Juni 032013
 

Wie soll die Welt nur weitergehen, wenn alles, aber auch alles immer komplizierter, unverständlicher, weniger begreifbar wird und dazu auch noch der Kundendienst usw. scheitert?

Zwei Fallbeispiele:

1. der einfache Fall – NAS

Ein Kunde braucht einen Netzwerkspeicher (NAS) mit Cloudfähigkeiten. Ich kaufe das Gerät, baue zwei identische Festplatten ein und… bekomme am Gerät den Deckel nicht mehr zu. Ratlos schiebe ich den Deckel hin und her, analysiere und sehe schließlich, daß die Festplattenschrauben dünne Köpfe habe müssen, damit es paßt. Also schraube ich dünnere Schrauben rein und hänge das Gerät ins Netzwerk. Nach der Inbetriebnahme warte ich auf das Festplatteninitialisieren. Nach 10 Stunden (Nachtruhe dazwischen) erkenne ich, daß es wohl sinnvoller gewesen wäre, die exotisch formatierten Festplatten aus Altbestand VORHER von diversen EXT3-Partitionen zu befreien und tatsächlich geht das NAS sofort und problemlos an den Start. Ich teste es, finde es gut und will es beim Kunden installieren. Pustekuchen! Denn ich schaffe es nicht, im Gerät die kundenspezifische IP-Adresse einzugeben, weil ich auf einmal nicht mehr an diese Stelle komme, da vorher immer das Webinterface mich auf die Startseite zurückleitet.

Ich nehme das Ding wieder mit nach Hause (Frust). Dort bekomme ich es auch nicht umprogrammiert. Neue, alte, originale Firmware, Werksreset, anderes Netz, Browserwechsel, Rechnerwechsel; nach stundenlanger, fruchtloser Probiererei gebe ich auf und schicke das eine Woche junge Gerät zum Händler zurück. Natürlich auf eigene Kosten und eine Umverpackung brauche ich auch noch (da hilft mir glücklicherweise der liebe Kunde).
Der Händler moniert, daß ich die Installations-CD vergessen hätte (*seufz*) und sagt, er hätte keinen Fehler feststellen können und sende mir das Gerät zurück. Heute nun kam das Gerät an und fühlte sich seltsam leicht an. Ich nahm das Gehäuse, baute die Festplatten wieder ein (Vorsicht, dünne Schrauben an Deckelseite) und … dann wußte ich auch, warum das Paket so leicht war, denn der Händler hatte das Netzkabel und das Netzteil vergessen.
Das schickt er mir nun nach. Und dann schaue ich, ob ich die IP ändern kann, habe aber jetzt schon wenig Hoffnung.

Und das war der einfache Fall, der kompliziertere kommt nachher…

 Posted by at 3:02 p.m.
Mai 302013
 

Ich werde jedesmal wütend, wenn ich besonders schlampige oder oberflächliche Berichte zur Kenntnis nehmen muß. Zwei Beispiele dafür erlebte ich gestern:

Zuerst las ich die Meldung, daß auf der Raumstation ISS erstmals seit einem Jahr wieder ein Europäer an Bord ist. Klar, die vier Russen sind ja keine Europäer. Aber die Türkei in die EU haben wollen…*aufreg*

Zweite Meldung ereilte mich, als ich beim Kunden ein Fernsehgerät einrichtete. Auf irgendeinem Sender lief eine Tiersendung (MDR?). Dort fiel der Satz: „…hat soundsoviel Schlangen. Diese ergeben eine Gesamtlänge von 110 Metern.“
Hier dauerte es etwas, bis mir der Kamm schwoll, dann aber richtig. Ich schimpfte: „Und im Gehege nebenan stehen drei Elefanten, die zusammen 10 Tonnen wiegen. Eltern haben zwei Kinder, die zusammen 3 Meter groß sind.“ Im letzteren Fall war ich dann aber schon wieder belustigt ob meiner Reaktion (und der der Kunden).

 Posted by at 8:55 p.m.
Mai 172013
 

Tja, bin ich auch gestern und heute Auto gefahren. Gestern war ich noch mit Kollegen etwas essen gegangen. Zuerst waren wir in der Frankfurter Botschaft, schon am Mainärmel gelegen. Doch Essen gab es erst ab 18:00 Uhr. Abgesehen davon sahen die Preise der Speisen so aus, als ob man nicht satt wird.
Also wechselten wir 6 Hanseln flugs zu den Nachbarn und bekamen dort eine Pizza „groß wie ein Scheißhausdeckel“, die wirklich so riesig war, daß selbst ich sie kaum bewältigte. Bei der Zubereitung konnte man zuschauen und geschmeckt hat sie auch prima. Und vom Preis her konnte man nur staunen, denn 10,50 EUR für so ein Monster ist mehr als angemessen. Also da gehe ich gerne noch einmal hin.

Heute mußte ich das Auto nehmen, um Ware zu transportieren. Zur Strafe hatte ich auf der Rückfahrt eine halbe Stunde Stau. Glücklicherweise die meiste Zeit am Flughafen, da kann man wenigstens den Flugzeugen zuschauen.

 Posted by at 8:06 p.m.
Mai 142013
 

Nachdem ich letzte Woche schon am Fensterheber scheiterte, stand ich gestern wieder dumm da.
Ich war im Rechenzentrum, um das inkonstistente RAID eines Kunden wieder auf Trab zu bringen. Als nach 2 Stunden die Arbeit getan war, war mein Begleiter nirgendwo zu finden. Etwas ratlos stand ich vor einer verschlossenen dicken Stahltür. Keine Kamera, keine Klingel, kein Schalter, kein Telefonapparat. Was nun? Ich hatte glücklicherweise noch die Rufnummer der Zentrale im Telefon und fragte dort nach, was zu tun sei. Die Lösung war recht einfach, aber ich wäre in dem Moment niemals darauf gekommen. Im Besucherausweis, den ich um den Hals baumeln hatte, war ein RFID-Chip, den ich nur an eine entsprechende weiße Fläche halten mußte.
So gelangte ich wieder in Freiheit.

 Posted by at 4:35 p.m.
Mai 092013
 

wie schon öfter erwähnt, nehme ich ja regelmäßig an diversen Umfragen teil und finanziere dadurch meine DVD/Bluray-Sammlung.

Vorhin schaute ich mal wieder in diversen Umfragen vorbei. Gleich drei abstruse Sachen fielen mir auf, die ich alle erwähnt wissen möchte.

1. leider ohne Bild

Bitte geben Sie ihr Alter an, darunter eine Roll-Liste: 0-1-2-3-4-5-6-… (zum Ende rollerte ich erst gar nicht)

2. Aus der gleichen Umfrage…

Nun, welchen Punkt klicke ich denn als Freiberufler oder Selbständiger an?

3. Hier mußte ich eine Weile rätseln, was das Übersetzungsprogramm mit Siege 8 meinte. Aber Win == Sieg brachte mich auf die Spur.

 Posted by at 9:07 p.m.
Apr. 082013
 

Seit langer Zeit mal wieder ein politisch angehauchter Kommentar von mir. Ich bin überrascht über die fast 100% negativen Reaktionen auf die Nachricht über das Ableben der ehemaligen Premierministerin Großbritanniens.

Deswegen an dieser Stelle mein Senf dazu.

Als 1979 Frau Thatcher die Macht auf der Insel übernahm, war ich noch zu jung und politisch uninteressiert. Aber meine gesamte Kindheit spielte sie in meiner Wahrnehmung eine wichtige Rolle, für die ich ihr ewig dankbar sein werde. Sie bezog klare Positionen, vertrat diese Positionen aufrecht und wich von diesen Positionen nicht ab. Damit war sie in meinen Augen ehrenwert. Sie hat nicht nur rumtaktiert, gelogen, betrogen und rumgeheuchelt wie alle heutigen Abklatsche von Politikdarstellerlaien, sondern sie hat klare Positionen aufgezeigt und diese so aufrecht vertreten, daß man heutzutage primitiv ausrufen würde: „Er hat Eier!“. Ging ja nicht, weil Frau und so, aber der Amipräsident hat es dennoch abgemildert gesagt durch seinen Ausspruch: „Englands bester Mann“; dem Rest der Welt wurde das spätestens durch das Attribut „Eiserne Lady“ klar.

Und wenn wir schon bei Ausdrücken unter der Gürtellinie sind, M. Thatcher hatte auch einen A* in der Hose. Nicht nur im Falklandkonflikt, sondern vor allem gegen die übermächtigen und maroden Gewerkschaften. Wie ich heute lesen konnte: „arbeiten wie die Südländer, verdienen wie die Deutschen und Qualität wie bei den Russen“, tja, so sah das damals im UK aus. Diesen gordischen Knoten hat sie durchschlagen und DAS sollte Vorbild für alle Gegner übermächtiger Gewerkschaftsbosse sein.

Freilich hat sie Fehler gemacht. Sicher hat sie Sachen gemacht, die mir überhaupt nicht gefallen.

Ich erinnere mich bspw. an eine Karikatur aus dem Jahr 1990 (kann sie online nicht finden), die Frau Thatcher zeigt, wie sie angesichts der unmittelbar bevorstehenden deutschen Einheit, mit einer (Notfall-)handtasche mit verkniffenem Gesicht in einen Bunkerraum hinabsteigt, während ihr Gemahl ihr hinterherruft: „Siehst du die Dinge nicht allzu pessimistisch?“.

Doch das sei alles verziehen. Sie war aufrecht, sie war geradlinig, sie polarisierte, sie war intelligent, half sogar beim Erfinden leckeren Softeises, wenn sie ihm nicht sogar den Namen gab.

Ich jedenfalls feiere keine Party wegen der Todesmeldung (87 ist ein sogenanntes „gesegnetes“ Alter), ich jubel nicht wie wahrscheinlich alle Gewerkschaftler, sondern ich gedenke mit Trauer und Demut einer Frau, die für das Frauenbild der modernen Welt mehr getan hat, als 10 Alices Schwarzers es je könnten.

 Posted by at 10:08 p.m.
Apr. 072013
 

Eigentlich banal. Meine Mutter rief heute an und beschwerte sich, daß sie keine Faxe empfangen kann. Das ist fast eine Stunde an dem blöden Problem herumbasteln mußte, bis ich es gelöst hatte, damit konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht rechnen.
Zuerst war die Fehlerdiagnose einfach. Ich rief die Faxnummer an und nichts passierte. Ein Neustart der Fritzbox wirkte: nun konnte ich problemlos Faxe senden. Nur kamen sie nicht als E-Mail an, wie sie es aber die letzten Wochen problemlos taten. Hmm, ich prüfte (Fernwartung sei Dank) in der Fritzbox die Einstellungen und fand nichts Verdächtiges.
Gewitzt durch diverse Erfahrungen (AVM patzt bei der EInrichtung des Push-Services ganz gerne), löschte ich alle vorhandenen Einstellungen im Push-Dienst und richtete das interne Fax neu ein, denn nur so kann man händisch am SMTP schrauben.
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Offensichtlich hat die Telekom an ihren SMTP-Servern irgendwas geändert, denn der Eintrag T-Online brachte nur noch Autorisierungsfehler.

Also nahm ich den securesmtp.t-online.de, setzte das Häkchen auf sichere Verbindung (liebe Fa. AVM, an dieser Stelle bitte den Port wählbar machen und anzeigen), gab Nutzername und Kennwort ein und … scheiterte grandios. mailto.t-online.de ging auch nicht (mehr), smtp.t-online.de tat auch nicht, weder mit noch ohne SSL-Haken. Als Lösung ergab sich endlich smtpmail.t-online.de mit Autorisierungshäkchen.

Kurz: ich probierte diverse Einstellungen, bis ich nach gefühlt 20 Versuchen ENDLICH die passenden Einstellungen hatte. Kontraproduktiv kam dazu, daß ich nach 10 Versuchen erst bemerkte, daß ich ein faschles Kennwort zur Autorisierung benutzte. Das mußte ich nämlich vor einigen Wochen ändern, weil das originale (und immer noch gültige) Masterpaßwort nur 7 Stellen hat, die neuen Richtlinien aber mindestens 8 Stellen fordern.

Doch letztendlich habe ich es hinbekommen und nun faxt und mehlt alles wieder wie es soll.

Was genau da aber versaubeutelt war, entzieht sich meiner Kenntnis.

 Posted by at 9:53 p.m.
März 202013
 

Seit einigen Wochen darf/soll/muß ich regelmäßig Tabletten einnehmen. Übermorgen ist die Packung alle. Da die Verpackungsgröße üppig ist, sind die Kosten entsprechend hoch.

Als internetaffiner Mensch wollte ich den zahlreichen Onlineapotheken im In- und Ausland eine Chance geben. Doch nach mühsamer Recherche und diverser Währungsumrechnerei kam ich zu dem ernüchterndem Ergebnis, daß das Präperat egal wo und bei wem immer auf den Cent genau exakt das Gleiche kostet…

Da es in allen Apotheken exakt das Gleiche kostet (und das einzige Generikum übrigens auch), erscheint mir eine Online-Bestellung somit nicht allzu sinnvoll. Man hier hier deutlich, daß ein „Preiswettbewerb“ für „Kunden“ definiert nicht existiert. Wozu auch, ich bin strikt gegen Verhökern von Sachen, die Leib und Leben direkt beeinflussen, aber das soll heute nicht Thema sein.

Also kann ich auch gleich in die Apotheke gehen. Gewitzt, wie ich bin, rufe ich heute morgen im Ort eine der drei Apotheken (liegen fußläufig eine Minute auseinander) an und bestelle das Präparat (es ist nicht vorrätig, soll aber ab 12:15 Uhr verfügbar sein)

Am späten Nachmittag erscheine ich in der Apotheke und will das Medikament mitnehmen. Doch was ist das? Niemand weiß Bescheid. Mein Anruf vom Morgen war offensichtlich ignoriert worden. Öhm, warum hatte ich eigentlich angerufen und wozu war ich extra in den Ort gegangen? Dienstleistungsgesellschaft? Marktwirtschaft? F**!

 Posted by at 11:54 p.m.
Feb. 282013
 

Welch Zufall. Gerade sehe ich im Gesichtsbuch einen Beitrag, der sich mit Buchstaben tippen auf dem (umgedrehten) Taschenrechner befaßt. Just gestern stöberte ich in der Wikipedia nach DDR-Taschenrechnern (dazu ist im Usenet in d.a.f.ddr gerade ein Faden) und kam dadurch auf den verlinkten Artikel zu Beghilos. Natürlich habe ich in der Schule mit dem Taschenrechner auch ESEL, ESELEI, LIEBE, BIOLOGIE usw. eingetippt, aber vom Fachbegriff Beghilos hatte ich bis dato nie gehört.

Bei der Gelegenheit habe ich meinen Taschenrechner mal wieder rausgekramt. Den MR610 leistete ich mir zu Armeezeiten. Er kostete 1987, wenn ich mich recht erinnere 690 Mark. Kann aber auch mehr gewesen sein.

Interessanterweise geht der Taschenrechner immer noch. An einen Batteriewechsel kann ich mich nicht mehr erinnern. Hier ein Foto:

Als kleine Metaebene habe ich das Foto des Taschenrechners mit dem Smartphone gemacht und davon ein Foto geschossen. So erkennt man auch einmal den Größenunterschied und kann darüber sinnieren, welche Fortschritte die Technik in den letzten Dekaden gemacht hat.

 Posted by at 7:01 a.m.
Dez. 182012
 

Ja, fleißig habe ich die letzten Tage geschafft, vor allem als Dozent. Zuerst hielt ich einen Vortrag vor einer Delegation aus China. 20 Damen und Herren aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik weilten auf einem Deutschlandbesuch und wurden von mir 2 Stunden lang über Umsatzsteuer, Gesundheitskarte, Tunnelbaumaschinen usw. aufgeklärt.
Vorletzte Woche hielt ich ein einwöchiges Excel-Seminar in Kiel, welches ich mit einer Klausur krönte.
Und gestern und heute referierte ich in einem Inhouse-Seminar in Mainz vor 6 Admins über den Windows Server 2008 R2. Letzteres war eine ziemliche Herausforderung, denn sooo tief stecke ich in der Materie nicht drin. So bereitete ich mich ausführlich mit einer 1760 Seiten dicken Kurzreferenz auf das komplexe Thema vor.

Dieses Jahr ist aber Schluß mit Vorträgen usw. Noch 2 Kundentermine und dann ist erst einmal Urlaub angesagt.

 Posted by at 8:02 p.m.