Juni 192009
 

einen letzten Wodka auf meinen guten Bekannten, der letzte Woche bei einem Autounfall ums Leben kam und bei dessen Beisetzung ich heute weilte.
Ja, das Leben ist vergänglich. Das letzte Mal davor, daß ich die schwarze Krawatte anlegen mußte, ist schon lange her, es war bei der Beisetzung meines Vaters im Jahre 2001. Acht Jahre ohne Beerdigungsbesuche, das werde ich wohl in meinem Leben nie wieder erleben.
Genug der trüben Gedanken. Prost Alexander, auf Dein ganz Spezielles! Ruhe in Frieden.
Friedhof

 Posted by at 5:24 p.m.
Mai 302009
 

…heißen die beiden Hunde eines gewichtigen Leadgitarristen. Und so heißt auch die Band, deren ersten Auftritt ich heute im Ruchheimer Hof erleben konnte. Es war laut, es war sehr preiswert und es war sehr schön. Da steckt echtes Potential in der Truppe. Mein Liebling war Billy Idols Wild Wedding, nicht wegen der Interpreatation, sondern weil ich das Lied ewig nicht hörte. Und am besten gefiel mir die Band bei (fast) allen CCR-Titeln. Nochmals Dank an den Gitarristen für die Einladung.
Ein paar Bilder von der Veranstaltung findet man hier.

 Posted by at 11:36 p.m.
Mai 292009
 

… im Kino, um mir dort den Film Illuminati anzuschauen. War es das längere Zurückliegen des Lesens als beim Sakrileg oder meine gesunkenen Erwartungen oder war der Film am Ende wirklich besser; jedenfalls mag ich ihn mehr als seinen Vorgänger.
Aber Kino ist ganz schön teuer, 10 Euronen waren fällig, von den Parkgebühren und Spritkosten wollen wir mal schweigen.
Und die ganze Zeit, wirklich die GANZE Zeit, hat der Typ neben mir süßlich stinkende Popcorn in sich hineingeschmatzt.

 Posted by at 8:55 p.m.
Mai 282009
 

Ich liebe das Medium Radio. Aufgewachsen bin ich mit Bayern 3, RIAS II (und Samstags auch RIAS I) und NDR 2. Übrigens moderierten diese Sendungen Leute wie Thomas Gottschalk, Fritz Egner, Rick DeLisle, Gregor Rottschalk, Lord Knut und Hans Rosenthal. Durch den Besitz eines Stereokassettenrekorders ab 1983 erschlossen sich mir auch mehr oder weniger diverse DDR-Sender wie Stimme der DDR und Berliner Rundfunk (denn da hatte ich kein Pilotttonrauschen, dafür aber eben sehr beschränkte Musikauswahl). Sendungen wie „Pop nach Acht“, „Jugendwelle RIAS II auf 94.3“, „Wochenend‘ und Sonnenschein“ prägten meinen Radiogeschmack genau so wie „Metronom“ und „trend ad libitum“.
Als Freund der Maxi-Single mochte ich vor allem letztere Sendung. Blöderweise lief diese Sendung nur alle 8 Wochen in der Nacht von Sonntag auf Montag. Ihr verdanke ich geniale Maxis von Frankie goes to Hollywood, New Order oder aber auch Szenetitel von Tangerine Dream. Nicht zuletzt lernte ich durch diese Sendung Frieder Butzmann kennen und „schätzen“.
Durch den Armeedienst bekam ich auch noch tieferen Bezug zu HR3, dessen Moderator Markus Härtle mit „HR3 Maximix“ der Konkurrenz „ob Nord- oder Ostsee ist ganz egal, wir spielen Maxis Maximal“ von NDR 2 locker den Rang ablief.
Seit dieser schönen Zeit sind mehr als 20 Jahren vergangen.
Ich ziehe ein Resümee:
die gängigen und ehemals kultigen UKW-Radiosender verdienen, außer vielleicht dem DLF, keinerlei Beachtung mehr.
Aber es gibt mittlerweile wieder, dem Internet sei Dank, gescheites Radio. Meine Mutter, die im Rentenalter ist, hat das seit einigen Jahren schon kennen und schätzen gelernt. Und selbst nutze ich seit einigen Jahren die im Netz vertretenen Radiostationen.
An dieser Stelle der eigentliche Sinn dieses Blogeintrags, ich möchte der Gemeinde einfach nur meiner derzeit liebsten Radiostationen vorstellen:
FM4
FM4 ist für mich momentan die erste Wahl im Internetradio. Der Sender ist innovativ und weitab des Mainstream, ein echter Tip.
Dann gibt es für so olle Säcke wie mich noch Radio Nigel.
Die spielen seltsamste 80er Maxis. Ansonsten sehr Cure, New Order und Smith-lastig, was kein Schaden sein muß.
Die Franzosen huldigen den 80ern mit Maxi80
Hier hört man zwar viel Franzosenmusik, was aber nicht von Nachteil sein muß, doch dazwischen heben sich immer wieder schöne, beinahe vergessene Hits aus den 80er Jahren hervor.
Zum Schluß möchte ich für Hartgesottene auf die Ostwelle hinweisen.
Dort kann man 24/7 Konsummusik hören. Das mag nicht viel nutzen, kann aber auch nicht schaden.
Zum Beispiel, wenn man vorhat, sein Kreuz bei der SEDPDSdie Linke zu setzen…

 Posted by at 11:05 p.m.
Mai 222009
 

… von der Premiere des Musicals 3 Musketiere. Dazu eingeladen wurden wir von einer der Darstellerinnen. Das Stück gefiel mir sehr gut, die Musik war stimmig, die Kostüme phantastisch, die Choreographie beeindruckend, vor allem bei den Fecht- und Massenszenen und auch der Spaß kam neben aller Tragik nicht zu kurz. Deshalb bekamen alle Akteure frenetischen und langanhaltenden und wohlverdienten Applaus.
Aber mit dreieinhalb Stunden erreichte das Stück schon wagnerische Opulenz, eine halbe Stunde weniger hätte es sicher auch getan.
Nochmals vielen Dank an meine Begleiterin fürs Mitgehen und an die Darstellerin für die Idee und die Reservierung der Karten.

 Posted by at 10:38 p.m.
Mai 082009
 

Gestern 23:00 Uhr wurde in einem Mannheimer Kino der neue Star-Trek-Film im Originalton gezeigt. Als treuer Fan mußte ich da natürlich hin.
Also verabredete ich mich mit elzoido und wir vereinbarten, uns eine Stunde vorher bei Kentucky Fried Chicken zu treffen.
Nun ging ich falscherweise davon aus, daß dieses Schnellrestaurant in der Nähe sei. Also fuhr ich in die Mannheimer Innenstadt, stellte das Auto in die Kinotiefgarage und wanderte etwas durch die Innenstadt. In der Bank holte ich Auszüge und Geld und dann erkundigte ich mich bei drei Passanten nach dem Weg zum KFC. Da keiner der deutschen (oder englischen) Sprache mächtig war, lief ich einfach frei Schnauze in die mutmaßliche Richtung. Der Zeitpunkt des Treffens rückte immer näher und irgendwie hatte ich mich völlig verfranst. Also rief ich zoid an, um ihn zu bitten, mich abzuholen oder mir wenigstens die Straße zu sagen, in der er weilt. Nun stellte sich heraus, daß er sich auch nicht in Mannheim auskennt, sicher kein Makel, man muß Mannheim nicht kennen, aber an dieser Stelle wäre es doch ganz nützlich gewesen.
Sei’s drum, ich bin ja flexibel. Also tat ich es den übrigen Stadtbummlern gleich, von denen gefühlt jeder beim Laufen in ein Mobiltelefon quatschte, und rief mir ein Taxi.
Das kam auch binnen weniger Minuten. Ich stieg ein und nannte mein Ziel. Der Fahrer schaute mich recht deppert an. Den Blick begriff ich, als er 100 Meter später an einer Kreuzung anhielt, an der sich das gewünschte Ziel befand. 100 Meter! Ich zahlte 5 Euro und stieg verschämt aus.
Danach ging alles glatt. Der Film war übrigens, nach den letzten Kinoentäuschungen, den Aufwand wert. Er gefiel mir ausnehmend.

 Posted by at 6:52 a.m.
März 262009
 

Hotel
Dieser Anblick bot sich mir vorgestern morgen nach dem Aufstehen. Richtig, ich weilte in Hamburg. Fuhr bei scheußlichstem Wetter hin und zurück, hatte aber einen erfolgreichen und schönen Kurzaufenthalt. Und zum Abendbrot gab es typisch nordisch eine Schweinshaxe und Helles im Paulaner. Und auf dem Rückweg von der Kneipe sprachen mich unheimlich viele nette junge Damen an…

 Posted by at 9:22 p.m.
März 252009
 

… endlich soweit. Kurt Masur dirigierte das französische Nationalorchester in der Alten Oper in Frankfurt. Die Karten waren im Februar 2008 erstanden worden (ein herzlicher Dank nochmal an Peter), was gut war, denn seit einem Jahr ist der Konzertzyklus hoffnungslos ausverkauft.
Masur, der ein großer Beethovenkenner ist und sein (langes) Leben lang sich intensiv mit den Meister beschäftigt hat, legte bei den von mir gehörten ersten drei Sinfonien offensichtlich den größten Wert auf die Streicher. Die Bläser waren offensichtlich extra schmal besetzt, um dies zu unterstreichen. Was aber die Violinen, Celli etc. aus bspw. dem ersten Satz der 2. Sinfonie oder dem dritten Satz der 1. Sinfonie machten, ist nur mit traumhaft und göttlich zu beschreiben. Solch hauchzarte Nuancen, solch filigrane Haquchtöne, das kann kein Medium besser transportieren als ein gescheiter Klangkörper in einem gescheiten Haus unter kundiger Führung. Nun, alles war zur rechten Zeit am rechten Ort und ich war dabeigewesen. Der Zyklus wurde am Sonntag mit der 4. und 5. Sinfonie und am Montag mit der 6. und 7. Sinfonie fortgeführt und fand gestern seinen Abschluß mit der 8. und 9. Sinfonie. Leider sprengte es den finanziellen, aber vor allen den zeitlichen Rahmen, dem Zyklus komplett zu folgen.
Ein großartiges Erlebnis, was ab jetzt in meinem Leben einen weiteren Höhepunkt darstellt, an den ich gerne zurückdenken werde.
Karte

 Posted by at 8:35 a.m.
Feb. 232009
 

… auf den Fotos den Angebotspreisaufkleber draufstehen läßt.
Amazon kann nix
Abgesehen davon laufen die drei CDs vom besten Liedermacher Italiens, der leider schon vor 10 Jahren viel zu jung starb, bei mir im Moment in Dauerrotation. Nochmals Danke an die Nachbarstochter, die mir die CD-Sammlung aus Turin mitbrachte.
Eine echte Bereicherung der Musikwelt und empfehlenswert für jedes Alter und jeden Geschmack. Aber Achtung: die Texte sind hochpoetisch und erschließen sich einem nicht immer.

 Posted by at 9:32 p.m.