… verkommen sind, zeigt sich nicht nur beim derzeitigen Ausstand der Lufthansapiloten. Streik, das ist für mich das Sichwehren der unterdrückten Arbeiterklasse gegen den ausbeutenden Kapitalistenbonzen.
Sicher aber nicht das derzeitige Gejammer von Leuten, die als bessere Busfahrer mehr Kohle einstreichen als der Bundeskanzler. Und wenn sich irgendwo Leute orange Plastikjäckchen anziehen und Trillerpfeifen mit Aufdruck betrillern, dann sehe ich da auch alles Mögliche, aber sicher keine Notwendigkeit.
Ein echter Streik, der muß von Herzen kommen, nicht von fettgefressenen Gewerkschaftlern geleitet werden, die in der S-Klasse vorfahren und besagtes oranges Jäckchen über ihren in London maßgeschneiderten Anzug stülpen und dann zündende Reden vor den armen Mitgliedern halten, um deren Inhalt dann zu verraten und mit Füßen zu treten.
Daher mein Vorschlag: Gewerkschaften sind im Moment die Totengräber der Nation, daher gehören sie alle auf der Stelle abgeschafft.
Sollte anschließend irgendwo wieder eine Notwendigkeit entstehen, sich gemeinschaftlich zu organisieren, nun, dazu haben wir ein Grundgesetz, dann können sich echte Gewerkschaften gerne wiedergründen und echten Druck erzeugen. Dann gibt es auch wieder echte Verhandlungen und echte Ergebnisse. Aber sicher kein Gerangel um 35-Stundenwochen, kostengünstigen Zahnersatz usw. usf.