Aug. 112007
 

Ich schrieb Anfang des Jahres schon einmal etwas über das Buch „Deutsche Gerechtigkeit“ von Roman Grafe.
Mittlerweile habe ich dieses Buch mit Schaudern gelesen und empfehle es dringend jedem reifen Deutschen.
Die Hauptangeklagten kamen alle mit milden Urteilen davon, weil niemand je einen konkreten Schießbefehl entdeckte. So konnten nur Indizien in dieser Richtung verwendet werden. Ähnlich also, wie man auch nach der Wannsee-Konferenz keine schriftlichen Anweisungen für die Vernichtung von Juden fand.
Nun kann man seit heute überall nachlesen, daß man eine Spur des Schießbefehls gefunden hat.
Sicher, für die Opfer ist das zu spät, aber für mich ist es eine schriftliche Bestätigung meiner Verachtung und meines Hasses für das Regime, welches den Tod von mehr als 900 Menschen befohlen hat, die nichts anderes wollten, als von Ost nach West zu gehen, eine Sache, die heutzutage täglich mehrere hunderttausend Deutsche ohne einen Gedanken durchführen.
Und den eloquenten Anzugträgern Gysi und co. schwimmen sicher auch gerade mal wieder die Felle davon. Recht so!

 Posted by at 8:26 p.m.
Aug. 092007
 

…daß der Wahrheitsgehalt dieser Meldung gen Null tendiert.
Dahinter stecken 100% Machenschaften einer Pro-Weltkulturerbelobby, die mehr oder weniger unverholen irgendwelche Ökos und Viechter vorschieben, um das Streitobjekt in letzter Sekunde noch zu stoppen.
Nicht, daß ich ein Problem damit hätte, aber eine Groteske ist es allemal.

 Posted by at 3:37 p.m.
Juli 312007
 

Lebensmittel werden teurer! Ich spürte die Thematisierung heute, als ich in meinem Supermarkt ein Stück Butter holen wollte. Es gab nämlich nur noch wenige Stücke edle, sündhaft teure Kerry Gold. Die deutschen Sorten waren alle ausverkauft, denn Butter soll, wie alle Milchprodukte deutlich teurer werden.
Ob nun das Hamstern von Butter die Situation in den blanken Privatgeldbeuteln deutlich verbessern wird bleibt zu bezweifeln. Zumal ja auch Fleisch teurer werden soll. Und alle anderen Lebensmitteln auch.
Was ist von dieser Situation zu halten?
Die Situation ist komplex.
Ich persönlich möchte als erstes auf einen wunderschönen Spiegelartikel verweisen.
Dort heißt es sehr deutlich:

Du bist, was du isst – das ist ein Sinnspruch so abgedroschen, dass es weh tut, aber wer Fleisch einkauft billiger als Katzenfutter, der hat allen Grund über ihn nachzudenken.

Nun gut, das wird sich durch die Teuerung (kurzfristig) ändern. (Sarkasmus)
Weiterhin findet man auch alarmierende Artikel, wie diesen hier.
Insofern erscheint eine Verknappung des irrsinnigen Überangebots, eine Reduzierung des Butterbergs, der 1.000 Joghurtsorten und 80 Milchsorten (inkl. türkenkoscher, laktosefrei und fettarm), der zusammengefegten Schlachthoffrikallen (5 Stck. für 1,49), der farb- und geschmacklosen Wasserhühnchen, der ekligen Legebatterieeier, der … usw. usf.. durchaus sinnvoll.
Ich persönlich hätte jedenfalls keine Probleme, wenn sich Lebensmittel durchgängig hoher Qualität auf hohem Preisniveau einpendeln.
Nicht nur, weil ich zu dick bin, sondern weil ich mich nie mit dem Überangebot und dem Wegwerfen von Lebensmitteln anfreunden konnte.
Und das im Lebensmittelmarkt schon lange vieles im Argen liegt, sollte man eigentlich wissen.
Damit meine ich nicht nur Gammelfleisch (Sommerthema 2006). Ich esse bis heute keine Birkel-Nudeln.
Doch die Preiserhöhung auf die hungrigen Chinesen und die gestiegenen Getreidepreise zu schieben, das ist mir allzu billig.
Ich wette, daß sich Deutschland vollständig problemlos von eigenen Äckern ernähren könnte. Und insofern können mir australische Getreidepreise ziemlich egal sein.
Mir erscheint es nur so, daß man wieder mal, weil es gerade gut paßt, dem deutschen Michel in die ziemlich leere Brieftasche greifen möchte.
Darunter leiden werden nicht Leute wie ich oder der Bankenjuppie. Auch nicht die Alten, die kennen andere Lebensmittelknappheiten noch aus ganz anderen Zeiten.
Treffen wird es ausschließlich junge Familien, deren frei verfügbares Einkommen schon durch die exorbitanten Spritpreise weggeschmolzen wurde und die nun an die Reserven gehen müssen.
Und damit wird sich mal wieder einmal mehr aus wirtschaftlichen Gründen gegen Nachwuchs entschieden. Tolle Wurst! (thematisch passender Ausruf)
Mein Wunsch: eine schmale Palette hochwertiger, einheimischer Lebensmittel, das ist besser als ein sinnloses Überangebot aus allen Kontinenten im Billigbereich.
Sowas gab es früher im KaDeWe oder in Großstädten und dort soll es auch wieder hin. Es müssen nicht in jedem Dorfladen 100 Obst- und Gemüsesorten aus aller Herren Länder frisch verfügbar sein. Das verdirbt den Charakter und die Preise einheimischer Produkte.
Oder man ist sich dessen bewußt und setzt sich bewußt mit dem Thema auseinander, dann darf man auch sündigen. Aber gedankenlos konsumieren ist blöd.
Und zum Abschluß zum Thema Lebensmittel nochmals mein Gejammer über das deutsche Brot, ein Produkt, um welches uns weltweit viele Nationen beneidet haben.
Ich hole mir nach dem Ausprobieren von drei verschiedenen Bäckern mein Brot zu 0,85 EUR abgepackt und geschnitten im Edeka. Das schmeckt nicht schlecht und vor allem schimmelt es nicht nach 2 Tagen. Denn die backen den Einheitsteig aus! Das schaffen die „Bäcker“ nicht trotzt mehrmaligen, deutlichen Hinweisen von mir nämlich nicht mehr. Ich begreife nicht, daß das außer mir anscheindend keinen stört.
Früher hätte ich mich vehement gegen abgepacktes Supermarktbrot gewehrt, aber so wurde ich ja quasi dazu genötigt.

 Posted by at 10:15 p.m.
Juli 212007
 

Wenn die Zeitungsmeldung stimmt, dann reist der ehemalige saarländische Ministerpräsident und ehemalige Finanzminister, Herr Oskar Lafontaine, in die Republik Kuba, die den wunderbaren, obigen Wahlspruch führt.
Auf Kuba soll ja das Wetter immer schön sein. Und nette Mädchen hat es dort auch. Und Zigarren. Sogar kubanische Zigarren. Und den vom Oskar so geliebten Sozialismus gibt es dort auch noch, solange Fidel fidel ist.
Ich schlage daher Herrn Lafontaine vor, in Kuba einen mehrjährigen Urlaub zu genießen und dafür unser Land bitte vor seinen machtgeilen Gelüsten verschont zu lassen. Von mir aus kann er sich das kubanische Motto auch persönlich zu Herzen nehmen.

 Posted by at 11:46 a.m.
Juli 172007
 

…, der in China umfällt hat Konkurrenz in Deutschland bekommen. SAT1 nämlich, das muß man sich vorstellen, SAT1 schafft seine Nachrichten ab!
Ich habe prima mein Leben verbracht, ohne auch nur ein einziges Mal bewußt Nachrichten auf SAT1 zu schauen oder gar bewußt registriert zu haben, daß SAT1 Nachrichten ausstrahlt.
Naja, ich wußte es schon, denn 1996 wurde von Oliver Kalkofe Hans-Hermann Gockel als Nachrichtenmoderator erwähnt.
Bewußt habe ich aber nie eine Nachrichtensendung auf SAT1 (oder anderen Privaten) gesehen.
Und man stelle sich vor, mir geht es blendend!
Also, liebe Medien, bitte Ruhe bewahren. Die Welt wird prima ohne SAT1-Nachrichten weitergehen.

 Posted by at 5:04 p.m.
Juli 032007
 

…den ich noch nicht kannte. Da so etwas eher selten ist, gebe ich ihn einmal an dieser Stelle zum Besten.
Finsterste Sowjetzeiten.
Über einen sehr breiten Fluß wird eine Brücke errichtet. Das Material ist knapp, so wird sie nur einspurig errichtet. Man kann nicht von einem Ende der Brücke zum anderen sehen. Außerdem herrscht oft Nebel. Damit sich nun nicht Fahrzeuge in der Mitte begegnen und Staus entstehen, wird auf einer Seite ein Pförtnerhäuschen errichtet und ein alter Parteigenosse als Brückenwärter eingestellt.
Nun stellt man fest, daß das nicht reicht. Schließlich kann ja von der anderen Seite immer noch ein Fahrzeug kommen. Also wird auch auf der anderen Seite ein Pförtnerhäuschen errichtet und auch dort nimmt ein alter Parteigenosse die Tätigkeit als Brückenwärter auf.
Soweit so gut, doch ist der Fluß wirklich mächtig breit. Irgendwie müssen sich ja die beiden verdienstvollen Genossen ja verständigen. Mit Schreien kommt man logischerweise nicht weiter.
Also wird eine Telefonleitung gezogen, es werden Telefone installiert und ein Telekommunikationstechniker kümmert sich ab jetzt aufopferungsvoll um störungsfreien Betrieb.
Nun sind also schon drei Personen vor Ort. Also wird ein Koch organisiert, damit auch die Verpflegung stimmt.
Damit man den Verkehr besser kontrollieren kann, müssen natürlich auch noch Schranken installiert werden. Ihre Wartung übernimmt Person 5, der Mechaniker.
Ab fünf Personen ist es natürlich notwendig, einen Parteisekretär zur Seite zu stellen, damit auch etwas für die straffe politische Organisation und Bildung getan werden kann.
Damit sich diese sechs Personen nicht langweilen, wird ein Kino genehmigt und der Vorführer und die Kassiererin ergänzen die kleine Gemeinde.
Usw. usf. – unsere Brückengemeinde wächst und wächst und wächst und schließlich sind 20 Personen rund um die Brücke in Lohn und Brot.
Schließlich dringt diese Geschichte auch zur obersten Parteileitung vor.
Dort ist man entsetzt und beschließt:

Für die Betreuung einer Brücke sind 20 Leute eindeutig zuviel. 18 genügen. Also: beide Wächter rausschmeißen!

 Posted by at 6:42 p.m.