Feb. 152011
 

…geschwiegen. Das lag nicht nur am gesteigerten Arbeitsaufkommen, sondern vor allem daran, daß ich vor lauter Frust nicht wußte, wo ich mich zuerst aufregen sollte. Sei es bei der peinlichen 5-Euro-Debatte ums Arbeitslosengeld 2, seien es die hohen Spritpreise, die mir monatlich 200 EUR, also 40 ALG2-Erhöhungen aus meiner Tasche ziehen, seien es die ohne Sinn und Verstand zu den anstehenden Wahlen aufgestellten Grinsefressen der Politiker, die außer ihrem Konterfei nichts zu bieten haben, seien es die desolaten Straßen und die Verwunderung der Gemeinden darüber, seien es die gleichgeschalteten Medien mit ihren falschen und banalen Meldungen…, naja ihr wißt schon.
Doch das Stimmungstief ist überwunden und nun wird alles wieder besser. Naja noch nicht so bald, den Karneval muß ich noch unentdeckt und unbeschadet überstehen.
Zum Abschluß dieses Beitrages noch zwei Bilder, die gar nichts miteinander zu tun haben.
SU Olm
Stimmungsvoller Sonnenuntergang in Nieder-Olm, einer der Vorzüge meiner Wohnung.
Ossiladen
Onlineeinkauf im ossiladen.de. Eigentlich wollte ich nur Hosenträger (nicht im Bild), aber dann konnte ich nicht nein sagen und verfiel dem Kaufrausch. Von links nach rechts. Marder Speisesenf, Tempolinsen (halbierte Speisehülsenfrüchte), sowjetische, ähh russische Berberitzenbonbons, Rosenthaler Kadarka aus Ungarn, früher der billigste und süßeste und am schwersten zu bekommende Schädelwein, Worcestersauce (Worschestersoße) vom VEB excellent Dresden (auch heute noch die beste ihrer Art), Bornsenf aus Erfurt und der Kräuterlikörschnaps Rhöntropfen.

 Posted by at 6:36 p.m.
Feb. 152011
 

Hierzulande ist es etwas Superschlimmes, Familienvater zu sein. Beweis gefällig? Nun, da war zuerst der Mörder des kleinen Mirco aus Grefrath, der letzte Woche beigesetzt wurde.
Im Zusammenhang mit dem Täter sprach man fast immer in den Medien vom 45 Jahre alten Familienvater, der die Gräueltat deswegen begang, weil ihn sein Chef zusammengestaucht hatte oder so.
Nun habe ich keine Kinder und bin somit auch kein Vater, geschweige denn Familienvater. Dennoch würde es mir als solcher blöd vorkommen, alleine auf Grund meines Familienvaterseins in sprachlich in die Nähe eines geistesgestörten Mörders gerückt zu werden.
Naja, einmal ist keinmal und so wird seit einigen Tagen in unserer Einheitspresse von einem weiteren Familienvater geredet. Dieses 1,60-Meter-Männchen mit rotem Sakko hat wohl über Jahre nicht nur eifrig Inzest betrieben und seine Kinder mißhandelt und mißbraucht, sondern seine Schutzbefohlenen auch Kinderschändern aus der Umgebung angeboten, um seine Schulden zu bezahlen.
Und wenn man aus dem Gerichtssaal berichtet, wird Detlef S. immer wieder stereotyp als Familienvater erwähnt.
Abgesehen davon, daß man ja in dieser Konstellation Familienvater sein muß, um Inzest zu betreiben, bin ich richtig froh, kein Familienvater zu sein, denn langsam verbindet man mit diesem Wort (ähnlich wie bei den rechtspopulistischen Haider) nur noch Böses.
Diese Typisierung und Verarmung der Sprache ist für mich einfach unerträglich.
Zum Thema selber halte ich mich öffentlich lieber zurück. Nur so viel: ich wette, daß das Jugendamt Dreck am Stecken hat, ich wette, daß die Nachbarn nun erkennen, daß sie es schon immer gewußt haben und ich sehe auch hier schon wieder einen nervenzehrenden Prozeß, der es für die Opfer noch schlimmer macht und der perversen Drecksau nur nützen wird.
Tja, wenn ich an der Macht wär,…

 Posted by at 6:15 p.m.
Jan. 272011
 

Wie die Zeit vergeht, dieser Januar ist fast rum und ich habe kaum Blogeinträge verfaßt. Gut, ich hatte sehr viel zu tun, doch das entschuldigt natürlich nicht die Leere hier.
Hoffen wir mal das Beste.
Heute möchte ich nur berichten, daß ich in den letzten Tagen quasi täglich neue Fernseher bei diversen Mietern installierte.
In einer Wohnanlage stellt der Vermieter vom analogen Kabel auf digitalews Kabel um, welches er aber über Satellit erzeugt. Da hat er also lange überlegt und die beschte Lösung gefunden.
Nun müssen also alle Schauwilligen einen digitalen DVB-C-Empfänger nachrüsten, um weiter fernsehen zu können.
Ein Mieter nutzte die Chance und meldete sich gleich ganz vom Kabel ab und schaut nun über IPTV, also über das Internet, Fernsehen.
Und da bei der Gelegenheit auch gleich Heimkino, Bluray und Notebook fällig waren, wurde ich tätig.
Das schwieg sich im Hause herum und so kamen diverse Nachbarn und baten um meinen fachkundigen Rat, den ich gerne gab.
Eigentlich schlimm, was ich da so erfahren mußte.
Die Mieter, meist Damen reiferen Semesters, hatten sich alle bei Mediamarkt und Co. erkundigt und erhielten sehr seltsame Auskünfte, die nicht nur sie verwirrten.
So brachte ich erst einmal Ordnung in das Chaos. Nun sind 4 Parteien glückliche Besitzer, DVB-C2-tauglicher Flachfernseher, derer man sich nicht schämen muß. Als Bonbon haben alle auch pauschal einen Blurayplayer erhalten. Und alles kostete samt meinem Salär deutlich weniger als die vom Kistenschieber empfohlenen 3D-irgendwas-Fernseher.
Da ist definitv ein Markt, ob ich ihn aufrolle?

 Posted by at 9:21 p.m.
Jan. 222011
 

…daher ist es momentan so ruhig im Blog. Denn wenn man im Januar schon > 3.000 km gefahren ist, selten vor Mitternacht heim oder gar ins Bett kommt und auch sonst noch von Pontius zu Pilatus rennt, um gegen die Entropie anzukämpfen, dann fallen Wohnungspflege und Bloggen eben in der Priorität zurück. Doch Ende Januar wird sicher alles etwas ruhiger und dann fülle ich auch wieder das Blog mit Leben.

 Posted by at 9:59 p.m.
Jan. 112011
 

Ich habe echt den Eindruck, man hat sich gegen mich verschworen und legt mir, wo es geht, Steine in den Weg.
Seit mehr als einem Monat warte ich auf ein Paket, in dem Ware im Wert von 800 EUR liegt, die ein Kunde sehnsüchtig erwartet und die ich dort am vorletzten Freitag verbauen wollte.
Teile der Lieferung waren schon eingetrudelt, alleine das Netzteil, das Gehäuse und zwei Lüfter fehlten. Dann kam endlich letzte Woche die Lieferung! Doch O Schreck!, man hatte das Netzteil vergessen. Mein Anruf bei der kostenpflichtigen Hotline machte nur mich ärmer, aber um die Erfahrung reicher, daß dort niemand auch nur irgendetwas kann. Nachdem ich nach fruchtlosen Mehls und zig Anrufen endlich einmal einen an der Strippe hatte, der lesen und schreiben konnte, wurde mir versprochen, das (bereits bezahlte) fehlende Netzteil schnellstmöglich zu senden. Das war gestern also würde es heute ankommen.
Seit einer Woche warte ich auf ein sehr wichtiges Paket, in dem Ware im Wert von 1.000 EUR liegt, die ein Kunde sehnsüchtig erwartet und die ich dort am letzten Freitag verbauen wollte. Bestellt habe ich die (Lager-)ware zwischen den Jahren. Erst am 08.01. ging das Paket auf die Reise und hier ist die Miniodyssee…
DHL
Dazu muß man anmerken, daß das Paketzentrum Saulheim nur eine Autobahnabfahrt weiter ist.
Gestern hockte ich nun, trotz vieler Arbeit außerhalb ewig in der Bude herum. Normalerweise kommt der Postmann am frühen Nachmittag, doch wie man sieht, kam da niemand.
Heute mußte ich um 10:00 Uhr auf eine wichtige Sitzung nach Mainz, also fuhr ich extra besonders pünktlich los. Das war auch besser so, denn meine Autobahnauffahrt war wegen irgendwelcher Bauarbeiten komplett gesperrt und so mußte ich über Dörfer hinter verwirrten Autofahrern hinterherkriechen und war dennoch auf die Minute pünktlich.
Nach der Sitzung schnell wieder heim, es war kurz nach 13:00 Uhr. Ich schaue in den Postkasten und… „Wir konnten Ihre 2 Pakete leider nicht ausliefern…“ Dabei waren meine Nachbarn da und informiert und ich hatte extra einen Zettel mit ausdrücklicher Vollmacht an meinen Kasten gepappt.
Nun hoffe ich, daß ich es morgen früh in der Post abholen kann. Dabei habe ich überhaupt keine Zeit. Dann schnell noch das Netzteil umgebaut, damit ich den Rechner endlich ausliefern kann. Den anderen Kunden muß ich vertrösten, denn ich bin ab morgen ja unterwegs.

 Posted by at 11:11 p.m.
Jan. 102011
 

Es gibt viel zu tun und da Händler, Paketdienste und Dienstleister noch nicht aus der Feiertagsstarre erwacht sind oder bei der Prozeßoptimierung den Kunden als störendes Element erkannten und eliminierten, kann ich diese viele Arbeit nicht einmal erledigen. Morgen geht es wieder auf Reisen, erst nach Marburg, dann ins Ossiland (Leipzig, Berlin) und dann an die Ostsee und via Hamburg wieder zurück nach Mainz. Von daher bleibt es im Blog etwas ruhiger.

 Posted by at 8:36 p.m.
Dez. 312010
 

2010 ist bald vorbei, gleich geht es zur großen Feier ins Neue Jahr.
Was brachte 2010 so alles?
Zuerst das Negative.
Trotz deutlich erhöhtem Gewinn bleibt dank gestiegener Preise allerorten das Nettoeinkommen zurück.
Zu viele Reparaturen am (neuen) Auto.
Viel zu viele Ärgernisse mit Behörden, Verwaltungen usw.
Viel zu viele schwere Erkrankungen, teils mit Todesfolge, im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis.
Zunehmendes Unwohlsein, da die Politik immer mehr in die persönliche Freiheit eingreift.
Doch nun das Positive.
Ich war dieses Jahr auf drei sehr guten Konzerten (Jean Michel Jarre in Leipzig, Jonsi in Köln und Weird Al in London).
Mir geht es gut!
Der Umzug meiner Mutter an die Ostsee ist erfolgreich abgeschlossen.
Und zum Schluß das Allerallerwichtigste überhaupt, was mir das Jahr 2010 brachte.
Das 500-Punkte-Sternchen bei eBay!!!1
502
Scherz beiseite: Ich schloß im Juli 2010 erfolgreich ein berufsbegleitendes Hochschulstudium ab.
Allen Bloglesern wünsche ich einen guten Rutsch ins Jahr 2011 und viel Glück, Erfolg und Freude im neuen Jahr.

 Posted by at 3:58 p.m.
Nov. 302010
 

… in denen irgendwelche durchgeknallten Ami-Hinterwäldler auf Polizei, Steuerbehörden o. ä. bei deren Erscheinen mit Pumpgun usw. losgehen. Diese Menschen sichern ihr (dort: vermeintliches) Recht mit der Knarre in der Hand. Was habe ich über diese Spinner gelacht.
Mittlerweile bleibt einem das Lachen langsam in der Kehle stecken und ich entwicke ein tiefes Verständnis.
Aktuell lassen mich die Reaktionen von Bloggern wie Isotopp oder Netzsheriff schaudern, die auf Grund der Umsetzung des JMStV rechtliche Konsequenzen fürchten und ihr Internetangebot einstellen.
Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust. Auf der einen Seite kann ich die Reaktion 100% verstehen und nachvollziehen und bewundern. Es bleibt ein sehr schaler Beigeschmack, wenn Leute, die sich in der Materie gut auskennen, keinen anderen Ausweg finden und sich zu solch schlimmen Schritt entschließen.
Andererseits ist das wieder ein Stück Freiheit weniger, wieder ein Stück mehr Sieg für faden und öden Kommerzbrei, wieder eine neue Douglas-Filiale statt des individuellen Bettwäschefachhandels.
Was man tun kann, darüber rätselt heute sicher die halbe Blogosphäre und wird ebenso wenig wie ich zu einem klaren Ergebnis kommen.
Ich habe mich jedenfalls entschlossen, mein kleines und unbedeutendes Blog unverändert weiterzuführen. Und ich werde einen Teufel tun, alle Beiträge und Kommentare der letzten Jahre zu revidieren und zu kennzeichnen und sonstigen fragwürdigen Mist dazu zu basteln, den sich inkompetente und ahnungslose Juristenpolitiker und Politikjuristen ausdachten.
Und der abmahngeile Anwalt, der zu mir kommen möchte, der denke zuerst an obenstehende Filmszenen.

 Posted by at 9:54 p.m.
Nov. 292010
 

… in Ingelheim an der Aral kostete der Liter Diesel 1,199 EUR, ich fuhr vorbei. Zu Hause verlangte Shell für den Liter Diesel (nicht etwa V-Plörre, die hatten sie vor Schreck gar nicht angezeigt), also für Diesel 1,319 EUR. 12 Cent Unterschied zwischen zwei quasi Nachbarorten, das ist heftig. Ich tankte für 4,80 EU und teilte dem armen Tankstellenkassierer den Preisunterschied mit. Kommentar: „Bei dieser Differenz würde ich auch nicht hier tanken.“

 Posted by at 4:18 p.m.
Nov. 282010
 

… Verabschiedung der Absolventen der Fachhochschule Mainz im Rahmen einer akademischen Abschlußfeier in der Phönixhalle statt. Da ich entgegen meiner Pläne doch in der Gegend war, entschloß ich mich spontan, die Feier zu besuchen.
Ca. 800 Leute hatten sich herausgeputzt und waren erschienen. Die Obersten redeten Reden, dann wurden die Besten, Fleißigsten und Strebsamsten mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet. Aus meiner Seminargruppe war keiner unter den Ausgezeichneten, „weil wir eben ’ne coole Truppe und kein Streberhaufen“ waren, wie jemand süffisant bemerkte.
Die ganze Prozedur der Feierstunde wäre öde gewesen, wenn nicht eine Professorenkapelle witzige und nette Einlagen gebracht hätte. So sang der hohe Lehrkörper Queens „We are the champions“ ebenso wie Pink Floyds „Another brick in the wall“ (mutig, mutig). Aber auch BAPs „Verdamp lang her“ und Cat Stevens „Father and Sun“ (der Beitrag zum Islamverständnis) erklangen, genauso wie rockige Anleihen von Elvis.
Schließlich wurden alle Absolventen namentlich aufgerufen und auf die Bühne gebeten, wo es ein nettes Gruppenfoto, ein Buch und ein Blümchen gab.
Nach der Feierstunde gab es Imbiß nebst Getränken in der Vorhalle und man hatte Gelegenheit, sich mit allen in den letzten fünf Jahren vertraut gewordenen Leuten der Verwaltung und den Kommilitonen und Professoren zu unterhalten.
Von meiner Seminargruppe waren leider nur knapp die Hälfte erschienen. Dieser harte Kern ließ den Abend gemütlich ausklingen, erst beim Edel-Italiener in der Innenstadt (Ausgehtip für Herr und Dame) und dann noch beim Absacker in der Casino-Bar.
Fazit: Ein würdiger Abschluß meiner Studienzeit, ein Glück, daß ich hinging.
Untenstehendes Bild wurde aus einem Archiv der FH-Fotografin entnommen. Der Autor ist der nette, vollschlanke Herr mit der weißen Krawatte.
FH ex

 Posted by at 8:12 a.m.