Dez. 132012
 

Irgendwie kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, daß Tag für Tag meine Freiheit (und damit natürlich auch die Freiheit der Bürger) mehr und mehr eingeschränkt wird. Das alles geschieht unauffällig und kaum merklich, aber es geschieht. Und mag es noch so schleichend sein, mittlerweile macht sich bei mir mehr und mehr Unwohlsein breit.

Nur ein paar Beispiele aus den letzten Tagen:

– noch mehr Auflagen für Zigarettenverpackungen; jetzt soll ich mit 3/4seitigen Ekelbildern konfrontiert werden, obwohl ich seit Jahren nicht mehr qualme

– nach Nacktscannern und Flugkontrollverschärfungen nun auch verschärfte Kontrollen vorm Fußballstadion; gehe zwar nicht Fußballschauen, werde es jetzt aber bestimmt nicht mehr wollen

– Strom wird teurer, alle faseln vom Wechseln und Sparen, aber was, wenn man, wie ich, das bereits im Vorjahr erledigt hat? Und selbst wenn man wechseln will, wo ist eine ehrliche Auswahl?

– Preiserhöhungen überall sonst, Sprit, Bahn, ÖPNV, Essen, Grundsteuer, Krankenkasse, KFZ-Versicherung…

– verschärftes Punktesystem für Autofahrer

– Zwangs-GEZ ab 2013 usw. usf.

Man sollte jeden Tag dankbar sein für den Frieden, für volle Regale und warme Wohnungen und das man sich das noch alles leisten kann. So hat man einen positiven Ausgleich.

 Posted by at 8:12 a.m.
Nov. 302012
 

…schon wieder mehr als eine Woche Ruhe im Blog gewesen. Ich bin aber auch viel unterwegs. So war ich letzte Wochein Leipzig. Dort ging ich mit zwei hübschen, jungen Damen fein italienisch essen und wurde sogar dazu eingeladen.
Am Freitag hatte ich den ganzen Tag einen Kundeneinsatz. Das Wochenende verbrachte ich bei der Verwandtschaft. 18 Leute waren wir und ein Schwein. Letzteres hatte 320 Kilogramm und wurde geschlachtet und zu vielen Würsten usw. verarbeitet. Natürlich wurde das auch alles entsprechen begossen, also ein sehr erfolgreiches und schönes Wochenende.
Gestern ging es mit Stau zurück und nun hat mich der Arbeitsalltag wieder.

 Posted by at 6:18 p.m.
Sep. 062012
 

Gestern höre ich ein nicht bestimmbares Geräusch. So wie ein Rasenmäher oder eine Rüttelplatte. Nun, das wäre, zumal in meiner Umgebung, nicht weiter ungewöhnlich, doch war es bereits gegen 22:30 Uhr. Ich ging in die Küche, das Geräusch wurde leiser, ich ging auf den Flur, das Geräusch wurde lauter. Schließlich fand ich die Geräuschquelle. Darauf kann NIEMAND NIEMALS von alleine draufkommen. Es war… mein Haartrimmer!

Zur Erklärung: ich hatte ca. eine halbe Stunde vorher im Badezimmer das Licht im Spiegelschrank brennen lassen. Der Lampentrafo brummt und erzeugt oft auch unangenehme Rosonanzen. Ein sanfter Klaps beruhigt ihn aber immer zuverlässig. Und der Trimmer steht im Spiegelschrank in der Nähe des Trafos und sein Ein-.Ausschalter ist sehr leichtgängig.

Licht brennenlassen -> Trafo brummt und wackelt -> Trimmer schaltet sich im geschlossenen Spiegelschrank auf einer Glasplatte ein.

Und das erzeugte das sehr laute tieffrequente Brummgeräusch.

 Posted by at 7:55 a.m.
Sep. 022012
 

Am vergangenen Dienstag flog ich viermal Economy, einmal First Class und einmal Business. Wie, das glaubt mir keiner? Hier ist der Beweis!

Des Rätsels Lösung ist, daß ich mit 120 anderen Personen als Testpassagier den Ablauf im neuen Flugsteig A Plus testete.

Der Einsatz ging von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Wir wurden sehr professionell und sehr freundlich betreut. Die unvermeidbaren Wartezeiten überbrückte ich mit der Beobachtung des Flugbetriebs. Wie interessant, wenn man gleichzeitig 8 Passagiermaschinen in Bewegung sieht. Wie spannend, wie aufwendig und wie geldintensiv so ein Flughafenbetrieb ist.

Mir hat das Ganze so viel Spaß bereitet, ich werde am 11.09. nochmals das magentafarbene Leibchen anziehen und dann den ganzen Tag Rolltreppen, Menscheneinfüllstutzen, Laufbänder, Fahrstühle usw. ausgiebig ausprobieren.

 Posted by at 7:11 a.m.
Aug. 122012
 

Ich war am Freitag bei einem Kunden, um diverse Wartungen durchzuführen. Als Belohnung erhielt ich u.a. zwei selbstgezogene Gurken, das sind kurze dicke Gurken mit Gurkengeschmack.

Diese bereitete ich mit meinem berühmten Schüttelgurkenrezept zu:

– 1 Gurke
– 1 Zwiebel
– 4 Eßlöffel Essig
– 2 Eplöffel Zucker
– 1 Eßlöffel Senfkörner
– etwas Salz
– etwas geschroteter Pfeffer

Gurke und Zwiebel schälen. Die Zwiebel würfeln, die Gurke in mundgerechte Stücke schneiden. Dann die Zutaten in eine verschließbare Schüssel geben und diese in den Kühlschrank stellen. Ab und an herausnehmen und schütteln. Schmecken nach 12 Stunden gut, nach einem Tag fantastisch. So lange aber überleben sie nie.

Muß ich die Gurken eigentlich dem Finanzamt melden?

 Posted by at 3:55 p.m.
Aug. 122012
 

Gestern abend gegen 20:00 Uhr saß ich alleine in meiner Wohnung und hatte genau dazu keine Lust. Was tun? Die 20:00-Uhr-Nachrichten halfen mir gleich zweifach weiter. Und die Wetterbedingungen waren dazu ideal.

1. Also setzte ich mich ins Auto und fuhr nach Stolzenfels, wo ich mir eine knappe Stunde lang den Rhein in Flammen anschaute.
Eine knappe Stunde lang zog ein riesiger Schiffskorso den mit bengalischen Feuern illuminierten Rhein aufwärts, begleitet von mehr als einem halben Dutzend Feuerwerken. Dreien davon war ich ganz Nahe. Leider ist mit Fotos nichts geworden, denn bei der mitgenommenen Kamera war der Akku alle und die Händikamera kann schon nix bei Tageslicht.
Aber eine Bildersuche sollte einiges bringen.

2. Ich wählte die Rücktour auf der rechtsrheinischen Seite. Gleich hinter Lahnstein verkrümelte ich mich ins Niemandsland zwischen Bad Ems, Nastätten usw. Und mitten in dieser Pampa fuhr ich auf einen landwirtschaftlichen Weg und hielt dann an. Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah ich, das erste Mal seit Jahren, die Milchstraße in ihrer Pracht am klaren Himmel. Und dann Sternschnuppen. Halt, die Sternschnuppen pulsierten gleichmäßig und bewegten sich in Richtung des Frankfurter Flughafens.
Ich beobachtete weiter. Blick in Richtung Osten und dann hoch an den Himmel. Und die Perseiden taten mir den Gefallen und zeigten sich zahlreich. Mindesten 50 Stück konnte ich beobachten und mindestens 10 Wünsche gab ich ihnen mit auf den Weg.
Nach einer guten Stunde brach ich ungern die Beobachtung ab und fuhr in aller Ruhe nach Hause, wo ich gegen 1:00 Uhr müde, aber sehr zufrieden mit dem Ausgang des Abends eintraf.

 Posted by at 10:17 a.m.
Aug. 102012
 

…hat es gedauert. Nun wurde heute Vormittag ENDLICH die dreispurige A 60 zwischen Kreuz Mainz-Süd und Weisenauer Brücke komplett freigegeben. Keine 160 Millionen Euro hat der Umbau gekostet. Richtig günstig. Das sind gerade einmal 165.000 EUR/pro Monat pro Kilometer, also echt günstig, wenn man an diverse Bahnhöfe oder Flughäfen denkt. Oder aber auch 1,7 Meter Autobahnbau pro Tag.

11 Jahre auf 7 Kilometer Länge eine Dauerbaustelle mit Tempo 60. Das kostete zehntausende Pendler zahlreiche Nerven und einen Nachbarn vier Wochen den Lappen.

Ich fuhr heute den Abschnitt von Frankfurt kommend. Vom Tempo her hatte sich nichts geändert. Obwohl 100 km/h erlaubt waren, fuhren alle die seit Jahren gewohnten 60; auch im auf 80 km/h begrenzten Tunnelchen. Freilich war direkt hinter dem Tunnel Rückstau, denn am Kreuz Mainz-Süd staute es sich wie üblich zu Stoßzeiten, da die Rechtsabbiegerspur viel zu scharf geführt ist und der von der A 63 kommende Verkehr zusätzlich stört.

Aber immerhin durfte ich es noch erleben, daß die Baustelle komplett beseitigt wurde.

Und was kommt als nächstes? Die Schiersteiner Brücke!

 Posted by at 8:31 p.m.
Aug. 012012
 

Nach den beiden Getriebeschäden war schnell klar, daß mein Skoda weg muß. Ich kaufte den Wagen gebraucht im Januar 2010. er hat mich zweieinhalb Jahre begleitet und ich bin in dieser Zeit mit ihm über 100.000 Kilometer gefahren. Damit ist er, wie man sagt „in die Kilometer gekommen“. Das wäre an sich egal, denn der Motor ist gut für noch viel viel mehr Kilometer. Doch sprengebn die Unterhaltkosten mittlerweile das Budget, ich muß 1.000 EUR im Monat für das Auto ausgeben bzw. zurücklegen. Das ist es mir nicht mehr wert, zumal ich durchaus schon länger vorhabe, die viele Fahrerei einzuschränken.

Doch welches Auto sollte es nun sein? Das ich einen fahrbahren Untersatz benötigte, war klar. Ich schaute mich bei quasi allen Herstellern um, beobachtete auf den Straßen verschiedene Autotypen und machte mir erst einmal klar, daß ich einen radikalen Schnitt machen möchte.

Bisher hatte ich mich stetig verbessert, was Ausstattung, Fahrleistung usw. angeht. Das kann man im Altblogeintrag Klassen nachlesen, den ich an dieser Stelle einmal hereinkopiere:

* Kaufjahr – Typ – Kaufpreis – Baujahr – PS – Kilometer beim Kauf – Kilometer beim Verkauf – Klasse
* 1988 – Trabant 601 de luxe (sic!) – 12.100 Mark (der DDR) – 1981 – 26 – 69.000 – 46.000 (Motorwechsel) – aeh, keine?
* 1989 – Lada 1200 – symbolische 100 DM – 1982 – 65 – 110.000 – 135.000 – unterste Kompaktklasse
* 1991 – Lada 1300 – 500 DM – 1988 – 75 – 40.000 – 150.000 – untere Kompaktklasse
* 1993 – VV Golf II – 10.000 DM – 1983 – 71 (60) – 100.000 – 265.000 – Kompaktklasse
* 1998 – VW Golf III – 23.500 DM – 1996 – 90 – 45.000 – 195.000 – Kompaktklasse
* 2000 – VW Bora – 22.000 DM – 1999 – 115 – 19.500 – 99.850 – untere Mittelklasse
* 2002 – VW Passat – 29.600 EUR – 2002 – 130 – 0 – 231.000 – Mittelklasse
Und morgen wird die Reihe ergänzt um:
* 2010 – Skoda Superb – 14.650 EUR – 2006 – 163 – 58.000 – NN – obere Mittelklasse
Man darf gerne spekulieren, welcher Wagen 201x der Nachfolger werden möge …

Die Spekulationen sind hinfällig und ich ergänze die letzte Zeile:

* 2010 – Skoda Superb – 14.650 EUR – 2006 – 197 – 58.000 – 160.280 – obere Mittelklasse
* 2012 – Toyota Yaris – 17.000 EUR – 2012 – 100 – 4 – NN – Kleinwagen

Dieser Schnitt ist durchaus radikal. Ich und ein Kleinwagen? Nun, erstens spare ich damit locker die Hälfte an Unterhaltskosten und muß damit auch die viele Fahrerei, die mir niemand dankt, einschränken. Und warum ausgerechnet der Yaris? Auch das ist leicht erklärt. Zur Marke Skoda, die durchaus einen netten Fabia zu diesem Preis anbieten, habe ich kein Vertrauen mehr. Schon 1976 hat uns der S 100 in Stich gelassen! Spaß beiseite. Ein neues Wunschauto wäre momentan unvernünftig. Und vor gebrauchten Autos schrecke ich im Moment zurück. Der Toyotahändler ist im Ort und ich habe 3 bzw. 5 Jahre Garantie auf alle wichtigen Teile. Rente bekomme ich eh keine (mehr), insofern zieht auch der gute alte „Willst wohl Deine Rente in Japan abholen?“.

Außerdem helfe ich so den Opfern des Tsunamis 2011. Und als einziger Hersteller hat Toyota zu diesem Preis auch eine nette Ausstattung und ein witziges Extra, er hat nämlich einen Hybridantrieb. Keine Sorge, ich umarme nun nicht ab morgen Bäume oder so, es ist nur so, daß, wenn ich schon ein kleines Auto kaufe, es irgendeine Besonderheit haben sollte. Und alle andereren Kleinwagen sind da eher langweilig, zu billig oder zu teuer oder was auch immer.

Seit gestern abend steht nun ein kleiner, schwarzer Kleinwagen auf meinem Parkplatz, also, liebe Besucher, nicht wundern, das hat schon seine Richtigkeit.

 Posted by at 10:51 p.m.
Juni 262012
 

„Wumm!“ hat es gemacht bei flottem Tempo auf der BAB. Aus Erfahrung wußte ich, daß ein Stein in eine Scheibe eingeschlagen war. An der Frontscheibe entdeckte ich auf Anhieb nichts, doch dann sah ich das Desaster.

Sofort rief ich die Versicherung an und meldete den Schaden. Einen Tag später, wieder zu Hause angekommen, untersuchte ich den üblen Riß noch einmal in Ruhe. Was stellte ich fest? Es war gar kein Riß sondern nur ein interessant zermatschtes Insekt. Aber sieht doch auf den ersten Blick wie ein glaubwürdiger Riß aus, oder?

Den ersten Steinschlag entdeckte ich übrigens in der Frontscheibe auf Außenspiegelhöhe. Da es aber nur ein stecknadelkopfgroßes Löchlein ist, sehe ich mich zu keinem weiteren Handeln gezwungen-

 Posted by at 7:20 a.m.
Juni 212012
 

…wenn mich die Leute seltsam anstarren, wenn ich ihnen berichte, was es bei mir zu Essen gab, nämlich Abern und Matz. Nun, das bloggte ich schon einmal, aber es schmeckt immer noch genausogut, wenn nicht noch besser.
Abern schreibt man wohl mit p, aber so hat es in meiner Jugend niemand ausgesprochen, deswegen bleibt das b.
Und die Matz hat sogar einen Eintrag im Kluge auf S. 546.

Für das eklig schwülheiße Wetter jedenfalls ein prima Mahl.

 Posted by at 3:55 p.m.