Juni 272011
 

Jedes Jahr zum Sommeranfang und zum Totensonntag trifft sich meine Familie väterlicherseits im „schönsten Teil“ Sachsen-Anhalts zu einem Familientreffen. Dort sind wir immer so um die 20 Leute, die gut zu Mittag essen, Kaffee trinken und auch beim abendlichen Grill kräftig zulangen.
Im Studium mußte ich manchen Termin vernachlässigen, doch nun werde ich, so weit es geht, jeden Termin wahrnehmen. Denn was ist im Leben am wichtigsten? Richtig Frühstückdie Familie!
Also fuhr ich am Samstagmorgen die 453 Kilometer Richtung Halle/Bitterfeld.
Bevor die Grünen oder die Ölkonzerne oder alle zusammen mir das Fahren endgültig vermiesen, wollte ich es noch einmal wissen und trieb meinen Wagen mit Bleifuß gen Ziel. Hier die Meßwerte des Bordrechners:
– Stundenmittel: 151 km/h
– Durchschnittsverbrauch: 13,8 l/100 km
– Fahrzeit:2:57 Minuten
Also bin ich eher tief geflogen als schnell gefahren. Ich versichere, daß ich mich immer an die erlaubten Geschwindigkeiten hielt. Glücklicherweise ist in den Ferien am Samstagmorgen noch nicht viel Verkehr und die BAB 38 (noch) fast durchgängig dem freien Bürger gewidmet.
Jedenfalls war in Halle/Saale mein Tank recht leer und ich mußte tanken und wusch bei der Gelegenheit auch gleich das insektenübersäte Auto.
Über das Familientreffen berichte ich hier an dieser Stelle nichts, denn das ist ein Familientreffen, es ist schön und geht Fremde nix an.
Am Sonntag trat ich 12:00 Uhr die Heimreise an:
– Stundenmittel: 107 km/h
– Durchschnittsverbrauch: 9,4 l/100 km
– Fahrzeit: 4:17 Minuten
Ok, es war Stau, es war Urlaubsverkehr und es war auch irgendeine Radsporteranstaltung bei den Sachsen-Anhaltinern. So kam mir gegen 12:15 Uhr ein Pulk von locker 4.000 Radfahrern der MZ-Tour entgegen, den ich nur im Schritttempo auf der Gegenspur passieren konnte. Dafür ist der Tank noch über viertelvoll.
Radler

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Mai 272011
 

…hat das Bildungsministerium Mist gebaut und den dann auch noch kaputtkorrigiert. Laut SpOn hat man also verquaste Matheaufgaben gestellt und den daraus resultierenden miesen Notendurchschnitt dann einfach um 20% verbessert. Wie doof ist das denn? Achja, selbstverständlich ist das böse Zentralabitur daran Schuld. tsk

 Posted by at 4:06 p.m.
Mai 162011
 

Im Nachbarkaff bewundere ich schon seit Wochen einige blöd aufgestellten Verkehrsschilder. Die Fotos sind nicht so gelungen, daher gibt es dazu eine Skizze.
Man fährt also in einem Ort erlaubte 50 km/h. Keine 50 Meter _vor_ dem Ortsausgangsschild wurde ein Schild fehlplaziert, welches nochmals Tempo 50 fordert, offenbar auf Grund Bauarbeiten auf der linken Seite ortsauswärts.
Nun hebt ja, soweit ich mich an meine Fahrschulzeiten erinnere, ein Ortsausgangsschild Tempobeschränkungen, die im Ort erteilt wurden, auf. Insofern ist das erste 50-Schild für die Miez. Noch besser wird es oben vor dem Kreisverkehr. Dort steht ein Schild, daß alle Geschwindigkeitsbeschränkungen aufhebt und keine 10 Meter weiter ist ein 70-Schild.
Nur gibt es eben keine Beschränkung. Abgesehen davon bremst man ob des unübersichtlichen Kreisverkehrs sowieso schon auf 40 oder so ab.
In der Gegenrichtung ist nur zu bemerken, daß im Abstand von nicht einmal 10 Metern 2x ein Tempo 50 Schild steht.
Hier nun Skizze und (schlechte) Fotos:
Skizze
Foto
Foto

 Posted by at 3:50 p.m.
Mai 092011
 

Im Januar 2011 kaufte ich für einen Kunden an der Ostsee ein System 6 der Berliner Fa. Teufel. Die Lieferung erfolgte durch eine Spedition und klappte reibungslos.
Zwei Wochen später ging der Baßlautsprecher kaputt. Der angerufene Kundendienstler ließ sich von meinem Kunden zwar eine Fehlerbeschreibung geben, verhielt sich aber ansonsten anmaßend, aufbrausend und genervt. Dadurch verunsichert wartete mein Kunde geduldig, bis ich, nunmehr Ende April, mir bei ihm den Schaden besah. Klarer Fall, der Subwoofer ging nicht. Also vereinbarten wir einen Abholtermin via Spedition und verpackten den Lautsprecher in seinen Auslieferungskarton. Für die lange Zeit ohne Baß gab ich dem Kunden ein Trostpflaster.
Den Dienstag nach Ostern kam tatsächlich ein LKW vorbei. Doch als der Fahrer bemerkte, daß der Lautsprecher nicht in Plastikbahnen eingewickelt auf einer Europalette stand, fuhr er einfach wieder weg.
Ich wollte das erst gar nicht glauben, aber egal, ein neuer Abholtermin wurde vereinbart und am Freitag nach Ostern nahm eine Spedition den Lautsprecher mit. Teufel versprach, den Defekt binnen 10 Tagen zu beheben oder ansonsten ein Austauschgerät zu senden.
Heute Morgen rief mich eine Mainzer Spedition an und fragte mich, wann ich die Elektronikpalette geliefert haben möchte.
Ich brauchte ein paar Sekunden, bis ich begriff, daß die Fa. Teufel den reparierten/ausgetauschten Subwoofer zu mir geschickt hatte?
Wie doof ist das denn? Kann denn nicht einmal was klappen? Was ist daran so schwer, ein defektes Teil, das an die Ostsee geliefert wurde und von der Ostsee nach Berlin zur Reparatur geschickt wurde, wieder an die Ostsee hochzuschicken? Herr, laß Hirn vom Himmel regnen!

 Posted by at 7:37 p.m.
März 302011
 

Nein, ich meine nicht die BLOED-Zeitung, ich meine ganz allgemein, daß es mit der Volksverblödung vorangeht.
Wie sonst kann man erklären, daß wir es uns als das (ehemalige) Volk der Dichter und Denker gefallen bzw. vorschreiben lassen, was allzu banal und selbstverständlich ist?
Das ganze schwappte aus dem Amiland rüber. Zuerst waren es Erdnußpackungen, auf denen stand, daß in ihnen Erdnüsse vorhanden sind. Da haben wir noch gelacht. Die nicht in der Mikrowelle zu trocknende Katze mag sogar eine UL sein.
Doch dann nahm die Verdummungs- und Verklavungsmaschinerie langsam Fahrt auf.
Zuerst nervte sie in den 1990er Jahren mit dem leidigen Hinweis auf „Arzt und Apotheker“, die man zu Risiken und Nebenwirkungen konsultieren mußte. Die gebetsmühlenartigen Wiederholungen dieses öden und überflüssigen Spruchs, den irgendwelche Gutmenschen oktroyierten, war einer der Gründe, warum ich heute kein Fernsehen mehr schaue.
Doch immer weiter ging es, neben mutmaßlichen Tätern, rechtsextremen NPDs und neuerdings Familienvätern verkam nicht nur die Sprache zu einem schwurbeligen Brei, sondern die Perfidität des Dummen feierte neue Erfolge. Nicht nur bei den Aufdrucken auf den Zigarettenschachteln, dort mag sogar etwas Moral und Hoffnung dahintergestanden haben. Doch spätestens mit „Bier bewußt genießen“, was man auf den heutigen Bierflaschen ebenso flächendeckend und nutzlos findet wie den Grünen Punkt, war es mit dieser Moral vorbei.
Und es geht noch zu toppen. So werden jetzt bei der Lottoreklame auch immer die 1 zu 140 Millionen Gewinnchancen genannt und davor gewarnt, daß Glücksspiel süchtig machen kann.
Ein normaler Mensch weiß das auch so und derjenige, an den diese Warnung gerichtet wird, ignoriert sie doch sowieso, es ist echt zum Wimmern.
Aber seit Kurzem gibt es einen neuen Angriff auf meine Nerven.
Ich kaufe seit Jahren immer das gleiche Brot beim Bäcker, ein kleines Roggenbrot. Das schmeckt mir, ist meist ausgebacken und ist entsprechend lange haltbar.
Vor ein paar Wochen ging es dann los. Ich wollte mir, wie immer, das Brot schneiden lassen, denn ich friere die Scheiben ein.
Da fragt doch die Verkäuferin im „Arzt-oder Apothekerton“: „Wenn ich das Brot schneide, ist es kein Bio mehr.“
Und tatsächlich, wenn man sich ein Biobrot (und ich wußte bis zu dem Zeitpunkt nicht einmal, daß es ein Biobrot war, da ich mir auch absolut egal ist) kauft und es schneiden läßt, _müssen_ die Verkäuferinnen darauf hinweisen, daß es durch das Schneiden in der Maschine, in der schrecklicherweise vorher Nichtbiobrot geschnitten worden sein könnte, zu Kontaminierungen mit Nichtbiobrot kommen könnte und damit das Biobrot seinen Status als Biobrot verliert und zum ordinären Brot mutiert. Freilich nicht, was den Preis angeht.
Um so einen Dreck kümmert man sich also, so wird man wieder ein Stück mehr verblödet und entmündigt.
Ich jedenfalls kaufe ab nun bewußt _kein_ Biobrot mehr, damit ich den doofen Spruch „Wenn ich’s schneide, ist’s kein Bio mehr.“ nicht mehr hören brauche.

 Posted by at 3:16 p.m.
März 182011
 

Aus München erhielt ich gestern Abend einen Anruf von einem Umfrageinstitut. Ein Mädel mit sehr angenehmer Stimme stellte mir diverse Fragen, bunt durch den Gemüsegarten, Alter, Bildung, Vermögensverhältnisse usw. usf. Doch dann kam es:

Sie: „Wenn nächsten Sonntag Landtagswahlen in Ihrem Bundesland wären, wen würden Sie dann wählen?“
Ich: „…Hey Moment mal, nächstes Wochenende SIND Landtagswahlen in meinem Bundesland!“
Sie: „Echt jetzt? Gnihihi. Also wen wählen Sie dann nächste Woche?“
Ich: „Ich habe schon gewählt.“
Sie: „?!?“
Ich: „Briefwahl?“
Sie: „“
Ich: „Man kann sich die Wahlzettel im Voraus per Brief schicken lassen und dann zu Hause wählen und dann per Brief zurückschicken. Das nennt man dann Briefwahl und ich habe genau eine solche Briefwahl getätigt.“
Sie: „Ach das! Ja und, wen haben Sie denn gewählt? SPD, CDU, FDP, Grüne, Linke, Republikaner oder NPD?“
Ich: „Da fehlen aber noch ein paar Parteien, die Piratenpartei zum Beispiel.“
Sie: „Gut, die schreibe ich noch dazu. Und wen haben Sie nun gewählt?“
Ich: „Tut mir leid, aber das kann ich Ihnen nicht sagen, denn die ursprüngliche Frage war fiktiver Natur, meine Antwort hingegen wäre ja konkreter Natur.“
Sie (pfiffig): „Nächste Frage…“

Dann kamen noch ein paar Atomausstiegsfragen, wo keine Stolpersteine mehr lauerten. Aber am Schluß verwirrte ich die Ärmste noch einmal, denn auf die Frage, wie viele Telefonnummern in meinem Festnetzanschluß enthalten seien, antwortete ich wahrheitsgemäß mit „10“. Das war ihr dann zuviel.

 Posted by at 1:31 a.m.
März 092011
 

…hinter mir eine junge Frau mit ihrem Dreikäsehoch. Dieser turnte eifrig überall herum, griff sich irgendwelche Waren und ließ sie irgendwo wieder fallen, spielte unter dem Warenkorb und hinter dem Zeitschriftenregal Verstecken mit seiner Mutter und ließ sich durch die Erziehungsbemühungen seiner Mama aber auch sowas von überhaupt nicht beeindrucken.
Klar, denn auf Aufforderungen wie „Jay-Colin, bitte komm‘ zur Mama!“, „Jay-Colin, bitte komme unter dem Wagen hervor.“, „“Jaychen(sic!), nicht den Schlüssel fallen lassen.“ usw. kann man naturgemäß nicht reagieren. Selbst dann nicht, wenn man Jay-Colin heißt.

 Posted by at 10:48 a.m.
Feb. 162011
 

Alleine aus beruflichen Gründen, schließlich schule ich auch zu diesem Thema, bin ich bei dem einen oder anderem sozialen Netz mehr oder weniger aktiv. Nun startete ich vorhin bei yasni.de eine Suche nach meinem Namen und siehe! ich war auch bei Mr Wong als Nutzer gelistet. Tatsächlich war ich mir dessen nicht (mehr?) bewußt. Aber ein Login mit den 0815-Standarddaten ergab tatsächlich, daß ich mich irgendwann einmal dort angemeldet hatte. Und ich hatte sogar mehrere Kontakte oder wie das dort heißt. Ehrlicherweise weiß ich gar nicht, was Mr Wong ist. Und noch ehrlicher: ich will es auch gar nicht wissen. Jedenfalls habe ich es relativ schnell und problemlos geschafft mich dort abzumelden.
Ansonsten ist nichts Neues bei der Namenssuche im Netz zu finden. So gibt es endlos viele Linksammler, meiner Meinung nach ist das schlimer als SPAM.
Dann meine Namensvettern in Darmstadt (erfolgreicher und beliebter Kinderpsychologe) und Wetzlar (linkslastiger Antiquar, den ich schon einmal persönlich aufsuchte). Neu dazu kam ein Namensvetter, dessen Dossier Geld kostet, der also sicher nur im Netz existiert.
Und obwohl ich seit vielen Jahren bei stayfriends Mitglied bin, finden die nur einen Joachim M., der 1976 in Wuppertal die Hauptschule abschloß.
Und dann gibt es natürlich die endlosen Diskussionsfäden aus dem alten Usenet, zudem ich locker mehr als 1.000 Beiträge zusteuerte.
Eine Perle der Yasni-Suche möchte ich den Bloglesern zum Schluß aber nicht vorenthalten.
Diese Powerpointpräsentation enthält auch meinen Namen. Viel Mut beim Betrachten.

 Posted by at 9:07 a.m.