Juni 182012
 

Das müßte eigentlich ein Kunde sagen, der mich heute mit sage und schreibe 7 Anrufen nervte. Er wollte in ein von mir eingerichtetes WLAN.
Was soll ich ihm mehr sagen, als die SSID und das dazugehörende Kennwort?

Auf Rückfragen wußte er nicht einmal, welches Windows auf seinem Laptop läuft.

 Posted by at 9:52 a.m.
Mai 292012
 

Wie ich kürzlich schon berichtete, war ich am Sonntag, dem 13.05.2012 mit meinem Auto mit einem Getriebeschaden liegengeblieben.
Wie ging die Sache nun aus?

Sonntag, 13.05.

Der ADAC schleppt mein Auto vor meine Haustür. Kosten: 432,68 EUR, die meine ADAC-Plus-Mitgliedschaft abdeckt. Bisher also als „Schaden“ nur der Zeitverlust und zwei Tassen Kaffee, die allerdings (McCaffee) schweineteuer sind.

Montag, 14.05.

Der ADAC schleppt das Auto zu meiner VW-Werkstatt. Kosten: 151,04 EUR, die meine VAG-Mobilitätsgarantie abdeckt. Ebenso bezahlt mir die Mobilitätsgarantie 5 Tage 39,90 EUR für einen Mietwagen, in diesem Falle einen VW Golf VI, der seltsam ausgestattet ist und klägliche Fahrleistungen vorweist, aber egal, ich bin wieder mobil.

Wenig später erhalte ich einen Anruf der Werkstatt. Diese veranschlagt Reparaturkosten in Höhe von ca. 6.500,00 EUR (4.500,00 EUR füre ein Ersatzgetriebe + 1.000,00 EUR Ein-und Ausbau + 19% MWSt) Die Diagnose kostet mich 59,17 EUR.

Nun ist guter Rat im wahrsten Sinne des Wortes teuer. Das Auto ist laut Internet noch mehr als 9.000,00 EUR wert, freilich nur mit intaktem Getriebe. Mit kaputtem Getriebe kann ich getrost die 4.500,00 EUR Ersatzgetriebekosten abziehen. Wenn ich das Auto für (schwer zu erzielende) 4.500,00 EUR verkauft bekomme, abgesehen davon, daß so etwas sich ja auch hinziehen kann und ich ja mobil sein muß. Freitag muß ich den Golf abgeben.

Ich telefoniere mit Experten und Freunden, recherchiere im Internet, befrage KFZ-Schrauber in der Gegend und entscheide mich dann am

Dienstag, 15.05.

für die Reparatur. Allerdings nicht in der VW-Apotheke, sondern bei einem Betrieb, der sich auf die Sanierung von Automatikgetrieben der VAG spezialisiert hat. Gegen 13:00 Uhr wird mein Auto zum dritten Mal in drei Tagen huckepack genommen und tritt seine Reise nach Eppelheim bei Heidelberg an.

Freitag, 18.05.

Heute muß ich den Mietgolf abgeben. Die Rechnung steht noch aus, dürfte sich aber auf 200,00 EUR belaufen, die mir die Mobilitätsgarantie ersetzt.
Apropos Mobilität; die habe ich nun eingebüßt. Ich laufe bei sengender Hitze die zwei Kilometer zum Alzeyer Bahnhof, löhne 6,20 EUR für die Zugfahrkarte und lasse mich nach Hause fahren.

Samstag bis Montag

bin ich autolos und beschäftige mich wie beschrieben.

Dienstag, 22.05.

Netterweise fährt mich eine Kundin zum Mietwagenservice, wo ich gegen 250,00 EUR Kaution für drei Tage immerhin einen 3er BMW-Kombi erhalte. Mit dem Wagen lege ich bis Freitag (ich verlängere noch einen Tag) 800 Kilometer zurück.

Freitag, 25.05.


Gegen 11:00 Uhr gebe ich den Mietwagen ab (153,01 EUR), fahre mit der Straßenbahn zum Bahnhof (2,50 EUR), mit der Bahn via Ludwigshafen nach Heidelberg (29,00 EUR) und dann mit einem Taxi nach Eppelheim ins Industriegebiet (14,00 EUR). Die Gegend kam mir bekannt vor, feierten wir dort vor Jahren einmal einen lustigen Geburtstag.

Dort erhielt ich mein repariertes Auto wieder, allerdings nur gegen Zahlung von

Das die Heimfahrt dank Pfingststauunfällen an den Rheinbrücken über 4 Stunden dauerte sei nur am Rande erwähnt.

Jedenfalls habe ich jetzt wieder ein fahrtüchtiges Auto. Nachkosten entstehen mir noch nächste Woche in der VAG-Werkstatt, die nach 1000 Kilometern Fahrt eine Getriebeinspektion durchführen muß, damit ich Garantie auf das Austauschgetriebe erhalte.

Alles in allem war das ein sehr teurer Spaß. Ich werde demnächst nur noch laufen, Rad fahren oder mir einen koreanischen Kleinwagen leasen.

 Posted by at 6:47 p.m.
Apr. 292012
 

…immer das Falsche auf?

Beispiel:

Ich brauche die Zugangsdaten. Jedesmal trägt man zu mir brav aus irgendwelchen Ecken Folgendes: antike T-Online-CDs, Handbücher zu DATEX-J, Dokumentation zu MODEM-AT-Befehlen, Installationsschablonen für Splitter und Lieferscheine zu NTBA usw. Ferner Werbeschreiben und nichtsaussagende Auftragsbestätigungen, gerne auch aus dem letzten Jahrtausend.
Eine Rechnung oder gar der Zettel mit den Zugangsdaten hingegen… Ich weilte vor ein paar Wochen einen Kunden, wo wir die Daten nach mehrstündiger Suche aus einem knapp mannshohen Stapel diverser Dokumente und Zeitschriften extrahierten.

nächstes Beispiel:

Ich brauche ein Netzwerkkabel RJ45. Kunde hat sieben Kisten mit Kabeln, Netzteilen und Altgeräten als da wären: postzugelassenes 14,4er MODEM, SCSI-Scanner, ZIP-Laufwerk usw.
Und bei den Kabeln finde ich ALLES; jedes noch so exotische Kabel, jeden noch so seltsamen Adapter in rauhen Mengen. Nur eben kein einziges Netzwerkkabel oder gar einen Stromstecker.

Das beschränkt sich interessanterweise aber nicht auf Obengenanntes. Wenn ich mal einen Schraubendreher brauche, sucht mir der Kunde 7 verschiedene Schraubendreher aus, die alle nicht in der Lage sind, die Schraube zu drehen. Oder wenn ich Schrauben/Nägel/Dübel brauche. In den gebrachten Bergen von Schrauben, Nägeln und Dübeln finde ich nahezu jede Sorte von Schrauben, Nägeln und Dübeln, die die Menschheit je ersonnen hat…, bis auf diejenige, die ich dringend benötige.

Gut, letzteres passiert mir privat auch ständig.

Es gibt einfach zuviel und wir können Wichtiges nicht mehr von Unwichtigen trennen. Also werde ich künftig agprogressiv vorgehen und vor Ort eine Zu-Entsorgenkiste befüllen und wichtige Daten beim Kunden auf dessen Rechner speichern und eine kleine Hallo-Wichtig-Kiste überantworten.

 Posted by at 7:57 a.m.
Apr. 182012
 

Komme gerade aus dem Kino. Dort schauten wir uns „Iron Sky“ an. Der Film hat das Potential zum Kultfilm und ich werde mir ihn sicher auf Schnickschnackscheibe holen. Immer wieder wohltuend, einen Nicht-Hollywoodfilm zu sehen.
Das Kino in Mainz wird aber immer mieser. Sitze, sanitäre Anlagen usw. bedürfen einer dringenden Überholung. Dafür 7,50 EUR zu blechen, ist gelinde gesagt, eine Frechheit.

 Posted by at 8:03 p.m.
März 282012
 

Letzte Woche hatte ich in Leipzig in Sachsen zu tun. Ich machte Zwischenstation in Haneu. Das ist nicht etwa flashc geschrieben, sondern die gängige Abkürzung für ein scheußliches Riesenplattenbaugebiet Halle-Neustadt.
Dort haustwohnt eine junge Verwandte, der ich einen Tisch und drei Stühle vorbeibrachte, die ich übrig hatte.
Abgesehen von der schieren Größe der Wohnung beeindruckte mich der Mietpreis. Man kann dort eine Zweizimmerwohnung mit Balkon (60 qm) für 350 EUR /Monat mieten. Warmmiete selbstverständlich…

Nach der Möbellieferung, HALT!, ich muß noch von der Fahrt berichten!

Ich hatte an diesem Tag einen Banktermin, der kurz nach 15:00 Uhr zu Ende war. Dann begab ich mich auf die Reise nach Halle/Saale via A5/A7 und A38.
Die Fahrt verlief zunächst langweilig. Die Strecke war frei, das Wetter schön, doch waren die Autobahnen wohlgefüllt und voller Laster. Man kam recht gut vorwärts, aber schnelles Fahren war Fehlanzeige. Das änderte sich 50 Kilometer nach dem Abzweig Drammetal. Jetzt war die A38 leer und man konnte endlich einmal das Auto ausfahren.
Genau das hatte ein Skoda Oktavia RS in candy-weiß vor, der mich mit Lichthupe auf die rechte Spur nötigte. Damit war mein sportlicher Ehrgeiz geweckt. Mein alter Skoda ist schließlich alles andere als untermotorisiert und ich hatte das Geschleiche auch satt. Also heftete ich mich an die Fersen des jüngeren und kleineren Kollegen. Mehr als 100 Kilometer fuhr ich dem Oktavia mit quasi Maximalgeschwindigkeit hinterher. Letzlich hatte ich beinahe einen Krampf im rechten Bein. Der Oktavia-Fahrer machte kompromißlos Tempo und bewegte seinen Wagen offensichtlich mit Vollgas-Anschlag. Meine Tachonadel sank selten unter die 230er-Marke und manchmal stieg sogar die Kühlwassertemperatur über 90 Grad. Aber mein Motor schnurrte und dachte gar nicht daran, sich vom jungen Kollegen abhängen zu lassen. Wir fuhren also gemeinsam völlig vorschriftsmäßig, aber eben in freigegebenen Bereichen, derer es auf der BAB 38 viele gibt, was die Maschine lieferte. Die Gesichter der zahlreich überholten Fahrer von 5er BMWs, Mercedes E-Klassen, Phaetons und diverser Diesel-A6 sprach Bände. Seit wann fuhren die Tschechenautos den Platzhirschen _deutlich_ davon?

Die RasereiFahrt machte uns einen Riesenspaß. Ca. 25 Kilometer vor Halle ließ mich der RS-Fahrer überholen und auch ich machte unserem Gespann sicher keine Schande.

Am Abzweig Halle, wo ich die Autobahn verlassen mußte, fuhren wir eine Weile parallel und winkten uns dabei oft fröhlich zu – Das war mal eine schöne Fahrt!

Allerdings auch teuer erkauft. Ich benötigte für die Strecke von 410 Kilometern zwar nur 2:55 Stunden , aber auch beinahe meinen gesamten Tankinhalt… Doch egal, wer weiß, wie lange man solche rasanten Fahrten noch machen darf.

Doch zurück zum Möbelliefern. Natürlich nutze ich die Möglichkeit, mit meiner lieben Verwandten noch Essen zu gehen. Dazu fuhren wir in die, mittlerweile wirklich sehenswerte, Innenstadt von Halle/Saale.

Und was mußte ich dort sehen? Da kommt sowieso keiner drauf, es war eine Demonstration zum kurdischen Neujahr. Mehr als 100 Kopftuchfrauen, Kinder und schnauzbärtige Männer liefen zu eigenartiger Musik am Denkmal Händels vorbei.

Unbeachtet dieser Seltsamkeit gingen wir ins Diebels am Händelhaus, wo eine grausam gepiercte, mittelalte Frau eine überraschenderweise gutschmeckende Erdbeer-Bier-Bowle kredenzte. Ein feistes Schnitzel gab es auch noch.

Dann fuhr ich am späten Abend noch nach Leipzig, wo ich in der Nähe der größten Schwulensauna Deutschlands Nachtquartier bezog.

In Leipzig hatte ich nur wenig Freizeit, versäumte aber nicht, mir die neuen Passagen und das Einkaufsviertel im Bahnhof anzusehen.

Nach zwei Tagen Arbeit in Leipzig fuhr ich am Freitag zurück. In der Gegenrichtung waren mehr als 20 Kilometer Stau, ich kam ohne jedwede Wartezeit und unter dreieinhalb Stunden Fahrtzeit zu Hause an.

 Posted by at 9:37 p.m.
März 052012
 

…zu erwähnen, daß ich gestern auf den 9. Jahrestag meines Nichtraucherdaseins zurückblicken konnte. Ja, es war am 03.03.2003, daß ich auf einem Geburtstag war und mir beim gierigen Häppchenschlingen recht unglücklich einen Zahnstocher in den Kiefer spießte. Am Folgetag merkte ich regelrecht, wie meine Backe mit jedem Zigarettenzug dicker anfühlte. Auch der Zahnarzt untersagte mir das Rauchen aufs Strengste.
Also fügte ich mich in mein Los und rauchte nicht mehr. Eine Woche am Stück – kein Problem. Usw. usf., mittlerweile sind also 9 Jahre ins Land gegangen.

 Posted by at 3:21 p.m.
Feb. 212012
 

Vorletzten Sonntag schaute ich die letzten Minuten der 20:15-Tagesschau der ARD. Im letzten Beitrag ging es um den Tod einer bekannten Sängerin. Zum Schluß sagte die Moderatorin wörtlich Folgendes:

Doch die meisten Zuschauer werden Whitney Houston wegen ihrer Rolle im Film „Bodyguard“ erinnern.

Ich hätte aufschreien können vor Schmerzen (oder Wut). Merkt denn keiner außer mir diese traurige Verödung der Sprache? Denn da steckt ursprünglich ein unsauber übersetztes „I remember that.“ dahinter. Doch „macht“ das Sinn? „Nicht wirklich!“

 Posted by at 11:02 p.m.
Jan. 172012
 

Hmm, ich habe momentan wenig Zeit und Muse um zu bloggen, dabei habe ich Themen ohne Ende. Sei es das Auto, welches heute vor mir fuhr, und an dessen Heckscheibe prangte: „Cedric Joel an Bord“, seien es diverse Gedanken zur Tagespolitik oder ein Bericht, wie ein 0,59-EUR-Teil mein Auto lahmlegte…
Doch heute sei nur wieder einmal auf die Seite der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft hingewiesen. Diese Körperschaft des Öffentlichen Rechts ist so durch und durch verbehördet, daß sie auch im Internet Feierabend macht.
Wer so etwas nicht glaubt, der rufe am Abend einmal den Login auf www.vbg.de auf, um mir dann zu glauben.

 Posted by at 9:20 p.m.