Dez. 092007
 

Ein Kunde hat sich im hiesigen Mädchenmarkt einen Packard-Bell-Rechner aufschwatzen lassen. Obwohl er nur meinte „ich brauche was Gescheites für mein Büro“, wurde ihm folgende Höllenmaschine geliefert (die ich nun bürotauglich machen soll):
– Core 2 Quad (Kentsfield) mit 2.400 MHz
– 3 GB RAM
– DL-Brenner
– DVD-ROM
– Kartenleser
– Fernsehkarte mit Fernbedienung
– 2 x nvidia 8800 GS SLI oder so
– 3 bunte blaue Lüfter
– Sichtfenster
– eine 500er SATA-HDD
– superschweres Gehäuse mit fettem Netzteil
Wer es genauer wissen will, der klicke hier.
Vorinstalliert war ein Vixta Home Premium.
Vista brauchte das erste Mal nur 20 Minuten, um sich nach einem Neustart bereit zu melden. Beim Hochfahren war immer nervig, daß er je zweimal für mehr als 10 Sekunden einen völlig schwarzen Bildschirm zeigt und man nicht weiß, was nun gerade los ist. Aber irgendwann poppten zig Fenster auf, Updates werden gemacht, Nutzereingaben werden gefordert. Irgendwann aber war es so etwas Ähnliches wie fertig. Das war deutlich nach einer halben Stunde. Egal. Was zeigte der Task-Manager? Man klicke hier.
Also haben es die Profis von Packard Bell tatsächlich geschafft, ein jungfräuliches System auf 1,2 GB RAM-Nutzung hochzuprügeln.
Wie mir Mittester Marc sicher bestätigen kann, fühlte sich das ganze System lahm an. Mein 2 Jahre alter Athlon 64X2 geht fühlbar energischer und flüssiger an die Arbeit. Und ich begreife auch bis jetzt nicht, daß bei der QuadCore-Maschine die Festplattenlampe quasi nie stillsteht. Und auch nicht, daß die Platte nur 18 MB/s schreibt bei großen Dateien bzw. knapp 2 MB/s bei Kleinen.
Abgesehen davon sind beide optische Laufwerke unerträglich laut, die Platte lahm und sehr laut und die Front eine Fehlkonstruktion, denn die Abdeckklappe ist sehr leichtgängig und sehr schwer. Wenn man also eine Schublade offen hat oder gar eine Chipkarte im Schacht stecken hat, ist die Chance recht hoch, diese mit der Klappe zu vernichten. Deshalb lagen der Packung auch gleich 3 gelbe Zettel mit Warnhinweisen zu diesem Problem bei. Weitere gelbe Zettel warnten vor Antistatik und Bedienungsfehlern.
Ich entfernte mal die ganze sinnfreien Testversionen, die mir Packard Bell spendierte. Was ich mit Google Desktop Bell-Edition soll, mit GDATA-Virenscannertestversionen, nervigen drittklassigen Firewalls, Kodak-Photogelumpe, Demoversionen von Telespielen und dergleichen weiß ich nicht. Auch nervte überall Alice mit Angeboten für tolles DSL. Was soll das? Nach Abschalten der Wasserfläche und aller sinnlosen Autostartprogramme brauchte die Maschine dann nur noch 860 MB RAM im Leerlauf. Spürbar schneller wurde er aber auch nicht. Dafür klickte ich aber mindestens hundert Mal die Warenmeldungen weg. Vista- die Entdeckung der Langsamkeit … Reiki – Entschleunigung oder was?
Wie auch immer. Sicher zaubert er beeindruckende Benchmarks bei Gaga-Spielen. Aber für die tägliche Arbeit ist er irgendwie zu laut und Dank des überfetteten Vista (und der lahmen dauerarbeitenden Festplatte) zäh im Handling.
Bonbon: ich wollte XP pro. installieren und… BINGO, die Hälfte der Geräte wird nicht erkannt und es gibt keinen XP-Treiber (zumindest auf der Herstellerseite). Vista only!
Also die 2 Wiederherstellungs-DVDs in die gröhlenden DVD-Laufwerke gesteckt und gewartet, bis das originale kaputtkonfigurierte Vista mit seinen 45.677 Dateien in 8788 Unterverzeichnissen sich wieder auf der Platte fett gemacht hatte. Immerhin ist aber ein Firefox 2.0.0.3 vorinstalliert, wie ich staunend feststellte.
Nun stecke ich in einem Dilemma. Der Kunde freut sich natürlich über den schönen (und auch sehr preisintensiven) Rechner. Aber guten Gewissens kann ich ihm die Maschine nicht ins Büro stellen. Sie ist laut, überfrachtet und paßt auch nicht in sein XP-Firmennetz. Sowas gehört eben bei einem Spielefreak ins Kinderzimmer und nirgendwo anders hin.
Am liebsten würde ich die Kiste zurückbringen und ihm einen soliden Bürorechner in der 500-EUR-Klasse hinstellen. Und für das Restgeld einen zweiten großen TFT anschließen. Mal sehen, was dabei herauskommt…

 Posted by at 9:11 p.m.
Dez. 062007
 

…einmal heftig auf die Fresse gefallen und mit dem rechten Auge an der Kante eines (nun sehr kaputten Laserdruckers) aufgeschlagen. Gott sei Dank ist nichts weiter passiert, wie ich nun nach 2 Stunden Wartezeit, umfangreichen und sehr unangenehmen Untersuchungen und Behandlung der kleinen Platzwunde unterm Lid weiß. Also erstmal nix mit Glühweintrinken in Frankfurt usw., sondern fleißig kühlen.
Matschauge
Tippfehler seien mir verziehen, denn ich kann dank der seltsamen Augentropfen noch nicht fokussieren und sehe in der Nähe alles verschwommen.

 Posted by at 4:40 p.m.
Dez. 052007
 

Gestern gab es (nach der Klausur) zwei Glühweine in Mainz (je 2 EUR, erster taugte nix, Zweiter war ok) und heute trank ich einen Glühwein mit Schuß (2 EUR, verdammt wohlschmeckend) auf dem Marburger Weihnachtsmarkt. Natürlich habe ich aus Marburg, wie immer, eine Tasse mitgebracht.
Morgen bin ich in Frankfurt auf dem Markt, mal schauen, wie er dort schmeckt. Und am Freitag weiß ich noch nicht, in welcher Stadt ich einen Glühwein trinken werde…

 Posted by at 9:27 p.m.
Dez. 032007
 

…aktuelle Einträge vermissen, erkläre ich an dieser Stelle, woran das liegt. Es liegt daran, daß ich morgen Mittag eine Klausur schreibe und dafür seit Tagen lerne. Ferner bearbeitete ich Steuerunterlagen und löste Musteraufgaben und arbeitete und hatte Besuch und las interessante Bücher und dekorierte die Wohnung weihnachtlich und…

 Posted by at 8:53 p.m.
Nov. 282007
 

…ist VW billig. So erregten noch vor einiger Zeit diverse Pressemeldungen die Gemüter, in denen zu lesen war, daß in schicken, neuen BMWs der Bordrechner bei Tempo 200 km/h vermeldet, daß die Bremsen nicht mehr funktionieren. Mittlerweile sind das olle Kamellen, bei Windows stört man sich ja auch nicht mehr an diversen Ungereimtheiten.
Doch heute tat mein Passat genau das Gleiche wie ein moderner BMW. Allerdings nicht erst bei Tempo 200. Ich fuhr heute morgen zum Kunden und nach einem Kilometer meldet der Bordrechner nebst lautem Piepsen:

STOP
Sofort anhalten!
Bremsanlage prüfen!
Betriebsanleitung lesen!

Dann verschwand die Meldung ohne Nachwirkung. Leicht erschrocken fuhr ich die wenigen Meter zum Kunden, erledigte die Arbeit und fuhr anschließend sofort zur VW-Werkstatt, die nur einen Kilometer entfernt ist.
100 Meter vor der Werkstatt kam exakt die selbe Fehlermeldung wieder.
Ich berichtete dem Meister von der Sache, wir unternahmen eine Probefahrt und – nichts war. Bremsflüssigkeit – Füllstand normal und Flüssigkeit erst vor zwei Monaten gewechselt. Fehlerprotokoll ausgelesen – nichts.
Ich bin seitdem 100 Kilometer gefahren, aber die Meldung tauchte nicht mehr auf. Was soll das?

 Posted by at 9:23 p.m.
Nov. 282007
 

…die Marketing-Fuzzis der Bundespost, ich meine lat. die Marktexperten der Telekom AG, genauer T-Home.
Seit ein paar Tagen werden massiv Neukunden geworben. Dazu verspricht man einmalig 20 EUR und bietet das DSL/Telefonieren zum Festpreis (sogenannte Flatrate) statt für 49,99 EUR/Monat und für nur 39,99 EUR/Monat an.
Aber selbstverständlich nur Personen, die von der Konkurrenz zur Telekom wechseln oder für Neukunden.
Der Bestandskunde darf explizit nicht an den neuen Tarifen teilhaben, wie ich heute morgen im Gespräch mit einem netten Mitarbeiter der Bestell-Heißlinie erfuhr.
Also wird ein Abtrünniger, der Mitte des Jahres zu Arcor, 1 und 1 oder sonstwem wechselte und nun reumütig wieder zurückkehrt, besser gestellt, als der treue Kunde, der seit Jahren brav seine Rechnungen bezahlt. Und ein Neukunde spart auch mal eben 10 (bzw. 5) EUR/Monat gegenüber dem Bestandskunden für den Bezug exakt der selben Leistung.
Da die Telekom schätzungsweise in zweistelliger Millionenhöhe Bestandskunden hat, ist es IMHO sehr unklug, diese alle wegen ein paar zehntausend flatterhaften Neukunden zu vergrätzen.
Vielleicht hat man ja zuviele Kunden und will diese jetzt zu Kabel Deutschland jagen, die ähnliche, wenn nicht bessere Leistungen mittlerweile für nochmal 10 EUR weniger anbieten.
Ich staune jedenfalls über soviel taktisches Ungeschick. Der nette Mann am Servicetelefon bestätigte auf mein Nachhaken hin übrigens, das er beinahe ausschließlich mit wütenden und frustrierten Bestandkunden zu tun habe.

 Posted by at 4:27 p.m.
Nov. 262007
 

Ich startete heute morgen um 7:00 Uhr in Altenburg Richtung Mainz. In Gera wollte ich einen Mitfahrer aufpicken. Gera ist 30 Kilometer entfernt. Ich benötigte für die ersten 15 Kilometer inklusive Tanken 20 Minuten.
Und dann kam’s knüppeldicke. Im Landkreis Greiz hielt es der Räumdienst nicht für nötig, seiner Arbeit nachzukommen. So schafften minus 2 Grad und in Schnee übergehender Regen zusammen mit scharfen Wind, einen zentimeterdicken Eispanzer auf den Asphalt zu zaubern. So quälten sich die Berufspendler und ich sich mit satten 10 km/h Hügelchen rauf und Berglein runter und wichen auch schonmal quer entgegenrutschenden LKW-Anhängern auf den Acker aus.
Ich brauchte für die nächsten 15 Kilometer eine satte Dreiviertelstunde. Wenigstens passierte mir nichts, obwohl ich einmal fröhlich, ohne Chance, das Auto anzuhalten, über eine Kreuzung rutschte und der eigentlich Vorfahrt habende BMW nur knapp 2 Meter an mir vorbeirutschte. Die Lämpchen der elektrischen Spielerchen ABS und ASR wechselten sich in froher Folge ab, egal, was ich mich zu tun bemühte, das Auto unter Kontrolle zu bekommen. Es war echt spannend.
Anschließend mußten wir nur zweimal 5 Kilometer Stau auf der A4 umfahren und kamen ab und zu in witzige Schneegestöber, aber erreichten gegen 12:15 Uhr heil und glücklich Mainz. Dort waren 6 Grad und eitel Sonnenschein.
Nochmals vielen Dank an den Winterdienst des Landkreises Greiz, der zahllosen Auto- und vor allem LKW-Fahrern heute morgen einen spannenden Start in die Arbeitswoche als vorweihnachtliches Geschenk bescherte.

 Posted by at 7:30 p.m.