…habe ich heute mehrfach. Zuerst heute früh, als auf den Knüllbergen kurz vor Homberg/Efze ein LKW einen Kastenwagen auf halbe Breite zusammendrückte und ich heil samt hunderter anderer Fahrzeugführer irgendwie dahinter zum Stehen kam. (Unfallfahrer unverletzt). Dann erwischte ich hinter Göttingen die richtige Fahrspur in der Baustelle, so daß mit 7 Kilometer stehender Verkehr hinter einem liegengebliebenem Oettinger-Pilszug erspart blieben. Dann fuhr ich in Hamburg jeweils an drei Stauenden in die Richtung, in der es frei war. So kam ich recht zeitig am ersten Arbeitsort an und hatte dort um 12:00 Uhr alles erledigt.
Auf der weiteren Fahrt nach Berlin blieb mit Verkehrschaos erspart (Ok, am Tegeler Tunnel war es etwas zäh, da verlor ich 15 Minuten). Aber in Brandenburg standen doch sage und schreibe fünf Radarfallen, die eifersüchtig überwachten, ob auch alle brav den Berliner Westring auf 60 Kilometer Länge mit 130 kriechen. Dank Tempomat, der auf 138 stand, interessierte mich das aber nicht.
Auch in Berlin I ging die Arbeit gut von der Hand, so daß ich morgen den ganzen Tag mich Berlin II widmen kann.
Grüße aus dem Hotel an alle meine Leser. Hier ist es noch schweineheiß, daher nun erstmal in die Dusche klettern.
Ich war heute in zwei Supermärkten (edeka und real,-), um mir Tonic-Wasser zu kaufen. Nun soll ja angeblich die Milch knapp werden. Zumindest in den beiden Geschäften kann ich das Gegenteil bezeugen, dort stapelten sich Milch, Joghurt unc Co. zu tausenden bis zur Decke. Mangel und Knappheit sehen anders aus. Nämlich so wie die Regale, in denen sonst Tonic-Wasser verkauft wird. Es gab exakt keine einzige Flasche Tonic. Hab ich da was verpaßt?
…es her, daß ich am Nachmittag auf dem Infoscreen der Münchener U-Bahn lesen muß, daß bei einem Zugunglück in Deutschland 100 Menschen ums Leben kamen.
Ich weiß noch wie damals, daß ich dieser Meldung erst keinen Glauben schenken wollte. Doch kein ICE? Und schon gar nicht in Deutschland! Solche Unglücke passieren doch sonst nur in Ländern der Dritten Welt.
…diesen ganzen Rußfiltermist mit Gelassenheit erduldet habe. Nachdem also die Autos so wenig Abgase wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte erzeugten, wurden auf einmal Rußpartikel als Achse des Bösen entdeckt. Selbstverständlich nur bei PKW, nicht etwa bei (osteuropäischen) Lastern, Flugzeugen, Schiffen oder Dieselloks. Alle Nachgenannten haben keine Filter und verbrauchen um Größenordnungen mehr und meist auch deutlich mieseren Diesel als ein moderner PKW.
So muß aber nach heutiger Rechtssprechung ein Diesel-Audi Bj. 1999, der 6 Liter Diesel Durchschnittsverbrauch hat, wegen hoher Abgaswerte mit roter Plakette rumfahren. Mein PKW hatte bei Bestellung im Februar 2002 den niedrigsten Abgaswert im Lande und galt als Vorzeigeumweltschoner. Als er dann drei Monate später vom Fließband lief, war auf einmal eine Novelle durch den Bundestag und das Auto von Euro 4 auf Euro 3 zurückgestuft. Und damit wird er nun von allen Medien nur abfällig als „Stinker“ bezeichnet, obwohl hinten nur lauwarme Luft herauskommt und der VW-Vorstand sich damals nicht entblödete zu berichten „das ein Selbstmörder eher verhungere als an den Angasen einzugehen“.
Nun habe ich also einen „Stinker“, für den ich 330 EUR Steuern im Jahr löhne, der aber immerhin noch eine gelbe Plakette bekommt. Dafür verbrauche ich auch heute noch keine 7 Liter auf 100 Kilometer. Vergleichbare Benziner gönnen sich bei vergleichbarer straffer Fahrweise locker das Doppelte, werden aber steuerlich bevorzugt und mit grüner Plakette belohnt.
Die Nachrüstung mit einem Rußfilter, die ich sogar letztes Jahr in Erwägung zog, stellt sich nun als Farce heraus. Die Filteranlagen kosten ein Schweinegeld nd mindern die Leistung bei erhöhtem Verbrauch. Sonst haben die meisten Filter keine Funktion. Bis heute haben die Hersteller keinen Ersatz dafür. Deswegen erwägt der Staat, die ja quasi umsonst gewährte Förderung rückgängig zu machen.
Also hat ein Dieselfahrer, der letztes Jahr besten Gewissens für teuer Geld einen Filter installieren ließ nicht nur weniger Leistung und höheren Verbrauch, sondern muß jetzt im Zweifel auch noch die 300 EUR Subvension zurückzahlen.
Immerhin macht er sich gratis zum Gespött aller Nachbarn. Und das nicht nur wegen des irrsinnig hohen Dieselpreises.