Nov. 262011
 

Heute Nachmittag weilte ich in der Innenstadt und wollte nach 55 Minuten aus dem Karstadt-Parkhaus ausfahren. Seit Wochen schon akzeptieren die Automaten keine Karten. 2 EUR sollte ich zahlen, hatte aber nur 1,50 EUR in Muenzen. Also steckte ich einen 5-Euro-Schein in den Geldeingabeschlitz. Positionieren-Scannen-Ausspucken. *seufz* Ich drehe den Schein um. Positionieren-Scannen-Ausspucken. Aus allen vier denkbaren Richtungen mag der Automat meinen Schein nicht. Dasselbe Spielchen mit einem 10-Euro-Schein. Positionieren-Scannen-Ausspucken.
Ich breche den Bezahlvorgang ab, weil sich hinter mir schon eine Schlange bildet. Wenige Meter entfernt ist ein weiterer Automat. Ich schiebe das Parkticket ein – 2 EUR bitte – ich schiebe den 5-EUR-Schein ein – Positionieren-Scannen-Ausspucken. In allen vioer Richtungen. Das gleiche mit zwei weiteren Geldscheinen ? 10 EUR. Ich fluche, breche ab und gehe an den dritten Automaten im 2 Stock.
Dort schiebe ich das Parkticket ein – 4 EUR, da nun bereits 1 Stunde und 1 Minute vergangen sind.
Ich hole mein Pumpgun aus dem Kofferraum und versuche mich, an die Handlung des Films Falling Down zu erinnern…
Spasseshalber probiere ich mit Geldscheinen zu zahlen, aber das gelingt mir auch an diesm Geraet nicht. Ich druecke den Serviceknopf und ein freundlicher junger Mann bittet mich, in den dritten Stock des Kaufhauses an die Zentralkasse zu gehen. Nun ist das Parkhaus ein Fuchsbau und ich laufe mehrfach treppauf und treppab und im Geschaeft zickzack, um Rolltreppen zu finden, die mich nach oben bringen.
Schliesslich stehe ich vor der Zentralkasse und erklaere einem PISA-Kind mein Anliegen. Gluecklicherweise erbarmt sich meiner eine erfahrene Kassiererin. Diese holt recht schnell den zustaendigen Mitarbeiter und keine 20 Minuten nach Ausfahrtwunsch erhalte ich gegen 2 EUR ein Ausfahrticket. Na also, geht doch!
Ich gehe stolz und mit frisch erworbener Ortskenntnis dennoch 2x falsch in Auf- und Abgaenge, bis ich mein Auto erreiche und beende dieses spannende Kapitel neuzeitlicher Segnungen.

 Posted by at 7:53 p.m.
Nov. 152011
 

… und gejammert wird, an dieser Stelle etwas Positives!
Nachdem meine Krankenkasse letztes Jahr die Monatsbeitraege um 89,87 EUR erhoeht hat (und auch noch die Praemienzahlung ersatzlos gestrichen hat), wendet sich nun wieder alles zum Besseren.
Naechstes Jahr zahle ich naemlich nur noch einen um 2,56 EUR reduzierten Betrag.

 Posted by at 11:10 a.m.
Nov. 112011
 

Heute ist Sankt Martin. Folgerichtig bereitet meine Mutter eine Martinsgans zu. Diese Gans wurde von ihr in einem Gaensehof abgeholt. Also ein Bauernhof, auf dem seit Jahren hunderte, ach tausende Gaense ausschluepften, aufwuchsen und im November bzw. Dezember ihrer leckeren Bestimmung zugefuehrt wurden und werden.
Und was steht auf der Verpackung?

Frisch vom Bauernhof – Ganz – 4,2 kg.

 Posted by at 9:33 a.m.
Okt. 312011
 

…sich speziell f?r mich Probleme ausdenkt. Hatte ich erst kuerzlich Probleme mit Lieferungen und Postversand, so scheitert es nun schon wieder. Aber der Reihe nach:
– Ich bestellte am 14.10.2011 in Oesterreich einen Receiver und Lautsprecher (Lagerware) und zahlte am selben Tag per Vorkasse.
– Am 15.10.2011 erhalte ich die Bestaetigung, dass das Geld eingegangen ist.
– Da am 26.10.2011 immer noch keine Lieferung erfolgte, rufe ich beim Haendler (Kosten) an – vergebens, denn da ist Nationalfeiertag.
– Am 27.10.2011 klaert sich, da? irgendwas schief lief und man sendet die Ware.
– Vorhin kam der Paketdienst mit … einem Paket (Lautsprecher); meine Recherchen ergeben Folgendes:
Pakete
GLS-Schein 1
Pakete
GLS-Schein 2
Zwei Pakete am selben Tag zur selben Zeit aufgegeben und abgeholt… und eins wird geliefert und eins ist … unterwegs.

 Posted by at 3:20 p.m.
Sep. 272011
 

…die Fa. Reckit Benckiser, deren Produkt Calgonit auf deutsch
Spezial Salz
heißt.
Doch über Spezial Salz, Kinder Schuhe, Milch Schokolade usw. will ich mir hier garnicht (oder gar nicht) aufregen, obwohl ich das prima könnte; viel witziger ist, daß unter dem Spezial Salz das ganze noch einmal auf englisch steht.
specialsalt
Und siehe, hier, wo man special salt sogar hätte schreiben müssen, wird es zusammengeschrieben (oder zusammen geschrieben).
Mir kann keiner erzählen, daß so etwas gewollt ist. Wer verantwortet eigentlich so einen Mist?
Salz

 Posted by at 9:39 p.m.
Sep. 272011
 

Googlefigth ist ein alter Hut. Man gibt zwei konkurriende Begriffe ein und Googlefight präsentiert nach nerviger Animation das Kampfergebnis.
Früher benutzte ich das manchmal als „lustige“ Rechtschreibkontrolle. Doch dank der vielen PISA-Kinder im Netz kann man das mittlerweile auch vergessen. Dennoch fand ich folgenden Googlefight interessant, vor allem auch wegen der Grafik.
Googlefight
Und weil es so gut paßt, noch ein Googlefight, der am Todestag vom Oberterroristen entstand.
Googlefight

 Posted by at 8:27 p.m.
Sep. 252011
 

… ist mittlerweile undenkbar. Bei meinen letzten Installationen hatte ich ausnahmslos Ärger, Probleme, Defekte, renitenten Kundendienst, Fehllieferungen usw. Hey, das bin ich nicht gewohnt, das ist unprofessionell! Woran liegt das? An der schlechten Bezahlung, am sinkenden Bildungsniveau, an immer mehr Billigkram aus Südostasien, an immer höherer Komplexität, am Verfall der Sitten? Sicherlich ein Mix aus allem. An dieser Stelle gebe ich zwei Beispiele, wie einem die Arbeit vermiest werden kann.
1. Beispiel
Eine Wiesbadener Familie wünschte sich eine kleine Heimkinoanlage für ca. 1.500 EUR. Ich kaufe also einen Fernseher, ein Bluray-Abspielgerät, einen Receiver, Lautsprecher, Kabellage, Switch, PLAN-Technik (um Internet vom Arbeitszimmer in das Wohnzimmer zu führen).
Hier fing der Ärger schon an. Auf den Bluray-Player mußte ich zwei Wochen warten, die HDMI-Kabel brauchten fast einen Monat, bis sie eintrudelten.
Genauer gesagt trafen die Kabel einen Tag vor dem Installationstermin ein, den ich glücklicherweise sehr weit nach hinten geschoben hatte.
Vorletzte Woche installierte ich die gesamte Technik. Ergebnis:
Der Fernsehton kam nicht auf den Receiver, das Internet kam nicht durchs PLAN, der Bluray-Player zickte und mir lief die Zeit weg.
Ich ließ also ein unzufriedenes Ehepaar zurück, das nun eine Woche (ich verreiste am Folgetag an die Ostsee) mit halbfertiger Technik zurechtkommen mußten. So etwas ist mit meiner Ehre schlecht vereinbar.
Diese Woche nun hatten wir einen Folgetermin. Dank anderer Adapter funktionierte nun das Internet im Fernsehschrank. Bei der Fehlerdiagnose Bluray-Player fiel mir dann auf, daß beide HDMI-Kabel schlampig verarbeitet waren und Wackelkontakte im Stecker hatten und dadurch die Bild-Ton-Kette gestört war.
Glücklicherweise hatte ich noch ein hochwertiges Kabel dabei, das zweite kaufte ich in der Hifi-Apotheke um die Ecke (0,75 Meter zu 20 EUR *ächz*) und voilà!, auf einmal ging alles problemlos. Nur der Fernsehton kam immer noch nicht im Receiver an. Gewitzt schaute ich mir auch hier das Kabel an und tatsächlich war auch hier an den Kontakten eine kalte Lötstelle. Also tauschte ich auch dieses Kabel aus und endlich funktionierte alles so wie es sollte.
Das alles ging relativ schnell, so daß ich ausreichend Zeit und Muse hatte, Bild und Ton anständig einzustellen und den stolzen Neuheimkinobürgern alles ausführlich erläutern konnte.
Wer denkt, daß dieses Kapitel abgeschlossen ist, der irrt. Denn vorhin kam ein Anruf, daß das HD-Fernsehen schon wieder verschwunden sei. Eine Internetrecherche brachte hervor, daß die Firmware des Fernsehapparats buggy ist. Nun kann ich also nochmal nach Wiesbaden fahren und dem Fernseher ein Firmwareupdate verpassen, welches dafür sorgt, daß umgruppierte Sender wirklich dauerhaft gespeichert werden.
2. Beispiel
Ein Geschäftskunde wollte Telefon und Internet in drei neue Büroräume verlegt haben.
Zum Installationstermin der Telekom war ich anwesend. Ich installierte und programmierte alle notwendige Technik und dachte, damit wäre mein Part erledigt. Das Telekomschreiben sagte aus, daß keine Installation vor Ort nötig sei und man bis 19:00 Uhr den Anschluß geschaltet haben würde.
Doch auch am nächsten Tag blieb die NTBA-Lampe dunkel und die DSL-Lampe des Routers rot. Kein Telefon, kein Internet im Bürohaus und ich mittlerweile an der Ostsee. Schon wieder ein Angriff auf meine Technikerehre.
Sobald ich wieder zurück war, schaute ich mir das Desaster an. Zuerst mußte ich feststellen, daß die Telekom den Auftrag faslch ausgeführt hatte. So wurde nicht der gewünschte ISDN-Anschluß geschaltet, sondern ein VoIP-Anschluß. Prima, damit war schon einmal geklärt, warum das Telefon stumm blieb.
Das fehlende Internet konnte ich mir durch die eigenwillige Verkabelung im Haus erklären. Messungen der Telekom ergaben ein widersprüchliches Bild, so daß sich am Folgetag ein Telekom-Techniker anmeldete. Immerhin klappte der schnelle Termin prima.
Auch der Telekom-Techniker war glücklicherweise einer von der kompetenten Sorte und darüber hinaus sogar freundlich und höflich. Das lindert doch schon einmal die Not.
Der Techniker und ich brauchten eine gute Stunde, um den Anschluß ans Laufen zu bringen. Zunächst wurde die vorhandene Ringleitung in einen Strang umgewandelt, dann mußte am Hausverteiler die Leiste gewechselt werden und schlußendlich auch noch im Straßenverteiler etwas an der Baugruppe geschraubt werden. Von wegen „keine Installation vor Ort nötig.“
Diese beiden Beispiele sollen erst einmal reichen, ich hätte aber zig weitere.
Störungen im Ablauf sind ab und zu völlig normal und die Würze des eintönigen Arbeitslebens, wenn aber mittlerweile bei JEDEM Auftrag etwas schief geht und alles außerhalb meines Machtbereiches, dann ist wohl doch Irgendetwas im Argen. Schauen wir mal, wie sich das Alles weiterentwickelt.

 Posted by at 9:21 a.m.
Aug. 292011
 

Schön öfters habe ich im Blog über Paketprobleme berichtet. Hier mal wieder ein besonderer Leckerbissen:
– 16.05.2011: ich schicke ein Paket mit einem per eBay versteigerten DVD-Rekorder im Wert von 175 EUR nach Norddeutschland
– am 29.05.2011 meldet sich die Dame, die das Gerät ersteigert hat und fragt, wann ich den Rekorder losschicke, da er noch nicht eingetroffen ist
– ich stelle sofort einen Nachforschungsauftrag. DHL verkündet lapidar, daß am 17.05.2011 das Paket ausgeliefert wurde. Dennoch hat die Dame es aber nicht erhalten.
– 01.06.2011: nach mehreren Anrufen kenne ich Frau Christiane L.,die verhinderte Empfängerin, schon recht gut. Es kristallisiert sich heraus:
Der Postbote klingelte im großen Mehrfamilienhaus. Frau L. ist nicht da. Der Postbote legt das Paket bei Frau L. Parterre vor die Tür und läßt sich von Frau G. im Obergeschoß eine Unterschrift geben. Wahrscheinlich hat das Paket in Parterre also ein Zeitgenosse mitgehen heißen.
Abgesehen davon ist Frau G. 92 Jahre alt, ist fast blind, kann kaum noch laufen und das Gedächtnis ist auch nicht mehr das Beste. Solchen Menschen luchse ich als Postbote keine Unterschrift mehr ab.
– 16.06.2011: nach diversen Anrufen, Schreiben, Einschreiben von Frau L. und mir schreibt DHL endlich einen Brief: „Frau G. hat das Paket angenommen. Viele Grüße…“
Ich erspare und einmal weitere Details. Jedenfalls ist die Erstattung des Schaden am 25.08.2011 auf Frau Ls. Konto eingetrudelt. Nicht ohne zuvor nach meiner Bankverbindung zu fragen.
Schon ein Trauerspiel, wie man hier als Kunde behandelt und gegängelt wird.
Und hätte ich nicht so viel eBay-Bewertungen, wer weiß, was mir noch passiert wäre.

 Posted by at 6:14 p.m.
Juni 272011
 

… gönnen sich in trauter Einigkeit die über 600 Abgeordneten des Bundestages eine kleine Erhöhung der Diäten. Nur schlappe 584 EUR mehr im Monat wird es in den folgenden zwei Jahren für die Spitzenpolitiker unseres Landes geben.
584 EUR, wohlgemerkt pro Monat, man schaue dazu mal unten im Artikel zum ALG II die Regelsätze an, die kürzlich ja um satte 5 EUR oder so erhöht wurden.
Man unterstelle mir keinen Neid, von mir aus können fähige Politiker sogar das Dreifache des jetzigen Salärs bekommen. Nur sehe ich momentan nur zweite oder treffender dritte Garnitur im Parlament herumirren. Und für die ist jeder Pfennig bzw. Cent zuviel.

 Posted by at 10:50 p.m.