Dez 072011
 

Vorhin wollte ich einen wichtigen Brief (es geht um 4.000 EUR) frankieren, damit er heute noch seine postalische Reise beginnt. Der Brief war deutlich schwerer als 20 Gramm, also reichten meine letzten beiden Marken zu 55 und 10 Cent nicht zum Freimachen. Also fuhr ich zur Post, um mal wieder feststellen zu muessen, dass in meinem Dreckskaff r Stadt die Post geruht, Mittwoch Nachmittag geschlossen zu haben. In allen Nachbarorten, die dafuer aber echte Kaeffer sind, haben selbstverstaendlich auch die Postlaeden zu. Gluecklicherweise fiel mir ein, dass ich an der Kasse des Wasgau ein gelbes Schild gesehen hatte, auf dem von Postwertzeichen die Rede war. Und so war es auch. Also orderte ich bei der Kassiererin 10 selbstklebende Briefmarken zu 55 Cent, Gui, da hatte ich aber was angestellt. Die Frau an der Kasse musste erst einmal die Kassiernachbarin fragen. Die wusste, dass Herr Mueller Bescheid wisse. Dummerweise war Herr Mueller nicht da, aber eine weitere Befragte des Hauses, wusste, dass Herr Meier den Herr Mueller vertrete. Also wurde Herr Meier ausgerufen. Die Leute hinter mir blickten mich seltsamerweise nicht freundlich und verstaendnisvoll an.
Nach etwa einer Minute liess sich der Herr blicken und ich wiederholte meinen Briefmarkenkaufwunsch. Herr Meier verschwand hinter einer Tuer, wo er aus dem Tresor eine Plastikkarte mit Barcode hervorzauberte, die ueber den Kassenscanner gezogen wurde.
Nun konnte ich wenigstens bezahlen. Doch wo waren die Marken? Nun, die erhielt ich, nachdem ich beim Baecker noch ein Brot gekauft hatte von Herrn Meier in die Hand gedrueckt. Er hatte sie aus einem (anderen) Tresor geholt.
Offensichtlich war ich der Erste oder wenigstens einer der Ersten, die es sich gewagt hatten, vom Briefmarkenkauf Gebrauch zu machen, denn alle Beteiligten auf Verkaeuferseite waren sichtlich damit ueberfordert.
Sei’s drum! Jedenfalls lag mein ausreichend frankierter Brief gerade noch vor der 18:00-Uhr-Leerung im Briefkasten.

 Posted by at 6:15 pm

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