Das meinte zumindest irgendein türkisches Revolverblatt am 29.03.2010, welches mir Bekannte aus ihrem Türkeiurlaub dankenswerterweise mitbrachten.

Also wenn die Türken Frau Dr. Merkel als Führerin sehen, dann wird das eine komische EU…
… immer noch. Und sie kann immer noch nix. So titelt man:
Brandanschlag auf Linke Evrim Baba
Beim Lesen stellt sich allerdings heraus, daß damit gemeint ist, daß am Cabrio der Dame ein Reifen angezündet wurde. Ok, auch sowas ist schlimm und sollte mit aller angemessenen Härte verfolgt werden.
Und das sagt die Tageszeitung zu den abgefackelten „Bonzen“-Autos, die so ziemlich zu 100% auf das Konto von Sympathisanten des Blattes gehen dürften?
Tsk, tsk.
Nicht nur in katholischen Einrichtungen, Kinderchören, Familien oder Sportvereinen wurde und wird ständig sexuell mißbraucht, sondern auch … im Knast. Bitte knallhart recherchieren und schonungslos berichten – Danke!
– 12 Eier
– 1,5-Liter kochendes Wasser
– 6 Esslöffel Salz
– 1 Spritzer Essig
Das ganze 10 Minuten kochen und in einen Behälter füllen und voilà: zu Oster gibt es Soleier.
Ob dann auch der Bärenfang gut ist?
… gegenüber Schülern und ihren Kommentaren zu ihren Lehrern. Doch wenn mir mein Nachhilfeschüler (10. Klasse) berichtet, daß der neue Deutschlehrer die Klasse erstmals betrat mit den Worten „Mein Name ist $NAME, wie ihr heißt ist mir egal.“ und am liebsten den Schülern unverständliche Aufgaben hinwirft und sich vorne hinfläzt, um die BLOED zu lesen, dann glaube ich dem Schüler das einfach schon deswegen, weil man als Schüler so etwas Unglaubliches gar nicht erfinden kann.
Beinahe überflüssig zu erwähnen, daß die Grammatiklernhilfe dieses Lehrers schlecht strukturiert war und natürlich auch gravierende Fehler enthielt. So wurde aus dem Präsens „ich fahre“ das Futur I „ich wurde gefahren“, um nur ein Beispiel zu nennen.
Normalerweise müßte man solchen Nullen einfach mal eine in die Fresse hauen oder sie wenigstens rasch aus dem Schuldienst entfernen, doch sowas geht natürlich leider nicht und so werden wieder 25 junge Menschen aus der Schulpflicht entlassen mit nur vagen Vorstellungen ihrer Mutter- bzw. neuen Muttersprache.
Seit 1970 wurden im deutschsprachigen Raum 772 Tatorte gesendet, morgen abend läuft der 773te. Ich habe im Laufe der letzten zehn Jahre alle diese Tatorte gesehen. Sie sind ein Teil deutscher Geschichte, die mir vor der sogenannten Wende 1989 fremd war. Aus heutiger Sicht bieten die Tatorte interessante Aspekte und bieten die Möglichkeit, die Veränderung von Blickwinkeln und der gesamten Gesellschaft nachzuvollziehen.
Ich picke mal ein paar Themen heraus:
– Ausländer
In alten Tatorten gab es Ausländer nur als Gastarbeiter, als störendes Beiwerk oder Pauschaltäter. Türken, Italiener, Spanier, Jugoslawen, Griechen und Spanier wurden dargestellt, daß einem heutzutage schlecht werden kann. Und tauchte mal ein Nordafrikaner auf, dann war, wie beim Holländer klar, daß es nur um Drogen gehen kann. Ab und zu tauchte auch mal ein Neger auf, der aber entweder viel Gold oder einen Diplomatenpaß hatte oder grundsätzlich fälschlicherweise schuldig gesprochen wurde.
Seit den späten 1990ern ist das Thema glücklicherweise einer Normalisierung gewichen. Nun ist man mal korrekt oder auch nicht, sind Ausländer gut und böse und auch in den Ermittlerteams arbeiten Leute aus der Türkei. Ex-Jugoslawien und Rußland auf Augenhöhe mit.
– Frauen
Frauen waren in den 1970ern Jahren nur schmückendes Beiwerk oder Opfer. Erst in den späten 1970ern gab es auch starke Frauen, sogar erste weibliche Kommissare (Buchmüller). Heute von der Sonderstellung der Frau im Tatort zu reden, wäre lächerlich. Ausnahme: in Österreich begegnete man auch in relativ aktuellen Tatorten Polizistinnen mit unverhohlener Abneigung, in der Schweiz läßt man das Thema geschickt komplett außen vor.
– Drogen und Genußmittel
Früher: Drogen nur Schwerstkriminelle, Alkohol alle ständig, Rauchen dito, Mitte der 1990ern näherte sich die Sichtweise der Realität an, heutzutage bemüht man sich nach amerikanischem Vorbild(?), Bier und Zigarette auszublenden, der Gebrauch aller illegalen Drogen wird hingegen in allen Details als Alltag geschildert.
– Team
Früher ermittelte ein mehr oder weniger schrulliger Kommissar mit ein paar nichtssagenden Statisten stur bis zur Festname, heute treten auch zweite und dritte Reihe (Gerichtsmediziner, Forensiker) auf den Plan.
– Freizügigkeit
Sehr viele Tatorte sind sehr offenherzig. Gefühlt sieht man in jedem zweiten Tatort nackte Tatsachen, teilweise auch episch lange und nicht etwa nur weibliche Oberweite.
Manche Sexszene hätte man im alten Ostblock auch als Porno verkaufen können und auch sonst gibt es wenige Niederungen, in die sich ein Tatort nicht vorgewagt hätte.
Vor allem fällt die Realistik in der Pathologie auf; bisheriger Höhepunkt: die Obduktion eines Säuglings.
– Technik
Der wohl interessanteste Aspekt. Schaut man die Tatorte chronologisch, fällt der technische Fortschritt besonders im Auge. Mancher Fall von 197x ließe sich mit einem gängigen Mobiltelefon in Minuten lösen, manche Handlung ist in unserer Handy- und Internetzeit mittlerweile sogar unvorstellbar.
Und man erkennt auch den Fortschritt an Bild und Ton, so wird erst 4:3 gesendet, dann kommen Videotextuntertitel dazu, es folgen Stereo- bzw. Zweikanalton und dann 16:9 und Dolby Surround. Sicher strahlt man heute den Tatort auch in HD aus, doch soweit bin ich noch nicht.
Glücklicherweise verhindert heutzutage die Bürokratie und Inkompetenz des Apparats die effiziente Anwendung moderner Technik, sonst hätte die Mordkommission immer 100% Aufklärungsquote.
Sicher kann man zum Thema noch viele Seiten füllen, aber ich möchte den Rahmen des Blogeintrages nicht sprengen.
Jeder, der sich für jüngere deutsche Zeitgeschichte interessiert, solle sich ruhig mal ein, zwei olle Tatorte anschauen.
Abgesehen davon spielte im Tatort quasi auch jeder semiprominente aus Funk, Sport und Fernsehen mit oder führte Regie, ich nenne nur mal die Namen Samuel Fuller, Rolf Hoppe, Udo Lindenberg, Nena, Sandra, Wolfgang Mischnick, Walter Sedlmeir, Curd Jürgens, Wolfgang Petersen, Wolfgang Staudte, Berti Vogts, Robert Vaughn, Bela B. und natürlich Nastasja Kinski heraus, und habe noch hundert andere bekannte Namen vergessen.
Weitere Infos zum Thema findet man in der Wikipedia und im Tatort-Fundus.
Noch ein Ergänzung: kürzlich hat es die ARD geschafft, und mit der Veröffentlichung von Tatorten auf DVD begonnen. An sich ja nett, aber: eine fette DVD-Box enthält genau vier DVDs mit je einer Folge. Dafür werden stolze 40 EUR verlangt. Das bedeutete ja, von der Platzverschwendung abgesehen, daß man für alle Tatorte, so sie denn überhaupt alle erscheinen, 7.720 auf den Tisch legen müßte?
Ich hätte da eher an 500 EUR gedacht und eine gescheit gestaltete Festplatte mit allen Folgen darauf.

Und zum Schluß noch meine „Lieblingskommissare“ ohne Rangfolge:
– Manfred Krug als Stoever
– Gustl Bayrhammer als Melchior Veigl
– Jan-Josef Liefers als Gerichtsmediziner Prof. Boerne
– Lutz Reichert als Meier II
– Andrea Sawatzki als Charlotte Sänger
– Michael Janisch als Michael Fichtl
– Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm
Einen Lieblingstatort habe ich nicht, denn man muß sie in ihrer Zeit betrachten und auch im Kontext. Überdurchschnittlich gute Krimis lieferte eigentlich immer der Bayerische Rundfunk ab, aber auch der Saarländische Rundfunk leistet Erstaunliches.
Eine Krimiserie die fast so alt ist, wie ich selbst, mein Glückwunsch. Allerdings finde ich, daß weniger mehr wäre und man derzeit zu viel produziere. Klasse statt Masse wäre mir hier lieber.
… Artikel durchlesen.
Mein offener Brief wurde beantwortet. Der Inhalt ist privat, daher an dieser Stelle keine Veröffentlichung.
… war in Leipzig – und ich war dabei!
Die Arena war mit 11.000 Leuten fast komplett gefüllt, die Stimmung megagut und dann kam er – der Altmeister der elektronischen Musik. Vor allem war er laut – gibt es Regelungen bezüglich maximaler Lautstärke? Wenn ja, dann wurde gewiß dagegen verstoßen, noch ein bißchen lauter und die Körper wären explodiert. Ich hatte Ohropax benutzt und das war auch gut so; meiner Mutter dröhnten noch Tage später die Ohren.
Trotz des immensen Pegels war der Sound glasklar und die Bässe, die Bässe waren genial phatt – jede Technodisko könnte da auf Jahre neidisch werden.
Jean-Michel und seine drei Mitmusiker brachten ausnahmslos alle populären Titel. Nur ein Stück war mir nicht bekannt, aber dieses Stück war schön lang, hatte geniale Lichteffekte und Monsieur Jarre drehte den Tiefbass in Ekstase so hart auf, daß man aus reiner Not schrie – genial!
Auch Licht und Bild setzten Maßstäbe – der Meister läßt sich nicht lumpen und zitierte state-of-the-art-Technik auf die Bühne. So viele „Laser“ sah ich noch nie auf einem Haufen.
Bemerkenswerte Notiz am Rande – JMJ Tontechnik war so laut, daß der Krach der zehntausend johlenden, klatschenden und kreischenden Menge schier unterging, wenn er sich beim Publikum bedankte.
Geniale zweieinhalb Stunden perfekte Unterhaltung ohne jedwede Kritik meinerseits – das Leben ist eben eins der Besten! Nochmals vielen Dank an meine Mutter, die mir dieses herrliche Geburtstagsgeschenk machte.

Lichtshow vom Feinsten und Laser ohne Ende.
Minivideo von Equinoxe
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Minivideo von Extrembass
Minivideo von Oxygene
