Okt 232014
 

…in meiner Wohnung. Gestern kam ich am Nachmittag heim und mußte feststellen, daß der stetige Weststurm meine Dachwohnung auf unangenehme 14,5 Grad abgekühlt hatte. Schnell schaltete ich die Heizung an und es passierte … nichts. Trotz neuen Wasserkessels, trotz regelmäßiger Wartung und trotz meiner tollen selbstentlüftenden Ventile war eindeutig zu wenig Wasser im System.

Natürlich war ich alleine im Haus, aber frieren war auch keine Option, also: 48 Stufen in in den Keller laufen, Schlauch suchen, Schlauch an Wasserhahn und Heizsystem anschließen, Ventile öffnen und Wasser auffüllen, Ventil schließen, dann 48 Stufen nach oben laufen und am Küchenheizkörper entlüften.

Es gurgelt immerhin etwas, mehr passiert nicht. Nochmal 48 Stufen nach unten, nochmals Wasser zuführen, nochmals 48 Stufen nach oben und nochmals entlüften.

Es gurgelt stärker… und der Boden des Heizkörpers erwärmt sich leicht; im Wohnzimmer fangen die Selbstentlüfter an zu fauchen.

Nochmal 48 Stufen nach unten, nochmals Wasser zuführen, nochmals 48 Stufen nach oben und nochmals entlüften.

Das Gurgeln läßt nach, der Heizkörper erwärmt sich zur Hälfte aber es kommt immer noch kein Wasser aus dem Entlüftungsloch.

Das Wasser sprudelt erst nach weiteren 96 Stufen. Nun kann sich die Wohnung wieder erwärmen.

Nachdem ich die 96 Stufen letztmalig gelaufen war (um im Keller alles wieder zurückzubauen), waren mittlerweile natürlich alle Nachbarn eingetroffen und das Wohnungsthermometer zeiget schon 16 Grad an.

Vorhin füllte ich noch einmal einen Liter nach, der durch die Wärmeausdehnung wieder fehlte. Jetzt ist alles wieder, wie es sein soll.

Oder, wenn morgen wieder Wasser fehlt, dann muß doch mal der teure Experte ran.

 Posted by at 6:45 pm
Sep 242014
 

…und das kam so:

Zuerst hatte ich einen Softwareinstallationstermin, anschließend wollte ein technisch unbedarfter Bekannter sein Smartphone-Problem geklärt haben.

Hmm, dachte ich „zu faul, nach dem Ausführen von SETUP.EXE dreimal Enter zu drücken“ und „Was kann man beim Einschalten eines Händis bitteschön falshc machen?“.

Softwareinstallation:

Ich erhalte einen Zettel, auf dem eine URL und ein Freischaltcode stehen. Auf der Website suche ich relativ lange nach dem Downloadlink und finde ihn nicht. Kann ich auch nicht, denn so etwas gibt es gar nicht. Es gibt dafür gut getarnt eine Registrierungsseite. Dort kann bzw. muß ich den Code eintippen (WTF?!?) und auf einmal erscheint ein Registrierungsformular. Nachdem ich Kontaktdaten, Bankdaten, Schuhgröße und NSA-Überwachungsnummer eingegeben habe, dabei mehrfach an irgendwelchen seltsamen Pflichtfeldern (Telefonnummer muß mit + beginnen usw.) scheitere, und dann noch den obligatorischen E-Mail-Bestätigungslink gedrückt habe, erhalte ich Zugriff auf ein PDF.

In dem PDF endlich steht der Downloadlink. Eine knapp 100 MB große ZIP-Datei möchte heruntergeladen werden. Ein Glück, daß der Kunde mittlerweile Breitband hat und nicht mehr sein gedrosseltes DSL 80. Der Browser warnt mehrfach davor, daß in dem Archiv gefährliche Sachen sein könnten und ich muß explizit das Speichern erlauben. Das quittiert der Browser mit „Ich hoffe, Sie wissen, was sie tun, ich habe Sie gewarnt.“ Kein Witz!

Nachdem ich die ZIP-Datei geöffnet habe, weiß ich, wieso die Warnung kam, denn in dem Archiv steckt… die ZIP-Datei noch einmal! *seufz* Einmal mit Profis…

In der ZIP-Datei in der ZIP-Datei steht dann ein Installationsverzeichnis für die benötigte Software drin.

Ich entpacke das Ganze und starte tapfer die SETUP.EXE.

Jetzt muß erst noch irgendwelches MS-Gedöns wie MDAC, .NET nachgeladen werden. Das scheitert im ersten Anlauf, gelingt aber immerhin im Zweiten.

Selbstverständlich ist jetzt ein Neustart fällig. Nach dem Neustart passiert… nichts, man muß das SETUP noch einmal per Hand starten. Diesmal läuft das SETUP durch und endet in einem Fenster mit Registrierungsklick. Dieser führt ins Internet, im Browser muß ich für diese Website Pop-Ups erlauben, damit ich auch was sehe. Was bekomme ich zu sehen? Den Downloadlink zu einer Lizenz-Datei. Und ein Link auf eine Hilfeseite, die mich weiter durch den Prozeß begleiten soll.

Diese Lizenz-Datei muß dann händisch vom Download-Ordner in ein angegebenes Lizenzverzeichnis verschoben werden. Dann das Registrierungsfenster mit Alt+F4 schließen (ein X wurde vergessen). Jetzt die Software händisch starten.

Allerspätestens hier leiste ich meinen bösen Gedanken von oben Abbitte. Wie soll das denn ein normaler Anwender bewältigen?

Aber ich bin noch nicht fertig, denn obwohl ich alles nach Anleitung gemacht habe, klappt die Anbindung an das Datenkabel nicht. Ich habe zwar einen Treiber, aber der startet das Gerät nicht. Ich suche im Netz, lade und entlade diverse Treiber, starte mehrfach neu; dabei bleibt der Rechner einmal schön hängen, rappelt sich nach Kaltstart aber glücklicherweise wieder, und rufe dann schließlich beim Hersteller an. Dieser kennt das Problem und erklärt mir den Rettungsweg (den von Windows automatisch gefundenen aktuellen Treiber händisch löschen und händisch auf den alten Treiber zeigen und in der Versionshistorie den älteren Untertreiber auswählen). Kommt man irgendwie auch nicht sofort und von alleine drauf.

Eine gute Stunde ist ins Land gegangen, aber Software und Datenkabel funktionieren endlich und bestehen auch ihre Feuertaufe im ersten Einsatz.

Ich wage zu behaupten, daß die obige Tortur nur wenige bis zum erfolgreichen Ende durchgehalten hätten, mein Einsatz war also wohlüberlegt und notwendig.

Smartphone einschalten

Das Neugerät (billiges Huawei) sollte heute das erste Mal benutzt werden. Beim Einschalten bekam der Nutzer Bedenken und kam lieber gleich zu mir. Jetzt kann ich die Bedenken teilen! Die Standardeinstellungen waren denkbar bekloppt. Der Startbildschirm zeigt einen hellen Himmel mit vielen weißen Wolken. Die eingeblendete Zahlentastatur für die PIN-Eingabe war weiß gerahmt mit hellblauen Hintergrund. Die Ziffern und Symbole waren in pastellblau gehalten. Mit anderen Worten: man konnte praktisch kaum erkennen, was man tippt, die OK-Taste ist ja nur ein stilisiertes Enter-Symbol, war so „geschickt“ designt war, daß man sie praktisch nur finden konnte, wenn man wußte, wo und was man sucht.
Als Krönung des Ganzen verschwand dieser blasse PIN-Eingabescreen immer nach vielleicht 5 Sekunden, so daß die Augen nicht das Fokussieren schafften. Ich konnte nun die (etwas ältere) Kundin verstehen, daß sie an der Stelle scheiterte, zumal die „Bedienungsanleitung“ ein gelinder Witz war, die mehr Fehler als Informationen enthielt.

Nachdem ich die Zeitspanne erhöht hatte, die Schrift vergrößert und einen dunklen Hintergrund gewählt hatte, war auch dieses Problem gelöst.

Welcher Depp denkt sich eigentlich solche Ausliefereinstellungen aus? Und wann kommen diese %$(/ blassen Pastelltöne auf blassen Pastellton endlich wieder aus der Mode?

 Posted by at 6:42 pm
Sep 162014
 

Bei einem Kunden werden mit einer Software SEPA-Zahlungen für das Diskettenclearing vorbereitet.

Da die Buchhalterin in den Urlaub wollte, erhielten eine Kollegin und ich eine Kurzeinweisung ins Programm, probierten das Ganze einmal scharf und gut war es.

Letzte Woche nun war es soweit, es mußte eine Datei für eine sehr wichtige Sammelüberweisung erzeugt werden.

Wir gingen also gemeinsam nach Plan vor. Alles klappte nach Plan bis… der Clearing-Lauf angestoßen wurde. Die Fehlermeldung war wenig erhellend. Ich ahnte zwar schon grob die Richtung, brauchte aber dennoch die Hilfe eines (sehr kompetenten) Software-Ingenieurs, der nach einigem Nachdenken die Lösungsrichtung vorgab.

Was war passiert? Vor einem Jahr wurde die Software von einem IT-Dienstleister im Domänennetzwerk installiert. Da es sich um Buchhaltungsdaten handelt, wurden die Nutzerrechte für den FiBu-Ordner stark beschränkt. So hat selbst die Adminfgruppe keinerlei Rechte und selbst das OS sieht den Ordner nicht. Und die entsprechende Software darf im Ordner nur Dateien erzeugen, nicht aber löschen und da lag das Problem.

Denn vor dem Clearing wird eine temporäre Datei in diesem Ordner geschrieben, die nach Freigabe durch den Nutzer autmatisch gelöscht wird. Und dieses Recht hatte das Programm eben nicht. Programmintern wird dieser Fehler ignoriert und einfach ein Zähler gesetzt und der Dateiname hochgezählt, bspw. MANDANTDC.D01, MANDANTDC.D02, MANDANTDC.D03 usw.
Naja, und bei 99 war eben Schluß und unser Clearingversuch scheiterte.

Ich mußte also am DC direkt mit einem taugenden Datei-Manager den versteckten Ordner lokalisieren und mir, dem OS und der Software passende Rechte setzten. Dann sicherte ich die 99 Dateien weg und voila!, es lief wieder alles wie am Schnürchen.

Naja, fast alles, denn die Diskette (sprich: der USB-Stick), auf den ich den nun korrekt erzeugten XML-Datensatz schob, war dann im Zielgerät nicht lesbar, aber das war ja nun das geringste Problem…

 Posted by at 7:00 pm
Sep 162014
 

…und dann passiert Folgendes:

– Als erstes sind, obwohl kurz vor 12:00 Uhr ja kein so mittagessenunverdächtiger Termin ist, nur zwei offensichtliche Anfängeringen hinter der Bedientheke. Da vor der Theke nur 3 Kunden sind, vor mir eine hagere Endzwanzigerin, ist das aber nicht weiter schlimm.
Schlimm hingegen ist eher, daß diese Frau anfängt, diverse Burger im Wert von mehr als 50 EUR zu bestellen. Und dann noch SOnderwünsche äußert. („Einmal Pommes ohne Salz“, „einen Royal TS, aber den ohne Käse“ usw.) Nicht nur ich rolle die Augen, ansonsten ist es nicht weiter schlimm, im Mc fragen die Leute ja eher nicht nach Omega-3, vegan, Laktose und was heutzutage noch so rumnervt.

– Ich erhalte meine 5 Hühnerflügel; der Burger, so verspricht man mir, wird mir nach Fertigstellung an den Tisch gebracht werden. Nachdem ich die Flügel benagt habe, meine Kartoffeln verzehrt habe und etwas an der Cola genippt habe, ist natürlich noch kein Burger geliefert worden. An der Thekle drängen sich mittlerweile Massen Hungriger. Ich drängel mich vor, mein Bedienmädel ist spurlos verschwunden. Ich quatsche eine andere Bedienung an, erkläre ihr das Malheur und da mein Burger ja mittlerweile (erkaltend) vorhanden ist, bekomme ich ihn sogar problemlos ausgeliefert, obwohl die Frau definiert mit meinem Anliegen überfordert war (geistig und sprachlich). Hmm, vielleicht eine coole Methode, kostenlos beim Mc zu essen?

– Ich kehre an meinen Platz zurück, um festzustellen, daß mein Tablett bereits weggeräumt wurde. Von der Wegräumkraft keine Spur. Erst wenig später fällt mir auf, daß man deswegen a) mit dem Burger gute Sauerei direkt auf den Tisch macht und b) kein Getränk mehr zum Nachspülen hat. Ich verzehre den Burger also trocken, erdreiste mich aber, mich wieder an der Theke vorzudrängeln und mir eine Ersatz-Cola geben zu lassen. Fairerweise nur eine kleine und die habe ich auch nicht ausgetrunken, aber was sein muß, muß sein. Und das Getränk erhielt ich auch klaglos, obwohl ich wette, daß mir die Frau nicht glaubte (oder eben absolut nichts raffte).

Naja, in den McD gehe ich so schnell nicht wieder. Oder noch besser: bei den Apothekenpreisen sollte man solche Besuche generell mal überdenken. Burger-Menü und 5 Hühnerflügel kosten mehr als 10 EUR, das ist üppig für Fertigfraß. Wobei der Chlorhuhnschrott supergut schmeckte…

 Posted by at 5:02 pm
Aug 282014
 

die Weltherrschein Foto zu sehen (idealerweise zu knipsen), auf dem möglichst viele Transportarten oder Fahrzeuge abgebildet sind. Also Fußgänger, Radfahrer, Reiter, Autos, Luftballons, Schiffe ihr wißt, was ich meine.

Ein erster primitiver Versuch wäre sowas wie dieser hier:

vkm

Also stelle ich mich irgendwann einmal in Flüghafennähe an eine Autobahn, die einen Kanal quert, warte auf einen Ballon und Reiter und *voila*

Gibt es dazu eigentlich schon was von RatioTumblr?

 Posted by at 7:20 pm
Jun 232014
 

… spulte die (übrigens sehr hübsche) Kassiererin bei der Mutti mit Kind vor mir ihre Standardsprüche ab:

„Payback-Karte?“, fragte sie.
„Nein“, lautete die Antwort.

„Sammelpunkte?“, kam dann die nächste Frage.
Wieder lautete die Antwort „Nein.“

„Aufkleber?“, kam die letzte Frage.
Das schwache „Nein“ wurde durch den Tochterprotest zu einem „Ja“ und irgendwelche Aufkleber wechselten den Besitzer.

Jetzt war ich dran. Meine Produkte surrten über den Scanner. Ich schäkerte etwas mit der Kassiererin. Dadurch abgelenkt nannte sie die Summe „17,54 EUR“, worauf ich die Debitkarte zückte.

Jetzt besann sie sich auf ihre Pflichten, hatte aber vor lauter Schreck vergessen, was sie mich abfragen sollte.

Ich half wie aus der Pistole geschossen mit einem „Nein! Nein! Nein!“ aus.

Nicht nur wir beide mußten darüber herzhaft lachen…

 Posted by at 10:38 pm
Jun 052014
 

Irgendwie habe ich mir nie einen USB-Stick gekauft, sondern diese immer geschenkt bekommen. So auch meinen ersten USB-3.0-USB-Stick 8 GB vom A-Data, den mir vor einigen Jahren ein Freund schenkte(den gab es wohl speibillig im Aldi). Das war einer der ersten bezahlbaren USB-3.0-Sticks überhaupt, was man daran merkt, daß er genauso schnell bzw. langsam ist wie sein 2.0er Bruder. Doch bei dem Preis beschwerte ich mich nicht.
Seitdem leistete der Stick mir treue Dienste. Ich hatte darauf ein Admin-Notpack, Fritzbox-Recovery-Tools, Virenscanner, diverse Texte, Keys, Programme, FTP-Zugänge…, was man halt in meiner Branche auf die Schnelle gebrauchen kann.

Wenn ich morgens aus dem Haus gehe checke ich immer:
– Brieftasche
– Wohnungsschlüssel
– Autoschlüssel
– Stick
– Händi.

Nur wenn ich diese 5 Sachen in meinen Taschen fühle, gehe ich los.

Irgendwann aber, vor drei Jahren, war der Stick weg. Nach stundenlanger Suche an allen möglichen und unmöglichen Stellen gab ich auf und buchte ihn unter Verlust. Natürlich hatte ich keine Sicherheitskopie angefertigt und auch der Gedanke, daß irgendein Fremder sich die Daten genüßlich betrachtet bereitete Unwohlsein. Aber was will man machen? Ich schämte mich ob meiner Leichtsinnig- und Nachlässigkeit.

Wenige Tage später fiel mir im Auto die Parkmark unter den Sitz. Als ich sie dort hervorklauben wollte, kam auch der Stick wieder ans Tageslicht, er war mir offensichtlich aus der Hosentasche gerutscht. Welch Freude! Ich gelobte Besserung, sicherte die Daten also immer noch nicht, entfernte immer noch nicht brisante Infos oder verschlüsselte diese wenigstens und war mit meinem Stick wieder glücklich bis… ich ihn wieder vermißte.

Das ist etwa zwei Jahre her. Der Stick war weg! Er lag auch nicht unter dem Fahrersitz wie beim letzten Mal. Diesmal entdeckte ich ihn nach einer knappen Woche beim Staubsaugen unterm Bett. Auch hier war er aus der Hosentasche gerutscht, die auf dem Herrendiener ruhte. Diesmal dachte ich an eine Datensicherung, die Verschlüsselung entfiel aus Faulheit und immerhin der Gedanke an einen Stick, den man mit einem Schlüsselring oder Ähnlichem befestigen kann, zog durch meinen Kopf.

Insgesamt paßte ich aber besser auf den Stick auf. Einmal noch fischte ich ihn unter dem Fahrersitz hervor und mehrfach half auch ein genauerer Blick unters Bett oder in die Nähe des Herrendieners.

Vor zwei Wochen verschwand der Stick erneut. Keine Suche half. Im Auto brauchte ich gar nicht erst zu schauen, daß habe ich erst seit anderthalb Wochen in meinem Besitz. Hmm, im Vorgängerauto, das mußte es sein, dort lag er! Doch das Auto war mittlerweile wieder in seiner bayerischen Heimat und aus meinem Zugriff.

In der Wohnung fand ich ihn auch nach intensivster Suche nicht.

Diesmal war er also endgültig weg. Aus, vorbei, Pustekuchen! Ich erstellte aus der hoffnungslos veraltenden Sicherheitskopie einen neuen Stick, aber der schale Geschmack des Verlustes blieb.

Heute Mittag brachte ich meine Brille zur Reparatur zum Optiker. Und was fällt mir ins Auge, als ich das Etui der Ersatzbrille öffne? Genau, da war er wieder, der Stick. Warum ich den aber dort hineingelegt hatte, entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls habe ich meinen geliebten USB-Stick wieder!

Und werde wieder nichts Sichern und Verschlüsseln und ihn irgendwann wieder verlieren. Denn bei der Vorgeschichte, werde ich ihn immer sowiso wieder wiederfinden.

 Posted by at 6:34 pm
Apr 242014
 

Was so harmlos als Anglizismus daherkommt und den meisten Leuten nichts bedeutet und nichts sagt, daß breitet sich allmählich wie eine Seuche aus. So gibt es in D mittlerweile um die 100 Lehrstühle, die sich damit beschäftigen, daß Mann und Frau nicht Mann und Frau sind, sondern die Gesellschaft diese erst zu Mann und Frau macht, capiche?

Wer eine Prise diesen Irrsinns konsumieren möchte, dem sei der heutige SpOn-Artikel dazu, naja, nicht empfohlen, verlinkt.

Das Ganze breitet sich aus wie die Pest und erobert eine Alma Mater nach der anderen. Überall sind schon nur noch Studierende, selbst in den Ferien, an der Leipziger Uni muß man schon heute offiziell „Herr Professorin“ sagen und nun dieser Schwachsinn mit Professx und Studiernix und Schlimmeres.

Meine Steuergelder werden für megaüberflüssigen Scheißdreck verplempert, ich kriege mich vor Wut gar nicht mehr ein. Ein Haufen nichtsnutziger und im Zweifel potthäßlicher Lesben maßt sich an, dummes Gefasel, orwellsches Neusprech und Sprachvergewaltigung durch die Medien zu prügeln ohne Sinn, ohne Verstand, ohne jedweden Nutzen, aber immer mit geschwungner Moralkeule.

Also meine Geduld ist zu Ende. Wenn ich mal an die Macht komme, dann werden diese Studiengänge ersatzlos gestrichen und die sogenannten Professoren erst mal sanft verprügelt und dann entweder in die Irrenanstalt oder von mir aus auch in die Produktion geschickt, wir haben da bspw. viele marode Straßen…

 Posted by at 3:54 pm
Apr 132014
 

Vor drei Wochen kaufte ich in Mainz im Modehaus ein. Eine Verkäuferin begeisterte mich für eine farbenfrohe Hose, die ich dann auch nebst anderen Sachen kaufte.
Zu Hause mußte ich feststellen, daß an delikater Stelle die Naht auf zwei Zentimetern unterbrochen war, vielleicht hatte der der Fadentrenner bei der Sicherheitsnaht versagt.

In meiner ersten Naivheit dachte ich an einen Umtausch. Schnell mußte ich über diese Idee schmunzeln, so leicht geht das in deutschen Landen sicher nicht. Und ich sollte recht behalten.

Zuerst fand ich keine Zeit, in die Stadt zu gehen. Letzten Dienstag klappte es dann doch. Ich ging ins Geschäft, 4. Stock. Natürlich war keine einzige Verkäuferin anwesend, schon gar nicht die mich beratende Dame, dafür erkundigte sich ein gegelter junger Mann nach meinem Begehr.

Ich zeigte die unvollendete Naht und brachte auch gleich die irre Idee mit dem Tausch ins Spiel, zumal in Sichtweite ein ganzer Stapel gleichgefärbter Artgenossen gestapelt war. Dieses freche Ansinnen wurde seitens des Verkäufers ignoriert und er fragte nach dem Kassenzettel.

Dem Kassenzettel! Immer, ich schwöre, immer hebe ich Kassenzettel auf, man weiß ja nie (siehe oben). Doch diesmal habe ich ihn, ich weiß es noch genau, smat Tüte weggeworfen und mir dabei gedacht, hast Du sowieso noch nie gebraucht.

Doch dieses Problem war gar keins, denn ich habe eine Kundenkarte, die in diesem Fall glücklicherweise, ja alle meine Transaktionen dokumentiert.

In den nächsten Minuten, wurden Formulare ausgefüllt, mit Stecknadeln die betreffende Stelle markiert, Zettel angebunden und… dann ging es gemneinsam vom 4. Stock in die Parterre, wo ich an der Hauptkasse nach kurzer Wartezeit mit Erklärungen und Hinweisen zusehen dürfte, wie das Hosenformular einen Stempel erhielt. Auch mein Abholzettel bekam einen Stempel aufgedrückt. Ab Freitag, teilte man mir noch mit, könnte ich die reparierte Hose abholen. Die Schneiderkosten in Höhe von 8,50 EUR erstatte man mir „aus Kulanz“. Nun verstehe ich unter Kulanz sicher nicht die Reparatur eines Werkfehlers an einer teuren Hose, aber der gegelte junge Mann kannte scheinbar die genauere Bedeutung des Wortes nicht.

Egal, ich ging schleunigst zum Auto ins Parkhaus zurück, wo ich dennoch 4,00 EUR Parkgebühr berappen mußte (1 Stunde und 7 Minuten hatte die Rückgabe gedauert).

Gestern nun wollte ich die Hose abholen. Und das ging so:

Ich fuhr gegen Mittag in die Innenstadt und parkte. Auf Grund des Wochenmarktes, der mittlerweile bis zum Stadtbrunnen ausgedehnt ist und dadurch an dieser Stelle Staus entstehen läßt, kam ich nur langsam ins Bekleidungsgeschäft. Natürlich war dort mehr los als wochentags.

Ich stellte mich an der Hauptkasse in Parterre an. Dort bedienten immerhin drei Leute, so daß die Hoffnung bestand, es würde einigermaßen schnell gehen. Nun, die Hoffnung trog, denn die Käufer waren durch die bank ältere Ehepaare, die betulich alles hinterfragten, kluge Ratschläge gaben, umständlich am ec-System scheiterten und, als Krönung, sich einen Antrag auf eine Kundenkarte ausfüllen ließen. Egal, ich langweilte mich mit Anstand und kam endlich an die Reihe und konnte stolz meinen Abholzettel präsentieren.

„Oh“, sagte das schmalgesichtige Mädchen hinter der Kasse. „Abholung ist an der Kasse im 2. Stock.“

„Umpfh“, dachte ich und trabte in den 2. Stock. Dort bedienten zwei Mädels, das Publikum war gemischt, doch die Schlange ungleich länger. Naja, ich nahms mit Schulterzucken und stellte mich an und beantwortete länglich eine Kundenanfrage per Mehl. Danach spielte ich noch ein Spielchen, las alle neuen Nachrichten im Postillion, in der FAZ, dem Spiegel und bei heise und vertiefte mich in sogar einen technology-review-Artikel.

Als ich damit fertig war, standen immerhin nur noch drei Leute vor mir. Die Dame vor mir und der junge Familienvater hinter mir waren mittlerweile schon kurz davor, Brüderschaft zu trinken und ich begann, mit der vierjährigen Tochter des Mannes zu schäkern.

Dann war ich endlich dran und konnte wieder stolz meinen Zettel vorweisen. Doch damit war der Lehrling, nur um einen solchen konnte es sich handeln, leicht überfordert. Alle Arbeitsschritte (gehe nach hinten ins Lager, zweite Tür recht, links oben, die Nummer suchen und vergleichen, den Abschnitt abhaken, ins Ausgangsbuch eintragen, in die Tasche packen, die Tasche dem Kunden geben, Danke sagen) mußten dem armen Mädel gesagt werden. Immerhin dauerte die Hosensuche nicht allzulange. Irgendwann war ich also wieder draußen und quälte mich durch den überfüllten Wochenmarkt zum Parkhaus. AM Gutenbergdenkmal campierten irgendwelche jungen Lebenskünstler, die gemeinsam Reissalat mit den Fingern aßen, irritierend.

Im Parkhaus sagte mir der Automat „1 Stunde, 2 Minuten“ und wollte wieder 4,00 EUR.

Ich holte das Auto ab und… dann war irgendeine Störung und die Autos stauten sich an der Ausfahrt bis in den ersten Stock zurück. Mir war schon alles egal, ich hatte Genesis im Autoradio, die mir aus dem 77er Livealbum „Seconds Out“ gerade ihr episches“Supper’s Ready“ vorspielten. Ganz so lange wie das Lied (mehr als 20 Minuten) reichte die Störung dann nicht und ich konnte irgendwann das Parkhaus verlassen, ohne, wie ich es schon befürchtete, nachzahlen zu müssen.

Fazit: Um eine Naht zu reparieren braucht man: 1 Stunde Fahrzeit, mehr als 2 Stunden Modehausaufenthaltszeit, 2 x 4,00 EUR Parkgebühren, viel Geduld und Humor und keine 8,50 EUR „Kulanz“.

 Posted by at 7:20 am