Juni 032010
 

Am Montag war ich auf Einladung des RoadRunnRs in Köln zum Konzert von Jonsi.
Die Fahrt nach Köln war unspektakulär, der Einzug ins Hotel ebenso. Dann zogen wir in die Stadt, wo uns das miese Regenwetter und die Kälte leicht den Stadtbummel vergällten. Aber die schließlich doch noch gefundene urgemütliche Kneipe ließen die Stimmung wieder steigen. Und anschließend der Taxifahrer war der Beste. 67 Jahre jung, ein echter köllscher Jong, dessen Plapper keine Sekunde stillstand und der uns auf der kurzen Fahrt zur Konzerthalle von Mainzer Passagieren, Hella von Sinnen, exklusiven Friedhöfen und und und berichtete, köstlich.
Dank pünktlichen Eintreffens bekamen wir Plätze in der ersten Reihe. Glücklicherweise hatte mein Gastgeber an Ohropax gedacht, was sich gerade zum Ende des Konzerts als Segen erwies.
Die Vorband war…, nun decken wir den Mantel der Nächstenliebe über das androgyne Wesen mit Kapuzenmantel, welches am Apple-Notebook fummelte und die junge Frau, die spastisch zuckend seltsame Töne ins Mikro kickerte.
Doch dann kam Jonsi – und beeindruckte durch saubere Arrangements, gute Instrumentierung, prima Gesang und gute Performance. Ein echtes Erlebnis. Ein echtes Erlebnis auch die über 1.000 Fans im ausverkauften Raum. Nein, ich meine nicht die schwulen Pärchen, sondern, daß offensichtlich alle wußten, was sie erwartet. So konnte man bei den besonders beeindruckenden Gesangspassagen überall schwelgende Gesichter mit geschlossenen Augen sehen.
Nach einer Zugabe, die einem die Härchen an den Unterarmen wegzupusten drohte, war das Konzert gegen halb 11 schon vorbei. Nochmals Danke an den Kartenspender, ich war begeistert und beeindruckt.
Wir suchten nun zum Auswerten des Abends das Päffgen auf, was uns aber leider schon 0:00 Uhr wegen Feierabend herauskomplimentierte.
Glücklicherweise war in der Nähe die Klapsmühle, die wir bis gegen halb 3 unsicher machten. Doch als statt rheinischen Weisen nur noch Mainstreammucke lief, beschlossen wir, den Abend zu beenden. Am Kiosk gab es noch einen Sechserpack des unvermeidlichen Kölsch und dann ging es zum Hotel.
Nach einem späten aber sehr opulenten Frühstück ging es dann wieder ab nach Hause. Bis aufs Wetter und trotz des seltsamen Bieres eine sehr adäquate Gelegenheit.
VG
Die Vorband, die nix konnte.
IndiJonsi
2 x Jonsi, er machte uns den Indianer.
Deckel
Km
Wie praktisch, statt ständig die Reagenzgläser nachfüllen zu lassen, kann man auch Fäßchen selber zapfen.

 Posted by at 12:04 p.m.
Mai 272010
 

Wer mich schon länger kennt, weiß, daß ich mich einmal für die Simpsons interessierte. Tatsächlich hatte ich von 1995 – 2000 eine Vorliebe für die Fernsehserie. Von 2000 bis 2004 war ich sogar ein Hardcorefan, was man daran ersehen kann, daß ich quasi alle wichtigen Simpsonsfans aus dieser Zeit Deutschlands persönlich kenne. In dieser Zeit sammelten sich natürlich auch viele Utensilien um die Simpsons an, was jeder bestätigen wird, der meine Wohnung kennt.
Doch die Serie übersprang schon vor langer Zeit den Hai. Zwar wurde sie nach der grottigen 11. Staffel wieder einen Hauch besser, aber keine der 250 neugedrehten Folgen kann den Klassikern der ersten 9 Jahre das Wasser reichen. Ich versuchte bis Anfang des Jahres, die neuen Folgen zu schauen, aber irgendwann versiegte auch das. Schon erstaunlich, was mit einer der besten Serien der Welt passieren konnte, aber darum geht es hier nicht.
Heute erhielt ich nämlich von einem Bekannten ein wunderschönes Geschenk, über welches ich mich natürlich um so mehr freue, als es nicht nur ein Simpsonsmotiv enthält, sondern auch ungemein praktisch ist. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal der edlen Spenderin.
OFF Merchandise
Damit habe ich jetzt nicht nur ein Hefeweizenglas mit Simpsons-Motiv, sondern auch 2 Biergläser nebst einem dritten Homer-Flaschenöffner. Den ersten schenkte mir krustyDC am 30.09.2003. Leider ging er recht schnell kaputt, so daß ich mir bereits 2005 Ersatz besorgen mußte. Doch auch der hielt nicht allzu lange. Mal schauen, wie lange der Neue hält.
Eins ist aber sicher, das mittlerweile überall erhältliche Duff-Bier wird es daraus nicht zu trinken geben, denn es schmeckt eklig. Abgesehen davon sind 4,99 EUR für 6 Flaschen à 0,33 auch prohibitiv.

 Posted by at 4:50 p.m.
Mai 262010
 

Letzten Freitag hatte ich eine Einladung zu einem Doppelkopfabend nebst Schaumweinverkostung. Diese zugegebenermaßen ungewöhnliche Kombination hat man nicht alle Tage, so fieberte ich seit Wochen diesem Abend entgegen.
Wir waren 5 Herren, darunter auch durchaus kompetente Vertreter, und starteten mit einem Quiz, in dem ich meine (Un-)kenntnis unter Beweis stellen konnte. Naja, soo schlecht war ich gar nicht, wußte ich doch, was Prosecco ist (eine Rebsorte), kannte die ideale Trinktemperatur von Champagner (5-7) und wußte dank des Gastgebers, was Krug ist.
Hingegen wußte ich nicht, daß man die kaiserlichen Kriegsschiffe mit Sekt der Marke Söhnlein taufte, daß die für die Kriegsschiffe eingeführte Sektsteuer von damals einer Reichsmark heute immer noch mit 1,02 EUR zu Buche schlägt wußte ich dann wieder.
Freunde von Aldi Spumante zu 1,79 EUR bedenken also bitte, daß für Verpackung, Distribution, Etikett, Lagerung, Agraffe und Gewinn nur noch 0,77 EUR bleiben, der Rest geht definitiv an den Vater Staat, der uns alle noch einmal unter Mutter Erde bringen wird, aber ich schweife ab.
Wer übrigens gerade bei dem Wort Agraffe nicht wußte, was das ist, ist in guter Gesellschaft mit dem Autor dieser Zeilen, ich wußte es auch nicht.
Was ich auch nicht wußte, war, daß ein erfahrener Flaschendreher am Tag 40.000 Champagnerflaschen drehen kann. Und vieles andere mehr auch nicht. Oder war jedem der Leser klar, daß mit 25% des Welt“bedarfs“ unser Deutschland den mit Abstand größten Marktanteil hat?
Nach so viel Theorie durfte die Praxis nicht zu kurz kommen, die Verkostung begann. Der als Aperitif gereichte Lambrusco zu 8 EUR war als netter Auftaktscherz gedacht, denn der Gastgeber hatte tief in die Geldbörse gegriffen. Neben edlem Käse, Brot und guten Mineralwasser gab es nämlich nun beinahe ausschließlich Champagner zu kosten.
Nach jeder Verkostung wurden alle Teilnehmer nach ihrem Eindruck befragt und eine Notenbewertung (0 = Spülwasser, 15 = perfekt) abgegeben, dann wurde das Geheimnis der eben getrunkenen Probe gelüftet.
Den Anfang machte ein Heidsieck & Co Monopole, Brut, Cuvee Prestige zu 29 EUR. Also gute Industriequalität und ein richtiger Griff für einen runden Geburtstag oder ein Familienjubiläum. Im Schnitt kam er mit 10 Punkten auch recht gut weg.
Dann gab es, quasi als Ausreißer, einen rheinhessischen Winzersekt Raumland, 2004 Silvaner, Prestige Brut zu 16 EUR. Der war etwas zu sehr in der Säure und bekam einen Punkt weniger.
Doch nun kamen die Überraschungen Schlag auf Schlag.
Zunächst gab es einen Dom Perignon, Brut, Vintage 2000. Zu diesem Champagner kann man u.a. lesen

Der Geschmack ist überwältigend, Auftakt zu einer Vollmundigkeit, die sich komplex am Gaumen ausbreitet und immer sinnlicher wird. Nuancen von Anis und getrocknetem Ingwer verbinden sich mit den Früchten Birne und Mango, die eher fest als reif sind. Das Finale erreicht seinen Höhepunkt, bevor es abklingt, geschmeidig, ausgereift, allumfassend.
Ein undefinierbarer Zauber liegt diesem Champagners inne, ohne jemals seine Persönlichkeit zu beeinträchtigen.

So ganz stimme ich mit dem Autor nicht überein, gab ihm aber mit 13 Punkten meine Höchstnote des Abends. Die Experten am Tisch gaben hingegen nur 8 Punkte. Das gab einen Aufschrei, als das Etikett gezeigt wurde. Klar, die feine Perlage hatten sie gesehen und auch am edlen Duft ein preisintensiveres Getränk erwartet. Doch der Geschmack überzeugte eben nicht vollends und auch die Säure war arg betont.
Doch es sollte noch schlimmer kommen. Der nächste Champagner wurde gereicht, der bekam eine noch schlechtere Bewertung als der rheinhessische Winzersekt. Doch es war, ein mit 94 Parker-Punkten bewerteter Krug 1998, Brut. Wer wissen will, wieviel diese Plörre kostete, der atme tief durch und klicke hier.
So teuer und so enttäuschend. Edel war an diesem Zeugs nur die Verpackung und der Preis, wo ich bei Letzterem aber eher zu gepfeffert tendiere.
Wie mußten an dieser Stelle erst einmal eine Essenspause machen und warten, bis sich die Gemüter wieder beruhigten. Da die benachbarte Pizzeria schon den Ofen aus hatte, ließen wir uns Filet-Burger kommen. Diese schmeckten wohl, waren aber nicht endsättigend. Dafür paßten sie mit einem Preis von 12,50 EUR/Stck. sehr gut zum teuren Gesöff.
Weiter ging die Verkostung. Nun gab es wieder mehr als 10 Punkte für den nächsten Champagner. Aber alle beklagten den übersauren Abgang und den mangelnden Charakter, da nützt auch die schönste Perlage nichts.
Und wieder ein Paukenschlag, wieder eine Enttäuschung, ein Louis Roederer, Critstal, 2002 ist das Gelaber und schon gar nicht den Preis wert.
Kann das noch getoppt werden? Aber sicher, denn jetzt kam der teuerste Schampus des Abends an die Reihe. Der Dom Perignon, Rose, Vintage 1998 enttäuschte am meisten. Ich hörte danach mit dem Zeugs auf, weil mir die Plörre sauer aufstieß und auch die anderen Verkoster gossen die Hälfte des Glases in den Restbehälter.
Da kann der Karstadt noch so nette Worte finden, 349 EUR sind dafür ca. 320 EUR zuviel. Wir waren regelrecht geschockt, ausgesuchte Jahrgänge aus bester Lage, von Meisterhand gedreht, 7 Jahre auf der Hefe usw. und dann… schmecken die wie Faber-Sekt. Au weia, au weia.
Und mittlerweile schon des Schocks unfähig, reihte sich auch der letzte Spitzen-Champagner des Abends in die Liste der Enttäuschungen ein. Es war ein La Grande Dame, 1998, Brut, Veuve Clicquot Ponsardin, über den man tolle Sachen lesen kann und der trotzdem niemanden vom Hocker riß.
Die blöden russischen Oligarchen haben echt die Qualität versaut, in dem sie sich in St. Moritz und Monaco diese Champagner reichen lassen, um sie ihren Gespielinnen in den Ausschnitt zu spritzen. Anders kann ich mir den Verfall nicht erklären. Oder ist es spätrömische Dekadenz?
Die Verkostung war nun vorbei und hatte doch einen mehr als überraschenden Verlauf genommen. Nun wurde fleißig Doppelkopf gespielt (ich gewann 5 EUR) und dabei die angebrochenen Flaschen geleert. Und auch beim Nachkosten änderte sich nichts am Fazit des Ausrichters:

Im Prinzip handelte es sich um verdeckte Champagnerprobe; um so mehr war dann auch die Überraschung danach. Auch die Prestige-Champagner sorgten für einen Aha-Effekt: ihr Preisvorsprung – so war die Fachjury sich einig – ist im Geschmack nicht zu erkennen – edel ist nur der Preis; am besten von den Edelchampagner hat in der Fachbewertung seitens der Jury Dom Perignon, Brut, Vintage 2000 abgeschnitten, wobei vermutlich der Ausnahmejahrgang 2000 die entscheidende Rolle gespielt hat.

Nochmals an dieser Stelle vielen Dank dem edlen Spender und Gastgeber dieses wunderbaren Abends.
Und allen, die einmal einen guten Champagner trinken wollen, sei dringend empfohlen sich in der Region 30 EUR +-10 EUR umzuschauen.

 Posted by at 9:53 p.m.
Mai 232010
 

Seit einiger Zeit vermisse ich das Buch „Menschen wie Götter“ von Sergej Snegow. Habe ich das eventuell einem Blogleser geborgt?

 Posted by at 7:56 p.m.
Apr. 202010
 

… von so unsäglichen Mist wie Fernsehsendungen, in denen man mit viel Aufriß „Musiktalente“ aussucht, verschont. Doch heute erfuhr ich von einer Internet-Aktion, daß wohl der Sieger des Wochenendes in dieser Sendung vom wohl danach üblichen Chart-Thron gestoßen werden soll durch ein gescheites Rocklied der 1970. Wie man am folgenden Bild sehen kann, klappt es zumindest heute noch prima.
Bild
Und das ich Zeppelin mag, schrieb ich bereits.

 Posted by at 8:12 p.m.
Apr. 172010
 

… haben festgestellt, daß die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull nicht nur für Flugzeuge schädlich ist, sondern auch, und das im besonderen Maße, für Laubpuster, Laubsauger, Rasentrimmer und die Trompete des Nachbarsjungen. Daher müssen all diese Geräte inklusive der Trompete des Nachbarjungen bis Samstag, den 06. April 2075, am Boden bleiben, ähh, ich meine ungenutzt bleiben.

 Posted by at 6:33 a.m.
Apr. 122010
 

Mit diesem megalustigem Spruch wirbt ein Baumarkt für sich, wie ich heute entsetzt auf einem riesigen Plakat in Ingelheim lesen mußte. Und ohne Scheiss… alleine deswegen werde ich nie wieder freiwillig einen Fuß in diesen Baumarkt reinsetzen.

 Posted by at 1:05 p.m.
März 202010
 

Seit 1970 wurden im deutschsprachigen Raum 772 Tatorte gesendet, morgen abend läuft der 773te. Ich habe im Laufe der letzten zehn Jahre alle diese Tatorte gesehen. Sie sind ein Teil deutscher Geschichte, die mir vor der sogenannten Wende 1989 fremd war. Aus heutiger Sicht bieten die Tatorte interessante Aspekte und bieten die Möglichkeit, die Veränderung von Blickwinkeln und der gesamten Gesellschaft nachzuvollziehen.
Ich picke mal ein paar Themen heraus:
– Ausländer
In alten Tatorten gab es Ausländer nur als Gastarbeiter, als störendes Beiwerk oder Pauschaltäter. Türken, Italiener, Spanier, Jugoslawen, Griechen und Spanier wurden dargestellt, daß einem heutzutage schlecht werden kann. Und tauchte mal ein Nordafrikaner auf, dann war, wie beim Holländer klar, daß es nur um Drogen gehen kann. Ab und zu tauchte auch mal ein Neger auf, der aber entweder viel Gold oder einen Diplomatenpaß hatte oder grundsätzlich fälschlicherweise schuldig gesprochen wurde.
Seit den späten 1990ern ist das Thema glücklicherweise einer Normalisierung gewichen. Nun ist man mal korrekt oder auch nicht, sind Ausländer gut und böse und auch in den Ermittlerteams arbeiten Leute aus der Türkei. Ex-Jugoslawien und Rußland auf Augenhöhe mit.
– Frauen
Frauen waren in den 1970ern Jahren nur schmückendes Beiwerk oder Opfer. Erst in den späten 1970ern gab es auch starke Frauen, sogar erste weibliche Kommissare (Buchmüller). Heute von der Sonderstellung der Frau im Tatort zu reden, wäre lächerlich. Ausnahme: in Österreich begegnete man auch in relativ aktuellen Tatorten Polizistinnen mit unverhohlener Abneigung, in der Schweiz läßt man das Thema geschickt komplett außen vor.
– Drogen und Genußmittel
Früher: Drogen nur Schwerstkriminelle, Alkohol alle ständig, Rauchen dito, Mitte der 1990ern näherte sich die Sichtweise der Realität an, heutzutage bemüht man sich nach amerikanischem Vorbild(?), Bier und Zigarette auszublenden, der Gebrauch aller illegalen Drogen wird hingegen in allen Details als Alltag geschildert.
– Team
Früher ermittelte ein mehr oder weniger schrulliger Kommissar mit ein paar nichtssagenden Statisten stur bis zur Festname, heute treten auch zweite und dritte Reihe (Gerichtsmediziner, Forensiker) auf den Plan.
– Freizügigkeit
Sehr viele Tatorte sind sehr offenherzig. Gefühlt sieht man in jedem zweiten Tatort nackte Tatsachen, teilweise auch episch lange und nicht etwa nur weibliche Oberweite.
Manche Sexszene hätte man im alten Ostblock auch als Porno verkaufen können und auch sonst gibt es wenige Niederungen, in die sich ein Tatort nicht vorgewagt hätte.
Vor allem fällt die Realistik in der Pathologie auf; bisheriger Höhepunkt: die Obduktion eines Säuglings.
– Technik
Der wohl interessanteste Aspekt. Schaut man die Tatorte chronologisch, fällt der technische Fortschritt besonders im Auge. Mancher Fall von 197x ließe sich mit einem gängigen Mobiltelefon in Minuten lösen, manche Handlung ist in unserer Handy- und Internetzeit mittlerweile sogar unvorstellbar.
Und man erkennt auch den Fortschritt an Bild und Ton, so wird erst 4:3 gesendet, dann kommen Videotextuntertitel dazu, es folgen Stereo- bzw. Zweikanalton und dann 16:9 und Dolby Surround. Sicher strahlt man heute den Tatort auch in HD aus, doch soweit bin ich noch nicht.
Glücklicherweise verhindert heutzutage die Bürokratie und Inkompetenz des Apparats die effiziente Anwendung moderner Technik, sonst hätte die Mordkommission immer 100% Aufklärungsquote.
Sicher kann man zum Thema noch viele Seiten füllen, aber ich möchte den Rahmen des Blogeintrages nicht sprengen.
Jeder, der sich für jüngere deutsche Zeitgeschichte interessiert, solle sich ruhig mal ein, zwei olle Tatorte anschauen.
Abgesehen davon spielte im Tatort quasi auch jeder semiprominente aus Funk, Sport und Fernsehen mit oder führte Regie, ich nenne nur mal die Namen Samuel Fuller, Rolf Hoppe, Udo Lindenberg, Nena, Sandra, Wolfgang Mischnick, Walter Sedlmeir, Curd Jürgens, Wolfgang Petersen, Wolfgang Staudte, Berti Vogts, Robert Vaughn, Bela B. und natürlich Nastasja Kinski heraus, und habe noch hundert andere bekannte Namen vergessen.
Weitere Infos zum Thema findet man in der Wikipedia und im Tatort-Fundus.
Noch ein Ergänzung: kürzlich hat es die ARD geschafft, und mit der Veröffentlichung von Tatorten auf DVD begonnen. An sich ja nett, aber: eine fette DVD-Box enthält genau vier DVDs mit je einer Folge. Dafür werden stolze 40 EUR verlangt. Das bedeutete ja, von der Platzverschwendung abgesehen, daß man für alle Tatorte, so sie denn überhaupt alle erscheinen, 7.720 auf den Tisch legen müßte?
Ich hätte da eher an 500 EUR gedacht und eine gescheit gestaltete Festplatte mit allen Folgen darauf.
Tatort
Und zum Schluß noch meine „Lieblingskommissare“ ohne Rangfolge:
– Manfred Krug als Stoever
– Gustl Bayrhammer als Melchior Veigl
– Jan-Josef Liefers als Gerichtsmediziner Prof. Boerne
– Lutz Reichert als Meier II
– Andrea Sawatzki als Charlotte Sänger
– Michael Janisch als Michael Fichtl
– Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm
Einen Lieblingstatort habe ich nicht, denn man muß sie in ihrer Zeit betrachten und auch im Kontext. Überdurchschnittlich gute Krimis lieferte eigentlich immer der Bayerische Rundfunk ab, aber auch der Saarländische Rundfunk leistet Erstaunliches.
Eine Krimiserie die fast so alt ist, wie ich selbst, mein Glückwunsch. Allerdings finde ich, daß weniger mehr wäre und man derzeit zu viel produziere. Klasse statt Masse wäre mir hier lieber.

 Posted by at 10:48 p.m.
März 142010
 

… war in Leipzig – und ich war dabei!
Die Arena war mit 11.000 Leuten fast komplett gefüllt, die Stimmung megagut und dann kam er – der Altmeister der elektronischen Musik. Vor allem war er laut – gibt es Regelungen bezüglich maximaler Lautstärke? Wenn ja, dann wurde gewiß dagegen verstoßen, noch ein bißchen lauter und die Körper wären explodiert. Ich hatte Ohropax benutzt und das war auch gut so; meiner Mutter dröhnten noch Tage später die Ohren.
Trotz des immensen Pegels war der Sound glasklar und die Bässe, die Bässe waren genial phatt – jede Technodisko könnte da auf Jahre neidisch werden.
Jean-Michel und seine drei Mitmusiker brachten ausnahmslos alle populären Titel. Nur ein Stück war mir nicht bekannt, aber dieses Stück war schön lang, hatte geniale Lichteffekte und Monsieur Jarre drehte den Tiefbass in Ekstase so hart auf, daß man aus reiner Not schrie – genial!
Auch Licht und Bild setzten Maßstäbe – der Meister läßt sich nicht lumpen und zitierte state-of-the-art-Technik auf die Bühne. So viele „Laser“ sah ich noch nie auf einem Haufen.
Bemerkenswerte Notiz am Rande – JMJ Tontechnik war so laut, daß der Krach der zehntausend johlenden, klatschenden und kreischenden Menge schier unterging, wenn er sich beim Publikum bedankte.
Geniale zweieinhalb Stunden perfekte Unterhaltung ohne jedwede Kritik meinerseits – das Leben ist eben eins der Besten! Nochmals vielen Dank an meine Mutter, die mir dieses herrliche Geburtstagsgeschenk machte.
JMJ
Lichtshow vom Feinsten und Laser ohne Ende.
Minivideo von Equinoxe
Minivideo von Equinoxe
Minivideo von Extrembass
Minivideo von Oxygene

 Posted by at 8:45 p.m.