Apr. 182012
 

…sollte man kennen. Sie ist u.a. Autorin von zwei Romanen, die als Verfilmungen unter Alfred Hitchcock berühmt wurden, nämlich Rebecca und Die Vögel.
Weniger bekannt ist ihr Spätwerk „Rule Britannia“, welches ich gestern auslas.
Ein tolles Buch! Hier ein kurzer Inhaltsabriß: Die USA und Großbritannien vereinigen sich zur USUK. Doch das trifft in Cornwall nicht nur auf Gegenliebe sondern auf aktiven Widerstand.

Weniger science als fiction doch sehr lesenswert. Der Autorin gelingen sehr gute Charakterisierungen. Es schadete mir auch nicht, daß ich schon einmal ein paar Tage in Cornwall weilte und Land und Leute kennen und lieben lernte.

Also, wer einmal etwas anderes lesen möchte, dem sei das Buch ans Herz gelegt. Ich werde mir jedenfalls noch mehr von der Autorin zu Gemüte führen.

 Posted by at 7:58 p.m.
Apr. 172012
 

… daß junge Menschen, vor allem Jungs, sich immer schlechter artikulieren können. Ich habe ab und zu mit jungen Leuten zu tun, seien es Verwandte, Kundenkinder, Nachbarschaft, Lehrlinge usw.
Im Gespräch muß ich immer häufiger feststellen, daß die jungen Menschen erhebliche Sprachdefizite aufweisen. Statt ganzer Sätze gibt es nur Phrasen, statt Subjekt – Prädikat – Objekt Gestammel, das mitleiderregend wirkt.

Vor wenigen Jahren noch fand ich Berichte meiner Mutter über dieses Phänomen übertrieben. Sie berichtete häufig von Vorstellungsgesprächen oder Bewerbungen für eine Ferienarbeit in etwa so:

Szenario im Büro der kfm. Geschäftsleitung

Die Tür wird einfach geöffnet und ein junger Mann(J) steht verlegen grinsend in der Tür.

Meine Mutter(M) schreckt von der Arbeit auf und wartet ein paar Sekunden. Keine Reaktion.
M: Ja bitte?
J: Wegen Arbeit.
M: Ja?
J: Na, wegen Arbeit.
M: Haben Sie auch einen Namen?
J: ?
M: (*seufz*) Also, Sie gehen noch einmal heraus und schließen die Tür. Dann klopfen Sie an, warten, bis ich „Herein!“ sage und betreten den Raum. Dann sagen Sie in etwa: „Guten Tag, ich heiße $NAME und ich wollte fragen, ob …“

Viele J verließen darauf den Raum – und warden nie mehr gesehen. Für diejenigen, die den Zweitversuch absolvierten, ergab sich dann meist eine Ferienarbeit. Und nach zwei Wochen unter 40 gestandenen Männern verließ dann ein selbstbewußter junger Mann das Unternehmen.

So wurde mir das immer erzählt. Ich lächelte und schenkte dem Ganzen wenig Glauben. Doch die Ereignisse in den letzten Tagen lassen mich deutlich anders darüber denken.
So bekam ich von einem Achtzehnjährigen (ich kenne ihn seit 2004) eine E-Mail, bei der ich nur mit detektivischen Verstand und guten Willen ahnen konnte, worum es geht. Auf eine spitz formulierte Anwort-E-Mail bekam ich keine Antwort. Im Telefongespräch stellte ich dann fest, daß der arme Junge im Dialog nicht wesentlich besser war. Vor wenigen Jahren noch war das nicht so, was ist da passiert? Oder gestern! Auch da telefonierte ich mit einem Teenager, dessen Notebook sich in den blauen Bildschirm verabschiedet hatte.
Auch hier bekam ich nur Fetzen um die Ohren gehauen. „Aja, is‘ kaputt.“, „Ei, Bild ist blau“, „tut nich mehr angehen“, „keine Ahnung, wieso kaputt ist“ usw.
Auch im Telefonat mit einem einundzwanzigjährigen Verwandten war ich regelrecht entsetzt über die Armut in der Begriffswahl und Abgedroschenheit weniger Phrasen. Denn zehnmal nacheinander: „Ja, das macht Sinn.“, „Ah, so ist das also““ oder „Ja, geil!“ hat mit Dialog nur wenig zu tun.
Wohlgemerkt, das sind keine Ausländerkinder (im Gegenteil, die, die ich kenne, sprechen überdurchschnittlich gutes Deutsch) oder Hilfsschüler sondern alles Realschüler oder Gymnasiasten.

Auf das Thema kam ich eigentlich durch eine Empfehlung von Florian, der mir Links zu drei Stunden Radionachttalkshow zukommen ließ.

Für Mutige hier noch einmal die beiden Links zum Nachhören:
Link 1
Link 2

Auch dort radebrechen die (ausschließlich= jungen Anrufer so schlecht, daß einem um die Zukunft des Landes noch mehr Angst wird als ohnehin. Und ich meine nicht die angeheitertenbesoffenen Anrufer. Nein, die jungen Männer, die bewußt live im Radio über das Thema „die Simpsons“ reden. Oder sich zumindest bemühen.

Wieso hat sich in den letzten Jahren die sprachliche Artikulationsfähigkeit so verschlechtert. Was lernen junge Menschen eigentlich noch in der Schule? Wer ist Schuld? Das Fernsehen mit seinen Musikvideos und täglichen Seifenopern? Das überarbeitete Elternhaus, das die Erziehung vernachlässigt? Die unter Migrationsquoten > 50% leidenden Schulen und deren überalterte und unterfinanzierte Lehrerschaft? Die amerikanische Umerziehung mit ihrer allgegenwärtigen Oberflächlichkeit. Ein Mix aus allem? Oder etwas anderes?
Ich weiß keine Antwort, aber ich wehre mich, so lange ich kann, gegen solche schlimmen Verödungen. Zumindest in der Verwandtschaft.

 Posted by at 6:15 p.m.
Apr. 132012
 

… Lieblingsfolgen „Die Strategie der Schnecke“. Dort besorgt der Hauptdarsteller seinem schwerhörigen Nachbarn einen Hörverstärker. Bis dahin wußte ich nicht, daß es so etwas überhaupt gibt. Nun, Fernsehen bildet und so konnte ich gestern mit diesem Wissen punkten, denn ein Kunde braucht genau das – einen Hörverstärker.
Also machte ich mich im Internet schlau und fand bald heraus, daß der Mercedes der Hörverstärker von der Fa. Sennheiser kommt. Mit deutlich über 200 EUR sicher kein Schnäppchen, aber die Kundenbeurteilungen sprachen sehr für dieses feine Stück Elektronik. Also schnell die Preissuchmaschine angeworfen und den ersten seriös erscheinenden Händler geklickt und… 6 Wochen Lieferzeit?!?. Ich schaute bei X nach – Mitte Mai, bei Y – nicht verfügbar. Na sowas!
Ich rief bei einer der Onlineplattformen an. Eine sehr nette Dame wußte gleich Bescheid. Ausgerechnet dieses Modell wäre wirklich sehr begehrt und wäre der Verkaufsschlager bei Sennheiser. Nur hätte Sennheiser aus irgendwelchen Gründen Lieferprobleme und bekäme das Problem frühestens erst in 6 Wochen in den Griff. Ich schätze mal, die chinesischen Kinder streiken oder somalische Piraten können nun auch leise Fernsehen schauen. Aber das löst mein problem nicht. Freimütig verwies mich die nicht nur sehr nette sondern auch kompetente Dame auf ein sehr ähnliches Konkurrenzprodukt. Brav kaufte ich dieses sofort.

Heute nun bekam ich mein Geld zurück und eine traurige E-Mail mit dem Inhalt, daß dieser Artikel vergriffen ist. Die nächste Lieferung stehe erst Mitte Juni an.
Offensichtlich kaufen nun alle Sennheimer-Abtrünnigen bei der Fa. Humantechnik. Und tatsächlich, auch zwei weitere Onlineläden hatten diesen Artikel nicht mehr im Bestand. In einem weiteren Laden wurde ich fündig und bestellte gleich. Bezahlt ist er, ob ich ihn aber wirklich erhalte?

 Posted by at 3:50 p.m.
Apr. 132012
 

Hiermit teile ich mit, daß sich nach der Hausdurchsuchung Folgendes gefunden hat:

1. die ec-Karte. Diese war noch an den Versandbrief geklebt und somit im Poststapel versunken.
2. der USB-Stick. Dieser fand sich in der Tasche einer Jeans.

Die Schere wird wohl aus Versehen im Papierkorb und damit im Papiermüll gelandet sein. Hier werde ich für Ersatz sorgen müssen.

Bleibt nur noch der Verbleib der VISA-Karte zu klären. Ich warte einfach noch eine Woche ab und werde dann nächste Woche eine Neue beantragen.

 Posted by at 3:33 p.m.
Apr. 132012
 

…ist eine gutes Datum, um mal von allerlei Unbill zu berichten, welches mich ereilte.

So verschwanden in den letzten Tagen auf mysteriöse Weise:

1. meine Papierschere
2. eine nagelneue ec-Karte
3. meine VISA-Karte
4. ein 4GB-USB-3.0-USB-Stecker
5. ein Zettel mit Kontoinformationen

Um diesen unerträglichen Zustand zu verbessern, erreichte ich bisher mit leicht ziellosen Aktionismus Folgendes:

1. nichts
2. noch nichts
3. Hier kam ich auf die glorreiche Idee, bei Tankstellen anzurufen, denn mit dieser Karte zahle ich meist meine Spritrechnungen. Und ich vergaß schon einmal die Karte im Lesegerät. Glücklicherweise stehen auf den Tankquittungen ja auch immer die Telefonnummern. Da ich recht oft tanke, konnte ich mich natürlich nicht mehr genau an die letzte Kreditkartentankaktion erinnern. Also rief ich an:

– Esso in Mainz (am 21.03. für 83,64 EUR getankt)
– Shell in Leipzig (am 22.03. für 90,78 EUR getankt)
– ARAL an der A66 (am 27.03. für 94,89 EUR getankt)
– ARAL in Alzey (am 30.03. für 32,65 EUR getankt)
– Shell im Ort (am 31.03. für 72,63 EUR getankt)

Zu spät fiel mir auf, daß ich ja noch bei der letzten ARAL mit Karte gezahlt hatte. Also hätte ich mir die Anrufe davor auch sparen können. Jedenfalls ist die Karte immer noch verschwunden.

4. ich werde mal im Staubsaugerbeutel wühlen und auch ansonsten meine Wohnung kriminaltechnisch abklappern (vielleicht tauchen dann auch 1. und 2. auf)
5. den Zettel habe ich beim Tankquittungensuchen gefunden. Zumindest das Problem ist also gelöst, wenn es auch das Geringste ist.

 Posted by at 7:41 a.m.
Apr. 122012
 

…, in dessen Nähe ich seit über 12 Jahren wohne, prägt schon ein bißchen mein Leben. Ich gebe zu, daß ich gerne am Rhein bin.
Wie man sieht, war ich die letzten Tage oft in seiner Nähe.
Das erste Mal sah ich den Rhein im Jahre 1990, als ich ihn im Auto bei Mannheim/Ludwigshafen überquerte. 1991 war ich mit einem Schulfreund am Bodensee und in Schaffhausen am Rheinfall. Dann sah ich den Fluß erst im Dezember 1992 wieder, als ich nach Bonn fuhr. Seit 1999 wohne ich nun in seiner Umgebung, badete schon mehrfach in ihm und und und…
Aus diesem Anlaß einmal an dieser Stelle ein paar wilde Bilder vom Rhein, die im Laufe der Jahre entstanden…

 Posted by at 5:45 p.m.
Apr. 112012
 

… ich jedenfalls reiste nicht durchs Deutschland, sondern ruhte mich aus. Hier meine Ostererlebnisse (in Klammern meine Rangfolge):

Karfreitag:
Star Trek I (3)

Ostersamstag:
Star Trek II (4)
Star Trek III (6)
Star Trek IV (2)

Ostersonntag:
Star Trek V (9)
Star Trek VI.1

Ostermontag:
Star Trek VI.2 (7)
Star Trek VII (5)
Star Trek VIII.1

Dienstag:
Star Trek VIII.2 (1)
Star Trek IX.1

Mittwoch:
Star Trek IX.2 (10)
Star Trek X (5)

 Posted by at 10:27 p.m.
Apr. 112012
 

…mein E-Mail-Programm ins Nirwana verabschiedet. Es blockierte den kompletten Rechner. Neustart und andere Maßnahmen kosteten nur Zeit, fruchteten aber nichts. Erst ein komplettes Entfernen der Software samt aller Verzeichnisse und eine saubere Neuinstallation lösten das Problem. Dank Mozbackup mußte ich aber nichts neu einrichten.

 Posted by at 10:14 p.m.
Apr. 102012
 

Seit nicht einmal 11 Jahren basteltut man am 6,5 Kilometer langen Abschnitt der BAB 60 zwischen Kreuz Mainz-Süd und Weisenauer Brücke herum. Vor zwei Jahren wurden die Schilder „Fertigstellung Frühjahr 2010“ verschämt mit Frühjahr 2012 überklebt. Nun, wir haben jetzt Frühjahr 2012. Heute hörte ich nun im Radio, wie man auch im Fernsehen nachschauen kann, daß sich der 140 Millionen Euro teure Bau nochmals um ein halbes Jahr verzögert.
Schuld daran wären vor allem, so der Verantwortliche, die

drei harten Winter, die das Projekt um Monate zurückgeworfen hätten.

Ähh, selbst wenn die „superharten“ Winter 4 Monate am Stück gedauert hätten, komme ich auf ein Jahr Verzögerung. Wir reden hier von insgesamt 12 Jahren für nicht einmal 7 Kilometer. Zugegeben, es war eine sehr aufwendige und schwere Arbeit, aber Hey!, den Eurotunnel buddelte man in nicht einmal sieben Jahren und der ist nicht nur zig-mal länger sondern verläuft unter dem Meer.

Achja, dann gab es noch

die üblichen, unvorherbaren Schwierigkeiten.

Eine Schwierigkeit war, daß der Bau teurer wurde als geplant. Viele Grüße an Captain Obvious. Eine weitere Schwierigkeit war, daß beim Bau des Tunnels Wasser einbrach. Man stelle sich das einmal vor. Wasser bricht in einem Tunnel beim Bau ein. Und das auch noch in Sichtweite zum Rhein. Wie megaüberraschend! Nochmals einen Gruß an den Captain.

Nun gut, er sprach ja von „üblichen“ Schwierigkeiten. Aber wieso werden diese Probleme nicht von vornherein berücksichtigt?

Naja, mittlerweile hat sowieso schon jeder Pendler resigniert und auch Radarkontrollen sind selten geworden. Alle freuen sich, wenn sie statt im Schrittverkehr wenigstens die erlaubten 60 km/h ausfahren dürfen.

Wenn dieses Jahr tatsächlich der Abschnitt freigegeben wird, dann widmet man sich dem nächsten Dauerproblem, der Schiersteiner Brücke. Die muß nämlich in Bälde durch eine Nachfolgerin ersetzt werden und ist seit vielen Jahren auch nur mit max. 60 km/h zu befahren. Doch wurde mit der neuen Brücke sogar schon halbherzig begonnen. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant. In der Zeit könnte man allerdings auch einen Tunnel von Mainz bis Frankfurt buddeln…

 Posted by at 9:58 p.m.