Dr. Gregor Gysi hat sich also von seinen linken Freunden von den Vorwürfen freisprechen lassen, ein inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit namens Notar gewesen zu sein.
Dann ist ja alles gut und die Welt wieder in Ordnung.
… warum derzeit der Diesel so idiotisch teuer ist, liefern die Experten:
Schuld daran sind nämlich die olympischen Spiele in China!
Wie man lesen kann, forscht man jetzt auch in Europa munter daran, Chimären zu produzieren.
Als eifriger Science-Fiction-Leser wurde ich schon häufig aus verschiedensten Richtungen mit genau diesem Thema konfrontiert. So erkannte Stanislaw Lem schon in den 1960er Jahren, daß sich die Moral zwangsläufig an den Fortschritt anpassen muß. Andere Schriftsteller beschrieben in ihren Geschichten auch oft moralische Konflikte, ohne freilich Lösungen anbieten zu können. Allzu glatt ist das Eis für uns in Deutschland, denkt man bei Experimenten am Menschen doch automatisch an Adolf Nazi.
Einen gekonnten Umgang mit Halbwesen hingegen beweist der der Waliser Jasper Fforde, in dessen Parallelwelt die Gentechnik eine immense Rolle spielt. So haben viele Bürger ihre Haustiere gentechnisch im Hobbykeller erzeugt. Dazu zählen Dodos (bis Version 1.2 noch ohne Flügel), tasmanische Beutelwölfe (DH 72) oder auch Flamingos. Und man liest den „Splicer“. Mammuts und Neanderthaler leben mitten unter uns, freilich nicht ohne diverse Probleme. So sind Neanderthaler zeugungsunfähig und damit zum zweiten Mal zum Aussterben verurteilt. Sie sollten übrigens als Arbeitssklaven bzw. Soldaten in Massen gezüchtet werden. Dummerweise sind sie vom Charakter her weder für das Eine noch das Andere geeignet.
Doch bei Chimären, da kennt diese Welt keinen Spaß. Dann kommt sofort ein Sondereinsatzkommando, welches das Halbwesen liquidiert und der Erzeuger wird vor Gericht gestellt.
Vielleicht könnte man ja in diese Richtung denken, dann wäre mir wohler, denn was ich nicht weiß, das…
Jedenfalls denke ich bei solchen Forschungen eher an menschliche Ersatzteillager, an leidende Wesen, die weder Tier noch Mensch sind und für die Mutter Natur keinen Platz vorgesehen hat.
Sicher ist jedenfalls, daß sich meine und die nächste Generation in Parteien, Kirchen, Gerichten usw. schon einmal heftig Gedanken machen dürfen, wie wir mit den neuen Herausforderungen umzugehen haben. Dagegen sind die Dinge, die durch die Vernetzung möglich geworden sind, reinster Kindergeburtstag. Ich meine damit so banale Sachen wie Spammer, Schwarzkopierer, Communities usw.
Sieht man einmal, wie schwer wir uns mit dem § 218 StGB taten und immer noch tun, dann möchte ich nicht wissen, wie Menschen auf geklonte Geschwister (bei Haustieren funktioniert das schon) oder Mäuse mit Ersatzpenissen reagieren.
Oder ob ein Kind Erbe werden kann, wenn es erst Monate, Jahre nach dem Tode des Vaters durch dessen tiefgefrorenes Sperma gezeugt wurde. Oder man, so kein Sperma vorhanden war, vom Autounfall noch ein paar Gramm Genmaterial besorgt, aus denen man dann Erbgut gewinnen kann. Was passiert, wenn man seinen Klon umbringt? Oder er einen umbringt? Wenn man Sex mit seinem Klon hat, ist man dann schwul (lesbisch) oder ist das nur eine neue Ebene der Masturbation? Oder ist es gar Inzest? Überhaupt, die Sexindustrie wird Millionen verdienen mit aus echtem Fleisch bestehenden Nachbildungen diverser Persönlicheiten, die dann freilich keine Persönlichkeit haben werden. Oder vielleicht doch? Oder nur ein bißchen?
Die Gedanken führen alle in unfaßbare, moralisch unbesetzte Gebiete.
Und wenn man schaut, wie sich junge Menschen heute schon einem Körperkult hingeben, indem sie ihn nicht nur glatt rasieren, sondern diesen dann auch mit Brandzeichen, Tätowierungen versehen oder überall zerstechen und andersweitig stark gegenüber der Norm verändern, dann ist es nicht mehr weit zum gentechnischen Verändern der Haut in ein feines Blau. Es gibt ja auch schon Haustiere, die im Dunkeln leuchten. Und vielleicht ist in einigen Jahrzehnten oder Jahren der Zweitpenis Standard.
Vor wenigen Jahren hätte ich über solche Gedankengänge nur müde gelächelt, da ich die Verwirklichungen durch die Wissenschaft noch in jahrhunderteweiter Ferne sah. Doch wenn man so in der Fachpresse blättert, dem DLF lauscht oder einfach nur der Tagespresse, dann dürfte sich der Fortschritt gerade von rasend schnell auf explosionsartig ausbreiten.
Ich denke aber auch daran, daß man bisher immer noch nichts gegen die Alopezie gefunden hat.
Zumindest diesen Fortschritt würden viele Herren noch begeisterter begrüßen als eine gewisse blaue Pille.
Beim Hungern und beim Essen, die Solidarität!
Auf ihr Völker dieser Erde…
An dieses schreckliche Lied, warum auch immer, denke ich im Moment, wenn ich das Gejammer der Hilfsdienste über mangelnde Spenden für die Opfer des Wirbelsturms in Südostasien lese.
Bei der Aktion Deutschland Hilft, einem Zusammenschluss von zehn Organisationen, gingen nach eigenen Angaben bislang insgesamt nur 250.000 Euro ein. Nach dem Tsunami im Dezember 2004 seien dagegen innerhalb von nur drei Tagen rund 3,6 Millionen Euro gespendet worden, sagte Janina Niemietz von dem Aktionsbündnis. „Wir rufen die Menschen deshalb ganz dringend zu weiteren Spenden auf.“
Die bisherigen Spenden seien viel zu gering, kritisieren Hilfsorganisationen – und suchen nach Erklärungen.
Soll ich mal Erklärungen bieten?
Zuerst einmal, heißt die betroffene Region überall anders. So ist es im Spiegel Burma, bei 1Live Birma und im Stern Myanmar. Wer spendet schon gerne für drei Länder? Dann lieber nichts.
Dann natürlich die unsäglich peinliche Berichterstattung. Wenn im Stundentakt berichtet wird, was die „Junta“ alles falshc macht, wie die Armee alles kaschiert, wie die Medien manipuliert werden, wie Helfer brüsk abgewiesen werden, wie Hilfsorganisationen von der Armee drangsaliert werden, wie Hilfsmittel fehlgeleitet werden, wie abweisend das Land ist, dann muß man sich nicht wundern, daß die Brieftasche nicht locker sitzt.
Dann die kürzlich in aller Gründlichkeit durch die Medien gegangene Skandalgeschichte mit UNICEF Deutschland. Dank der völlig unfähigen Vorsitzenden, der abgehalfterten SPD-Tante Heide Simonis, wurde dieser doch ansonsten eher honorigen Spendenorganisation dieses Jahr sogar das Spendensiegel entzogen. Das bremst die Spendenbereitschaft auch enorm.
Und letztendlich; sollte die Spendenbereitschaft trotz aller Meldungen dennoch vorhanden sein, bei den derzeitigen irrsinnig hohen Preisen für Energie, Sprit und Grundnahrungsmittel ist es dem deutschen Michel ganz einfach nicht nach Spenden zumute. Auch fehlt es an Vorbildern. Man wartet nun an Spenden der Top-Manager mit ihren Millionengehältern. Doch diese lassen auf sich warten.
…, denn nun ist selbst der Untergrund vom Führer befreit.
…wie in den letzten drei Jahren üblich geworden, wenn Feiertage, lange Wochenenden und Ferien anstehen, erhöhen bundesweit alle Tankstellen die Preise auf einheitliche, irrsinnige Werte. So kostete heute ein Liter Diesel 1,42 EUR. Damit kostet Diesel also deutlich mehr als das Doppelte als noch vor wenigen Jahren. Doch nicht der Höhe wegen, sondern wegen der bundesweit gleichzeitigen und einheitlichen Erhöhung unterstelle ich eine koordinierte Preisabsprache der drei großen und zwei nicht ganz so großen Mineralölkartelle.
Das ist so offensichtlich, daß es die Spatzen von den Dächern pfeifen.
Was unternehmen sie als Behörde dagegen? Sichtbar für den Bürger kann ich ihnen die Frage beantworten: sie unternehmen nichts! Insofern werde ich, wenn ich an die Macht komme, sie noch vor der GEZ einfach so auflösen. Sie sind nämlich ein zahnloser Tiger, eine Farce, ein Steuergeldverschwender, ein Armutszeugnis, ein…, man möchte schreien vor Wut!
[Kopie an
Bundeskartellamt
Kaiser-Friedrich-Str. 16,
D-53113 Bonn]
Wieso hocken die faulen Säcke eigentlich noch in Bonn? Das spricht Bände.
… in die freiwillige Totalüberwachung sieht so aus:

Ja, deutlich über 100 DM gibt man heutzutage für den Luxus aus, sich im Rathaus von einer jungen (und immerhin hübschen) Sachbearbeiterin die Fingerabdrücke des linken und rechten Zeigefingers nehmen zu lassen. Diese kommen nun in meinen neuen Reisepaß. Von mir aus, aber ich weiß eben nicht, ob sie nicht noch woanders hingelangen. Auf Nachfrage wußte die Kommissarin, ähh Sachbearbeiterin (ich kam mir halt vor wie ein Verbrecher), auch nicht, welchen Weg die Daten nehmen und welche Behörde fürderhin darauf Zugriff hat. Es bleibt ein mulmiges Gefühl zurück. Und Ohnmacht. Aber das kenne ich ja schon irgendwoher…
… Personalausweis wurde heute durch einen nigelnagelneuen Schäublekompatiblen ersetzt. Jetzt muß auch leider mein Reisepaß erneuert werden. Dann bin ich endlich 100% gläsern.
… Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds deutliche Worte gefunden. Er sprach
von einem „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Gemeint ist der großflächige Anbau von Lebensmitteln, also bspw. Raps und Mais, um aus den Früchten nicht etwa Nahrung für die Menschen herzustellen, sondern um darauf Kraftstoff für Autos herzustellen.
Wenn man hier in Deutschland, wo eh alle zu dick sind, statt „nützliche“ Sachen anzubauen, ein paar Hektar mit Rapsfeldern zupflastert, um dann überteuert den sowieso schon zu teuren Sprit per Gesetz noch teurer zu machen (die zweite Stufe der Zwangsbeimischung von Biosprit wurde aber glücklicherweise erst kürzlich auf Eis gelegt), dann ist das eine Verwirklichung eines feuchten Traums von naiven, nein von dummen Menschen, die in der Schule alle Naturwissenschaften ignoriert haben und für die ganzheitliches Denken ein Fremdwort ist.
Nun, wir müssen nicht hungern und blühende Rapsfelder sehen nett aus, auch wenn sie ziemlich müffeln. Hierzulande ist so etwas also nur oktroyierter Schwachsinn von grünen Spinnern.
Doch wenn man in armen Ländern, in denen täglich hunderte, wenn nicht tausende Menschen Hungers sterben müssen, wenn man in solchen Ländern bestehende Weizen- und Reisfelder umpflügt um stattdessen Mais anzubauen, den man dann zu 100% zu Kraftstoff für die PS-starken Autos Europas und Amerikas benutzt, dann darf man getrost noch mehr sagen als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.
Die Bundesregierung täte gut daran, sofort das ganze Biospritprojekt (abgesehen von Grundlagenforschung) in die Tonne zu treten und ebensolches für die EU zu fordern. Dann würde endlich mal die Vernunft siegen (und der Sprit 10 Cent günstiger) und der Bürger wäre a) finanziell entlastet (gut auch für die Konjunktur) und b) hätte er das gute Gewissen, etwas gegen den Welthunger zu tun.
… verweise ich einfach mal auf den Blogeintrag von meinem Altersgenossen Köhntopp. Der Rest ist Schweigen.