort.

pool

Am Ziel: mein Stammplatz rot eingekreist.

 Posted by at 10:36 am
Dez 102015
 

Dank der seltsamen politischen Lage enthalte ich mich ja momentan jedweder Äußerung, so erklärt sich auch die Stille im Blog.

Heute aber möchte ich das Schweigen brechen, lese ich doch zwei Meldungen, die mich mit Freude und Hoffnung erfüllen.

Da wäre zum ersten die Inbetriebnahme des ersten „richtigen“ Quantenrechners durch die sicher dafür prädestinierten Firmen Google und NASA.

Seit vielen Jahren redete man davon, nun ist er da. Sicher heute noch ein Trum wie damals in den 1950er Jahren die ersten Großrechner. Doch wenn ich schaue, wie die Wissenschaftler bzw. Ingenieure diese Maschinen binnen eines halben Jahrhunderts weiterentwickelten, dann werden Quantencomputer noch vor meiner Rente die Welt revolutionär verändert haben.

Viel wichtiger jedoch ist die zweite Meldung.

In Greifswald gelang es ENDLICH, deutliche Fortschritte auf dem Weg zur gesteuerten Kernfusion zu erzielen.

Wenn dadurch in den nächsten Jahren wirklich relevante Energiemengen erzeugt werden können, dann sind wir doch einen Schritt vor der Star-Trek-Ära.

Freilich müssen wir dazu nur noch die Religionen überwinden. Ups, ich wollte doch nicht polititisieren…

 Posted by at 11:30 pm
Sep 192015
 

… diverse Beiträge verfaßt. Doch gestern erreichte der Service einen neuen Tiefpunkt.

Ich fang mal umständlich an. Ein Kunde hatte einen 5 Wochen alten Drucker der Fa. Epson reklamiert. Er druckte nicht mehr, klarer Garantiefall. Aus Freundschaft erbot ich mich, das Gerät zurückzusenden.

Bei Epson anrufen – RMA-Zettel ausdrucken, alles kein Problem. Nur hatte ich kein passendes Paket vorrätig.

Ich fuhr auf dem Weg zum nächsten Kunden durch Klein-Winternheim und besuchte die dortige Post, da ich die Post vor Ort möglichst wenig frequentiere, man denke nur an Parkplatzprobleme, Unfreundlichkeit, lange Schlangen…

In Klein-Winternheim wurde bei meinem Ankommen gerade die Außentür abgeschlossen. Doch der sehr freundliche Verkäufer ließ mich noch ein.

Ich fragte nach einem Paket. Die Post hat keine für Drucker passenden Pakete, doch der nette Herr ging in den Keller und fand dort tatsächlich ein passendes Behältnis. Ich packte den Drucker sorgfältig (und zeitraubend) ein.

Der hilfsbereite Betreiber assistierte mir dabei. Das Paket wurde mit Paketband zugeklebt, der Adressaufkleber angebracht und dann war es endlich bereit. Die Retoure war unfrei, also hatte der Mann nur Last mit mir, verspätete Mittagspause und noch ein 16 Kilo schweres Paket zu schleppen, daß er mit seinem Karton und seinem Paketband erst transportfähig gemacht hatte. Natürlich bedankte ich mich herzlich für diese tolle Hilfe und versäumte auch nicht, 2 EUR in die Sparbüchse zu werfen, von der ich weiß, daß deren Inhalt seiner Nichte in $WEITWEG (ich vermute in ihm einen Südseeinsulaner, aber bei solchen Schätzungen aber furchtbar schlecht) zu Gute kommt (IIRC kostet dort Schule 1 $ die Woche).

Nun denn. Der damals weggeschickte Drucker fand seinen Weg zu Epson und wurde mir am vergangenen Mittwoch „repariert“ zugesandt.

Blöder- bzw. interessanterweise hatte der Drucker immer noch das gleiche Fehlerbild, also verfrachtete ich ihn wieder zurück in den Karton und generierte (nach Telefonat mit dem Hersteller) eine neue RMA-Nummer, um ihn erneut reparieren zu lassen.

Da ich im Ort einen wichtigen Termin hatte, entschloß ich mich, nicht die 6 Kilometer Umweg nach Klein-Winternheim zu nehmen, sondern das Paket vor Ort aufzugeben.

Natürlich fand ich keinen Parkplatz in Postnähe, so daß ich die 16 Kilo (siehe oben) durch den halben Ort schleppte. Und natürlich erwartete mich eine üppige Schlange, aber immerhin kümmerten sich 2 Mitarbeiterinnen um diese.

Nach geraumer Zeit stellt ich den Trum auf die Waage und bat um ein kurzes Stück Paketband (30 cm), da sich an einer Seite mein Band verwickelt hatte und dort eine Lücke klaffte.

Die Postbeamte(?) deutete auf den Verkaufsaussteller hinter mir. Ich fragte noch einmal nach und bekam die selbe Deutung bzw. Antwort.

Tatsächlich mußte ich mir für 1,99 EUR eine Rolle Paketband kaufen, welches ich dann unter den amüsierten, mitleidigen, gierigen und betroffenen Blicken der zahlreichen Nachfolger mühsam händisch abknipperte, entrollte und abriß.

Ich habe das nur getan, weil ich wirklich einen wichtigen Termin vor mir hatte und sicher auch, weil ich völlig konsterniert war.

Normalerweise wäre ich mit einem sehr lauten und sehr spitzen Kommentar, der nicht druckwürdig wäre, von dannen gezogen.

Servicewüste Deutschland? Keine Ahnung, aber, wenn ich nicht gezwungen bin, sieht mich dieser Saftladen nicht mehr.

 Posted by at 11:07 pm