Wer ist wie ich ein Freund des einzig noch taugenden Radiosenders im Lande?
Nun gut, gegen die BBC kann er journalistisch nicht anstinken. Nein, auch nicht mit den öden neumodischen Tonschnipseln (siehe Link).
Jedenfalls lausche ich im Auto, es war am 27.02.2006 und die Wellen der Vogelgrippemeldungsflut wogten höher denn je; an diesem Montag nun höre ich auf der Fahrt nach Leipzig die Vormittagssendung „Journal am Vormittag“. Dort reden repräsentative Personen verschiedener politischer Couleur mit anrufenden Hörern über ein aktuelles Thema.
Thema und Studiogäste waren an diesem Montag (vom DLF übernommen)
„Noch ist es eine Tierseuche! Die Vogelgrippe auf dem Vormarsch“
Studiogäste:
Friedrich Wilhelm Gräfe zu Baringdorf
B’90/Die Grünen-MdEP, stv. Vorsitzender im Agrarauschuss des Europa-Parlaments
Hans Michael Goldmann
FDP-MdB, Mitglied im Agrarausschuss des Bundestages und Tierarzt
Wilhelm Priesmeier
SPD-MdB, stv. Sprecher der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ELV) und Tierschutzbeauftragter
Klaus Remme, der Redakteur und Moderator dieser Sendung traf an diesem Tage auf seinen Meister.
Ein sich durch höchste Sachkenntnis auszeichnender Anrufer (Name leider vergessen) faßte in wohlgesetzten, akzentuierten Worten und mit hohem rhetorischen Geschick kurz das politische Dilemma mit der Vogelgrippe zusammen, erwähnte die Machenschaften der politischen Kaste zur Verschleierung, die desolate Informationspolitik der Medien und vergaß auch nicht, diverse Pharmakonzerne und deren Präperate (inklusive einzelner, natürlich unwirksamer Wirkstoffe) und den brutalen Machtkampf am Markt dafür verantwortlich zu machen. Als Hörer wartete man nun schon instinktiv auf die nächste Ebene, den Machtrausch des CIA, die Verschwörung der Freimaurer oder des Weltjudentums oder der Altnazis.
Diesem Herren konnten die Studiogäste nur mit fassungslosem Schweigen antworten. Herr Remme versuchte, vergeblich, die Kontrolle über die Situation wiederzuerlangen. Leider war es dann 11:00 Uhr und damit die Sendung zu Ende.
Ich habe mich in letzter Zeit selten so köstlich amüsiert. Danke an den unbekannten Herrn, den ich gerne persönlich kennenlernen würde. Danke an den DLF, dafür zahle ich gerne meine Rundfunkgebühren.
Wenn nur diese schrecklichen Tonschnipsel und Klickereien nicht wären…
Manchmal ist die Arbeit, die man sich als Blogger macht, doch von Erfolg gekrönt.
Der Weltrekord im Essen von Kuhgehirnen wird vom Japaner Takeru Kobayashi gehalten.
Er aß 57 Stück davon, das sind ca. acht Kilo in einer Viertelstunde auf.
Das ist echter (Rinder-)wahnsinn!
Guten Appetit.
…zur CeBit nach Hannover fahren. Ist eh IMHO zur Händimesse verkommen.
…daß ich meine letzte Zigarette rauchte. Am 4. März 2003 hatte ich starke Zahnschmerzen, die mit jeder Zigarette zunahmen.
Nach dem Zahnarztbesuch hörte ich im Radio den damaligen Finanzminister Eichel über eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer faseln. Und da ich krankheitsbedingt wirklich nicht rauchen konnte und feststellte, daß ich keinerlei Entzugsprobleme hatte, hörte ich einfach so auf.
Wenn mir das eine Woche vorher jemand prophezeit hätte, hätte ich ihn ausgelacht. Immerhin habe ich mehr als ein Vierteljahrhundert gequalmt, meist mehr als eine Schachtel am Tag.
Fazit nach drei Jahren:
Auf dem Minuskonto:
– es fehlt ein erhebliches Stück Lebensqualität, eine schwer beschreibbare Mischung aus Nonkonformität, Individualität, Freiheit, Souveränität und weiteren vagen Aspekten
– mir fehlt die Kontaktfreudigkeit der Rauchergemeinde, von der ich nun ausgeschlossen bin
– auch nach den drei Jahren vermisse ich eine gute Zigarre/Zigarette in gemütlicher Runde beim Bier/Wein/Longdrink in der Kneipe/Bar/Restauration
– im Nacken sitzt die latente Furcht, jederzeit durch das Rauchen einer Zigarette wieder zum Vollraucher zu werden (liest sich aber schlimmer als es in Wahrheit ist)
– sicher nicht nur die Schuld des Nichtrauchens: ich bin ziemlich in die Breite gegangen
– wenn man eine Kerze oder Silvesterzeugs anzünden will, findet man ewig kein Feuer
– man fällt negativ auf, da man einer Dame kein Feuer kredenzen kann
– durch die ausgefallene Tabaksteuer konnte sich der Terrorismus noch mehr ausbreiten
Positives:
– man hat mehr Geld in der Tasche, habe bisher Pi mal Daumen 5.000 Euro gespart
– ich fühle mich deutlich fitter und gesünder (trotz des Übergewichts)
– meine Zähne sind heller und vergilben nicht mehr so schnell
– die Zunge ist belagfrei
– der Gestank nach kalter Asche ist weg
– man selbst und die Klamotten/Möbel riechen nicht mehr nach Rauch
– die Wände vergilben nicht mehr so schnell
– alle bewundern einen, wenn man erzählt, daß man schon x Jahre nicht mehr raucht
Je acht Argumente pro und contra. Ich bin aber besser dran als Nichtraucher und freue mich am meisten, daß ich nicht zum militanten Raucherhasser geworden bin, wie das ja leider oft bei ehemaligen Rauchern der Fall ist.
Auch begegne ich mit großem Argwohn der Verfolgung der Raucher seitens der Regierung. Nichtraucherkneipen werde ich aus Prinzip boykottieren. Miteinander statt Gegeneinander heißt die Devise.
Wie man in diesem Urteil nachlesen kann, ist der eBay-Verkäufer nun noch schlechter gestellt, als er es ohnehin schon ist.
Vereinfacht gesagt, öffnet dieses Urteil Spaßbietern Tür und Tor, wenn sie sich nach Zuschlag darauf herausreden, daß sie das nicht gewollt hätten und selbst gar nicht gewesen seien.
Die Juristerei und das Internet passen eben nicht zusammen. Die sollen sich lieber um überhängende Zweige und kläffende Köter kümmern und eBayer in Ruhe lassen.
…entferne ich ihm auf bestialische Weise seine Genitalien. Sollte ich an diesem Tag liberal aufgelegt sein, dann werde ich vor seinem Antlitz seine SPAM-Box durch das geschlossenen Fenster werfen und ihm gehörig eine in die Fresse hauen.
Das schwöre ich, so wahr mir Gott beisteht!
Seit einer Woche tickert mein neuer Rechner. Zuerst einmal zum Angeben die technischen Daten, dann meine ersten persönlichen Eindrücke.
Technische Daten (in Klammern stehen die Daten des Vorgängers):
Prozessor: Athlon 64 XPx2 3800+ (Dual Pentium III 1000)
RAM: 2 GB DDR PC3200 (1 GB SDRAM PC133)
Plattenkapazität: 3×80, 1×150 SATA, 2×300 IDE (2×160, 2×80 IDE)
Grafikkarte: GeForce 6600 GT PCIe (Radeon 9200 AGP4x)
Soundkarte: Octron 7.1 digital (Soundblaster live! Platinum)
optische Laufwerke: 1xLG DVD-RAM mit LightScribe (Vorgängermodell ohne LightScribe)
Bildschirm: 24′ TFT (19′ CRT)
Außerdem gönnte ich mir noch neue Lautsprecher und eine neue Maus.
Die ersten Eindrücke:
Ich holte mir den X2, da ich vorher Erfahrung mit einem „normalen“ Athlon 64 sammelte und enttäuscht war. Klar ist das ein flotter Prozessor, aber die häufigen Denkpausen mit anschließendem Losgerenne nerveten mich, hatte ich mich doch die letzten Jahre an die lastausgleichende Dualprozessorarchitektur gewöhnt.
Mit dem neuen System bin ich rundum zufrieden. Alle Aufgaben erledigt es mindestens genauso gut wie der Vorgänger, meistens aber erfreulich flotter.
Am meisten merkt man das beim Encodieren. Dort, wo mein Alter sich schon mal 17 Stunden Zeit ließ, ist nun nach nicht mal einer halben Stunde alles erledigt. Auch Google Earth und diverse Telespiele laufen nun zu neuer Form auf. Weiterhin positiv bemerkbar machen sich die USB-2.0-Schnittstellen. Bei den heute gängigen Flashkarten im GB-Bereich recht nützlich.
Zur Stabilität des DVD-Brenners kann ich noch nichts sagen, der war das Sorgenkind im Vorgänger, er legte ganz gerne mal den ATAPI-Bus lahm.
Was hingegen nicht funktioniert ist das Powermanagement. Wenn ich die Festplatten nach einer Stunde Nichtstun runterfahren lasse, friert die Maschine ein.
Aber das ist mir egal, die Platten sind neu und müssen nun mindestens vier Jahre durchtickern. Auch mit der der Geräuschentwicklung bin ich einigermaßen zufrieden. Die Festplatten sind kaum vernehmbar und die vier Lüfter (Netzteil, Chipsatz, Prozesso, Platten) sind auch wohnzimmertauglich.
Mal sehen, wie sich die neue Kiste im Dauerbetrieb bewährt, bisher bin ich recht zufrieden.
daß Chris der häufigste Absender von SPAM ist?
Beim Einrichten meiner Küche im letzten Jahr zerdepperte ich den Glaskrug meiner treuen Krups-Kaffeemaschine mit Aromakontrolle, die ich 1998 fuer 49 DM erwarb. Da der Ersatzkrug 19,99 EUR ohne Versandkosten kosten sollte und ich ihn auch hätte bestellen müssen, nahm ich das Nachfolgemodell mit Thermoskanne für 59 Euronen mit nach Hause.
Leider war die Maschine ein paar Zentimeter höher, so daß sie nicht mehr wie ihre Vorgängerin in die Ablage paßte. Naja, damit konnte ich leben. Doch fehlte ihr auch, und das war damals das ausschlaggebende Kaufargument gewesen, die automatische Abschaltung. So heizte die neue Maschine recht oft sinnlos die Küche, ohne daß ich es merkte, hatte doch der Hersteller auch das Überwachungslämpchen besonders schwach ausgelegt. Das größte Manko aber war die Thermoskanne. Sie war innen und aiußen ein Pflegefall. Vor allem innen setzten sich trotz aller Pflege immer hartnäckige Kaffeeflecken, ähnlich Zahnbelag, an. Bei jedem Füllen und Entleeren lösten sich immer braune Flöcken, keine schöne Sache.
So beschloß ich gestern nachmittag, gründlich Ordnung zu machen. Ich goß heißes Wasserin die Thermoskanne, tat einen Topfreiniger hinzu und bewegte ihn an den Schmutzrändern mit Hilfe des Holzkochlöffels hin und her.
PARDAUZ! Mit einem Knall, bei dem mein armes Herz 5 Sekunden aussetzte, implodierte die Thermowand in tausende kleine Restsplitterchen. Da hatte ich wohl etwas zu fest gedrückt.
Mit einem weinenden (teurer Spaß, heute kein Kaffee für meine Gäste und mich) und einem lachenden (endlich weg der doofe Fehlkauf) Auge fegte ich die Splitter zusammen. Eine Internetrecherche ergab, nebenbei bemerkt, daß eine Ersatzkanne schlappe 34,00 Euronen plus Versand kosten würde.
Heute suchte ich eine halbe Stunde in der Kaffemaschinenecke des hiesigen M*d**marktes nach einem neuen Maschinchen für mich.
Erstaunt nahm ich zur Kennnis, daß mittlerweile eine Espressomaschinenseuche ausgebrochen ist und dutzende Modelle von 200 bis 3200 Euro angeboten werden. Offensichtlich interessiert sich deshalb auch niemand mehr für schnöde Kaffeemaschineninteressenten wie mich, anders ist es nicht zu erklären, daß vier Damen und ein Herr, die offensichtlich zu dieser Abteilung gehören, angeregt miteinander schwätzten und mich geflissentlich ignorierten.
Meine Wahl fiel auf ein Modell der Firma Rowenta. Das schaut einigermaßen hübsch aus und ist recht kompakt gebaut. Außerdem bevorzuge ich ja einheimische Hersteller. Und die Rowenta hat wieder einen automatischen Ausschalter, diesmal sogar einen, der nach Brühende ausschaltet.
Denn auch diese Maschine hat eine Thermoskanne. Aber, und das ist der diesmalige Kaufgrund Nummer 1, eine Kanne aus reinem Edelstahl! Wenn ich die runterwerfe, dann sind höchstens die Fliesen kaputt, aber nicht die Kanne. Und Pflege ist bei dem Material auch kein Problem mehr.
Der erste Kaffee, den ich beim Tippen dieser Zeilen genieße, vermag auch zu überzeugen.
Satte 59 Euronen (gesenkt von 76) kostete mich der Spaß. Die neue Maschine muß nun aber bis 2015 halten!