…Einfallslosigkeit und Uniformiertheit im Radio. Meine schlimmsten Ärgernisse, bei denen ich mittlerweile sofort den Sender wechsel:
– Billy Idol – Sweet 16
Wieso immer nur dieses abgedroschene Lala-Liedchen? Idol hat so schöne Sachen gemacht, ich empfehle mal, stattdessen „don’t need a gun“ oder „white wedding“ zu senden. Doch wenn schon mal ein anderer Idol-Titel gesendet wird, dann maximal „Mony Mony“, was ich auch schon nicht mehr hören kann.
Ähnlich schlecht ist es bei Chris de Burgh. Anstatt man eins seiner vielen, tollen, rockigen Lieder wie „don’t pay the ferry man“, „ship to shore“ oder „high on emotion“ spielt macht man was? Immer wieder nur die abgenudelte Schnulze „lady in red“, ein Lied, das eigentlich gar nicht zu dem Künstler paßt. Ich hatte vor ein paar Jahren die Gelegenheit, ihn live zu sehen (zusammen mit Manfred Man’s Earth Band) und beide waren ein Hochgenuß und von Schnulzenheini war da exakt nichts, aber auch nichts zu spüren.
Und so ist es bei vielen Bands. Anstatt man einmal aus dem umfangreichen Repertoire guter Gruppen eine schöne Auswahl spielt, gibt es immer wieder nur die gleichen Lieder und meistens noch die abgedroschensten dazu.
Weitere wenige Beispiele in Kurzform, in Klammern stehen alternative Titel.
– Phil Collins – you can’t hurry love (don’t lose my number, take me home)
– Joachim Witt – goldener Reiter (Herbergsvater)
– Peter Gabriel – sledge hammer (games without frontiers, mercy street)
– Pet Shop Boys – go west (suburbia, paninero)
– Rolling Stones – satisfaction oder angie (auch mal alle anderen Stones)
– Dire Straits – money for nothing (egal, sind alle hörbar)
– Mike Oldfield – moonlight shadow (five miles out, family man)
– Supertramp – it’s raining again (alle anderen Titel, die sind alle besser)
Fällt jemanden noch ein eklatantes Beispiel ein? Dann bitte in die Kommnentare.

Letzte Woche gesehen und gekauft bei Edeka.
Schmecken übrigens nicht so toll.
Nochmals herzlichen Dank an meine heutige Gastgeberin, die mir einen absolut delikaten Lachs zum Mittag bereitete und von dessen reichlichen Resten ich mich gerade noch laben konnte.
Unglaublich, aber wahr. Ich war heute im Taubertsbergbad und drehte ein paar Runden im Becken. Selbst die Wasserrutsche – Grad: anspruchsvoll – meisterte ich mit Anstand.
Trotz des üppigen Preises werde ich wohl ein Institut daraus machen.

Heute bekam ich von den Cook-Inseln diese wunderbare Postkarte. Sie ist die Postkarte, die die weiteste Reise zu mir zurücklegte. Nochmals herzlichen Dank an Markus, der so lieb war und mir diese tolle Karte schickte, über die ich mich sehr freute. Ja, das ist eben die Belohnung, wenn man Postkarten aus der nördlichsten Siedlung der Menschen aus Spitzbergen (ja, ich schreibe den Bericht noch) verschickt.
Die Cook Inseln sind so weit weg, daß man sich daß gar nicht vorstellen kann, wenn man noch nie dort war. Sie liegen wirklich am anderen Ende der Welt. Das zeigt die ungefähre Lageskizze im nächsten Bild.

Die Postkarte löst damit auf der Exotenliste den Brief ab, den ich 1996 erhielt.

Jetzt haben diese bösen Dänen doch schon wieder die armen Muslime beleidigt! Das muß man sich einmal vorstellen. War ihnen denn das Fiasko im Februar dieses Jahres keine Lehre? Also sowas aber auch.
Langsam sollten wir mal dort oben deutsche Hilfstruppen stationieren und in allen größeren, dänischen Städten aus EU-Geldern finanzierte Moscheen errichten, damit auch noch der letzte zurückgebliebene Blonde Toleranz von den friedliebenden Moslems lernt.
Weiterhin empfehle ich allen langbärtigen Teewärmerträgern, sofern sie schon des Lesens mächtig sind, die Lektüre von Jasper Ffordes viertem Band seiner Thursday-Next-Geschichten.
Dort unternimmt die Goliath-Corp. im Verbund mit dem Toad-Network eine mediale Hetzjagd auf alles Dänische. Nicht nur Lego, Bang & Olufsen usw. werden da verteufelt, sondern auch alle dänischen bzw. halbdänischen Schriftsteller stehen unter Generalverdacht. Aber auch der Autohersteller Volvo und diverse Pflanzenschädlinge werden den Dänen zugerechnet und geraten in die Ziellinie der Dänemarkfeinde. Herrlich schräg, herrlich abgedreht, ich kann jedem die Bücher Ffordes nur empfehlen.
Naja, vielleicht ja doch nicht jedem, denn sonst erhalten die Muselmanen am Ende noch zu viele Tips zum Dänenboykottieren…
Heute gegen 17:00 rief mich ein Umfrageinstitut aus B*l*f*ld an, welches ich am 3. Oktober unter dem Hinweis auf den höchsten deutschen Feiertag, abblitzen ließ. Dieses Mal hatte ich Zeit und Muse und beantwortete der netten Stimme treu und brav alle öden Fragen zu Krankenkassen, Apotheken, Ärzten, Gesundheitsreform usw..
Nach dutzenden Fragen, die ich alle recht unkonventionell beantwortete und damit die Dame zum Lachen brachte wurde sie auf einmal neugierig und hinterfragte manche meiner Antworten. So nach und nach wurde es immer persönlicher und irgendwann war der blöde Fragebogen vergessen und wir unterhielten uns über christliche Werte, Familie, Freundscdhaft, Kinder, Moral, das verdorbene System und das Leben.
Und das recht lange. Was soll ich weiter erzählen, Anna und ich sind echte Seelenverwandte. Schade, daß wir soweit auseinander wohnen. Unsere Telefonnummern haben wir uns jedenfalls ausgetauscht.
Wer weiß….
Heute fand der erste und hoffentlich nicht letzte Skatabend bei mir statt. Es war ein netter Abend, der gerne wiederholt werden kann.
Lustiges Beiwerk:
die ganze Zeit lief Musik aus meiner bescheidenen Sammlung, die thematisch irgendetwas mit dem Skatspiel, dem Wort „Spiel“, „Game“ oder „Play“ zu tun hatte.
Die witzigsten Lieder waren:
– „Sk8ter Boy“ von Avril Lavigne und
– „Quit Playing Games With My Heart“ von yab (yet another boring) BoyGroup
Vergessen hatt ich u.a.:
– „Herzilein“ von den Wildecker Herzbuben und
– „Herz ist Trumpf“ von Trio
… ist eine LP (für die jüngere Leserschaft, ein analoger Tonträger aus Vinyl). Die LP hat eines der berühmtesten und referierten Cover überhaupt. Ich behaupte einfach einmal, daß jeder zivilisierte Mensch das Cover kennt. Zu sehen ist es hier.
Und nun lausche ich der wunderschönen und epocheprägenden Musik.